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Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 06.10.2022

2022 10 06 wallfahrtsmosaike hallertau4 Foto: Roswitha Dorfner
Wallfahrer aus der Hallertau.

Der „Rosenkranz-Monat“ Oktober ist ein sehr beliebter Monat für Wallfahrer. Viele einzelne Pilger und vor allem auch viele Gruppen nutzen die kühlen, bunten und oft auch „goldenen“ Herbsttage für einen Bitt- oder Dank-Gang ins „Herzen Bayerns“. Die bekannteste Gruppe kommt – immer zum Ende der Hopfenernte und heuer zum 60. Mal – aus der Hallertau. Hier eine kleine Auswahl der Pilger(Gruppen) bei ihrer Ankunft:

Durchhalten und ankommen

Zwei Jah­re Coro­na-Pan­de­mie gin­gen auch an der Hal­lertau­er Fuß­wall­fahrt nicht spur­los vor­über, zumin­dest, was die Teil­neh­mer­zahl betraf: am Sonn­tag, 2. Okto­ber, um die Mit­tags­zeit läu­te­ten die Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken wie gewohnt den ankom­men­den Fuß­pil­gern aus Wolnz­ach und Umge­bung, zum Gruß.

611 Teil­neh­mer, halb so vie­le wie bei der letz­ten Wall­fahrt 2019, hat­ten sich bei kal­tem Wind und Regen­schau­ern auf den Weg gemacht. Pil­ger­füh­rer Klaus Nöscher war froh, dass trotz­dem bei der offi­zi­ell 60. Hal­lertau­er Fuß­wall­fahrt alles wun­der­bar geklappt hat­te: Die Leu­te waren so gut drauf, es hat kei­ner gejam­mert, im Gegen­teil.“ Es habe Freu­de dar­über geherrscht, dass die Wall­fahrt end­lich wie­der in gewohn­ter Form statt­fin­den konn­te. Alle Alters­klas­sen waren ver­tre­ten, von der 12-jäh­ri­gen Kla­ra bis zum 85-jäh­ri­gen Leo. Pil­ger-Urge­stein Wil­li Pfal­ler (82) war zum 66. Mal zu Fuß nach Alt­öt­ting gepilgert.

Durch­hal­ten und ankom­men am Pil­ger­ziel, das ist ent­schei­dend bei einer Fuß­wall­fahrt“, bekräf­tig­te Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner bei der Pil­ger­be­grü­ßung. Für Pil­ger­füh­rer Nöscher war die drei­tä­gi­ge Fuß­wall­fahrt eine Mög­lich­keit, Abstand zu gewin­nen, gera­de in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten mit täg­lich beun­ru­hi­gen­den Nach­rich­ten. Die Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting im Blick haben als Pil­ger­ziel, mit Freun­den und Gleich­ge­sinn­ten unter­wegs sein, sich gegen­sei­tig bestär­ken, gemein­sam beten und Got­tes­dienst fei­ern, das tue Kör­per und See­le gut, so Nöscher – und wei­ter: Dabei wächst man zu einer leben­di­gen Glau­bens­ge­mein­schaft, die durch vie­les trägt.“

Auch Pfar­rer Maxi­mi­li­an Roeb, Haupt­ze­le­brant und Pre­di­ger beim Pil­ger­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka hin­ter­frag­te: Was bringt es uns eigent­lich, wenn wir uns hier­her nach Alt­öt­ting auf­ma­chen?“ Mehr, als uns bewusst sei, stell­te er fest. Viel­leicht wür­den wir ja pil­gernd unter­wegs den Herrn um Glau­bens­stär­ke bit­ten, wie es die Apos­tel im Lukas-Evan­ge­li­um taten? Glau­be ist ein Geschenk“, beton­te Pfr. Roeb. Nur müss­ten wir die­ses Geschenk anneh­men und leben: durch die Pfle­ge unse­rer Bezie­hung zu Gott. Glau­be habe mit Ver­trau­en zu tun, so wie Maria es uns vor­ge­lebt habe.

