Am 1. Mai werden heuer Erzbischof Herwig Gössl aus Bamberg und Diözesanbischof Stefan Oster in Altötting mit zahlreichen Pilgern in Altötting das Fest Patrona Bavaria feiern und die Wallfahrtssaison offiziell eröffnen. Inoffiziell startete diese auch heuer bereits im März mit zahlreichen Gruppen, die ins "Herz Bayerns" kommen. Hier eine kleine Auswahl im April:
Geehrt
Unter den 65 Fußpilgern aus Laberweinting/Ndb., die nach zweitägigem Fußmarsch am Karsamstag, 4. April, in Altötting eintrafen, befand sich Josef Stadler, dem Pilgerleiter Johannes Eichinger mit einer Urkunde zur 50. Teilnahme gratulierte.
Text und Foto: Roswitha Dorfner
In der Spur
Sie haben es wieder geschafft: Am 11. April trafen 131 Viechtacher Fußwallfahrer unter Leitung von Philipp Frankenfeld am Kapellplatz in Altötting ein, um die Gnadenkapelle Unserer Lieben Frau zu umrunden und dann zum Gottesdienst in die St. Anna-Basilika einzuziehen. Eine 130 Kilometer lange Wegstrecke lag hinter ihnen. Mit dabei war auch Ehren-Pilgerleiter Alfred Kasperbauer. Die Pilger-Abholer bereiteten einen herzlichen Empfang. So manche Kinder liefen ihrer Mama, ihrem Papa oder Oma und Opa winkend, mit ausgebreiteten Armen, oder mit gemaltem Begrüßungsplakat entgegen. Dieses „österliche Erlebnis der Pilgergruppe aus dem Bayerischen Wald“ nannte der stellvertretende Altöttinger Wallfahrtsrektor Kapuzinerpater Bruder Marinus Parzinger in seinen Begrüßungsworten „ein Hindurchgehen ins Leben“ – denn beim Pilgern gehe es um ein Loslassen vom Alltag, und darum im Glauben in der Spur zu bleiben. Pilgerleiter Philipp Frankenfeld dankte für das Füreinander-Dasein, wenn die schmerzenden Füße nicht mehr weitertragen; er dankte den Helfern und für die Gastfreundschaft der Herbergsgeber und natürlich dem Bläserensemble der Stadtkapelle Viechtach, das für den wunderbaren musikalischen Empfang und die Gottesdienstgestaltung sorgte. Letztendlich gelte es, dem Herrgott zu danken für Schutz und Segen unterwegs. Am Ende des Gottesdienstes wurden langjährige Teilnehmer geehrt, insbesondere Alois Stieglbauer für sein 35jähriges Dabeisein.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Erleichtert und froh
Seit 1980 gibt es die Schwandorfer Fußwallfahrt, wie Diakon Hans-Dieter Göring (82) berichtete. Er muss es wissen, ist er doch der ehemalige Pilgerleiter dieser Traditions-Fußwallfahrt aus der Oberpfalz. Am 11. April erreichten 70 Teilnehmer mit „Ersatzpilgerleiter“ Josef Greger das Pilgerziel. 175 Kilometer zu Fuß in vier Tagen hatten sie absolviert. Respekt! Kapuzinerpater Bruder Georg Greimel übernahm die Einbegleitung und bedankte sich bei einer kurzen Statio vor der Gnadenkapelle mit „Tausendmal Vergelt’s Gott fürs Kommen und Euer Glaubenszeugnis“. Mit Pfarrer Reinhard Forster feierten die Schwandorfer Gottesdienst im Kongregationssaal. „Predigt gab’s keine“, wie Christian, zum ersten Mal dabei, schmunzelnd berichtete, als er bei der Ankunft am Kapellplatz von seiner Frau und den Kindern freudig in Empfang genommen wurde. Dabei lautete seine persönliche Pilgererfahrung: „Beschwerlich, fast kommt man an seine Grenzen, und ist doch erleichtert und froh, wenn man das Ziel erreicht hat.“
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Drei Tage unterwegs
Am 11. April begrüßte Kapuzinerpater Bruder Marinus Parzinger die im zweijährigen Turnus nach Altötting pilgernde Gruppe aus dem oberösterreichischen Frankenburg/Hausruck anlässlich ihrer dritten Altötting-Wallfahrt. Auch deren Pfarrer Mag. Christoph Buchinger ist als einer der 85 Fußwallfahrer die etwa 80 Kilometer lange Strecke in drei Tagen mitgegangen. Und wenn auch noch der Bürgermeister als Klarinettist die Trachten-Musikkapelle verstärkt, dann ist das eine lobenswerte Sache. Er habe auch mit Daniel und Jakob seine besten Ministranten dabei, erzählte Pfarrer Buchinger schmunzelnd.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Erwartet
