Bistum

Gute Taten über viele Jahre

Redaktion am 03.09.2024

Info Icon Foto: Robert Fuchs
Die „Sippe Büffel“, die älteste noch existierende Pfadfindergruppe Deutschlands: (v.l.) Michael Mangold, Franz Wandinger, Josef Mutz, Robert Fuchs, Christian Wandinger, Georg Mühlbauer, Edgar Luksch, Paul Gotzler, Lilly Gotzler, Rainer Müller, Günter Grill, Josef Achatz.

Die „Sippe Büffel“ des St.-Georg-Pfadfinderstammes Hengersberg kann im Jahr 2024 auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Damit ist sie die älteste bestehende Pfadfindergruppe in Deutschland.

Das gro­ße Jubi­lä­um hat die Grup­pe vier Tage lang auf der Stein­berg­hüt­te des Maschi­nen­rings Deg­gen­dorf in Oberaign gefeiert.

1974 wur­de unter dem dama­li­gen Kaplan Hans Schier­mei­er die Pfad­fin­der­schaft St. Georg in Hen­gers­berg wie­der ins Leben geru­fen. So ent­stand auch unter der Lei­tung von Lil­ly Gotz­ler eine Jung­pfad­fin­der­grup­pe mit 15 elf­jäh­ri­gen Buben, die sich ​„Sip­pe Büf­fel“ nann­te. Aus den ​„Jung­pfad­fin­dern“ wur­den die ​„Büf­fel-Bua­ma“ im Lau­fe der Zeit alters­be­dingt ​„Pfad­fin­der“ und anschlie­ßend ​„Rover“. Zum Pfad­fin­der­all­tag gehör­ten neben Zelt­la­ger, Gestal­tung der Bun­ten Aben­de, Niko­laus-Gehen und Stern­sin­ger-Akti­on auch Alt­pa­pier- und Alt­klei­der­samm­lun­gen, Mit­hil­fe bei Pfarr- und Kin­der­fes­ten sowie Mis­sio- und Mise­re­or-Aktio­nen. Sie betei­lig­ten sich an Diö­ze­san­ver­bands- und Bun­des-Aktio­nen der Deut­schen Pfad­fin­der­schaft St. Georg und setz­ten sich dabei für behin­der­te Men­schen und für Men­schen in Not sowie für Natur und Umwelt ein. Die ​„Sip­pe Büf­fel“ leis­te­te über­all Hil­fe, wo es not­wen­dig war, und wirk­te bis 1989 aktiv im Hen­gers­ber­ger Pfad­fin­der­stamm mit.

Info Icon Foto: Lilly Gotzler
Mai 1975: Stammeslager der Pfadfinderschaft St. Georg Hengersberg: Die Gruppe „Sippe Büffel“ mit „Büffel-Mama“ Lilly Gotzler wurden Lagersieger.

Auch nach die­ser akti­ven Zeit von 15 Jah­ren bra­chen die Kon­tak­te unter den ​„Büf­feln“ nie ab. Das gemein­sa­me Hüt­ten­wo­chen­en­de im Früh­jahr, ein Aus­flug im Herbst nach Öster­reich und ein gemein­sa­mes ​„Büf­fel-Essen“ ste­hen jedes Jahr auf dem Pro­gramm. Die ​„Büf­fel“ unter­stüt­zen auch den aktu­el­len Pfad­fin­der­stamm durch die Mit­glied­schaft beim DPSG-Freun­de- und Fördererverein.

Offi­zi­ell wur­de das Jubi­lä­um mit einem sehr beein­dru­cken­den Wort­got­tes­dienst auf dem ​„Büchel­stein“ am Gip­fel­kreuz gefei­ert, vor­be­rei­tet und zele­briert von dem Alt­pfad­fin­der-Kol­le­gen Bodo (Josef) Neu­hierl. Hier­bei wur­de auch der ver­stor­be­nen Pfad­fin­der­freun­de Max Schuh­baum, Tho­mas Rech­ter, Anton Ebner und Mar­tin Chris­toph gedacht.

Wie­der ange­kom­men bei der Hüt­te ließ Lil­ly Gotz­ler mit einem kur­zen Rück­blick die ​„Geschich­te der Sip­pe Büf­fel“ wie­der­auf­le­ben. Jeder erhielt zudem einen 120-sei­ti­gen Bild­band über ​„50 Jah­re Sip­pe Büffel“.

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Scheckübergabe der „Sippe Büffel“ des St.-Georg-Pfadfinderstammes Hengersberg an SFZ Schöllnach-Osterhofen - Fördervereine: (v.l.) Lilly Gotzler, Vorsitzende Christine Kirschner, Vorsitzender Bürgermeister Alois Oswald und Konrektor Franz Rager.

Für die ​„Sip­pe Büf­fel“ gilt auch heu­te noch der Leit­spruch der Pfad­fin­der ​„Jeden Tag eine gute Tat“ und des­halb spen­de­ten die ​„Pfad­fin­der-Büf­fel“ 1000 Euro, die je zur Hälf­te an die bei­den För­der­ver­ei­ne über­ge­ben wurden.

Die gesam­te Jubi­lä­ums­fei­er war geprägt von ehr­li­chen Emo­tio­nen und einer guten Gemein­schaft. Es war ein Beleg dafür, dass die jah­re­lan­ge Jugend­ar­beit, die vor 50 Jah­ren in Hen­gers­berg auf­ge­baut wur­de und in die auch die ​„Sip­pe Büf­fel“ mit ein­ge­bun­den war, in kei­ner Wei­se umsonst war: Sie hat bis heu­te alle posi­tiv geprägt und wei­ter­hin gilt für jeden: ​„Ein­mal Pfad­fin­der – immer Pfadfinder“.

Text: Lil­ly Gotzler

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