Das glauben wir

Alter Heiliger für junge Leute

Redaktion am 18.12.2023

2023 12 18 pb alb hans mendl Foto: Susanne Schmidt
Von Franz von Assisi können Jugendliche lernen, dass es Sinn macht, den eigenen Idealen nachzuspüren. Davon ist Prof. Hans Mendl überzeugt. In seinem neuen Buch geht er auf die Bedürfnisse von jungen Menschen ein.

„Franz von Assisi für junge Leute“ – so ist der Titel des neuen Buches von Hans Mendl. In 24 Kapiteln hilft das Büchlein Jugendlichen, sich durch die Betrachtung des Lebens des heiligen Franziskus mit ihren eigenen Lebensfragen auseinanderzusetzen.

Lan­ge ist es her, da leb­te in einem klei­nen Berg­dorf in Ita­li­en ein jun­ger Mann namens Gio­van­ni di Pie­tro di Ber­nar­do­ne. Er kam aus einem guten Haus und sei­ne Eltern waren reich. Nach einer per­sön­li­chen Begeg­nung mit Jesus Chris­tus gab er alles weg und leb­te von da an in Armut – um dem Herrn so nach­zu­fol­gen. Soweit so gut. Von die­sem Mann, der spä­ter als Franz von Assi­si bekannt wur­de, kön­ne man auch heu­te noch jun­gen Men­schen viel mit­ge­ben, meint Prof. Hans Mendl, der gera­de in sei­nem 50. Semes­ter den Lehr­stuhl für Reli­gi­ons­päd­ago­gik und Didak­tik des Reli­gi­ons­un­ter­richts an der Uni­ver­si­tät Pas­sau inne­hat. Von dem Hei­li­gen han­delt auch sein neu­es Buch Franz von Assi­si für jun­ge Leu­te“. Das Leben des Hei­li­gen aus Ita­li­en war alles ande­re als per­fekt: Franz von Assi­si hat ehr­lich um eine eige­ne Lebens­spur gerun­gen. Jugend­li­che kön­nen an ihm ler­nen, dass es Sinn macht, den tie­fen eige­nen Wün­schen und Idea­len nach­zu­spü­ren und sich nicht strom­li­ni­en- und markt­för­mig zu ver­hal­ten. Sie kön­nen ler­nen, mit Wider­stän­den zurecht­zu­kom­men und nicht aufzugeben.“ 

In sei­nem neu­en Buch geht er auf die­se Bedürf­nis­se, Erfah­run­gen und Wün­sche der Jugend­li­chen ein. Die 24 Kapi­tel mit Titeln wie aus­ge­las­sen fei­ern“, vom Erfolg träu­men“, an die Gren­zen gehen“ oder lie­ben, bis es weh tut“ sind chro­no­lo­gisch anhand der Lebens­etap­pen des Franz von Assi­si geord­net. Am Ende mün­det jedes Kapi­tel in vier Fra­gen, mit denen die Lese­rin­nen und Leser zum Nach­den­ken ein­ge­la­den werden.

Mir fiel auf, dass die Lebens­fra­gen, denen sich Fran­zis­kus stel­len muss­te, gar nicht so weit weg sind von denen heu­ti­ger Jugendlicher.”

Prof. Hans Mendl

Die Idee kam Mendl bei Stu­di­en­fahr­ten nach Assi­si, die er seit 2013 alle zwei Jah­re mit sei­nen Stu­die­ren­den unter­nahm: Mir fiel auf, dass die Lebens­fra­gen, denen sich Fran­zis­kus stel­len muss­te, gar nicht so weit weg sind von denen heu­ti­ger Jugend­li­cher – die Ant­wor­ten frei­lich kön­nen unter­schied­lich aus­fal­len, und man darf man­chen Lebens­äu­ße­run­gen des Fran­zis­kus durch­aus auch kri­tisch gegen­über­ste­hen. Von die­sem Grund­ge­dan­ken aus­ge­hend ist es mir rela­tiv leicht gefal­len, ent­lang der Lebens­da­ten des Fran­zis­kus sol­che The­men aus­fin­dig zu machen, die anschluss­fä­hig an die Lebens­fra­gen heu­ti­ger Jugend­li­cher sind.“

Auch per­sön­lich ist der Hei­li­ge für Prof. Mendl von Bedeu­tung und eng mit sei­ner Bio­gra­fie ver­strickt: Wäh­rend mei­ner Schul­zeit war ich zwei­mal in Assi­si; äußerst anre­gend fand ich damals auch ein Franz-von-Assi­si-Musi­cal von Peter Jans­sens, in dem es gelang, Brü­cken zwi­schen einem Hei­li­gen, der vor 800 Jah­ren gelebt hat, und Men­schen von heu­te zu schla­gen. Seit­dem lässt mich Fran­zis­kus nicht mehr los!“ So ist Fran­zis­kus auch in sei­ner Tätig­keit an der Uni­ver­si­tät prä­sent: Die Aus­ein­an­der­set­zung mit Franz von Assi­si ist in den Rah­men unse­res grö­ße­ren For­schungs- und Pra­xis­pro­jekts Ler­nen an frem­den Bio­gra­fien‘ ein­ge­ord­net, zu dem auch die Daten­bank Local heroes‘ gehört.“

So eig­net sich das anspre­chend geschrie­be­ne Buch beson­ders für Jugend­li­che, die sich inten­si­ver mit ihrem Leben aus­ein­an­der set­zen wol­len. Doch das Buch ist durch die lebens­na­he The­ma­tik auch inter­es­sant für alle, die Franz von Assi­si und die mit­un­ter eher unbe­kann­ten Aspek­te die­ser gro­ßen Hei­li­gen­ge­stalt bes­ser ken­nen­ler­nen wol­len. Ger­ne kommt der Autor auch in die Pfar­rei­en, um das Buch und den berühm­ten Hei­li­gen vorzustellen.

Schmidt Susanne

Susanne Schmidt

Bischöfliche Pressesprecherin

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