Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 12.12.2022

2022 12 05 pb alb wallfahrtsmosaike minis grassau1 Foto: Roswitha Dorfner
Ministranten-Wallfahrt aus Grassau.

Im Dezember ist vor allem der Christkindlmarkt Anlaufpunkt für viele Altötting-Besucher. Aber auch Wallfahrtsgruppen kommen gerne in diesen Tagen und verbinden ihr-Pilger-Erlebnis mit einem Besuch des lebendigen Marktreibens auf dem Kapellplatz. – Eine kleine Auswahl:

Gottesdienst zum Jubiläum

Jedes Jahr am Pfingst­sams­tag kom­men die Lal­lin­ger Fuß­wall­fah­rer nach Alt­öt­ting. Nun hat­ten sie einen beson­de­ren Grund, am 1. Advents­sonn­tag, 27. Novem­ber, noch ein­mal vor­bei­zu­schau­en: Sie sag­ten Dank für 50 Jah­re Lal­lin­ger Sän­ger“ und gestal­te­ten den 11.30 Uhr-Got­tes­dienst in der Br. Kon­rad-Kir­che mit der Bau­ern­mes­se. Dom­ka­pi­tu­lar Man­fred Ertl hat­te den Män­ner­chor einst gegrün­det, er über­gab den Takt­stock an Hel­mut Weng­ler (5.v.l.). Danach folg­te Erwin Hein als Chor­lei­ter 36 Jah­re lang, bevor er 2016 im Alter von 89 Jah­ren an Geb­hard Schöff­mann (4.v.r.) über­gab. Ingrid Weißl (li.) ist gebür­ti­ge Lal­lin­ge­rin und beglei­tet die Sän­ger etwa 45 Jah­re, so auch am 1. Advents­sonn­tag, auf dem Akkor­de­on. Br. Mari­nus Par­zin­ger (mit Jubi­lä­ums­ker­ze in Hän­den) lob­te das Enga­ge­ment der Sän­ger und rief die Got­tes­dienst­be­su­cher dazu auf, wie­der öfter zu sin­gen, denn das tra­ge zur Gesund­heit von Leib und See­le bei. Nach zahl­rei­chen Advents­lie­dern, die als Zuga­be gesun­gen wur­den, ver­brach­te die Sän­ger­schar noch einen schö­nen Nach­mit­tag am Alt­öt­tin­ger Christ­kindl­markt, bevor es wie­der heim­wärts ging in den Baye­ri­schen Wald.

Text: Ingrid Weißl, Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Botschafter Jesu in der Welt

Es war eine Idee von Mes­ne­rin Moni­ka Buch­ner, dass die Minis­tran­ten der Pfar­rei Gras­sau im Chiem­gau und deren Fami­li­en eine Wall­fahrt nach Alt­öt­ting machen könn­ten. Gesagt, getan. Am 3. Dezem­ber fei­er­te die leben­di­ge Pil­ger­ge­mein­schaft mit etwa 30 Teil­neh­mern unter Lei­tung von Gemein­de­re­fe­ren­tin Bir­git Stein­ba­cher um 13 Uhr einen Got­tes­dienst in der Br. Kon­rad-Kir­che mit Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel und mit eige­ner musi­ka­li­scher Gestal­tung. Bru­der Georg dank­te fürs Kom­men und erin­ner­te dar­an, dass für uns Chris­ten der Advent eine beson­de­re Zeit sei, eine Zeit der Vor­freu­de und Erwar­tung. Dies sei auch eine Auf­for­de­rung, unser Herz für Gott zu öff­nen, wie es der hl. Franz Xaver (Fest­tag 3. Dezem­ber) als Glau­bens­mis­sio­nar getan habe. Bru­der Georg: Der Herr­gott braucht auch uns als Bot­schaf­ter Jesu in der Welt.“ Nach dem Pil­ger­got­tes­dienst beka­men die Minis­tran­ten und deren Geschwis­ter und Eltern von Bru­der Georg eine Füh­rung durch Br. Kon­rad-Kir­che und Klos­ter. Und die Minis­tran­ten, wie auch deren Geschwis­ter freu­ten sich im Anschluss natür­lich beson­ders auf den Christ­kindl­markt am Kapell­platz, wo sie sich einen Zimt­stern schme­cken ließen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

