Wallfahrt

Gott lieben und für Menschen da sein

Redaktion am 18.07.2022

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Aus allen bayerischen Diözesen kamen Teilnehmer der Malteser-Wallfahrt nach Altötting.

Rund 1.500 Teilnehmer zählte die 50. Jubiläumswallfahrt der Malteser mit dem Salzburger Erzbischof Franz Lackner am 17. Juli.

Aus allen sie­ben baye­ri­schen Bis­tü­mern und auch aus der Erz­diö­ze­se Salz­burg waren Pil­ger ange­reist. Es kamen Kran­ke, Men­schen mit Behin­de­rung, Betreu­er des Mal­te­ser Hilfs­diens­tes und außer­dem etli­che Mal­te­ser­rit­ter und ‑damen. Sie alle zogen in einer Pro­zes­si­on über den Kapell­platz zum Fest­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka, wo sie der ehe­ma­li­ge Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Gün­ther Man­dl herz­lich begrüßte.

Das Gebet an der Hand Mari­ens ist immer eine gute Lösung“, sag­te Prä­lat Man­dl und ver­wies auf die aus dem Bis­tum Augs­burg stam­men­de Dar­stel­lung der Maria Kno­ten­lö­se­rin“, die auch Papst Fran­zis­kus so gut gefällt.

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Organisator Franz-Josef Freiherr von der Heydte (r.) beim Einzug mit den Malteser Rittern über den Kapellplatz.

Lösun­gen braucht es der­zeit in der Tat vie­le ange­sichts der zahl­rei­chen Kri­sen in der Welt. Als Mot­to hat­ten sich die Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­to­ren um Franz-Josef Frei­herr von der Heyd­te die­ses Jahr den Frie­den“ gewählt. Aus einem sicher geglaub­ten Nie wie­der“ nach dem II. Welt­krieg sei ein Schon wie­der“ gewor­den, sag­te von der Heyd­te mit Bezug auf den rus­si­schen Angriffs­krieg in der Ukrai­ne und erin­ner­te an die Frie­dens­kö­ni­gin“ Maria, der die Pil­ger ihre Bit­te um Frie­den zu Füßen legen wollten.

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50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting: Salzburgs Erzbischof Franz Lackner beim Festgottesdienst in der St. Anna-Basilika.

Das The­ma der Wall­fahrt griff auch Erz­bi­schof Franz Lack­ner in sei­ner Pre­digt auf. Erst eine Woche zuvor war er von einem Besuch in Lemberg/​Lwiw zurück­ge­kehrt. Er sprach von einer tief berüh­ren­den Erfah­rung“ und erzähl­te von sei­nen Erleb­nis­sen; u.a. von ver­letz­ten und alten Men­schen sowie zu Wai­sen gewor­de­nen Kin­dern in einer Ein­rich­tung für Flücht­lin­ge aus dem Osten der Ukrai­ne; von einer Mut­ter am Grab ihres gefal­le­nen Soh­nes auf dem Lyt­scha­kiw­ski-Fried­hof, mit der sie gemein­sam gebe­tet hat­ten; von einem Luft­schutz­alarm wäh­rend eines Got­tes­diens­tes in der Lem­ber­ger Gar­ni­sons­kir­che, bei dem die Men­schen ruhig geblie­ben waren und im Gebet ver­harr­ten. Letz­te­res zei­ge: Glau­be gebe Halt und schen­ke wenigs­tens für einen Moment immer auch Frie­den im Herzen.

50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting – Impressionen

50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.
50. Malteser-Wallfahrt nach Altötting.

Das gemein­sa­me Gebet um Frie­den und Frei­heit für die Welt, die aus so vie­len Wun­den blu­tet, ist so wich­tig“, beton­te Erz­bi­schof Lack­ner. Mit Bezug auf das Evan­ge­li­um von Mar­tha und Maria (Lk 10, 38 – 42) sag­te er: Sie sind zusam­men die Wahr­heit des Evan­ge­li­ums“, doch manch­mal müs­se man Akzen­te set­zen. Diens­te gebe es in der Kir­che heu­te sehr vie­le. In einer Zeit, in der wir die Got­tes­be­zie­hung weit­hin ver­lo­ren haben“, sei es umso wich­ti­ger, eben die­se zu beto­nen. Der Erz­bi­schof resü­mier­te: Das ist unse­re gemein­sa­me Auf­ga­be: die Sehn­sucht, Gott zu lie­ben und für Men­schen da zu sein, zu denen wir geschickt werden.“

Bereits in sei­ner Begrü­ßung hat­te Lack­ner die Mal­te­ser als Groß­macht der Barm­her­zig­keit“ gewür­digt, die ihren Dienst stets auch mit Glau­ben und Gebet verbindet.

Nach­mit­tags fand eine Andacht mit Pfar­rer Johan­nes B. Trum (Mal­te­ser Diö­ze­se Pas­sau) in der Stift­s­pfarr­kir­che statt – dort steht der­zeit das Gna­den­bild auf­grund der Sanie­rung der Gnadenkapelle.

Michael
Glaß

Redakteur

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