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Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 11.07.2022

2022 07 11 pb alb wallfahrtsmosaike donauschwaben2 Foto: Roswitha Dorfner
"Marienmädchen" bei der Wallfahrt der Donauschwaben vor der Altöttinger Basilika.

Der Juli ist traditionell der Monat der Wallfahrten der Landsmannschaften wie der Donauschwaben und der Oberschlesier. Aber es kamen auch viele weitere Gruppen nach Altötting – hier eine Auswahl:

Treue Pilger

Oma, du musst mit­fah­ren, du hast dich doch zur Wall­fahrt ange­mel­det“, haben die acht­jäh­ri­ge Eva und ihre Schwes­ter Karin (6) streng gefor­dert. Die Oma, Irm­gard Leh­ner, war gestürzt und hat­te sich am Fuß ver­letzt und sich schließ­lich doch von den Enke­lin­nen über­re­den las­sen, als lang­jäh­ri­ge, treue Alt­öt­ting-Pil­ge­rin bei der Auer­ba­cher Pil­ger­fahrt teil­zu­neh­men. Der lang­jäh­ri­gen Pil­ger­lei­te­rin Eli­sa­beth John (87) ging es ähn­lich. Obwohl sie auf den Rol­la­tor ange­wie­sen ist, kam sie mit. Chris­tus in unse­rer Mit­te ist der gro­ße Gast­ge­ber, egal ob auf Rei­sen, beim Aus­ru­hen, Auf­bre­chen und Ankom­men“, beton­te Dia­kon Gerold Hoch­dor­fer, der die Pil­ger am 2. Juli begrüß­te und am 3. Juli auch wie­der ver­ab­schie­de. Zu den treu­en Teil­neh­mern gehö­ren auch Stan­dar­ten­trä­ger und Mit-Orga­ni­sa­tor Mar­tin Schrü­fer sowie Hans Hei­den­reich, der nach einem Kran­ken­haus-Auf­ent­halt bei der Gna­den­mut­ter Dank sagen wollte.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

132 Kilometer in zwei Tagen

Es war für Abt Mar­kus Eller OSB vom Bene­dik­ti­ner­klos­ter Sche­yern eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, sei­ne“ Rad­pil­ge­rin­nen vom katho­li­schen Frau­en­bund Sche­yern am 2. Juli in Alt­öt­ting zu begrü­ßen. Er selbst war mit den Bus­pil­gern mit­ge­fah­ren. 132 km in zwei Tagen hat­ten die Rad­pil­ge­rin­nen zurück­ge­legt und Kapu­zi­ner­pa­ter Alex­an­der Madat­hil zoll­te nach der Ein­be­glei­tung in die Stift­s­pfarr­kir­che bei kur­zer Andacht vor dem Gna­den­bild sei­nen gro­ßen Respekt und Dank fürs Kom­men. Im Her­zen Bay­erns wer­de Maria als unse­re Beglei­te­rin und gro­ße Für­spre­che­rin vor Gott ver­ehrt, so könnt ihr bei ihr Euer Herz aus­schüt­ten“, sag­te er. Die Sche­ye­rer Pil­ger­grup­pe nahm noch an der Vor­abend­mes­se in der St. Anna-Basi­li­ka mit Abt Mar­kus als Haupt­ze­le­bran­ten und bei der anschlie­ßen­den Lich­ter­pro­zes­si­on teil.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Auf dem Weg

Am Fest­tag Mariae Heim­su­chung, 2. Juli, kamen Fuß- und Rad­pil­ger aus Kirchdorf/​Inn mit Pfar­rer Janos Kovacs nach Alt­öt­ting. 30 Kilo­me­ter hat­ten sie zurück­ge­leg­ten. Der Herr sei vor dir, um stets den rech­ten Weg zu wei­sen, hin­ter dir, um dich vor Heim­tü­cke zu bewah­ren, aber auch in dir, um dich zu trös­ten …“, sag­te Dia­kon Gerold Hoch­dor­fer, als er die Pil­ger begrüß­te. Beim Got­tes­dienst in der St. Kon­rad-Kir­che sprach Pfar­rer Kovacs über Begeg­nun­gen“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Fest der Begegnung

