Bistum

Begegnungen auf Augenhöhe

Redaktion am 12.05.2025

Info Icon Foto: Ulrich Altmann
Besuch von Bischof Stefan Oster im Landkreis Dingolfing-Landau. Im Bild eine Andacht.

Andächtige Momente, anregende Gespräche, Segenswünsche, musikalische Darbietungen – geprägt von einem harmonischen Miteinander war ein Besuch von Bischof Stefan Oster im Landkreis Dingolfing-Landau.

Auf­takt in Land­au an der Isar: Die Pfar­rer-Huber-Schu­le hat­te ihr Schul­fest und dabei beson­ders an ihren Namens­ge­ber erin­nert, an Pfar­rer Johann Bap­tist Huber, der so viel Mut hat­te in der Nazi­zeit und so beherzt für den Glau­ben ein­ge­tre­ten ist. Ein ganz beson­de­res Herz hat­te er dabei auch für die jun­gen Men­schen. Die­ses Vor­bild wirkt nach, wie beim Besuch von Bischof Ste­fan Oster zu spü­ren war: Die Lehr­kräf­te und die gan­ze Schul­fa­mi­lie set­zen sich für jun­ge Men­schen ein, vor allem auch für sol­che, denen das Leben beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen stellt. Die Jugend­li­chen zeig­ten ihre Talen­te mit Musik und Tanz, aber auch mit ein­dring­li­chen Prä­sen­ta­tio­nen dar­über, was Pfar­rer Huber für sie bedeu­tet: Mut, Zivil­cou­ra­ge, ein gutes Mit­ein­an­der und mehr. Auch Land­rat Wer­ner Bume­der war zum Schul­fest gekom­men, eben­so wie Rai­ner Fau­ser von der Regie­rung von Nie­der­bay­ern. Der beson­de­re Dank des Bischofs galt Schul­lei­te­rin Elfrie­de Mei­er und dem Leh­rer­team für ihr Engagement!

Info Icon Foto: Roland Kickinger
Besuch von Bischof Stefan Oster im Landkreis Dingolfing-Landau. Die Schulfamilie der Pfarrer-Huber-Schule in Landau bereitete Bischof Stefan Oster einen warmherzigen Empfang.

Die nächs­te Sta­ti­on war das gut 18 Kilo­me­ter süd­öst­lich von Land­au gele­ge­ne Eichen­dorf und hier zunächst das AWO-Senio­ren­heim St. Mar­tin. Hier war­te­te bereits Heim­lei­ter Kon­rad Mader mit sei­nem Team. Auch Moni­ca Grä­fin von Arco auf Val­ley, die äußerst volks­na­he und sozi­al stark enga­gier­te Ehren­bür­ge­rin der fast 6700 Ein­woh­ner star­ken Markt­ge­mein­de, hieß Bischof Ste­fan zusam­men mit ihrem Sohn, dem jun­gen Gra­fen Max-Georg von Arco auf Val­ley, sowie 1. Bür­ger­meis­ter Josef Beham und sei­ner Ehe­frau Regi­na sowie 3. Bür­ger­meis­ter Max Schr­auf­nagl und sei­ner Ehe­frau, der Dor­nacher Kir­chen­pfle­ge­rin Bea­te Kirsch­ner-Schr­auf­nagl, herz­lich willkommen.

Mes­ne­rin Pau­la Kage­rer führ­te die Geist­lich­keit in die Kapel­le des Senio­ren­heims, wo Bischof Ste­fan den som­mer­li­chen Rauch­man­tel anleg­te, der aus dem Stoff des Hoch­zeits­klei­des, das Grä­fin Arco sei­ner­zeit getra­gen hat­te, ange­fer­tigt wor­den war und das Wap­pen der gräf­li­chen Fami­lie trägt.

Bei strah­len­dem Son­nen­schein begrüß­ten die­je­ni­gen Bewoh­ner des 70-Bet­ten-Hau­ses, wel­che noch mobil genug waren, und ande­re Pfarr­an­ge­hö­ri­ge ihren“ Bischof im Gar­ten des Senio­ren­hei­mes, um dort mit ihm zu Ehren der Mut­ter­got­tes eine Mai­an­dacht zu fei­ern. Ein Chor aus Mit­ar­bei­te­rin­nen der Pfle­ge­ein­rich­tung, unter­stützt von Gemein­de­re­fe­ren­tin Ger­traud Dick­gie­ßer an der Har­fe, über­nahm die musi­ka­li­sche Gestaltung.

Nach dem Evan­ge­li­um, das Pater Jip­son ver­kün­de­te, lud Bischof Oster die Anwe­sen­den ein, ihn auf einer klei­nen Gedan­ken­rei­se über die Mut­ter Jesu zu beglei­ten – begin­nend beim ver­stor­be­nen Hei­li­gen Vater, der vor und nach jeder sei­ner Aus­lands­rei­sen der Mut­ter­got­tes in der Basi­li­ka San­ta Maria Mag­gio­re in Rom sei­ne Auf­war­tung gemacht hat, und endend beim Evan­ge­lis­ten Johan­nes. Nach einem gemein­sa­men Vater­un­ser lud Bischof Oster alle dazu ein, mit ihm der Got­tes­mut­ter mit einem Ave Maria“ die Ehre zu erweisen.

