Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 06.05.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Fußwallfahrer aus Hölsbrunn/Maria vom Berg Karmel beim Einzug in Altötting.

Am 1. Mai war in Altötting der offizielle Auftakt zum Wallfahrtsjahr. Pilgergruppen kamen zwar auch schon davor etliche an, doch im Marienmonat Mai sind es besonders viele – eine Auswahl (die nach und nach ergänzt wird):

Neue Wegerfahrungen

Der 1. Mai, Fest­tag Patro­na Bava­ria, an dem die Wall­fahrts­sai­son in Alt­öt­ting offi­zi­ell eröff­net wird, ist auch Ziel vie­ler Pil­ger, wie etwa der Fuß­wall­fah­rer aus dem nie­der­baye­ri­schen Gang­kofen. Nach dem fest­li­chen Pon­ti­fi­kal-Got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka und der fei­er­li­chen Rück­über­tra­gung des Gna­den­bil­des in die Gna­den­ka­pel­le läu­te­ten die Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken zum Gruß für die 262 Fuß­wall­fah­rer aus Gang­kofen. Um 4.30 Uhr waren sie abmar­schiert, hat­ten knapp 35 Kilo­me­ter Weg­stre­cke zurück­ge­legt. Wäh­rend es in den frü­hen Mor­gen­stun­den recht kühl war, wie eini­ge Teil­neh­mer berich­te­ten, waren beim Ein­zug am Kapell­platz bei som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren kei­ne wär­men­den Jacken nötig, im Gegen­teil. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler beglei­te­te die Gang­kofe­ner zum Got­tes­dienst in die Basi­li­ka ein, dank­te fürs Glau­bens­zeug­nis und ver­wies auf das Wall­fahrts­mot­to Tran­si­tus“ – auf den Über­gang in einen neu­en Lebens­ab­schnitt, den er als ein Auf­bre­chen und Auf­ma­chen für neue Weg­er­fah­run­gen hervorhob.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Wachsam sein

Wach­sam und auf­merk­sam sein, Got­tes Wort hören, auf jenen Geist, den die Got­tes­mut­ter Maria gespürt hat, lau­te­te die Emp­feh­lung von Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler an die Teil­neh­mer der Fuß­wall­fahrt aus Hölsbrunn/​Maria vom Berg Kar­mel. Die­se wur­de in bewähr­ter Wei­se orga­ni­siert von Fami­lie Hans Denk. Am 1. Mai kurz vor 13 Uhr kamen die Pil­ger in Alt­öt­ting an, um 3.30 Uhr waren sie früh­mor­gens auf­ge­bro­chen. Es ist immer ein berüh­ren­der Anblick, wenn sich beim Ein­zug und Umrun­den der Gna­den­ka­pel­le vie­le Fami­li­en mit ihren Kin­dern ein­rei­hen. Auch so wird Glau­be in der Fami­lie gelebt und an die Gene­ra­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben. In der Bru­der-Kon­rad-Kir­che fei­er­te der Höls­brun­ner Pfar­rer Dr. Joy Mad­ap­pal­ly mit sei­ner Pil­ger­ge­mein­schaft abschlie­ßend den Gottesdienst.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Den Glauben gestärkt

Eine Wall­fahrt ver­hel­fe zur Stär­kung des Glau­bens“, bestä­tig­te Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk, als er die Fuß­pil­ger aus dem Pfarr­ver­band Tann mit Pfar­rer Wolf­gang Rein­cke am Bus­park­platz Gries am 2. Mai in Emp­fang nahm. So ver­neig­te er sich respekt­voll vor der Pil­ger­grup­pe und deren Glau­bens­zeug­nis, und mein­te, da alle noch so gut drauf sei­en und kei­ne Ermü­dungs­er­schei­nun­gen auf­wie­sen, wür­de die Ein­be­glei­tung über den Kapell­platz zum Kon­gre­ga­ti­ons­saal über Umwe­gen statt­fin­den und die­ses Mal etwas län­ger aus­fal­len. Die Tan­ner Fuß­wall­fah­rer nah­men dies lachend zur Kennt­nis, denn ganz glaub­wür­dig klan­gen die Wor­te von P. David nicht. Doch die­ser for­mu­lier­te den gar nicht vor­ge­se­he­nen Ein­be­glei­tungs-Plan gleich um: Humor gehört zur Freu­de am Glau­ben und zu den Auf­ga­ben unse­res Lebens“, sag­te er. Pfar­rer Rein­cke begrüß­te im Kon­gre­ga­ti­ons­saal alle Fuß- und Rad­pil­ger und die mit dem Auto gekom­men waren, um gemein­sam Got­tes­dienst zu fei­ern am Gna­den­ort und bei der Schutz­frau Bay­erns. Maria hat uns den Erlö­ser und Hei­land gebo­ren, um ihn anzu­be­ten. Die Mut­ter­got­tes ist uns in unse­ren Sor­gen und Anlie­gen eine gute Für­spre­che­rin bei ihrem gött­li­chen Sohn“, stell­te er fest.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Bild für unser Leben