„Maria hat auf Euch gewartet“, versicherte Kapuzinerpater Bruder Berthold Oehler am 11. April, als er nach Ankunft und Einbegleitung der Fußwallfahrer aus Edelshausen (Ortsteil von Schrobenhausen) unter Leitung von Anita Seitz vor der Gnadenkapelle kurz Statio hielt. „Gott sei Dank“ war eine Stimme aus der Pilgergruppe zu hören, was auch P. Berthold mit Humor aufnahm. „Maria ist unsere Wegbegleiterin und ihre Herzens-Tür steht für uns immer offen“, versicherte er. Pilgerleiterin Anita Seitz freute sich über einige Pilger-Neuzugänge.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Freude im Herzen
127 Fuß- und zwei Radpilger wurden am 18. April anlässlich ihrer 182. Aunkirchner Fußwallfahrt von Paulinerpater David Kolodziejczyk in den Kongregationssaal einbegleitet, um dort Gottesdienst zu feiern. Pilgerleiter Sebastian Geißler zeigte sich sehr zufrieden mit dem Wallfahrtsablauf, insbesondere mit dem idealen Wetter. Das Gelübde der Aunkirchner geht auf einen schweren Hagelschlag im Jahr 1844 zurück. Dabei wurde die gesamte Ernte vernichtet. Damit sich dieses Wetterchaos nie mehr wiederholen möge, haben die Aunkirchner versprochen, alljährlich zur Gnadenmutter nach Altötting zu pilgern. Sie gingen auch dieses Jahr zu Fuß nach Pfarrkirchen, fuhren mit dem Bus bis Reischach und marschierten die restliche Wegstrecke zu Fuß nach Altötting. Heuer erstmals mit dabei war eine tierische Wegbegleiterin: Die Englische Cockerspaniel-Hündin Sissi hat ihre Premierewallfahrt ohne Probleme gemeistert. Dafür gab’s Lob von Frauchen Chrissi und Wasser vom Bruder-Konrad-Brunnen. „Freude im Herzen, egal ob bei Mensch oder Tier“, sagte P. David, „ist die Frucht einer Wallfahrt.“ Das sieht auch Stefan Steuber so, der alljährlich bei der Aunkirchener Wallfahrt den Verkehr regelt und als Verstärkung gleich seinen Sohn und seine zwei Neffen angeworben hatte.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Wenn der „Engl“ pilgert …
Es heißt ja: Wenn die Engel reisen, lacht der Himmel. Und so war auch das Wetter, als die 45 Wallfahrer aus dem oberpfälzischen Blaibach zur Gnadenmutter nach Altötting gingen: Sommerlich und sonnig. Da passt es gut, dass der Pilgerleiter und Vortragskreuzträger Alex „Engl“ heißt. Die Wegstrecke am 18. April meisterten die Pilger teils mit Bus und ab dem niederbayerischen Huldsessen 28 Kilometer zu Fuß. Kapuzinerpater Bruder Georg Greimel übernahm die Einbegleitung vom Griesparkplatz zur Gnadenkapelle, sprach ein Mariengebet und lud schließlich die Blaibacher Pilger ein, das Lied „Segne du Maria“ zu singen, bevor die Oberpfälzer Pilgergruppe ihren Gottesdienst in der Bruder-Konrad-Kirche mit Msgr. Augustin Sperl feierte.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Aufbrechen und loslassen
Als die Fußpilger aus Hebertsfelden mit Pfarrer Josef Rainer nach Umrundung der Gnadenkapelle und Einzug in den Kongregationssaal froh aber erschöpft in den Kirchenbänken Platz nahmen, empfahl Kapuzinerpater Bruder Marinus Parzinger: „Schaun Sie auf sich, dass es Ihnen gut geht, essen und trinken Sie etwas.“ Eine Wallfahrt bedeute „in Balance“ zu bleiben, sie sei eine wohltuende Auszeit. Der Unfriede unserer Zeit lade ein zum Wohl derer, die sich versöhnen, der Liebe Jesu willen. Das Wallfahrtsmotto „Transitus“, das ein Loslassen vom irdischen Leben bedeute, blicke auf das „Hinübergehen“ des heiligen Franziskus. Bruder Marinus empfahl, im Leben aufzubrechen, loszugehen, aufeinander zuzugehen und miteinander zu glauben. Pfarrer Rainer erklärte in seiner Predigt: „Jesus Christus bringt Ruhe und Frieden, mit ihm überwinden wir unsere Angst, mit ihm auf dem Lebensweg erreichen wir stets das rettende Ufer.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Mit Kreuz zum Jubiläum