Und dass Maria immer wie­der hilft hat­te auch die jun­ge Pil­ge­rin Anna erfah­ren dür­fen: nach dem Got­tes­dienst hat­te sie mit ihrer Pil­ger­grup­pe aus Schwei­ten­kir­chen eilig die Basi­li­ka ver­las­sen, um sich in einer Gast­wirt­schaft zu stär­ken. Sie­dend heiß war ihr dann ein­ge­fal­len, dass sie das gro­ße Pil­ger­kreuz, 2016 vom eme­ri­tier­ten Papst Bene­dikt XVI. in Rom geseg­net, das sie die­ses Jahr beim Ein­zug der Hal­lertau­er Fuß­pil­ger über den Kapell­platz tra­gen durf­te, ver­ges­sen hat­te. Pil­ger­füh­rer Nöscher ent­deck­te das ver­wais­te“ Pil­ger­kreuz, nahm es mit und über­gab es vor der Basi­li­ka dem treu­en Mit­pil­ger Wil­li Pfal­ler zur Auf­be­wah­rung. Aber da kam dann bereits die Anna des Weges und nahm über­glück­lich das ver­ges­se­ne Kreuz mit den ein­gra­vier­ten Vor­na­men der Teil­neh­mer aus Schwei­ten­kir­chen ent­ge­gen – dar­auf natür­lich auch ihr Name.

Die 61. Hal­lertau­er Fuß­wall­fahrt soll im kom­men­den Jahr vom 29. Sep­tem­ber bis 1. Okto­ber stattfinden.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Der Pfarrer radelt voran

Am Tag der Deut­schen Ein­heit, 3. Okto­ber, hat­te sich Pfar­rer Tho­mas Stein­ber­ger vom Pfarr­ver­band Emmer­ting-Mehring sel­ber aufs Radl geschwun­gen und mit etwa 30 Jugend­li­chen auf den Pil­ger­weg nach Alt­öt­ting gemacht. Der Pil­ger­got­tes­dienst im Kon­gre­ga­ti­ons­saal fand zusam­men mit der Jugend­rad­wall­fah­rer-Grup­pe aus Simbach/​Inn statt. Die Emmer­tin­ger mach­ten sich im Anschluss per Radl wie­der auf den Heim­weg und durf­ten sich über noch über die Ein­la­dung zum Piz­za­es­sen durch Pfar­rer Stein­ber­ger freuen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ein Stück näher am Himmel

Fei­er­lich mit Fah­nen­ab­ord­nung und eige­ner Blas­ka­pel­le gestal­te­te die Bus­pil­ger­grup­pe aus Auerbach/​Opf. ihren Ein­zug zum Kapell­platz am 3. Okto­ber mit kur­zer Sta­tio vor der Gna­den­ka­pel­le. Wir pil­gern zur Mut­ter der Barm­her­zig­keit“, beton­ten die bei­den geist­li­chen Beglei­ter P. Marek Flasin­ski CR und Pfar­rer Nor­bert Förs­ter, um von Maria zu ler­nen, dass wir Jesus am Kreuz tra­gen und uns von ihm tra­gen las­sen.“ Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner sag­te den Wall­fahrts­teil­neh­mern ein herz­li­ches Grüß Gott am Gna­den­ort und erklär­te, dass Pil­gern ein gewis­ses Her­aus­tre­ten aus dem All­tag bedeu­te. Denn beim gemein­sa­men Beten unter­wegs kämen einem Gedan­ken in den Sinn, die gewöhn­lich durch Din­ge der Welt ver­deckt sei­en. Auf die­se Wei­se rücke man in einer Pil­ger­ge­mein­schaft dem Him­mel ein Stück näher. Als Höhe­punk­te der Wall­fahrt folg­ten eine Pil­ger­mes­se in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che und nach­mit­tags eine Andacht am Gna­den­al­tar in der Stiftspfarrkirche.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