Zu unse­ren ganz treu­en Alt­öt­ting-Pil­gern zählt die Bus­wall­fahrt Maria Bildeich“/Gruppe Pfalz unter der geist­li­chen Lei­tung von Pfar­rer Mar­co Richt­scheid. Nach der Ein­be­glei­tung zur Gna­den­ka­pel­le am 2. Mai, bezeich­ne­te Bru­der Mari­nus Par­zin­ger alle Pil­gern­den als Bild für unser Leben“. Dabei gel­te es stets den Blick nach vor­ne gerich­tet auf das Ziel unse­rer Pil­ger­schaft zu schau­en. Wie­der mit dabei war die treue Pil­ge­rin Schwes­ter Hed­wig von der Nie­der­bron­ner Schwes­tern­ge­mein­schaft – und als jüngs­ter Teil­neh­mer Nael (4) mit sei­ner Mama Adriana.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

60 Jahre Kreuzträger

Frie­de kommt von Chris­tus, dies haben uns der hei­li­ge Fran­zis­kus und der hei­li­ge Bru­der Kon­rad als Lebens­bei­spiel gelehrt“, ver­si­cher­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger den Fuß­wall­fah­rern aus Berg­lern, die am 2. Mai das Ziel erreich­ten um auf dem Weg nach Alt­öt­ting ein ein­drucks­vol­les Glau­bens­zeug­nis abzu­ge­ben – zum 123. Mal. Ab 4.30 Uhr führ­te der Fuß­weg von Berg­lern nach Hör­gers­berg, dann mit dem Bus nach Tüss­ling und schließ­lich auf dem Kreuz­weg ab Hei­li­gen­statt wie­der­um zu Fuß. Beson­de­rer Dank und eine Ehrung mit Urkun­de wur­de Sebas­ti­an Fal­ter­mai­er zuteil, der zum 60. Mal das Vor­trags­kreuz nach Alt­öt­ting trug – sehr zur Freu­de sei­ner Fami­lie mit den Enkel­kin­dern Lukas und Flo­ri­an, die hof­fent­lich als Nach­fol­ger ihres Opas in des­sen Pil­ger-Fuß­stap­fen“ tre­ten werden.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

340 Kilometer geradelt

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Es hat zwar Gott sei Dank unter­wegs kei­ne Rei­fen­pan­nen oder Aus­fäl­le gege­ben, aber der Tem­pe­ra­tur-Unter­schied von 0 auf 20 Grad war schon enorm“, berich­te­te Orga­ni­sa­tor Bernd Metz­ner nach Ankunft der Rad­pil­ger aus Gör­au-Kul­main/Frän­ki­sche Schweiz am frü­hen Sams­tag­nach­mit­tag, 2. Mai. Es war geschafft und die Teil­neh­mer waren es auch: 340 Kilo­me­ter, und das größ­ten­teils ohne E‑Bike-Antrieb, radel­ten sie in zwei­ein­halb Tagen zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting. Herz­lich bedank­te sich Pfarr­ge­mein­de­rats­mit­glied Wal­ter Schütz in einer kur­zen Anspra­che vor der Gna­den­ka­pel­le für die Leis­tung der Rad­pil­ger. Dar­un­ter waren vier Neu­zu­gän­ge, er sel­ber war für das Begleit­fahr­zeug ver­ant­wort­lich – auch ein wich­ti­ger Dienst bei einer Wallfahrt.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Glaubensgemeinschaft

Ein Gläs­chen Sekt wäh­rend der drei­tä­gi­gen Fuß­wall­fahrt hät­ten sie sich schon gegönnt und auch ver­dient, erzähl­te augen­zwin­kernd Anto­nie Wil­ken, Pil­ger­lei­te­rin der Herz-Mariae-Bru­der­schaft Mün­chen, am 3. Mai bei der Ankunft am Gna­den­ort. Ver­ständ­lich, denn die­se Tra­di­ti­ons­wall­fahrt begeht die­ses Jahr ihr 70. Jubi­lä­um. Dank­bar zeig­te sich die Pil­ger­lei­te­rin ange­sichts des pracht­vol­len Wet­ters und der har­mo­ni­schen Pil­ger- und Glau­bens­ge­mein­schaft. So wur­de nach dem Ein­zug in die Bru­der-Kon­rad-Kir­che mit Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler Dank- und Pil­ger­got­tes­dienst gefei­ert. Dies vor allem auch im Blick auf das 800. Jubi­lä­ums­jahr des hei­li­gen Fran­zis­kus, des­sen Transitus“/Sterben ein Hin­über­ge­hen, ein Auf­bruch in ein neu­es Leben bedeu­tet. Auch wir müs­sen uns immer wie­der auf­ma­chen, auf­bre­chen, auf den Weg machen, eben wie auf einer Wall­fahrt“, beton­te P. Berthold.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Demut und Struktur

Zum 19. Mal pil­ger­ten am Sams­tag, 9. Mai Ange­hö­ri­ge der Bun­des­po­li­zei (BPOL) zum Grab ihres Patrons, des hl. Br. Kon­rad nach Alt­öt­ting. Das ist immer­hin ein Vier­tel der Zeit­span­ne des Bestehens der Bun­des­po­li­zei, die heu­er ihr 75. Jubi­lä­um fei­ert, wie Ober­pfar­rer Pater Gabri­el Wolf von der Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Mün­chen erklär­te – und augen­zwin­kernd hin­zu­füg­te, wenig sei bei der BPOL so beständig.