Das war natürlich Ehrensache, dass dieses Jahr am 18. April der ehemalige Pilgerleiter der Mamminger Fußwallfahrt, Hans Kohlmeier, das Pilgerkreuz um die Gnadenkapelle tragen durfte: Es war seine 50. Teilnahme und dafür wurde ihm unter Applaus eine Urkunde überreicht. Eine Wallfahrt sei immer mit einem persönlichen Kreuz verbunden, sagte Kapuzinerpater Berthold Oehler bei der kurzen Statio vor der Gnadenkapelle. Aber die Größe der Sorgen und Anliegen nähmen immer mehr ab, je näher man dem Pilgerziel komme. Und letztendlich sei man mit einer Wallfahrt „offen für Neues“, offen für einen „Übergang“, wie uns das diesjährige Wallfahrtsmotto „Transitus“ erinnere. Die Nachtwallfahrt der Mamminger aus der Pfarrei St. Margaretha organisiert und leitete Josef Sedlmeier, die Pilgermesse in der Bruder-Konrad-Kirche feierte Pfarrvikar Binumon John. Es waren heuer 37 Fuß- und 38 Buspilger unterwegs; auch Landrat Werner Bumeder für den Landkreis Dingolfing-Landau, ein gebürtiger Mamminger, war mit dabei. Dieser hatte eine Fußwallfahrt nach Altötting versprochen, wenn er im März dieses Jahres wiedergewählt werde.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Rosen für die Muttergottes
Es hat mittlerweile schöne Tradition, dass die Erstkommunionkinder aus Nabburg mit Pfarrer Hannes Lorenz eine Dankwallfahrt nach Altötting machen. Und während es am 19. April, dem Tag der feierlichen Erstkommunion in der Oberpfalz regnete, strahlte am Festtag des heiligen Bruders Konrad in Altötting die Sonne vom Himmel, als Kapuzinerpater Bruder Berthold Öhler die 46 in Weiß gekleideten Mädchen und Buben, die Eltern der Kinder sowie Gemeindereferent Thomas Kern zur Gnadenkapelle einbegleitete. „So viele Menschen kommen hierher zur Muttergottes und bitten um Hilfe, wir kommen zu Maria um zu danken für unseren Erstkommuniontag, da wir Jesus ganz nah sein dürfen, dem unser Leben gehört. Wir haben Rosen mitgebracht, die wir der Gottesmutter zum Danke sagen in zwei Vasen an den Gnadenaltar stellen“, betonte Pfarrer Lorenz beim Gottesdienst in der Gnadenkapelle. Und dass die Muttergottes stets ein offenes Ohr und Herz für die Anliegen der Menschen hat und diese Nöte und Sorgen an Jesus, ihren göttlichen Sohn, weiterreicht, das erzähle auch das Evangelium von der Hochzeit zu Kana.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Mit Jesus als Wegbegleiter
Seit 1890 gibt es einen ersten kirchlichen Eintrag in der Pfarrei Obergangkofen über die Existenz einer Fußwallfahrt nach Altötting. Dieser Tradition ist man treu geblieben. Am 25. April gegen 13.30 Uhr erreichte die Pilgergruppe aus dem Pfarrverband Achdorf-Kumhausen mit Obergangkofen „das Herz Bayerns“, einbegleitet zur Gnadenkapelle von Kapuzinerpater Bruder Marinus Parzinger. „Den Blick stets nach vorn gerichtet, zum Pilgerkreuz, mit Jesus als verlässlichen Begleiter unterwegs – da kann im Leben nichts schief gehen“, sagte Bruder Marinus und verwies auf den Ordensvater Franziskus und den heiligen Bruder Konrad als Glaubens-Vorbilder.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Dort wo unsere Mutter ist …
Insgesamt 86 Teilnehmer, etwa 60 Kilometer Pilgerweg ab Wasserburg, Aufbruch um Mitternacht, weitere Pilger schließen such in Heiligenstatt an, so der Kurzbericht über den Ablauf der Fußwallfahrt aus Edling unter Leitung von Heidi Herker. Nach der Einbegleitung am frühen Nachmittag des 25. April zur Gnadenkapelle begrüßte Paulinerpater David Kolodziejczyk die Ankommenden. Er sagte: „Dort wo unsere Mutter ist, finden wir Erhörung“. Dann stimmte Pater David zur Ehre Mariens das Lied „Gegrüßet seist du Königin“ an. Weil ja so sein herrliches Pilgerwetter sei, würden vermutlich einige wieder den Rückweg zu Fuß antreten, vermutete P. David augenzwinkernd – doch angesichts der lachend protestierenden und erschöpften Edlinger Fußpilger fielen die herzliche Begrüßung und die Andacht in der Gnadenkapelle dann doch sehr kurz aus, damit noch Zeit blieb Erholung am Ziel der Wallfahrt.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Pfarrer landet „auf der Höll“