Bei der Mes­se in der Basi­li­ka am 2. Juli beton­te Pfar­rer Peter Meis­ter vom Pfarr­ver­band Marktl-Stamm­ham: der Besuch von Maria bei Eli­sa­beth sei ein Fest der Begeg­nung mit Chris­tus“ gewe­sen. Schö­ne Begeg­nun­gen und Gesprä­che habe es auch auf dem Pil­ger­weg nach Alt­öt­ting gege­ben, egal ob man sich zu Fuß oder per Fahr­rad auf­ge­macht habe – Pfar­rer Meis­ter hat­te sich den Rad­lern“ angeschlossen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Nah bei Maria

Vor der Toren der Stift­s­pfarr­kir­che begrüß­te Dia­kon Tho­mas Zau­ner am 2. Juli die Fuß­wall­fah­rer aus Auf­hau­sen. Für Pil­ger­lei­ter Anton Ritt war es die 64. Fuß­wall­fahrt und nach zwei­jäh­ri­ger, Coro­na-beding­ter Aus­zeit eine gro­ße Freu­de, am Wall­fahrts­ort anzu­kom­men und nah bei der Mut­ter­got­tes einem Got­tes­dienst mit­fei­ern zu können“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Gottvertrauen

Mit ihrem Stifts­de­kan und Stadt­pfar­rer Ger­hard Gum­pin­ger hat sich am 2. Juli in der Nacht eine Fuß­pil­ger-Grup­pe aus Titt­mo­ning auf den Weg gemacht. Dia­kon Tho­mas Zau­ner begrüß­te die Pil­ger. Den anschlie­ßen­den Got­tes­dienst stell­te Pfar­rer Gum­pin­ger unter das The­ma Auf Gott ver­traue ich, ich fürch­te mich dar­um nicht“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

„Ja“ zum Frieden

Am 10. Juli fand die 61. Gelöb­nis­wall­fahrt der Donau­schwa­ben nach Alt­öt­ting statt. Zwei Jah­re hat­te die Wall­fahrt pau­siert, nun konn­te das St. Ger­hards­werk Stutt­gart mit dem stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den Josef Lutz wie­der dazu ein­la­den, das Ver­spre­chen von P. Wen­de­lin Gru­ber ein­zu­lö­sen: Wenn wir am Leben blei­ben, wol­len wir jähr­lich aus Dank­bar­keit wall­fahr­ten“, hat­te er mit sei­nen Lands­leu­ten am Vor­abend des Fes­tes Mariae Ver­kün­di­gung 1946 im Ver­nich­tungs­la­ger Gako­wa der Got­tes­mut­ter Maria ver­spro­chen. Maria, Vor­bild der Kir­che“ war dann auch The­ma der Wall­fahrt. Als Zei­chen für den Frie­den lie­ßen die Pil­ger nach dem Pon­ti­fi­kal­amt vor der St. Anna-Basi­li­ka fünf wei­ße Tau­ben auf­stei­gen. Das Wort des Lai­en sprach Rai­mund Haser, MdL Baden-Würt­tem­ber­g/­Stutt­gart. Er beton­te, dass Erin­ne­rung allein nicht aus­rei­che, um den Frie­den zu wah­ren: Es braucht Bekennt­nis und Gelöb­nis. Es braucht das Ja‘ zur eige­nen Geschich­te, zum eige­nen Schick­sal das die Erin­ne­run­gen ver­knüpft mit dem per­sön­li­chen Nein‘ gegen­über Unrecht, Völ­ker­mord, Krieg, Ver­ge­wal­ti­gung, Mili­tär­dik­ta­tur, Kor­rup­ti­on, Pro­pa­gan­da …“. Wich­tig sei­en Sinn für Gerech­tig­keit, Glau­be, Ver­zei­hen kön­nen, Acht­sam­keit, auch die Bereit­schaft, Teil von etwas Neu­em zu wer­den. Bischof Józ­sef Csa­ba Pál aus der Diö­ze­se Temeswar/​Rumänien beton­te in sei­ner Pre­digt die Bedeu­tung der Got­tes­mut­ter. Sie sei Weg­wei­se­rin und Vor­bild. Bei Schwie­rig­kei­ten in der Kir­che sol­le man mit Gott reden: Er will mit uns im Dia­log blei­ben, neu­es Leben und Hoff­nung brin­gen.“ Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl hat­te die donau­schwä­bi­schen Pil­ger, die Fah­nen­ab­ord­nun­gen, Trach­ten­grup­pen und Mari­en­mäd­chen in der Basi­li­ka herz­lich begrüßt. Bischof Pál zele­brier­te den Got­tes­dienst. Kon­ze­le­bran­ten waren Msgr. Andre­as Straub EGR als Visi­ta­tor em. der Donau­schwa­ben sowie Pfar­rer Paul Kol­lar, Pfar­rer Klaus Rapp und Stifts­ka­no­ni­kus Johann Pal­fi. Für die musi­ka­li­sche Gestal­tung sorg­ten die donau­schwä­bi­sche Sing­grup­pe aus Lands­hut, der Kir­chen­chor Sanktan­na sowie die Blas­ka­pel­le Sanktanna.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gemeinsam zum Ziel