Bestän­dig­keit war auch ein Haupt­the­ma der Pre­digt von Pfr. Chris­ti­an Schmitt aus Koblenz wäh­rend des Pil­ger­got­tes­diens­tes in St. Kon­rad: In einem Beruf mit vie­len Her­aus­for­de­run­gen, mit viel Abwechs­lung und auch Gefähr­dun­gen sei­en Struk­tu­ren und Ver­hal­tens­wei­sen, die Bru­der Kon­rad vor­ge­lebt habe, ein gutes Vor­bild für eine gelin­gen­de Work-Life-Balan­ce. Ein gewis­ser Rhyth­mus wie im Klos­ter mit fes­ten Ruhe- (Gebets-)Zeiten kön­ne aus­glei­chend wir­ken. Auch eine recht ver­stan­de­ne Demut, wie sie der hei­li­ge Klos­ter­pfört­ner zeit­le­bens gezeigt habe, kön­ne im eige­nen Beruf hel­fen, so Pfr. Schmitt. In der For­schung, zitier­te der Pre­di­ger die Autorin Dr. Fran­zis­ka Frank, bedeu­te Demut die eige­nen Stär­ken und Schwä­chen zu erken­nen und die­se zu zei­gen, wo es für das grö­ße­re Gan­ze sinn­voll ist – und nicht für das eige­ne Ego. Und außer­dem: Als Chris­tin­nen und Chris­ten inner­halb der Bun­des­po­li­zei wis­sen wir uns zudem ver­dankt, getra­gen und beglei­tet von Gott, was uns Halt und zusätz­li­che Sinn­stif­tung gibt.“

Nicht umsonst habe man Bru­der Kon­rad zum Patron erwählt, ergänz­te Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­tor Pater Gabri­el und brach­te die Par­al­le­len zwi­schen des­sen Pfor­ten­dienst und der Arbeit in der Bun­des­po­li­zei mit vier Attri­bu­ten auf den Punkt: wach­sam und freund­lich, hilfs­be­reit und ver­läss­lich. Nach dem Got­tes­dienst, musi­ka­lisch gestal­tet von zwei Ensem­bles des BPOL-Orches­ters Mün­chen inklu­si­ve Alp­hör­nern, seg­ne­te Pfr. Schmitt die auf dem Vor­platz auf­ge­reih­ten Motor­rä­der, wäh­rend BPOL-Seel­sor­ge­rin Vero­ni­ka Füll­bier aus Han­no­ver den Fah­re­rin­nen und Fah­rern eine zuvor geseg­ne­te Chris­to­pho­rus-Medail­le für all­zeit gute Fahrt überreichte.

Schließ­lich ging es mit einer Eskor­te von drei schwe­ren BMW-Poli­zei­mo­tor­rä­dern in einer Pro­zes­si­on hin­auf zur Gna­den­ka­pel­le, wo die Wall­fah­rer mit Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler eine kur­ze Sta­ti­on hiel­ten. Eines der Poli­zei-Bikes hat­te übri­gens für einen beson­de­ren Akzent wäh­rend der Mes­se gesorgt: In der St. Kon­rad­kir­che plat­ziert, leuch­te­te zur Wand­lung neben dem übli­chen Klin­geln das Blau­licht der Maschine.

Zum 20. Wall­fahrts­ju­bi­lä­um am 8. Mai 2027 wird der Dekan der Bun­des­po­li­zei-Seel­sor­ge in Alt­öt­ting erwartet.

Text und Fotos: Wolf­gang Terhörst

Gottesdienst mit buntem Reigen

Vor 15 Jah­ren wur­de sie ins Leben geru­fen und heu­er gas­tier­te sie zum ers­ten Mal im Gna­den­ort: Die Ober­ös­ter­rei­chisch-Baye­ri­sche Sän­ger- und Musi­kan­ten­wall­fahrt. Orga­ni­siert vom Inn­viert­ler Kul­tur­kreis, der Katho­li­schen Män­ner­be­we­gung und der Kreis­hei­mat­pfle­ge Alt­öt­ting fin­det die Fahrt mit Got­tes­dienst immer abwech­selnd im öster­rei­chi­schen Inn­vier­tel und im benach­bar­ten Bay­ern statt. Bei sei­ner Begrü­ßung im Kon­gre­ga­ti­ons­saal am Sams­tag, 9. Mai freu­te sich Sepp Stei­ner, Kreis­hei­mat­pfle­ger für Musik und Brauch­tum aus Gar­ching a. d. Alz, dass die­se schö­ne Tra­di­ti­on“ nun an die­sem beson­de­ren Ort“ statt­fin­de. Er dank­te Pfar­rer Her­mann Schäch­ner vom Pfarr­ver­band Unter­neu­kir­chen, der sofort bereit gewe­sen sei, den Got­tes­dienst zu zele­brie­ren. Den Wall­fahrts-Orga­ni­sa­to­ren ange­mes­sen gestal­te­te ein bun­ter Rei­gen aus sie­ben ver­schie­de­nen volks­mu­si­ka­li­schen For­ma­tio­nen stim­mungs­voll mit Instru­men­ten von der Har­fe bis zur Stei­ri­schen Harmonika.

Text und Fotos: Wolf­gang Terhörst

Auer „Dankgang“ zum 200.