Eigentlich ist eine Fußwallfahrt ab Vilsbiburg kräftezehrend genug, wie Pfarrer Peter König nach Ankunft am Pilgerziel mit seinen sechs Mitstreitern am 25. April und nach der Feier des Pilgergottesdienstes berichtete. Aber dass er als Pfarrer auf dem Weg nach Altötting „höllische Bekanntschaft“ machte, das war selbst für ihn ein beeindruckendes Erlebnis, erstaunlicherweise im positiven Sinn, wie er erzählte. Denn in Pleiskirchen kehrten die erschöpften Fußwallfahrer im Wirtshaus und Biergarten „Auf der Höll“ ein, und wie Pfarrer König schmunzelnd berichtete, seien die Vilsbiburger Fußpilger hier sehr gut aufgenommen und bewirtet worden. So passte auch beim Gottesdienst in Altötting ein Predigt-Auszug aus dem Markus-Evangelium, dass im Leben nicht große Worte zählen, sondern christliche Nächstenliebe, um für seine Mitmenschen da zu sein – dazu gehört eben auch gute Pilger-Verpflegung, egal wie irreführend ein Wirtshaus-Name auch erscheinen mag.
Text und Foto: Roswitha Dorfner
Maria hat geholfen
Ankommen, abladen und wieder neue Kraft und Schwung holen für den Alltag – bei der Gnadenmutter von Altötting als mächtige Fürsprecherin bei Gott, finde man stets Erhörung in allen Anliegen und Nöten, versicherte Kapuzinerpater Berthold Öhler, der am 25. April die 45 Fußpilger aus Prutting-Vogtareuth mit Pilgerleiter Martin Voggenauer vor der Kapelle in Empfang nahm. Ab Obing hatten diese sich auf den Weg gemacht, und mit Pfarrer Guido Seidenberger feierten sie Gottesdienst im Kongregationssaal. Mit dabei war auch Hans Hell, der einen guten Grund hatte, sich bei der Gnadenmutter zu bedanken: Beim Abladen von rund 700 – 800 Kilogramm schweren Heu-Rundballen mit Hilfe eines Kippers geriet Enkel Sepp unter eine Heu-Ladung, „nur der Haarschopf war sichtbar“, wie Opa Hell vom Unglück im Herbst letzten Jahres erzählte. Sofort befreiten er und sein Sohn den Buben mit geeinten Kräften, und wie durch ein Wunder hatte der Verunglückte nur einen Schienen- und Wadenbeinbruch erlitten.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Heimkommen
Für Pfarrer Michael Osterholzer, der für seine Pfarreiangehörigen aus Mitterhausen – teils kamen sie als zu Fuß, teils fuhren sie mit dem Bus – in der Altöttinger Stiftspfarrkirche am 25. April den Pilgergottesdienst zelebrierte, sei es wie ein „Heimkommen“, wie er freudig feststellte. Michael Osterholzer war drei Jahre lang Kaplan am Gnadenort der Gottesmutter. Aber bei Maria sei man immer daheim, sie nehme sich der Sorgen und Anliegen aller Pilger an, stellte er fest. Er begrüßte auch die Gruppe aus Esternberg in Österreich, die sich dem Pilgergottesdienst angeschlossen hatte, und insbesondere seine ehemaligen Altöttinger Messdiener Konrad und Johannes, die zur Freude von Pfarrer Osterholzer extra gekommen waren, um beim Pilgergottesdienst zu ministrieren.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
„Versüßte“ Dankwallfahrt
Am 25. April sind heuer die Fußwallfahrer aus dem Pfarrverband Malgersdorf in Altötting angekommen. Zusammen mit Erstkommunionkindern und deren Eltern, die sich unterwegs angeschlossen hatten, waren es am Ende rund 100 Teilnehmer. Sehr zufrieden mit der Resonanz zeigte sich „Pilgervater“ Xaver Guggenberger, der diese Wallfahrt auch dieses Jahr wieder organisiert hatte – und der nach überstandener schwerer OP einen ganz besonderen Grund hatte, zur Muttergottes nach Altötting zu gehen. Bei ihr bedankten sich auch Ehefrau Gitti, Sohn Stefan und die Enkelkinder Sebastian, Elias und Vinzenz. Xaver Guggenberger erzählte, dass er schon mehrmals in gesundheitlich großer Not auf die Hilfe der Gnadenmutter zählen konnte. Nicht nur Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl freute sich über die Ankunft der Fußwallfahrer aus Malgersdorf, die mit der Pilgergruppe aus Schönau (Abmarsch um 3 Uhr) unter Leitung von Pfarrer Rupert Wimmer gemeinsam in Altötting einzogen und in der St. Konradkirche Gottesdienst feierten. Auch die Altöttingerin Ursula Gschwendtner verteilte als „Wegzehrung“, insbesondere an die jüngeren Fußpilger, Schoko-Eier aus ihrem Süßwaren-Laden.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Im Zeichen der Kreuze