Es fehl­te die Gemein­schaft, war das ein­stim­mi­ge Echo der 155 Teil­neh­mer an der Köfe­rin­ger Rad­wall­fahrt, als sie nach zwei Jah­ren Coro­no-beding­ter Pau­se wie­der in die Peda­le tre­ten konn­ten – in den Jah­ren 2020/2021 war nur eine klei­ne Grup­pe zum Gna­den­ort gera­delt. So war die Freu­de am 9. Juli umso grö­ßer, als bei Ankunft und Umrun­den der Gna­den­ka­pel­le auch die Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken ihren Will­kom­mens­gruß läu­te­ten. Es war eine wun­der­ba­re Wall­fahrt“, freu­ten sich die Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­to­ren Rein­hard Kau­tetz­ky und Ehe­frau Clau­dia. Dass man mit dem Fahr­rad unter­wegs auch mal Hil­fe­stel­lung von oben benö­tigt, davon konn­te Maria Graf (zum 15. Mal dabei) berich­ten: etwa zehn Kilo­me­ter von Alt­öt­ting ent­fernt hat­te ihr Ehe­mann bemerkt, dass sie einen Spei­chen­bruch hat­te. Trotz­dem war sie heil ange­kom­men. Jüngs­ter Mit­rad­ler war Sebas­ti­an Rath­ge­ber (13), der sich mit sei­nem Vater Tho­mas auf den Weg gemacht hat­te: Super! Nächs­tes Jahr bin ich wie­der dabei“, sag­te er. Kau­tetz­ky dank­te auch der Teil­neh­mer-Ver­stär­kung aus Alteg­lofs­heim, der Bus­pil­ger­grup­pe. Ver­ab­schie­det wur­den Elfrie­de Treit­tin­ger (85), die wie­der mit dem Leit­fahr­zeug sicher nach Alt­öt­ting geführt hat­te, sowie Syl­via Hein­ze, die vie­le Jah­re lang die reli­giö­sen Text für die Wall­fahrt ver­fass­te. Gelobt für sei­nen Ein­satz wur­de Pfar­rer Mat­thi­as Kien­ber­ger, der elf­mal mit­ge­ra­delt war, zwölf­mal den Got­tes­dienst gefei­ert und 17 Mal vor der Abfahrt den Rei­se­se­gen gespen­det hat­te. Das dies­jäh­ri­ge Wall­fahrts­mot­to Glau­be, Lie­be, Hoff­nung im digi­ta­len Zeit­al­ter“ füh­re vor Augen, so Pfar­rer Mat­thi­as Kien­ber­ger beim abschlie­ßen­den Pil­ger­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka, dass Begeg­nun­gen eben wie bei der Rad­wall­fahrt oder im Got­tes­dienst nur in ana­lo­ger Form das Herz erwärmten.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit der Seele hören lernen

