Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 13.04.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Fußwallfahrerin aus Viechtach.

Am 1. Mai werden heuer Erzbischof Herwig Gössl aus Bamberg und Diözesanbischof Stefan Oster in Altötting mit zahlreichen Pilgern in Altötting das Fest Patrona Bavaria feiern und die Wallfahrtssaison offiziell eröffnen. Inoffiziell startete diese auch heuer bereits im März mit zahlreichen Gruppen, die ins "Herz Bayerns" kommen. Hier eine kleine Auswahl im April:

Geehrt

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Unter den 65 Fuß­pil­gern aus Laberweinting/​Ndb., die nach zwei­tä­gi­gem Fuß­marsch am Kar­sams­tag, 4. April, in Alt­öt­ting ein­tra­fen, befand sich Josef Stad­ler, dem Pil­ger­lei­ter Johan­nes Eichin­ger mit einer Urkun­de zur 50. Teil­nah­me gratulierte.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

In der Spur

Sie haben es wie­der geschafft: Am 11. April tra­fen 131 Viech­ta­cher Fuß­wall­fah­rer unter Lei­tung von Phil­ipp Fran­ken­feld am Kapell­platz in Alt­öt­ting ein, um die Gna­den­ka­pel­le Unse­rer Lie­ben Frau zu umrun­den und dann zum Got­tes­dienst in die St. Anna-Basi­li­ka ein­zu­zie­hen. Eine 130 Kilo­me­ter lan­ge Weg­stre­cke lag hin­ter ihnen. Mit dabei war auch Ehren-Pil­ger­lei­ter Alfred Kas­per­bau­er. Die Pil­ger-Abho­ler berei­te­ten einen herz­li­chen Emp­fang. So man­che Kin­der lie­fen ihrer Mama, ihrem Papa oder Oma und Opa win­kend, mit aus­ge­brei­te­ten Armen, oder mit gemal­tem Begrü­ßungs­pla­kat ent­ge­gen. Die­ses öster­li­che Erleb­nis der Pil­ger­grup­pe aus dem Baye­ri­schen Wald“ nann­te der stell­ver­tre­ten­de Alt­öt­tin­ger Wall­fahrts­rek­tor Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger in sei­nen Begrü­ßungs­wor­ten ein Hin­durch­ge­hen ins Leben“ – denn beim Pil­gern gehe es um ein Los­las­sen vom All­tag, und dar­um im Glau­ben in der Spur zu blei­ben. Pil­ger­lei­ter Phil­ipp Fran­ken­feld dank­te für das Für­ein­an­der-Dasein, wenn die schmer­zen­den Füße nicht mehr wei­ter­tra­gen; er dank­te den Hel­fern und für die Gast­freund­schaft der Her­bergs­ge­ber und natür­lich dem Blä­ser­en­sem­ble der Stadt­ka­pel­le Viech­tach, das für den wun­der­ba­ren musi­ka­li­schen Emp­fang und die Got­tes­dienst­ge­stal­tung sorg­te. Letzt­end­lich gel­te es, dem Herr­gott zu dan­ken für Schutz und Segen unter­wegs. Am Ende des Got­tes­diens­tes wur­den lang­jäh­ri­ge Teil­neh­mer geehrt, ins­be­son­de­re Alo­is Stiegl­bau­er für sein 35jähriges Dabeisein.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Erleichtert und froh