Im Anschluss an die Mai­an­dacht waren alle auf den nörd­li­chen Vor­platz zur Land­au­er Stra­ße hin ein­ge­la­den, um im Schat­ten des Hau­ses und der auf­ge­bau­ten Son­nen­schir­me bei Kaf­fee und Kuchen bzw. Tor­ten mit ihrem Bischof ins Gespräch zu kom­men, wovon rege Gebrauch gemacht wur­de. Bischof Ste­fan nahm sich dafür ger­ne Zeit, beson­ders für die Bewoh­ner des Hei­mes, denen die Freu­de über den Ratsch mit ihm ins Gesicht geschrie­ben stand.

Knapp zwei Stun­den nach sei­ner Ankunft in Eichen­dorf, das heu­er 950 Jah­re erst­ma­li­ge urkund­li­che Erwäh­nung“ fei­ert, ging es für Bischof Ste­fan Oster wei­ter in das im Gesund­heits­zen­trum lie­gen­de Haus ANNA, das die Regi­on Nie­der­bay­ern in Eichen­dorf seit der Eröff­nung im Sep­tem­ber 2023 als ers­tes teil­sta­tio­nä­res Kin­der­hos­piz ver­sorgt. Das Haus ANNA, das – wie auch das Senio­ren­heim St. Mar­tin – gut mit der katho­li­schen Kir­che vor Ort zusam­men­ar­bei­tet, fun­giert als Ort der Ent­las­tung im All­tag für Fami­li­en mit lebens­be­droh­lich oder lebens­ver­kür­zend erkrank­ten Kin­dern und Jugend­li­chen. Bereits so kur­ze Zeit nach der Eröff­nung des Pilot­pro­jekts kön­nen vie­le betrof­fe­ne Fami­li­en ver­sorgt werden.

Info Icon Foto: Ulrich Altmann
Besuch von Bischof Stefan Oster im Landkreis Dingolfing-Landau. Im Bild eine Andacht.

Chris­ti­ne Bron­ner, die zusam­men mit ihrem Ehe­mann Flo­ri­an die Stif­tung Ambu­lan­tes Kin­der­hos­piz Mün­chen (AKM) gegrün­det hat, Haus­ver­wal­tungs­lei­te­rin Astrid Kant­ner, MdL Dr. Petra Loibl sowie Bür­ger­meis­ter Josef Beham berei­te­ten dem Pas­sau­er Ober­hir­ten, sei­nem Büro­lei­ter Tho­mas Weg­gart­ner, Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor Pater Jos­hy Kan­ji­ratham­kun­nel MI und dem Bischofschauf­feur Roland Kickin­ger im Foy­er einen herz­li­chen Empfang.

Gemein­sam mit dem Emp­fangs­ko­mi­tee, einem Teil des Pfle­ge­teams mit der Pfle­ge­dienst­lei­tung, den Pati­en­ten des Hau­ses ANNA und Gäs­ten fei­er­te Oster eine Mai­an­dacht – die ers­te im Kin­der­hos­piz überhaupt.

Eine Mari­en­fi­gur und eine Schmuck­aus­ga­be der Ein­heits­über­set­zung bil­de­ten auf einem run­den blau­en Tuch den Mit­tel­punkt des Gesche­hens. Alle waren ein­ge­la­den, dem Leben der hei­li­gen Maria mit allen Sin­nen nach­zu­spü­ren. Nach und nach füll­te sich das dun­kel­blaue Tuch mit Gegen­stän­den. Schließ­lich hat­te Ger­traud Dick­gie­ßer einen blau­en Man­tel als Zei­chen dafür, dass Maria die Men­schen wie eine Mut­ter beschützt, mit im Gepäck, in den sich die Kin­der ein­hül­len las­sen durften.

Bischof Oster sprach in sei­ner offe­nen, spon­ta­nen und herz­li­chen Art über sei­ne Lie­be zu Maria und ihrem Sohn, die spür­ba­re Lie­be, die von Men­schen an Orten wie dem Haus ANNA den Mit­men­schen geschenkt wird, und den Unter­schied zwi­schen Opti­mis­mus und Hoff­nung, die viel tie­fer geht und auch dann noch trägt, wenn alles aus­sichts­los erscheint.

Zum Schluss der kind­ge­rech­ten Mai­an­dacht, die allen zu Her­zen ging, lud Bischof Oster Jung und Alt dazu ein, mit ihm das Vater­un­ser zu beten und die Mut­ter Jesu mit einem Ave Maria“ zu grü­ßen, bevor der Sale­sia­ner Don Boscos beson­ders die Kin­der und Jugend­li­chen segnete.

Anschlie­ßend bestand bei einem Imbiss die Mög­lich­keit, mit dem Bischof aus Pas­sau und sei­nen Beglei­tern ins Gespräch zu kommen.

Der Bischof besucht den Pfarr­ver­band Eichen­dorf bald wie­der: Er kommt zur zen­tra­len Jubi­lä­ums­mai­an­dacht, die am Sonn­tag, 25. Mai 2025, begin­nend um 19 Uhr an der Mari­en­säu­le auf dem Markt­platz gefei­ert wird. Beim Steh­emp­fang im Post­saa­lin­nen­hof, der sich der Jubi­lä­ums­mai­an­dacht anschließt, wird eben­falls wie­der für alle die Mög­lich­keit bestehen, dem gebür­ti­gen Amber­ger zu begeg­nen und sich mit ihm über Gott und die Welt auszutauschen.

Text: Ulrich Altmann

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