Am 16. Juli hat Pas­saus Bischof Ste­fan Oster einen Got­tes­dienst mit Gehör­lo­sen in der St. Anna-Basi­li­ka gefei­ert. Zum ers­ten Mal fand die­se Wall­fahrt statt. Pil­ger kamen aus den baye­ri­schen Diö­ze­sen Pas­sau, Regens­burg, Mün­chen-Frei­sing und Würz­burg. Ein­ge­la­den hat­te der Ver­band der Katho­li­schen Gehör­lo­sen Deutsch­land (VKGD). Der Got­tes­dienst wur­de in Laut- und Gebär­den­spra­che abge­hal­ten und per Live­stream übertragen.

Clau­dia Wal­ter von der katho­li­schen Hör­ge­schä­dig­ten-Seel­sor­ge des Bis­tums Würz­burg sowie Ange­li­na Sterr von der Seel­sor­ge von Gehör­lo­sen, Schwer­hö­ri­gen und Taub­blin­den der Diö­ze­se Mün­chen-Frei­sing wis­sen um die Pro­ble­ma­tik, der beson­de­ren mehr­spra­chi­gen“ Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form wie Gebär­den­spra­che (mit den Hän­den) aber auch die Laut­spra­che (vom Mund abzu­le­sen). Des­halb sei­en alle Tex­te und Lie­der bei Gehör­lo­sen-Got­tes­diens­ten mehr­spra­chig“ und visu­ell sicht­bar, erklär­ten sie. Der Gebär­den­sprach­chor Sin­gen­de Hän­de“ mach­te deut­lich, wie das Zuhö­ren mit Augen und Ohren funk­tio­niert; bereits seit 20 Jah­ren besteht der Chor. 

Regu­la Unter­stal­ler enga­giert sich bei den Pil­ger­be­treu­ern am Kapell­platz. Ihr Ehe­mann ist gehör­los, wie sie erzähl­te, und so habe sie die Gebär­den­spra­che gelernt. Für sie war es eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, dass sie an die­sem Tag auch Teil­neh­mer betreu­te, wie sie erzählte.

Für Diö­ze­san­bi­schof Dr. Ste­fan Oster SDB war es eine Her­aus­for­de­rung, wie er frei­mü­tig zugab, zum ers­ten Mal mit Gehör­lo­sen Got­tes­dienst zu fei­ern, von Ihnen ler­nen zu müs­sen, wie das geht“.

Drei Punk­te waren es, auf die Bischof Oster in sei­ner Pre­digt näher ein­ging; das Hören, das Schwei­gen und die Freude.

Er zitier­te den Pro­phe­ten Jesa­ja: Sie hören und ver­ste­hen nicht“ –, außer­dem aus dem Best­sel­ler Der klei­ne Prinz: Man sieht nur mit dem Her­zen gut, das Wesent­li­che ist für die Augen unsicht­bar“. Bischof Oster erklär­te: Wahr­neh­mun­gen wer­den nur mit dem Her­zen rich­tig gehört und auf­ge­nom­men – das ist die Wei­se des tie­fe­ren Hörens und Ver­ste­hens.“ Aber: Wer Gott hören will im Her­zen, der muss auch schwei­gen kön­nen“, denn wir gut“ Hören­den wür­den viel zu oft von Neben­ge­räu­schen abgelenkt.