In Treue verbunden

Die Haupt­stre­cke mit der Bahn, ab Traun­stein mit dem Bus, kamen die treu­en Advents­pil­ger“ aus der Diö­ze­se Frei­burg unter der geist­li­chen Pil­ger­lei­tung von Pfar­rer Gerold Sie­gel, Dia­kon Josef Son­ner und dem Orga­ni­sa­ti­ons-Team Chris­ta und Danie­la Löff­ler sowie Kon­rads­blatt-Mit­ar­bei­ter Edgar Vogel am 28. Novem­ber am Pil­ger­ziel Alt­öt­ting an. Nach fei­er­li­cher Ein­be­glei­tung durch Dia­kon Tho­mas Zau­ner und Umrun­dung der Gna­den­ka­pel­le zogen sie zur kur­zen Begrü­ßung in die St. Mag­da­len­a­kir­che ein. Die Pil­ger­grup­pe sei zwar nach der zwei­jäh­ri­gen Coro­na-Pan­de­mie mit 49 Teil­neh­mern im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren etwas klei­ner gewor­den, und den­noch sei die Sehn­sucht zur Alt­öt­tin­ger Gna­den­mut­ter haf­ten geblie­ben“, stell­te Zau­ner fest. Er wünsch­te ihnen eine segens­rei­che Zeit hier am Gna­den­ort und stimm­te das Lied Seg­ne du Maria“ an.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

„Wachet auf“

Das advent­li­che Lied Wachet auf“ mah­ne uns, über den Sinn des Lebens, gera­de jetzt in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten, nach­zu­den­ken, erklär­te der Gene­ral­vi­kar für die Diö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart, Cle­mens Strop­pel (M.), der zusam­men mit Pfar­rer i.R. Msgr. Her­bert Schmu­cker und Dia­kon Die­ter Lang die Bus­pil­ger­grup­pe am 2. Advents-Wochen­en­de nach Alt­öt­ting beglei­te­te. Beim Abschluss­got­tes­dienst am 2. Advents­sonn­tag, 4. Dezem­ber, in der Bru­der Kon­rad-Kir­che sprach Haupt­ze­le­brant Strop­pel ange­sichts der bibli­schen Pro­phe­zei­un­gen im Advent (vgl. Mt 24, 29 – 44) über Welt­un­ter­gangs­stim­mung am Ende der Zei­ten“. Doch auch wenn die aktu­el­le Lage mit dro­hen­dem Kli­ma­wan­del und Umwelt­ka­ta­stro­phen sowie mit Kriegs­sze­na­ri­en auf der gan­zen Welt Angst mache, so sei die Bot­schaft im Evan­ge­li­um eine, die Hoff­nung macht. Wir müss­ten zwar wach­sam sein, doch die Zei­ten­wen­de sei mit der Geburt Jesu bereits ange­bro­chen. Wenn wir stand­haft im Glau­ben blei­ben, dann bräuch­ten wir kei­ne Angst zu haben. Jesu Licht im Hori­zont trägt in allem Leid, steht über Not und Elend, Hass, Angst und Ter­ror“, beton­te der Pre­di­ger. – Sein Leben getra­gen in Got­tes Hand weiß sich Die­ter Lang (l.), der am 1. Novem­ber sein 50. Dia­ko­nats­ju­bi­lä­um fei­ern konn­te und zu den treus­ten Alt­öt­ting-Pil­gern aus der Diö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart zählt. Auch Gene­ral­vi­kar Strop­pel gra­tu­lier­te ihm dazu recht herzlich.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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