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Soziales

40 Jahre voller Einsatz für das Passauer Bistumsblatt

Wolfgang Krinninger am 23.07.2020

S14 Alois Pöschl PB Wolfgang Krinninger
Ein kleines Geschenk zum Jubiläum überreichte Generalvikar Josef Ederer (r.) an den Vertriebsleiter des Passauer Bistumsblatts und seit heuer auch des Alöttinger Liebfrauenboten, Alois Pöschl.

Wer an Zeitungsarbeit denkt, hat zunächst vermutlich die Redaktion im Kopf, den Ort, wo die Berichte recherchiert, geschrieben und auf Zeitungsseiten gestaltet werden. Zweifellos keine ganz unwesentliche Aufgabe. Doch was nützten die schönsten Geschichten, wenn die fertige Zeitung dann nicht zur Leserin und zum Leser käme. Einer, der dies in unterschiedlichen Positionen beim Passauer Bistumsblatt zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat, ist Alois Pöschl. 40 Jahre steht er im Dienst der Kirche von Passau und damit auch im Dienst des Passauer Bistumsblatts – mit Herz und Hand, mit Erfahrung und Verstand, mit Freude und Schaffenskraft. Bis auf Gründungschefredakteur Emil Janik (von 1936 bis 1978 beim Bistumsblatt) gibt es niemanden, der länger für die Passauer Kirchenzeitung gearbeitet hat. Zu diesem Jubiläum gratulierte auch Generalvikar Josef Ederer herzlich.

3 Päps­te, 4 Bischö­fe, 5 Gene­ral­vi­ka­re, 6 Chef­re­dak­teu­re hat Alo­is Pöschl kom­men und gehen sehen, er sel­ber blieb. Des­halb ist es kein Wun­der, dass den 61-Jäh­ri­gen vie­le Lese­rin­nen und Leser ken­nen, schon ein­mal mit ihm tele­fo­niert, mit ihm Kon­takt hat­ten. Unter­stützt von Maria Rosen­leh­ner und Karin Alten­dor­fer küm­mert sich der Vater von vier mitt­ler­wei­le erwach­se­nen Kin­dern um die gesam­te Kun­den­be­treu­ung. Die­ses Trio sorgt dafür, dass der Ver­trieb klappt, wenn Leser umzie­hen, neue Abon­nen­ten hin­zu­kom­men oder – auch das gibt es – die Zei­tung kün­di­gen. Auch Aus­trä­gern ste­hen Alo­is Pöschl und sei­ne Mit­ar­bei­te­rin­nen mit Rat und Hil­fe zur Sei­te. Zudem ist die kom­plet­te Buch­hal­tung des Ver­lags beim Öster­rei­cher (Pfar­re Schar­den­berg) Alo­is Pöschl in den bes­ten Hän­den. 17 Jah­re lang war er nicht nur Ver­triebs­chef, son­dern Geschäfts­füh­rer des Ver­lags. Eine Auf­ga­be, die er schließ­lich 2008 auf eige­nen Wunsch auf­gab.

Alo­is Pöschl kennt das Zei­tungs­ge­schäft wie nur weni­ge ande­re. Mit Freu­de erin­nert er sich dar­an, als er in den 80er Jah­ren noch sel­ber in den Pfar­rei­en von Haus zu Haus unter­wegs war, oft beglei­tet von enga­gier­ten Chris­ten aus dem Ort, um für das Bis­tums­blatt zu wer­ben. An guten Tagen kehr­te er mit einem gan­zen Block vol­ler neu­en Abon­nen­ten zurück. Er hat frei­lich auch erlebt, wie die Zahl der Leser ana­log zur Zahl der Kirch­gän­ger in den letz­ten drei Jahr­zehn­ten ste­tig nach unten ging. Das hat ihn nicht dau­er­haft frus­triert, son­dern erst recht moti­viert, sich ins Zeug zu legen, damit die­se Zei­tung auch gele­sen und gekauft wird.

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In vier Jahr­zehn­ten hat Alo­is Pöschl – ange­trie­ben von der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung – einen enor­men Wan­del im Zei­tungs­we­sen mit­er­lebt und mit­ge­stal­tet. Doch er blieb sich selbst immer treu, war und ist durch sei­ne humor­vol­le, freund­li­che und mensch­li­che Art ein enorm wich­ti­ger Ansprech­part­ner für alle im Ver­lag. Die Kraft für sein Wir­ken schen­ken ihm vor allem sei­ne Fami­lie, sein herr­li­ches Zuhau­se und der Glau­be. Wenn irgend­wie mög­lich, fei­ert Alo­is Pöschl täg­lich mor­gens die Mes­se mit und stellt sich so geist­lich auf den Tag ein. Das wirkt. Das trägt. Hof­fent­lich noch vie­le, vie­le Jah­re.

Text und Foto: Wolf­gang Krin­nin­ger, Chefredakteur

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Wolfgang Krinninger

Chefredakteur

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