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Auftakt - Machen wir es gemeinsam

Wolfgang Krinninger am 20.01.2021

Kampagne_Solidaritaet 11_Bild info-icon-20px Caritas

Das Coronavirus bestimmt unseren Alltag. Und wohl jeder sehnt das Ende der Pandemie herbei. Endlich wieder ohne groß nachzudenken Nähe zulassen können, Gemeinschaft spüren, feiern können, Freiheit auskosten. Keinen Bogen mehr um andere Menschen machen, ein Lächeln wieder am Mund ablesen können.

Wir sind genervt. Und das ist kein Wun­der. Die ver­gan­ge­nen Mona­te waren von Leid und Ver­zicht geprägt. Fast jeder kennt ver­mut­lich inzwi­schen jeman­den, der an oder mit dem Virus gestor­ben ist. So vie­le muss­ten erle­ben, wie schwer es ist, in die­sen Zei­ten einem gelieb­ten Men­schen im Kran­ken­haus oder Senio­ren­heim bei­zu­ste­hen. Unzäh­li­ge Frau­en und Män­ner ban­gen um ihr Ein­kom­men, um ihre beruf­li­che Zukunft. Die Kri­se über­for­dert uns. Da hät­te es die geziel­ten Des­in­for­ma­tio­nen von Coro­na-Leug­nern und die tris­te Fest­stel­lung, dass Denun­zia­ti­on wie­der hof­fä­hig gewor­den ist, gar nicht erst gebraucht. 

Vor die­sem Hin­ter­grund hat die Cari­tas in Deutsch­land das per­fek­te The­ma für die kom­men­den zwei Jah­re gewählt: #Das­Ma­chen­Wir­Ge­mein­sam lau­tet die Kam­pa­gne. Bleibt unse­re Wert­schät­zung – oder ver­fliegt sie wie unser Applaus?“ Zei­gen wir Soli­da­ri­tät mit allen – oder spa­ren wir sie uns?“ Das sind nur zwei der pro­vo­kan­ten Fra­gen, mit denen die Cari­tas den Fin­ger in gesell­schaft­li­che Wun­den legt. Und Cari­tas-Prä­si­dent Peter Neher, der heu­er aus sei­nem Amt schei­det, prä­zi­siert die Anlie­gen: Wir müs­sen uns als Gesell­schaft grund­le­gen­de Fra­gen stel­len: Wel­che Pfle­ge wol­len wir? Wer soll das machen und unter wel­chen Bedin­gun­gen? Was ist uns sozia­le Siche­rung, was ist uns Bil­dung wert? Soll die Unter­stüt­zung, die Men­schen erfah­ren, von ihrer Post­leit­zahl abhän­gen? Und was sind wir bereit dafür zu tun, um künf­ti­gen Genera­tio­nen einen lebens­wer­ten Pla­ne­ten zu hin­ter­las­sen?“ Der enga­gier­te Strei­ter für Soli­da­ri­tät ist über­zeugt, dass gera­de die Mona­te vor der Bun­des­tags­wahl der rich­ti­ge Zeit­punkt sind, um hier trag­fä­hi­ge Ant­wor­ten einzufordern. 

Nur Fra­gen stel­len allein wäre frei­lich zu ein­fach, das weiß auch Neher. Doch die Cari­tas bie­tet eben auch Ant­wor­ten und Lösungs­an­sät­ze: beim Umbau der Ren­ten­ver­si­che­rung zu einer Erwerbs­tä­ti­gen­ver­si­che­rung, beim Rechts­an­spruch auf Schuld­ner­be­ra­tung oder bei Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gien im Sozi­al- und Bil­dungs­be­reich, die über die Ver­tei­lung von End­ge­rä­ten hin­aus­ge­hen. Und was viel­leicht noch wich­ti­ger ist: Der katho­li­sche Sozi­al­ver­band will so vie­le Men­schen wie mög­lich ermu­ti­gen, sich ein­zu­brin­gen. Denn eine Umfra­ge im Vor­feld der Cari­tas-Kam­pa­gne hat eini­gen Frust zu Tage geför­dert, aber auch ermu­ti­gen­de Ergeb­nis­se. Eines davon: 41 Pro­zent der Befrag­ten stim­men fol­gen­der Aus­sa­ge zu Ich glau­be, dass ich per­sön­lich etwas zum gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt bei­tra­gen kann.“ Dar­auf kann man set­zen, dar­auf muss man set­zen beim Auf­bau der Zukunft nach Corona.

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Wolfgang Krinninger

Chefredakteur

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