„Ganz schön viel gebetet“

Eine Bus­pil­ger­grup­pe aus dem Deka­nat Neun­burg-Ober­viech­t­ach unter Lei­tung von Dekan Alfons Kauf­mann und wei­te­ren Pries­tern, fei­er­te am 3. Okto­ber zusam­men mit der Pil­ger­grup­pe aus Regens­burg-Rein­hau­sen unter der geist­li­chen Lei­tung von Pfar­rer Josef Eichin­ger sowie der Pil­ger­grup­pe aus Arn­schwang mit Pfar­rer Joseph Kata in der Alt­öt­tin­ger Basi­li­ka St. Anna einen gemein­sa­men Got­tes­dienst. Wir haben auf dem Weg hier­her ganz schön viel gebe­tet“, beton­te Pfar­rer Eichin­ger als Haupt­ze­le­brant und Pre­di­ger – und das sei ver­ständ­lich, denn jeder Wall­fahrts­teil­neh­mer habe sei­ne per­sön­li­chen Sor­gen und Bit­ten ver­trau­ens­voll der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting vor­ge­tra­gen, in der Hoff­nung auf Für­spra­che und Hil­fe bei Gott. Denn wer ver­traue, so Pfar­rer Eichin­ger zuver­sicht­lich, der betet wie Maria.“ Wir hät­ten es drin­gend nötig, in den gro­ßen Anlie­gen der Zeit in Kir­che und Welt: Beten wir mit­ein­an­der und füreinander!“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit spirituellem Akku unterwegs

Wenn Engel rei­sen und bra­ve Leut“ … kom­men­tier­ten die Fuß­pil­ger aus Pei­t­ing (Lkr. Weil­heim-Schon­gau) das schö­ne Wet­ter bei ihrer drei­tä­gi­gen Fuß­wall­fahrt ab Ebers­berg, als sie am Mitt­woch, 5. Okto­ber, in Alt­öt­ting anka­men. Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner begrüß­te sie mit den Wor­ten: Wenn der Akku leer ist, wird es wie­der Zeit zum Pil­gern!“ Beson­ders stolz sind die Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­to­ren Georg Deg­le und Elfrie­de Schmid über das schö­ne Pil­ger­kreuz, das stets mit fri­schem Blu­men­schmuck ver­ziert wird.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Kommunionkinder bei Maria

Herz­lich bedank­te sich Bru­der Micha­el Kass­ler von den Brü­dern Sama­ri­ter am 1. Okto­ber bei den Erst­kom­mu­ni­on­kin­dern aus Vel­den für die wun­der­ba­re Mit­fei­er der hl. Mes­se im Kon­gre­ga­ti­ons­saal. Unter der Lei­tung von Dia­kon Ulli Hüm­mer – der, wie er ver­riet ein gro­ßer Freund des Gna­den­or­tes ist und jedes Jahr zur Got­tes­mut­ter pil­gert – waren ins­ge­samt 36 Kin­der und 15 Erwach­se­ne zu einer Dank­wall­fahrt nach Alt­öt­ting auf­ge­bro­chen. Selbst der stür­misch-kal­te Wind und immer wie­der ein­tre­ten­de Regen­schau­er konn­ten der quir­li­gen jun­gen Pil­ger­ge­mein­schaft die gute Lau­ne nicht ver­der­ben – und so wur­de der Auf­ent­halt am Kapell­platz eben kür­zer, die Besich­ti­gun­gen der Sehens­wür­dig­kei­ten wie die Schatz­kam­mer dafür etwas län­ger eingeplant.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gott steht an unserer Seite