In Bezug auf das Still wer­den“ und Schwei­gen erklär­te Bischof Oster: Gott ver­legt die wich­tigs­ten Din­ge ins Schwei­gen der Nacht, wie etwa die Geburt des Herrn in der Weih­nacht oder die Auf­er­ste­hung des Herrn in der Oster­nacht.“ Das bedeu­te: Gott ver­ste­hen ler­nen heißt, dass wir ler­nen müs­sen vor ihm zu schwei­gen, denn: Er spricht ins Herz, ganz lei­se, Sei­ne Spra­che ist die Spra­che der Zärt­lich­keit, der Lie­be. Er bewegt unser Herz.“

Ein ande­res Wort für beten sei mit der See­le Hören ler­nen“, erklär­te Bischof Oster wei­ter. Die­se inne­re Ver­bin­dung mit Jesus füh­re in die Freu­de, die aus die­sem Hören-Ler­nen ent­ste­he: Jesus leuch­tet in unse­rem Herzen.“

Die Diö­ze­san­spre­che­rin für die Gehör­ge­schä­dig­ten in der Diö­ze­se Pas­sau, Eva Ross­meissl, dank­te allen Betei­lig­ten, ins­be­son­de­re Bischof Oster fürs Kom­men. Am Nach­mit­tag fand in der Stifts-

pfarr­kir­che vor dem Gna­den­al­tar eine Andacht in Gebär­den­spra­che statt. Beim Got­tes­dienst am Vor­mit­tag kon­ze­le­brier­ten Dom­ka­pi­tu­lar Ger­hard Auer (Pas­sau), Pfar­rer Chris­ti­an Burk­hardt (Regens­burg), Pfar­rer Nor­bert Schul­ze-Raes­trupp (ehem. Geschäft­füh­rer des katho­li­schen Ver­bands), assis­tiert von Dia­kon Josef Roth­kopf (Aachen) und Alt­öt­tings Dia­kon Gerold Hochdorfer.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Die Größe von Jesus

Bit­ten wir die Mut­ter­got­tes, dass sie genau­so lie­be­voll auf uns blickt, wie auf ihren Sohn“, lau­te­te die Für­bit­te von Kaplan Micha­el Pols­ter, der am 23. Juli eine Wall­fahrt nach Alt­öt­ting mit 40 Minis­tran­ten aus sei­ner Pfar­rei Ber­ching im Alt­mühl­tal lei­te­te und eine hl. Mes­se am Gna­den­al­tar in der Stift­s­pfarr­kir­che fei­er­te. An Minis­tran­ten man­gelt es im Pfarr­ver­band Ber­ching nicht, wie der rüh­ri­ge Kaplan, der aus dem ober­frän­ki­schen Neun­kir­chen am Brand stammt, freu­dig berich­te­te. Als gro­ßer Mari­en­ver­eh­rer ist Kaplan Pols­ter öfter am Wall­fahrts­ort Alt­öt­ting anzu­tref­fen, bereits in sei­nen Stu­di­en­jah­ren sei er 250 Kilo­me­ter zu Fuß nach Alt­öt­ting gepil­gert. Auch auf die Fra­ge eines sei­ner Minis­tran­ten, war­um beim Alt­öt­tin­ger Gna­den­bild die Kro­ne des Jesus­kin­des viel zu groß sei, wuss­te er spon­tan Ant­wort: Das zeigt uns die Grö­ße von Jesus als unse­rem König, wie wich­tig er für uns ist, des­halb kann die Kro­ne nicht groß genug sein!“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gottesdienst und Freibad

