Glaube und Gemeinschaft

Gefühl von Heimat

Redaktion am 01.04.2024

Info Icon Foto: Wolfgang Terhörst
„Lichtbringer“: Simon Seilbeck (l.) und Johannes Schlederer (r.) vom Nightfire-Team auf dem Altöttinger Kapellplatz.

Mit „Nightfire“ haben Johannes Schlederer (32), Simon Seilbeck (27) und ihre Mitstreiter ein ganz eigenes Format geschaffen, um Menschen mit Gott in Berührung zu bringen.

Johan­nes, Simon, was ist für euch das Schö­ne an Night­fi­re?
Simon:
Es geht los mit der Atmo­sphä­re in der Kir­che, zum Bei­spiel die Beleuch­tung mit bun­ten Strah­lern, der rhyth­mi­schen Musik. Dann sind haupt­säch­lich jun­ge Leu­te da. Und natür­lich der Drei­klang aus Lob­preis, Impuls und Anbe­tung. Das alles macht es viel leich­ter, die Lie­be Got­tes wahr­zu­neh­men und selbst zu spü­ren. Schön ist es auch – qua­si als vier­ten Teil –, Men­schen wie­der­zu­tref­fen, einen gleich­ge­sinn­ten Freun­des­kreis zu haben. Und beim Impuls bekommt man etwas mit für den All­tag, fürs Leben, lernt Men­schen ken­nen mit ihrem Zeug­nis.
Johan­nes:
Mir kommt spon­tan der Begriff Hei­mat“ in den Sinn – durch die Gemein­schaft, das Mit­ein­an­der, wo man merkt ich bin jetzt nicht allein, ich bin nicht der letz­te Mohi­ka­ner, der viel­leicht noch etwas mit dem Glau­ben zu tun hat“. Durch die star­ke Atmo­sphä­re und durch die­ses sein dür­fen vor Gott“ ist Night­fi­re auch eine Art Tank­stel­le, wo man alles dalas­sen und wie­der ganz neu Kraft tan­ken kann bei Gott.

Es geht los mit der Atmo­sphä­re in der Kir­che, zum Bei­spiel die Beleuch­tung mit bun­ten Strah­lern, der rhyth­mi­schen Musik …“ Einen Ein­druck davon, was Simon Seil­beck hier­mit meint, ver­schafft auch die­ses Bild vom Nightfire“-Wochenende im ver­gan­ge­nen Jahr.

Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Wie ist die Idee denn ent­stan­den?
Johan­nes:
Die­ses Jahr befin­den wir uns ja im zehn­jäh­ri­gen Jubi­lä­ums­jahr. Am 8. Novem­ber 2013 fand das aller­ers­te Night­fi­re hier in Alt­öt­ting statt – damals noch rela­tiv klein und über­schau­bar in der Sie­ben-Schmer­zen-Kapel­le bei der Stift­s­pfarr­kir­che. Dem vor­aus­ge­gan­gen war schon ein paar Jah­re lang ein klei­ner Bibel­kreis bei Stifts­ka­no­ni­kus August Spar­rer. Mich hat immer die Sehn­sucht bewegt, noch mehr Jugend­li­che ein­zu­la­den, damit das noch wach­sen kann. Schließ­lich haben wir uns dann zusam­men­ge­setzt und über­legt, was Teil eines sol­chen erwei­ter­ten Kon­zepts sein soll­te und was wir damit errei­chen wol­len. Unse­re Idee war: Wir wol­len das Licht des Glau­bens in die Nacht brin­gen, wo Gott noch nicht so prä­sent ist. Und dann hat­te jemand spon­tan den Ein­fall mit Night­fi­re“ – Feu­er (Licht) in der Nacht. Wir haben dann beschlos­sen, einen monat­li­chen Abend, immer den Herz-Jesu-Frei­tag, anzu­bie­ten. Wider Erwar­ten sind dann stets nicht unter 30 Leu­te gekommen.

Info Icon Foto: Wolfgang Terhörst
Simon Seilbeck (l.) und Johannes Schlederer (r.) vom Nightfire-Team.

Was habt ihr euch für die Zukunft vor­ge­nom­men?
Johan­nes:
Wir wol­len kei­ne Grup­pe sein, die man buchen kann und die dann den Ser­vice macht – wir haben unser eige­nes Cha­ris­ma und auch nur beschränk­te Kapa­zi­tä­ten. Wir haben auch nicht nur eine bestimm­te Ziel­grup­pe im Sinn, jeder ist will­kom­men. Jeder, dem es hilft Gott näher ken­nen­zu­ler­nen, ist rich­tig da. Bei vie­len jun­gen Teil­neh­mern kom­men auch die Eltern mit und denen gefällt das dann auch.

Wolfgang
Terhörst

Redaktionsleiter

Nightfire – Nächste Termine

Night­fi­re-Aben­de gibt es so nur im Bis­tum Pas­sau. Sie fin­den in Alt­öt­ting immer im Rah­men des Tri­du­ums am Herz-Jesu-Frei­tag statt. Die nächs­ten Ter­mi­ne sind: 5. April, 3. Mai, 7. Juni und 5. Juli, jeweils ab 20 Uhr in der Klos­ter­kir­che St. Magdalena.

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