Beim fei­er­li­chen Ein­zug der Pil­ger­grup­pe aus Nabburg/​Lkr. Schwan­dorf unter der geist­li­chen Lei­tung von Pil­ger­pfar­rer“ Han­nes Lorenz am 8. Okto­ber schlos­sen sich ab dem Bus­park­platz Gries auch die Pil­ger des Pfarr­ver­bands Blai­bach-Miltach/L­kr. Cham an. Die Ober­pfäl­zer hal­ten halt zusam­men, stell­te Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner bei der Begrü­ßung fest. Er dank­te fürs Kom­men und bat, dem Gna­den­ort auch wei­ter­hin die Treue zu hal­ten. Die­ser Bit­te kom­men die Nab­bur­ger all­jähr­lich ger­ne nach. Beim Pil­ger­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka ver­wies Pfar­rer Lorenz auf das Rosen­kranz­fest, das in einer Zeit der Bedro­hung und Unsi­cher­heit für Euro­pa ent­stand. Die Chris­ten hät­ten sich damals im Rosen­kranz­ge­bet hoff­nungs­voll an Maria als unse­re Für­spre­che­rin gewandt – ein Bei­spiel, das auch für uns aktu­ell sei. Aber nicht nur die Gefahr für Euro­pa, auch in unse­rem eige­nen Leben pas­sie­re Beun­ru­hi­gen­des, stell­te Pfar­rer Lorenz fest. In jedem Gegrü­ßet seist du Maria“ wer­de uns zuge­sagt: Gott kommt uns nahe in Jesus Chris­tus. Er lässt uns nicht allein. Er steht an unse­rer Sei­te, was auch immer geschieht in dei­nem Leben.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Zur Königin des Friedens

Den ers­ten oder zwei­ten Sams­tag im Okto­ber haben jedes Jahr die Bus­pil­ger aus Tegern­heim für ihre Alt­öt­ting-Wall­fahrt reser­viert. Am 8. Okto­ber wur­den sie nach ihrer Ankunft und musi­ka­li­schen Beglei­tung durch die eige­ne Blas­ka­pel­le von Dia­kon Tho­mas Zau­ner vor der Gna­den­ka­pel­le herz­lich begrüßt. Zur Köni­gin des Frie­dens hät­ten sie sich auf­ge­macht, wie Pfar­rer Andrzey Kuni­szew­ski, beton­te – in der Hoff­nung dass die drin­gen­de Bit­te um Frie­den in der Welt Erhö­rung fin­de. Mit meh­re­ren Pil­ger­grup­pen fei­er­ten sie in der Basi­li­ka St. Anna Gottesdienst.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Maria im Blick

Die Wall­fahrts­freun­de um Maria Bil­deich aus der Pfalz mit dem geist­li­chen Lei­ter Pfar­rer Mar­co Richt­scheid ver­bin­det die Treue zum Mari­en­wall­fahrts­ort Alt­öt­ting und die Freund­schaft zum ehe­ma­li­gen Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Gün­ther Man­dl. Der war es auch, der die Pil­ger­grup­pe nach Ankunft in Alt­öt­ting am frü­hen Nach­mit­tag des 8. Okto­ber in Emp­fang nahm und zum Gna­den­al­tar in die Alt­öt­tin­ger Stift­s­pfarr­kir­che ein­be­glei­te­te. Ein beson­de­rer Höhe­punkt für die Bus­pil­ger­grup­pe aus der Pfalz war der Fest­got­tes­dienst am 9. Okto­ber in der Stift­s­pfarr­kir­che anläss­lich des Gol­de­nen Pries­ter­ju­bi­lä­ums von Prä­lat Man­dl. Und dass die Pil­ger auch ihr Scherf­lein“ zur Unter­stüt­zung der Gna­den­ka­pel­len-Reno­vie­rung bei­steu­ern woll­ten, zeig­ten sie in einer groß­zü­gi­gen Scheck­über­ga­be an den Alt­öt­tin­ger Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Das Kreuz voran

Maria hilft immer, sie hilft jeder­zeit …“ – ver­trau­ens­voll war das abschlie­ßen­de Pil­ger­ge­bet der 18 Fuß­pil­ger aus Kirch­dorf bei Kel­heim am 8. Okto­ber vor der Gna­den­ka­pel­le. Nach drei­tä­gi­ger Fuß­wall­fahrt mit Über­nach­tung in Alt­dorf bei Lands­hut und Neu­markt – bei idea­lem Pil­ger­wet­ter, wie die bei­den Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­to­ren Sepp Bau­er und Sabi­ne Brandl bestä­tig­ten – waren sie mit dem Kreuz vor­an in Alt­öt­ting ange­kom­men. Zum Abschluss fei­er­ten sie einen Pil­ger­got­tes­dienst mit Msgr. Tho­mas Schmid, Zen­tral­prä­ses der MC Regens­burg, in der St. Josefs­kir­che der Con­gre­ga­tio Jesu-Schwes­tern. Coro­na-bedingt war die Wall­fahrt nie aus­ge­fal­len, nur 2020 kamen Sepp Bau­er und Sabi­ne Brandl allein nach Alt­öt­ting und tru­gen die Bit­ten und Sor­gen aller Daheim­ge­blie­be­nen im Sor­gen­ruck­sack mit.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Klein aber fein