Eine wei­te Stre­cke, rund 480 Kilo­me­ter per Bahn in sie­ben Stun­den hat eine 25-köp­fi­ge Minis­tran­ten­grup­pe aus Flie­den bei Ful­da, Pfar­rei Christ­kö­nig, mit ihren sechs Betreu­ern zurück­ge­legt. Für eine Woche, vom 24. – 30. Juli, hat­ten sie sich in der Jugend­her­ber­ge Burg­hau­sen ein­quar­tiert. Da stan­den natür­lich eine Burg­be­sich­ti­gung und eine Plät­ten­fahrt auf der Salz­ach auf dem Pro­gramm. Selbst­ver­ständ­lich aber stat­te­ten die Mess­die­ner auch der Wall­fahrts­stadt Alt­öt­ting einen Besuch ab. Sie nah­men am 28. Juli an einer hl. Mes­se in der Stift­s­pfarr­kir­che direkt am Gna­den­al­tar teil und ent­zün­de­ten im Anschluss Ker­zen in ver­schie­de­nen Anlie­gen am Herz-Jesu-Sei­ten­al­tar, u.a. für ihren Pfar­rer, der an Coro­na erkrankt war und des­halb daheim­blei­ben muss­te. Beson­ders freu­ten sich die Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten aus Flie­den an die­sem hei­ßen Som­mer­tag ver­ständ­li­cher­wei­se aufs Alt­öt­tin­ger Frei­bad mit Rie­sen­rut­sche – bestimmt eine Riesengaudi!

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Musikalische Schatzsuche

Es ist mitt­ler­wei­le eine schö­ne Wall­fahrts­tra­di­ti­on, dass Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Erz­bi­schöf­li­chen Vin­zenz-von-Paul-Real­schu­le Markt Inders­dorf das Schul­jahr mit einem Got­tes­dienst in Alt­öt­ting beschlie­ßen. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel, der mit den 120 jun­gen Pil­gern aus dem Dach­au­er Land am 27. Juli in der Stift­s­pfarr­kir­che am Gna­den­al­tar den Got­tes­dienst fei­er­te, erklär­te anhand des Evan­ge­li­ums Vom Schatz im Acker und der wert­vol­len Per­le“ sowie am Bei­spiel des Mär­chens der Brü­der Grimm vom Hans im Glück“, das irdi­sche Güter im Innern nicht glück­lich machen. See­li­sches Glück bedeu­te geben statt neh­men. Gott und der Him­mel – das sei eine lebens­lan­ge span­nen­de Schatz­su­che. Nach dem Got­tes­dienst spiel­te die Musik­klas­se 6 c der Vin­zenz-von-Paul-Real­schu­le unter Lei­tung von Erich und Gabrie­le Unter­holz­ner mit viel Begeis­te­rung noch eine musi­ka­li­sche Schatz­su­che“ auf der Wie­se am Kapell­platz vor dem Rathaus.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

„Kirche sind wir alle“

Aller guten Din­ge sind drei: Am Sams­tag, 30. Juli bei der Vor­abend­mes­se in der Alt­öt­tin­ger Pfar­rei St. Josef, am Sonn­tag, 31. Juli, um 9.30 Uhr in der Pfar­rei Mariä Heimsuchung/​Unterholzhausen sowie am Sonn­tag­abend in der Alt­öt­tin­ger Stift­s­pfarr­kir­che fei­er­te Neu­pries­ter Jan Kolars aus Neu­schö­nau einen Nach­pri­miz-Got­tes­dienst. Jan Kolars war am 25. Juni im Dom zu Pas­sau von Bischof Dr. Ste­fan Oster zum Pries­ter geweiht wor­den. Bei der hl. Mes­se in der Stift­s­pfarr­kir­che Alt­öt­ting hieß Stadt­pfar­rer Dr. Klaus Metzl sei­nen ehe­ma­li­gen Pfarr­ver­bands­prak­ti­kan­ten und den zukünf­ti­gen Kaplan in Hen­gers­berg herz­lich will­kom­men und freu­te sich, dass er nach Alt­öt­ting gekom­men war, um den Gläu­bi­gen den Ein­zel­pri­miz­se­gen zu spen­den. Für Neu­pries­ter Jan Kolars gilt: Kir­che sind wir alle und seit der Tau­fe beru­fen, die Bot­schaft Got­tes in die Welt hin­aus­zu­tra­gen. Jeder kann dazu bei­tra­gen, dass Gott prä­sen­ter wird. Es braucht Glau­bens­zeu­gen von heute!“

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

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