Es war ein berührender Anblick, als sich am 26. April bei der 150. Jubiläums-Fußwallfahrt aus Sünching zum Einzug und Umrunden der Gnadenkapelle neben dem aktuellen Pilgerkreuz auch viele Teilnehmer mit Pilgerkreuzen aus den Vorjahren eingereiht hatten. Auch der ehemalige Pilgerleiter Helmut Krottenthaler (50mal mitgegangen, 40 Jahre Pilgerleiter), der, wie viele andere Teilnehmer, aus Altergründen nicht mehr zu Fuß mitmarschieren kann und deshalb mit dem Bus nach Altötting kam, hatte sich mit seinem Pilgerkreuz angeschlossen. Es ist bei der Sünchinger Fußwallfahrt Brauch, dass das aktuelle Pilgerkreuz ein Jahr in Altötting bleibt und dann bei der nächstjährigen Wallfahrt an einen verdienten Teilnehmer übergeben wird. Herzlich begrüßte Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl die Pilgergruppe vor der Gnadenkapelle, dankte für das langjährige Glaubenszeugnis und die Treue zur Gnadenmutter, und vor allem auch der „Pilgermutter“ und ‑leiterin Brigitte Milde (Nichte von Helmut Krottenthaler). Dabei segnete Metzl nicht nur alle Pilger mit den mitgebrachten Kreuzen, sondern auch die große Jubiläumskerze. Im Kongregationssaal feierten die Wallfahrer mit Pfarrer Erwin Gietl einen Dankgottesdienst. 90 Kilometer Fußweg in zwei Tagen legten die Sünchinger Fußwallfahrer jedes Jahr zurück.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Mit den Füßen beten
Am 26. April zogen die Wallfahrer der Pfarreiengemeinschaft Pilsting unter der geistlichen Leitung von Dekan Jürgen Eckl, einbegleitet von Altöttings Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl unter Glockengeläut über den Kapellplatz in die St. Anna-Basilika ein. Bereits am Schexberg standen die Erstkommunionkinder, Firmlinge und die vielen Ministranten sowie auch einige Bus- und Autopilger Spalier, um den Fußpilgern unter Leitung von Albert und Andrea Pöschl einen festlichen Empfang zu bereiten. Traditionell erst nach dem Kreuzkuss, wenn das Altöttinger Vortragskreuz das Pilstinger Pilgerkreuz zum Willkommensgruß dreimal berührt hat, setzt sich die Prozession der Pilgergemeinschaft in Bewegung. Der zehnjährige Zacharias war mit seinem Opa zum ersten Mal ab Geratskirchen zu Fuß dabei, wie er stolz berichtete, und nicht nur er freute sich, dass es keine Predigt gebe, wie Dekan Eckl zu Beginn des Gottesdienstes schmunzelnd verkündete – „denn schließlich wird bei den Fußwallfahrern auf ihrem fordernden Fußmarsch bereits unterwegs intensiv mit den Füßen gebetet“.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner
Mit Maria zum Tisch des Herr
Am 27. April sind 28 Erstkommunionkinder – 14 Buben und 14 Mädchen – aus Bruck/Opf. mit Pfarrer Andreas Weiß im Rahmen einer Dankwallfahrt nach Altötting gekommen. Zusammen mit Altöttings Kapuzinerpater Bruder Berthold Oehler zogen sie den Kapuzinerberg hinauf, um vor der Gnadenkapelle kurz Statio zu halten. „Ihr wurdet erstmals zur Tischgemeinschaft des Herrn geladen“, freute sich P. Berthold, „und Maria als unsere Fürsprecherin verweist auf ihren Sohn.“ Da in der Gnadenkapelle noch Gottesdienst gefeiert wurde, empfahl Pfarrer Weiß den Erstkommunionkindern seiner Pfarrei zwischenzeitlich, die vielen Votivtafeln im Kapellen-Umgang zu betrachten.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner



