Einstellungen erfolgreich gespeichert

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Mehr erfahren

Soziales

"Ich weiß, wie viel Angst man hat"

Redaktion am 26.04.2022

2022 04 24 pb alb khadeja shams aldden Foto: Florian Emmer
Arabische Gastfreundschaft: Redakteur Wolfgang Bayer durfte trotz der Fastenzeit das Probieren der süßen, syrischen Spezialitäten nicht ablehnen. Was ihm bei dem köstlichen Gebäck auf nicht sehr schwer fiel.

Eine junge, syrische Frau flieht mit ihren beiden Kindern aus Syrien. Nach monatelanger Trennung von ihrem Mann gibt es in der Türkei ein Wiedersehen und sie beschließen weiter nach Deutschland zu flüchten. Fünf Jahre ist das nun her und mittlerweile hilft Khadeja Shams Aldden ukrainischen Flüchtlingen die nach Passau kommen. Ein Interview über ihre Flucht und ihre Beweggründe nun auch anderen Menschen zu helfen.

Frau Shams-Ald­­den, Sie kom­men aus Syri­en, einem Land des­sen Bevöl­ke­rung unglaub­li­ches Leid erfah­ren hat und immer noch erfährt, wie haben Sie es dort raus­ge­schafft und wie sind sie dann nach Deutsch­land gekommen?

Wir haben über­haupt nicht geplant nach Deutsch­land zu kom­men, ich ken­ne die Spra­che nicht und konn­te kein Wort Deutsch, aber wir muss­ten nach dem der Krieg in Syri­en aus­ge­bro­chen war ein­fach weg. Unser ers­tes Ziel war Liba­non, da wir an der Gren­ze zu dem Land gelebt haben. Wir haben dort drei Jah­re hart gear­bei­tet, aber auf­grund der vie­len Kriegs­flücht­lin­ge, wur­de allen Syrern das Arbeits­recht ent­zo­gen. Mein Mann ist dann in die Tür­kei gegan­gen und ich muss­te mit mei­nen Kin­dern zurück nach Syri­en, weil mei­ne Kin­der kei­nen Pass hat­ten. Erst drei Mona­te spä­ter konn­te ich dann mit mei­nen Kin­dern nach­kom­men. In der Tür­kei konn­ten wir auch die Spra­che nicht, wir durf­ten nicht arbei­ten und es gab auch kei­ne Mög­lich­keit zu leben, wir durf­ten aber auch nicht mehr zurück nach Syri­en. In die­ser Zeit sind vie­le Flücht­lin­ge nach Deutsch­land geflo­hen und die sag­ten uns, Deutsch­land leis­tet Hil­fe und öff­net die Türe für Flücht­lin­ge. Die Ent­schei­dung eben­falls nach Deutsch­land zu flie­hen haben mein Mann und ich dann inner­halb von einer Woche getrof­fen. Die Flucht war sehr gefähr­lich und schwie­rig mit zwei Kin­dern und wir hat­ten sehr viel Angst, aber nach zwei Wochen sind wir dann in Deutsch­land angekommen.

Weitere Nachrichten

2022 09 20 pb alb aufmacher ausgabe 39 2022
20.09.2022

Schön frech – Editorial

Ganz schön frech ist er, der Herbst. Seit dem 23. September ist er nun offiziell wieder da. Die meisten…

2022 09 19 pb alb nachhaltig1
20.09.2022

Nachhaltig in die Zukunft

Mit dem Institut für Angewandte Ethik in Wirtschaft, Aus- und Weiterbildung ist Peter Fonk 2002 ein großer…

2022 09 19 pb alb bischof stefan oster
Bischof
19.09.2022

Bischof Oster: Die Einheit bewahren

Die vierte Synodalversammlung des Synodalen Weges in Deutschland ist am 10. September 2022 in Frankfurt zu…

2022 09 19 pb alb mc herbsthauptfest1
Wallfahrt
19.09.2022

Den Glauben leben

Mit dem Münchner Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg hat die Marianische Männerkongregation Altötting (MC) am…