Sie waren pünkt­lich auf die Minu­te, die Ober­land­ler Fuß­pil­ger aus Rosen­heim und Umge­bung, bekannt als Auer Bitt- oder Kreuz­gang“. Am Sams­tag, 9. Mai, um 15 Uhr erreich­ten die etwa 150 Teil­neh­mer nach zwei­tä­gi­ger Fuß­wall­fahrt ihr Pil­ger­ziel, zogen unter Glo­cken­ge­läut über den Kapell­platz mit Umrun­den der Gna­den­ka­pel­le, um schließ­lich in der St. Anna-Basi­li­ka abschlie­ßend den Pil­ger­got­tes­dienst zu fei­ern. Dort emp­fing sie der Zele­brant Kapu­zi­ner­pa­ter Br. Mari­nus Par­zin­ger. Dabei ent­schul­dig­te er sich, dass er zur Ein­be­glei­tung nicht recht­zei­tig da sein konn­te, nach einem vor­an­ge­hen­den Ter­min in Marktl sei er bei der Rück­fahrt nach Alt­öt­ting wegen eines Staus ein­ge­bremst wor­den. Sei­ne Schluss­fol­ge­rung: Zu Fuß, mit einem Pil­ger­ziel vor Augen ist man ein­deu­tig schnel­ler unter­wegs, im Blick das Kreuz, das vor­ge­tra­gen wird!“ Eigent­lich konn­te man die Bezeich­nung Auer Bitt- oder Kreuz­gang“ nach Alt­öt­ting für die­ses Jahr in Auer Dank­gang“ umän­dern, denn, wie Pil­ger­lei­ter Rupert Hil­le (klei­nes Foto bei der Begrü­ßung sei­ner Pil­ger“ vor der Basi­li­ka) in alten Auf­zeich­nun­gen her­aus­ge­fun­den hat­te, besteht die­se Wall­fahrts­tra­di­ti­on seit nun­mehr 200 Jah­ren. Ob in den Kriegs­zei­ten und Coro­na-Pan­de­mie gepil­gert wur­de, sei nicht über­lie­fert, und doch liegt für Hil­le die Ver­mu­tung nahe: Wie ich die Ober­land­ler ken­ne, haben die auch in schwie­ri­gen Zei­ten einen Weg gefun­den, die Wall­fahrts­tra­di­ti­on nach Alt­öt­ting fort­zu­set­zen.“ Am Ende des Pil­ger­got­tes­diens­tes wur­den drei Jubi­la­re mit mit einer Urkun­de geehrt für deren 25., 30. und 50. + 1 Teil­nah­me (die­ser Jubi­lar wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr über­se­hen), bevor Bru­der Mari­nus den Reli­qui­en­se­gen spen­de­te. Das bekann­te Pil­ger­lied Schwar­ze Madon­na“ durf­te natür­lich zum dies­jäh­ri­gen Wall­fahrts-Abschluss nicht feh­len – mit Ein­stim­mung und Vor­freu­de auf den nächs­ten Auer Bitt- und Kreuz­gang“ zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting im kom­men­den Jahr, hof­fent­lich bei eben­so präch­ti­gem Pil­ger­wet­ter wie 2026.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Das Kreuz voran

Die 15-jäh­ri­ge Nina, Toch­ter des Pil­ger­lei­ters und Bür­ger­meis­ters Die­ter Neu­mai­er, trug der Pil­ger­grup­pe aus Niederstraubing/​Pfarrverband Holz­land am 9. Mai das Kreuz vor­an. 52 Wall­fahrts­teil­neh­mer hat­ten sich um 4 Uhr früh auf den Weg gemacht, zu Fuß bis Dor­fen, dann mit dem Bus bis Hei­li­gen­statt, die rest­li­chen sie­ben Kilo­me­ter Kreuz­weg wur­den betend wie­der­um zu Fuß zurück­ge­legt. Pau­li­ner­pa­ter Micha­el Luko­szek freu­te sich, nach der Ein­be­glei­tung zur Gna­den­ka­pel­le Sie bei der Mut­ter­got­tes von Alt­öt­ting begrü­ßen zu dür­fen, um hier auf­zu­tan­ken in der Hoff­nung mit all unse­ren Anlie­gen im Her­zen tra­gend, dass uns Gott im Leben wei­ter führt und beglei­tet.“ Um 15 Uhr nah­men die Nie­der­strau­bin­ger am Got­tes­dienst in der St. Mag­da­lena­kir­che teil.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Kraftquelle

Heut pil­gert auch die Bun­des­po­li­zei nach Alt­öt­ting, da müs­sen wir uns z’sammreissen“, mahn­te augen­zwin­kernd Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger, der die Fuß­pil­ger vom Pfarr­ver­band Töging-Erh­ar­ting mit Pfar­rer Piotr Wan­dach­o­wicz am 9. Mai im Emp­fang nahm auf dem Weg zur Bru­der-Kon­rad-Kir­che. Im Hin­blick auf die Bau­stel­len am Kapell­platz mit Stift­s­pfarr­kir­che, St. Mag­da­lena­kir­che und Anbe­tungs­ka­pel­le lau­te­te Bru­der Mari­nus Fest­stel­lung: Auch unser Leben ist ein Bild mit Bau­stel­len, wir müs­sen uns dar­auf ein­las­sen, uns dabei bewäh­ren, aber auch über­ra­schen las­sen. Es ist schön über Lebens­er­fah­run­gen zu spre­chen, die gelin­gen, wie etwa eine Wall­fahrt. Und schön ist es auch Stil­le zuzu­las­sen, denn sie ist eine gro­ße Kraft­quel­le.“ Stolz, bei ihrer ers­ten Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting durch­ge­hal­ten zu haben, war sicher­lich Mia (11), die Opa Sepp bei den Erh­ar­tin­gern begleitete.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Rosenkranz