Mit Pfar­rer Peter Kie­weg vom Pfarr­ver­band Ering hat sich am 8. Okto­ber eine klei­ne Pil­ger­grup­pe ab Marktl/​Inn zu Fuß auf den Weg nach Alt­öt­ting gemacht. Der grö­ße­re Teil der Erin­ger Pil­ger kam mit dem Bus nach Alt­öt­ting – gemein­sam mit vie­len ande­ren Pil­ger­grup­pen fei­er­ten sie um 11 Uhr Got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka. Übri­gens: Pfar­rer Kie­weg zählt für Alt­öt­ting als qua­si 15. Not­hel­fer: immer wie­der hilft er bereit­wil­lig aus, wenn Not am Mann“ ist und ein Pries­ter für die stünd­li­che Mess­fei­er am Gna­den­al­tar benö­tigt wird.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Friedensmission

Nach dem gespen­de­ten Pil­ger­se­gen am Gna­den­brun­nen in Wit­tib­reut mar­schier­ten in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 9. Okto­ber etwa 20 Reser­vis­ten aus dem Rot­tal, ver­stärkt mit Teil­neh­mern aus der Ober­pfalz, nach Alt­öt­ting. Haupt­feld­we­bel Alban Friedl­mei­er hat­te die­se beson­de­re Wall­fahrt wie­der orga­ni­siert. Auch heu­er bete­ten die Pil­ger unter­wegs ins­be­son­de­re für die Sol­da­ten im In- und Aus­lands­ein­satz; ganz beson­ders auch um Frie­den in der Welt und ein Ende des Ukrai­ne-Kriegs. Zwar besteht die­se Wall­fahrt haupt­säch­lich aus männ­li­chen Pil­gern in Uni­form“, doch auch Frau­en mit und ohne Uni­form sind will­kom­men. So war als treue Mit­pil­ge­rin und Vor­be­te­rin erneut Anne­lie­se Wag­ner mit dabei – als gebür­ti­ge Birn­dor­fer ist sie mit dem hl. Bru­der Kon­rad ver­wandt. Dia­kon Tho­mas Zau­ner dank­te den Reser­vis­ten für ihre Treue und begrüß­te ins­be­son­de­re den Vel­bur­ger Reser­vis­ten­pfar­rer“ Mar­tin Becker, der Zele­brant und Pre­di­ger beim anschlie­ßen­den Pil­ger­got­tes­dienst in der St. Josefs­kir­che der Con­gre­ga­tio-Jesu-Schwes­tern war.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit herzlichem „Glückauf“

