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Lesen ist ein großes Wunder

Wolfgang Krinninger am 24.11.2020

Bildschirmfoto Hildegard Franz info-icon-20px Stefanie Hintermayr

Fernsehen bildet. Das wusste schon der berühmte US-Komiker Graucho Marx: „Immer wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese“, erklärte er einmal. Und damit nannte er den eigentlichen Wissensbringer. Ja, Lesen ist gut fürs Gehirn. Lesen stärkt die Seele, erweitert den Horizont, entspannt und ermöglicht einem, für kurze Zeit aus der Realität auszubrechen. Gibt es irgendeine andere Tätigkeit, die all das in sich vereint? Wohl kaum. Kein Wunder also, dass Victor Hugo den Buchdruck als das größte Ereignis der Weltgeschichte bezeichnet hat. Dass Bücher mittlerweile oft auch im digitalen Gewand daherkommen, ändert daran wenig.

Eng ver­knüpft mit dem Lesen sind Öffent­li­che Büche­rei­en. Weil sie All­ge­mein­gut sind, ver­gisst man gele­gent­lich ihren Stel­len­wert. Doch mit rund 25 Mil­lio­nen Besu­chern pro Jahr sind sie die meist besuch­ten kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen im Frei­staat. Öffent­li­che Büche­rei­en sind dabei mehr als nur Aus­leih­stel­len. Im bes­ten Fall ent­ste­hen inspi­rie­ren­de Orte des sozia­len Aus­tauschs und der Begeg­nung über Genera­tio­nen hinweg. 

Ein ganz wich­ti­ger Akteur auf die­sem Par­kett ist der Sankt Micha­els­bund. Die bay­ern­weit über 1000 Mit­glieds­bü­che­rei­en sind geschätz­te Treff­punk­te für die Men­schen vor Ort. Allein im Bis­tum Pas­sau bie­ten 125 katho­li­sche öffent­li­che Büche­rei­en viel Lese­stoff für jede Alters­grup­pe. Über 1200 ehren­amt­li­che und ange­stell­te Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­bei­ter sor­gen hier für einen aktu­el­len Medi­en­be­stand, bera­ten bei der Buch­aus­wahl und ver­an­stal­ten Vor­­­le­­se- und Bas­tel­stun­den, Autoren­le­sun­gen und Bücher­floh­märk­te – soweit die Coro­na-Rege­lun­gen es zulassen. 

Was liegt näher, als die­ses Poten­ti­al auch für unse­re Lese­rin­nen und Leser nutz­bar zu machen? Die­se Fra­ge stand am Anfang eines gemein­sa­men Pro­jekts der Diö­ze­san­stel­le des Sankt Micha­els­bunds mit Diö­ze­san­bi­blio­the­ka­rin Hil­de­gard Franz und des Pas­sau­er Bis­tums­blatts. Das Ergeb­nis ist die Sei­te Zeit zum Lesen“ (Sei­te 25 in aktu­el­le Aus­ga­be), auf der Bücher­pro­fis der betei­lig­ten Büche­rei­en je einen Roman, ein Sach­buch und ein Kin­der­buch vor­stel­len. Alle 14 Tage ist eine ande­re Büche­rei an der Rei­he, die sich dar­über hin­aus in einem Kurz­por­trät vor­stellt. Und wem eines der vor­ge­stell­ten Bücher so gut gefällt, dass er es nicht nur aus­lei­hen, son­dern gleich kau­fen möch­te, der wird im Dom­la­den in einer eigens dafür ein­ge­rich­te­ten Bücher­ecke fündig. 

Wenn es nicht so abge­dro­schen wäre, könn­te man also glatt von einer Win-win-Situa­ti­on für alle Betei­lig­ten spre­chen – auch für Sie als Nut­zer die­ser neu­en Rubrik. Viel­leicht stel­len Sie bei dem ein oder ande­ren vor­ge­stell­ten Buch fest, was Marie von Ebner-Eschen­bach so for­mu­liert hat: Lesen ist ein gro­ßes Wunder.“

Krinninger_Wolfgang

Wolfgang Krinninger

Chefredakteur

Link zum Sankt Michaelsbund Landesverband Bayern e.V.:

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Hildegard Franz

Hildegard Franz M.A.

Diözesanbibliothekarin

Rosemarie Wagner

Rosemarie Wagner

Kirchliche Büchereiassistentin

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