Abmarsch für die 50 Teil­neh­mer an der Fuß­wall­fahrt der KAB Din­gol­fing, Pfar­rei St. Josef mit ers­tem Vor­stand Jakob Ruder und zwei­tem Vor­stand Win­fried Wel­lisch als Pil­ger­lei­ter war am 9. Mai um 5 Uhr früh in See­manns­hau­sen. Bei der Ankunft in Alt­öt­ting am frü­hen Nach­mit­tag erin­ner­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg an die Erwäh­lung von Papst Leo XIV. vor einem Jahr, der sich als Mari­en­ver­eh­rer zeig­te. Gna­de erbit­ten wir von Maria“, stell­te P. Georg fest – und das bestä­tig­ten auch Jakob Ruder und sei­ne Ehe­frau, bei­de den Rosen­kranz in Hän­den; das Gebet Mari­ens wur­de unter­wegs flei­ßig gebetet.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Zuversicht

Mit Pfarr­vi­kar Kumar Yanga­la­da­su und Vor­trags­kreuz­trä­ger Kon­rad Dienst­hu­ber mach­te sich der Pfarr­ver­band Rei­schach-Arbing-Endl­kir­chen-Erl­bach-Per­ach am Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, 14. Mai, in einem Bitt­gang auf den Weg nach Alt­öt­ting. Mit dabei war auch Kapell­mes­ner Franz Auer (2. Bild). Wir träu­men von einem Him­mel auf Erden, aber es gibt kei­ne Welt ohne Leid und Not“, stell­te Pfarr­vi­kar Kumar nach Ankunft, Ein­be­glei­tung mit Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel und beim Got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka fest. Doch Jesus habe uns ver­spro­chen: Ich bin bei Euch alle Tage, bis zum Ende der Welt“; das gebe Hoff­nung, Trost und Zuversicht.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Lebensziel

Die Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting ist alle Jah­re Pil­ger­ziel für die Pfar­rei St. Johan­nes der Täu­fer aus Nab­burg mit Pfar­rer Han­nes Lorenz. Am Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, 14. Mai, hat Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler die Bus­pil­ger­grup­pe aus der Ober­pfalz ein­be­glei­tet. Beim Will­kom­mens­gruß vor der Gna­den­ka­pel­le stell­te er fest: Ihr habt Euch auf den Weg gemacht, mit Jesus als Weg­be­glei­ter, er möge Eure Bit­ten erhö­ren. Bit­ten wir zugleich die Got­tes­mut­ter, sie möge uns in unse­ren Über­gän­gen des Lebens stär­ken.“ Am Fest Chris­ti Him­mel­fahrt sei uns Jesus vor­aus­ge­gan­gen, mit dem Ziel des ewi­ge Lebens, das auch uns ver­hei­ßen ist“, wie Pfar­rer Lorenz beim Got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka die Anwe­sen­den bestärk­te. Nach dem Kreuz­tra­gen um die Gna­den­ka­pel­le am Nach­mit­tag und einer Mai­an­dacht mach­ten sich die Nab­bur­ger Bus­pil­ger wie­der auf den Heimweg.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Einzug mit Glockengruß

Pünkt­lich mit dem Mit­tags­läu­ten der Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken zogen am Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, 14. Mai, unter der Ein­be­glei­tung von Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk die Fuß­wall­fah­rer aus Ober­lind­hart bei Mal­lers­dorf-Pfaf­fen­berg am Kapell­platz ein. Dank­bar über den guten, zwei­tä­gi­gen Wall­fahrts­ver­lauf zeig­te sich Pil­ger­lei­ter Hubert Bau­er – der Weg führt von Kum­hau­sen nach Dor­fen, und nach Über­nach­tung die Rest­stre­cke ans Pil­ger­ziel; ins­ge­samt sind es 50 Kilo­me­ter. Trotz schlech­ter Wet­ter­vor­her­sa­ge und bedroh­li­chen Regen­wol­ken hat es nur in Hei­li­gen­statt, etwa sie­ben Kilo­me­ter vor Alt­öt­ting, etwas getröp­felt, wie Pil­ger­lei­ter Bau­er berich­te­te. Selbst Ehren­pil­ger­lei­ter Hans Glöbl hat es sich nicht neh­men las­sen, die Fuß­pil­ger in Alt­öt­ting in Emp­fang zu neh­men; mit­mar­schie­ren konn­te er aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht, wie er bedau­er­te. Die Ober­lind­har­ter Fuß­wall­fahrt geht auf die Pest­zeit zurück und wur­de im Jahr 1830 wie­der auf­ge­nom­men. Zwei Votiv­ta­feln im Umgang der Gna­den­ka­pel­le berich­ten von der 100. und 170. Jubi­lä­ums-Fuß­wall­fahrt (1933 und 2003). Bevor P. David die Ober­lind­har­ter Fuß­pil­ger mit Segens­wün­schen ent­ließ, bestell­te er herz­li­che Grü­ße an die Mal­lers­dor­fer Bier­brau­er-Meis­te­rin Schwes­ter Doris, die ihm, wie er erzähl­te, beim Alt­öt­tin­ger Klos­ter­markt emp­fahl: P. David schwätz nicht so viel, trink lie­ber unser gutes Mal­lers­dor­fer Klosterbier!“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Jesus ganz nah