Zwar sind die Koh­le­berg­wer­ke in Bay­ern längst aus­ge­erzt und aus­ge­kohlt“ und muss­ten geschlos­sen wer­den – wie etwa 1971 im ober­baye­ri­schen Pei­ßen­berg, 1982 als eine der letz­ten im ober­pfäl­zi­schen Wackers­dorf. Was aber bis heu­te exis­tiert, ist die Erin­ne­rung an den kol­le­gia­len und kame­rad­schaft­li­chen Zusam­men­halt der Berg­män­ner. So wur­den zum Tra­di­ti­ons­er­halt Baye­ri­sche Knap­pen­ver­ei­ne gegrün­det, die sich auch durch die Orga­ni­sa­ti­on von Wall­fahr­ten aus­zeich­nen. Am 9. Okto­ber pil­ger­ten etwa 150 Berg­knap­pen aus ganz Bay­ern, orga­ni­siert vom Knap­pen­ver­ein Pei­ßen­berg, in ihrer schmu­cken Berg­manns­tracht nach Alt­öt­ting. Auch wenn die hl. Bar­ba­ra als Patro­nin der Berg­leu­te ver­ehrt wird – in Alt­öt­ting galt der Gna­den­mut­ter als Schutz­frau Bay­erns der Berg­manns­gruß, das herz­li­che Glück­auf“. Der Knap­pen­chor und die Knapp­schafts­ka­pel­le Kropf­mühl sorg­ten für die fei­er­li­che Got­tes­dienst-Gestal­tung mit Kapu­zi­ner­pa­ter Andre­as Kai­ser. Bru­der Rai­mund von den Brü­dern Sama­ri­ter hat­te die Berg­knap­pen herz­lich begrüßt und zur St. Anna-Basi­li­ka ein­be­glei­tet. In Bet­zug auf das Sonn­tags­evan­ge­li­um von den zehn Aus­sät­zi­gen resü­mier­te P. Andre­as in sei­ner Pre­digt: Weil Gott uns liebt, will Er das Heil aller Menschen.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Junge Glaubenszeugen

Um 5 Uhr muss­ten die Minis­tran­ten am 22. Okto­ber auf­ste­hen, damit sie bei der Bus­wall­fahrt der Pfar­rei­en­gemein­schaft Inchen­ho­fen-Hol­len­bach mit Dekan Ste­fan Gast teil­neh­men konn­ten. Und wer bei der Fahrt bis zum Gna­den­ort im Bus noch etwas gedöst hat­te, der wur­de nach der Ankunft am Grie­spark­platz und beim Ein­zug zur Gna­den­ka­pel­le auf­ge­weckt – das Wet­ter war näm­lich ziem­lich nass und kühl. Es sei ja eigent­lich eine Minis­tran­ten-Wall­fahrt, freu­te sich Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner ange­sichts der vie­len Messdiener/​innen, die dabei waren. Wenn sich jun­ge Men­schen an einer Wall­fahrt betei­li­gen, dann wecke das bei Außen­ste­hen­den nicht sel­ten neu­gie­ri­ges Inter­es­se. Zau­ner, der die Pil­ger­grup­pe am Ziel ihrer Wall­fahrt begrü­te, erin­ner­te an das Rosen­kranz­ge­bet, das die Pil­ger unter­wegs gebe­tet hat­ten – die­ses sei, wie beim hl. Bru­der Kon­rad, Euch direkt ins Herz gefal­len“. Alle Gläu­bi­gen sei­en zur Hei­lig­keit beru­fen, erin­ner­te er. Die Pil­ger­mes­se fei­er­te die Pfar­rei­en­gemein­schaft aus dem schwä­bi­schen Land­kreis Aich­ach-Fried­berg tra­di­tio­nell im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Erfolgreiches Gebet

Unter dem Geläut der Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken umrun­de­te am 22. Okto­ber die Bus­pil­ger­grup­pe aus Aich­ach die Gna­den­ka­pel­le. Unter der Lei­tung der Ruhe­stands­geist­li­chen Msgr. Tho­mas Gerst­la­cher und Pfar­rer Karl Mayr hat­ten sich die Wall­fah­rer auf den Weg gemacht. Unter dei­nen Schutz und Schirm flie­hen wir …“ bete­te nach der Ein­be­glei­tung und einer kur­zen Sta­tio der stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor Sama­ri­ter-Bru­der Gabri­el Hüger – und wie es schien erfolg­reich: Der Him­mel hat­te ein Ein­se­hen und es hör­te zu reg­nen auf. Ganz beson­ders freu­ten sich die Pil­ger, ins­be­son­de­re die drei Minis­tran­tin­nen Kers­tin, Jani­ne und Anni­ka (Bild), dass ihre Pil­ger­mes­se in der Stift­s­pfarr­kir­che durch die Anwe­sen­heit des Gna­den­bil­des gekrönt war.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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