Aus Alt­fraun­ho­fen im Land­kreis Lands­hut sind Erst­kom­mu­ni­on­kin­der am 11. Mai in einer Dank­wall­fahrt nach Alt­öt­ting gekom­men. Maria Ringl­stet­ter bedank­te sich bei Kapu­zi­ner­pa­ter Georg Grei­mel fürs Abho­len und Ein­be­glei­ten zur Gna­den­ka­pel­le. Vie­le Men­schen pil­gern hier­her, um der Mut­ter­got­tes ihre Anlie­gen vor­zu­tra­gen, um Hil­fe bei ihrem gött­li­chen Sohn zu bit­ten“, erzähl­te Bru­der Georg, auch Papst Leo XIV. hat bei sei­ner Antritt­re­de Maria als unse­re Mut­ter und Für­spre­che­rin anemp­foh­len, denn bei der Gna­den­mut­ter sind wir Jesus ganz nah.“ Der hei­li­ge Bru­der Kon­rad sei ein gro­ßer Mari­en­ver­eh­rer gewe­sen, habe täg­lich in der Gna­den­ka­pel­le die hei­li­ge Mes­se mit­ge­fei­ert, so berich­te­te Bru­der Georg nach der Mess­fei­er in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che aus dem Leben des hei­li­gen Klosterpförtners.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Bleib behütet!

In vier­ter Auf­la­ge hat am 15. Mai die Stern­wall­fahrt der vier­ten Grund­schul­klas­sen aus dem Land­kreis Alt­öt­ting statt­ge­fun­den – unter geist­li­cher Lei­tung von Pfar­rer Tho­mas Stein­ber­ger vom PV Emmer­ting-Meh­ring und orga­ni­siert von Reli­gi­ons­leh­re­rin Clau­dia Öllin­ger. Acht Schul­klas­sen – sie kamen aus Emmer­ting-Meh­ring, Kastl, Neuöt­ting (Pes­ta­loz­zi-und Grund­schu­le), Pleis­kir­chen, Tüss­ling, Unter­neu­kir­chen und Win­hö­ring – mit ins­ge­samt etwa 300 Schü­lern und deren Lehr­kräf­ten umrun­de­ten die Gna­den­ka­pel­le, hiel­ten eine Sta­tio und fei­er­ten eine Andacht in der Basi­li­ka. Emmer­tings Rek­to­rin Maria Hei­nin­ger sowie Kon­rek­tor Franz Schwei­zer und Leh­re­rin Susan­ne Beutl­hau­ser gestal­te­ten die Andacht musi­ka­lisch. Gera­de für die Viert­kläss­ler sei es zum Schul­jah­res­en­de durch den Wech­sel in eine ande­re Schu­le meist ein Abschied­neh­men von Klas­sen­ka­me­ra­den, Freun­den und Leh­rern, stell­te Pfar­rer Stein­ber­ger fest. Die Arm­bän­der mit der Auf­schrift Bleib behü­tet!‘ sei­en ein Segens­wunsch, dass uns Jesus Chris­tus als Weg­be­glei­ter zur Sei­te steht, egal was kommt, sag­te er. Dass wir Jesu Bei­stand gera­de in schwie­ri­gen Zei­ten erhal­ten, wur­de bei der berüh­ren­den Traum-Geschich­te von den Spu­ren im Sand“ ver­deut­licht. Sowohl beim Medi­tie­ren als auch beim Sin­gen rhyth­mi­scher Lie­der betei­lig­ten sich die Schü­ler ger­ne. Die­se Stern­wall­fahrt zeig­te auf, dass Bil­dung zum gegen­sei­ti­gen Brü­cken-Bau­en und zur Tole­ranz ver­hilft, und dass wir den rech­ten Weg ein­schla­gen, wenn wir den Fuß­spu­ren Jesu fol­gen“, so der Pfarrer.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Durchhaltevermögen

Der ehe­ma­li­ge lang­jäh­ri­ge Pil­ger­lei­ter Rudi Bür­ger­meis­ter hat sich inten­siv mit der Pil­ger­tra­di­ti­on aus Aicha v.W. beschäf­tigt und ein Pil­ger­büch­lein her­aus­ge­bracht. Selbst in Zei­ten des Zwei­ten Welt­kriegs, als Wall­fahr­ten ver­bo­ten wur­den, hat­ten es Fuß­wall­fah­rer aus Aicha v.W. geschafft, zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting zu pil­gern. Lei­der kann Rudi Bür­ger­meis­ter aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht mehr sel­ber mit­mar­schie­ren, ins­ge­samt 140 Kilo­me­ter, hin- und auch wie­der zurück. Aber er hat es sich nicht neh­men las­sen, beim Abmarsch der Wall­fah­rer am 13. Mai unter Lei­tung von Rena­te Dick und Vor­be­ter Alo­is Hobels­ber­ger die Pil­ger­aus­sen­dung“ in Aicha zu über­neh­men. Am 15. Mai kamen sie in Alt­öt­ting an, am dar­auf­fol­gen­den Mor­gen mach­ten sich die Bay­er­wald­ler“ mit dem Rei­se­se­gen von Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk vor der Gna­den­ka­pel­le wie­der zu Fuß auf den Heimweg.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Kindheitserinnerungen

Für Mar­tin Winklbau­er (3. Bild, l.), Grün­der der Hals­ba­cher Wald­büh­ne und Thea­ter­lai­en­grup­pe und prak­ti­zie­ren­des Pfar­rei­mit­glied, ist der Alt­öt­tin­ger Kon­gre­ga­ti­ons­saal etwas Beson­de­res, wie er am 16. Mai im Rah­men der Wall­fahrt des Pfarr­ver­bands Burg­kir­chen­/Alz-Hals­bach-Mar­ga­re­then­berg bemerk­te. Bereits als etwa sechs­jäh­ri­ger Bub, als er erst­mals an den Bitt­gän­gen zum Gna­den­ort der Mut­ter­got­tes teil­nahm, hat­ten ihn u.a. die Mes­sing-über­zo­ge­nen Hand­läu­fe am Kir­chen­ge­stühl beein­druckt, erzählt er. Die­ses Mal war er als Rad­pil­ger mit dabei, und wie­der­um fand der Got­tes­dienst zusam­men mit den Fuß­wall­fah­rern sei­nes Pfarr­ver­bands und mit Zele­brant Pfarr­vi­kar Acji­ro­se Thank­kay­yan und Dia­kon Tho­mas Zau­ner im Kon­gre­ga­ti­ons­saal statt. Die Mes­sing­ver­klei­dung am Kir­chen­ge­stühl zur Abla­ge des Got­tes­lobs ist inzwi­schen ver­schwun­den, aber beein­druckt vom Kon­gre­ga­ti­ons­saal ist Winklbau­er nach wie vor. Pfarr­vi­kar Aji­ro­se erin­ner­te dar­an, dass gera­de der Mai als Mari­en­mo­nat gelte.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Aufbruch

Die Rad­pil­ger aus Schnait­see hat­ten sich am 16. Mai bereits um 6.30 Uhr auf den Weg gemacht, die Fuß­wall­fah­rer etwas spä­ter, zumal die­se mit Weg­ab­kür­zung erst ab Hei­li­gen­statt los­mar­schier­ten, wie Pil­ger­lei­te­rin Clau­dia Unter­star berich­te­te. So hat­ten auch älte­re Teil­neh­mer die Mög­lich­keit, bei dem Sechs-Kilo­me­ter Kreuz­weg nach Alt­öt­ting teil­zu­neh­men. Der Dank von Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler, der die Schnait­seer vor der Gna­den­ka­pel­le will­kom­men hieß, galt Rad- und Fuß­pil­gern glei­cher­ma­ßen, denn jede Wall­fahrt sei ein Tran­si­tus“, ein Über­gang und Aufbruch.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit den „Eisheiligen“

Für Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk stand am 16. Mai nach der Ein­be­glei­tung der Fuß­pil­ger aus Cham in der Oberpfalz/​Pfarreien St. Jakob und St. Josef über den Kapell­platz zur Gna­den­ka­pel­le der Schul­di­ge an der für Mai unge­wöhn­lich kal­ten Wit­te­rung fest: War­um habt ihr als Waid­ler‘ einen Tag nach der kal­ten Sophie (Eis­hei­li­ge) den Win­ter mit­ge­bracht?“ Aber sogleich lenk­te er schmun­zelnd ein: Schön, dass ihr trotz der Wet­ter­la­ge gekom­men seid, dafür tragt ihr mit Chris­tus die Son­ne im Her­zen mit.“ Pil­ger­lei­ter Chris­ti­an Lom­mer war mit dem Ablauf der drei­tä­gi­gen Fuß­wall­fahrt mehr als zufrie­den. Eine Teil­stre­cke mit­mar­schiert war auch der gebür­ti­ge Alt­öt­tin­ger Chris­ti­an Harin­ger, Schul­lei­ter der Mari­en­re­al­schu­le in Cham, mit eini­gen sei­ner Schü­lern. Ein Anlie­gen­ruck­sack“ wur­de bei der Gna­den­mut­ter in der Kapel­le abge­legt, bevor die Chamer die Mut­ter­got­tes mit drei Stro­phen Seg­ne du Maria“ ehr­ten und mit ihrem Stadt­pfar­rer Dr. Kazi­mierz Pajor Got­tes­dienst in der Basi­li­ka feierten.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Bittwallfahrt

Vie­le Mit­glie­der der katho­li­schen Jugend nah­men am 16. Mai beim Bitt­gang der Pfar­rei­en­gemein­schaft Fal­ken­berg-Tauf­kir­chen nach Alt­öt­ting teil: Es war eine Dank- und zugleich eine Bitt­wall­fahrt für einen 21-jäh­ri­gen jun­gen Mann aus ihrem Freun­des­kreis, der nach einem schwe­ren Auto­un­fall bei Eggen­fel­den zwar außer Lebens­ge­fahr sei aber um Wie­der­ge­ne­sung sicher­lich Got­tes Bei­stand und Hil­fe auf die Für­spra­che der Mut­ter­got­tes bedür­fe. Gott beglei­tet uns auf allen, auch auf den schwe­ren Wegen unse­res Lebens“, ver­si­cher­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler nach der Ein­be­glei­tung in die Bru­der-Kon­rad-Kir­che. Und Pfarr­vi­kar Savier Raj Chinn­ap­pan emp­fahl: Eine Wall­fahrt ist eine gute Gele­gen­heit, über das Leben nach­zu­den­ken, woher kom­me ich und wohin mache ich mich auf den Weg? Gott ist es, der uns beru­fen hat. So bit­ten wir auf die­ser Wall­fahrt um die Gabe der Weis­heit, wie sie Maria emp­fan­gen durf­te, damit auch wir Got­tes Wort im Her­zen bewah­ren und rich­tig entscheiden.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Glaubenszeugen

Die Fuß­pil­ger aus Bene­dikt­beu­ern unter Lei­tung von P. Rai­ner Reit­mai­er gin­gen heu­er auf ihrer drei­tä­gi­gen Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting unter dem Katho­li­ken­tags-Mot­to Hab Mut, steh auf“ (Sie­he Sei­te 4 – 5). Betend und sin­gend leg­ten die Glau­bens­zeu­gen 130 Kilo­me­ter zurück. Für P. Rai­ner Reit­mai­er ist die­se Fuß­wall­fahrt Jahr für Jahr immer wie­der ein ein­drucks­vol­les Erleb­nis, ein Zei­chen der Hoff­nung in einer glau­bens­ar­men Zeit. Zusam­men mit sei­nen 15 Mit­strei­tern“ fei­er­te er am 16. Mai in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che abschlie­ßend Gottesdienst.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Männerwallfahrt

Vom Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, 14. Mai, bis Sams­tag­abend, 16. Mai, mach­te sich die Män­ner-Wall­fahrt“ aus Regensburg/​St. Wolf­gang auf Pil­ger­gang. Der geist­li­che Lei­ter, Prä­lat Hel­mut Huber, freu­te sich über zwei hoch­ka­rä­ti­ge“ Pil­ger-Neu­zu­gän­ge von der Uni Regens­burg: Dog­ma­tik-Pro­fes­sor Dr.Dr. Johan­nes Elberskirch (steht in der Ratz­in­ger-Nach­fol­ge) und der Hoch­schul- bzw. Stu­den­ten­pfar­rer Dr. Mar­tin Sei­berl. Die­ser kom­men­tier­te die durch­aus anspruchs­vol­le Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting: Es ist ein wun­der­ba­res Gefühl, es geschafft zu haben. Es war eine schö­ne Glau­bens­ge­mein­schaft auf dem Weg.“ Jetzt müs­se er die­se Fuß­wall­fahrt erst ein­mal ver­dau­en“ – und ja, er kön­ne es sich durch­aus vor­stel­len, nächs­tes Jahr wie­der mit­zu­ge­hen. Am 17. Mai fei­er­ten die St. Wolf­gang-Pil­ger aus Regens­burg in der Gna­den­ka­pel­le einen Gottesdienst.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Kurze Predigt zum Jubiläum

Es ist immer berüh­rend, wenn die Fuß­wall­fah­rer aus Berg im Gau nach vier­tä­gi­ger Fuß­wall­fahrt und über 140 zurück­ge­leg­ten Kilo­me­tern von der Mühl­dor­fer Stra­ße kom­mend am Kapell­platz ein­zie­hen – so auch am 17. Mai. Zum 30. Mal wur­de die Wall­fahrt von Maria und Johann Wol­fel­sper­ger orga­ni­siert, und wie all die Jah­re lie­fen bei der Ankunft die Kin­der den mit­pil­gern­den Mamas oder Papas, Omas oder Opas freu­dig ent­ge­gen, teils wur­den Blüm­chen über­reicht. Nach dem gesun­ge­nen Pil­ger­lied Schwar­ze Madon­na“ vor der Gna­den­ka­pel­le zogen die Wall­fah­rer zum Kon­gre­ga­ti­ons­saal. Hier wur­de zum Pil­ger­got­tes­dienst die Jubi­lä­ums­ker­ze ent­zün­det und dem Zele­bran­ten und Pil­ger-Ein­be­glei­ter Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler das Ver­spre­chen abge­nom­men, nur kurz zu pre­di­gen, denn: Auf dem Weg nach Alt­öt­ting wur­de in den vier Tagen aus­rei­chend gebe­tet, wie Johann Wol­fel­sper­ger ver­si­cher­te, vor allem der Rosen­kranz. So gab P. Bert­hold mit auf den Weg: Eine Wall­fahrt sei ein Frei­wer­den, um die Nähe Got­tes zu spü­ren und Kraft im All­tag und Freu­de am Glau­ben zu stär­ken, ganz nach dem Mot­to des 104. Katho­li­ken­ta­ges: Hab Mut, steh auf!‘“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Fortgesetzt

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Geplant war eigent­lich nur eine Dank­wall­fahrt nach Alt­öt­ting für den guten Ver­lauf eines Fes­tes der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Pros­dorf – doch vom Pil­ger­vi­rus“ ange­steckt, wur­de die­ses Ver­spre­chen fort­ge­setzt: Die vier­tä­gi­ge Fuß­wall­fahrt aus Wald­mün­chen-Pros­dorf fand heu­er zum 34. Mal statt, orga­ni­siert vom Ehe­paar Pfaffl und unter geist­li­cher Beglei­tung von Pfar­rer Franz Mühl­bau­er und Pfar­rer Mar­kus Dasch­ner, die auch den Pil­ger­got­tes­dienst in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che zele­brier­ten. Als begeis­ter­te Teil­neh­me­rin­nen, zum drit­ten Mal dabei, oute­ten sich Fran­zis­ka und Feli­ci­tas von der Jugend­feu­er­wehr Pros­dorf. Bei­de tru­gen abwech­selnd das gestif­te­te Neu­stif­ter-Vor­trags­kreuz. Und nach alter Pil­ger­tra­di­ti­on wur­de am 17. Mai bei der Ankunft am Ziel die Gna­den­ka­pel­le drei­mal umrundet.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

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