Seit 1980 gibt es die Schwan­dor­fer Fuß­wall­fahrt, wie Dia­kon Hans-Die­ter Göring (82) berich­te­te. Er muss es wis­sen, ist er doch der ehe­ma­li­ge Pil­ger­lei­ter die­ser Tra­di­ti­ons-Fuß­wall­fahrt aus der Ober­pfalz. Am 11. April erreich­ten 70 Teil­neh­mer mit Ersatz­pil­ger­lei­ter“ Josef Gre­ger das Pil­ger­ziel. 175 Kilo­me­ter zu Fuß in vier Tagen hat­ten sie absol­viert. Respekt! Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel über­nahm die Ein­be­glei­tung und bedank­te sich bei einer kur­zen Sta­tio vor der Gna­den­ka­pel­le mit Tau­send­mal Vergelt’s Gott fürs Kom­men und Euer Glau­bens­zeug­nis“. Mit Pfar­rer Rein­hard Fors­ter fei­er­ten die Schwan­dor­fer Got­tes­dienst im Kon­gre­ga­ti­ons­saal. Pre­digt gab’s kei­ne“, wie Chris­ti­an, zum ers­ten Mal dabei, schmun­zelnd berich­te­te, als er bei der Ankunft am Kapell­platz von sei­ner Frau und den Kin­dern freu­dig in Emp­fang genom­men wur­de. Dabei lau­te­te sei­ne per­sön­li­che Pil­ger­er­fah­rung: Beschwer­lich, fast kommt man an sei­ne Gren­zen, und ist doch erleich­tert und froh, wenn man das Ziel erreicht hat.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Drei Tage unterwegs

Am 11. April begrüß­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger die im zwei­jäh­ri­gen Tur­nus nach Alt­öt­ting pil­gern­de Grup­pe aus dem ober­ös­ter­rei­chi­schen Frankenburg/​Hausruck anläss­lich ihrer drit­ten Alt­öt­ting-Wall­fahrt. Auch deren Pfar­rer Mag. Chris­toph Buch­in­ger ist als einer der 85 Fuß­wall­fah­rer die etwa 80 Kilo­me­ter lan­ge Stre­cke in drei Tagen mit­ge­gan­gen. Und wenn auch noch der Bür­ger­meis­ter als Kla­ri­net­tist die Trach­ten-Musik­ka­pel­le ver­stärkt, dann ist das eine lobens­wer­te Sache. Er habe auch mit Dani­el und Jakob sei­ne bes­ten Minis­tran­ten dabei, erzähl­te Pfar­rer Buch­in­ger schmunzelnd.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Erwartet

Maria hat auf Euch gewar­tet“, ver­si­cher­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler am 11. April, als er nach Ankunft und Ein­be­glei­tung der Fuß­wall­fah­rer aus Edels­hau­sen (Orts­teil von Schro­ben­hau­sen) unter Lei­tung von Ani­ta Seitz vor der Gna­den­ka­pel­le kurz Sta­tio hielt. Gott sei Dank“ war eine Stim­me aus der Pil­ger­grup­pe zu hören, was auch P. Bert­hold mit Humor auf­nahm. Maria ist unse­re Weg­be­glei­te­rin und ihre Her­zens-Tür steht für uns immer offen“, ver­si­cher­te er. Pil­ger­lei­te­rin Ani­ta Seitz freu­te sich über eini­ge Pilger-Neuzugänge.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Freude im Herzen

127 Fuß- und zwei Rad­pil­ger wur­den am 18. April anläss­lich ihrer 182. Aun­kirch­ner Fuß­wall­fahrt von Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk in den Kon­gre­ga­ti­ons­saal ein­be­glei­tet, um dort Got­tes­dienst zu fei­ern. Pil­ger­lei­ter Sebas­ti­an Geiß­ler zeig­te sich sehr zufrie­den mit dem Wall­fahrts­ab­lauf, ins­be­son­de­re mit dem idea­len Wet­ter. Das Gelüb­de der Aun­kirch­ner geht auf einen schwe­ren Hagel­schlag im Jahr 1844 zurück. Dabei wur­de die gesam­te Ern­te ver­nich­tet. Damit sich die­ses Wet­ter­cha­os nie mehr wie­der­ho­len möge, haben die Aun­kirch­ner ver­spro­chen, all­jähr­lich zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting zu pil­gern. Sie gin­gen auch die­ses Jahr zu Fuß nach Pfarr­kir­chen, fuh­ren mit dem Bus bis Rei­schach und mar­schier­ten die rest­li­che Weg­stre­cke zu Fuß nach Alt­öt­ting. Heu­er erst­mals mit dabei war eine tie­ri­sche Weg­be­glei­te­rin: Die Eng­li­sche Cocker­spa­ni­el-Hün­din Sis­si hat ihre Pre­mie­re­wall­fahrt ohne Pro­ble­me gemeis­tert. Dafür gab’s Lob von Frau­chen Chris­si und Was­ser vom Bru­der-Kon­rad-Brun­nen. Freu­de im Her­zen, egal ob bei Mensch oder Tier“, sag­te P. David, ist die Frucht einer Wall­fahrt.“ Das sieht auch Ste­fan Steu­ber so, der all­jähr­lich bei der Aun­kir­che­ner Wall­fahrt den Ver­kehr regelt und als Ver­stär­kung gleich sei­nen Sohn und sei­ne zwei Nef­fen ange­wor­ben hatte.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Wenn der „Engl“ pilgert …

Es heißt ja: Wenn die Engel rei­sen, lacht der Him­mel. Und so war auch das Wet­ter, als die 45 Wall­fah­rer aus dem ober­pfäl­zi­schen Blai­bach zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting gin­gen: Som­mer­lich und son­nig. Da passt es gut, dass der Pil­ger­lei­ter und Vor­trags­kreuz­trä­ger Alex Engl“ heißt. Die Weg­stre­cke am 18. April meis­ter­ten die Pil­ger teils mit Bus und ab dem nie­der­baye­ri­schen Huldses­sen 28 Kilo­me­ter zu Fuß. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel über­nahm die Ein­be­glei­tung vom Grie­spark­platz zur Gna­den­ka­pel­le, sprach ein Mari­en­ge­bet und lud schließ­lich die Blai­ba­cher Pil­ger ein, das Lied Seg­ne du Maria“ zu sin­gen, bevor die Ober­pfäl­zer Pil­ger­grup­pe ihren Got­tes­dienst in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che mit Msgr. Augus­tin Sperl feierte.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Aufbrechen und loslassen

Als die Fuß­pil­ger aus Heberts­fel­den mit Pfar­rer Josef Rai­ner nach Umrun­dung der Gna­den­ka­pel­le und Ein­zug in den Kon­gre­ga­ti­ons­saal froh aber erschöpft in den Kir­chen­bän­ken Platz nah­men, emp­fahl Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger: Schaun Sie auf sich, dass es Ihnen gut geht, essen und trin­ken Sie etwas.“ Eine Wall­fahrt bedeu­te in Balan­ce“ zu blei­ben, sie sei eine wohl­tu­en­de Aus­zeit. Der Unfrie­de unse­rer Zeit lade ein zum Wohl derer, die sich ver­söh­nen, der Lie­be Jesu wil­len. Das Wall­fahrts­mot­to Tran­si­tus“, das ein Los­las­sen vom irdi­schen Leben bedeu­te, bli­cke auf das Hin­über­ge­hen“ des hei­li­gen Fran­zis­kus. Bru­der Mari­nus emp­fahl, im Leben auf­zu­bre­chen, los­zu­ge­hen, auf­ein­an­der zuzu­ge­hen und mit­ein­an­der zu glau­ben. Pfar­rer Rai­ner erklär­te in sei­ner Pre­digt: Jesus Chris­tus bringt Ruhe und Frie­den, mit ihm über­win­den wir unse­re Angst, mit ihm auf dem Lebens­weg errei­chen wir stets das ret­ten­de Ufer.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Kreuz zum Jubiläum

Das war natür­lich Ehren­sa­che, dass die­ses Jahr am 18. April der ehe­ma­li­ge Pil­ger­lei­ter der Mammin­ger Fuß­wall­fahrt, Hans Kohl­mei­er, das Pil­ger­kreuz um die Gna­den­ka­pel­le tra­gen durf­te: Es war sei­ne 50. Teil­nah­me und dafür wur­de ihm unter Applaus eine Urkun­de über­reicht. Eine Wall­fahrt sei immer mit einem per­sön­li­chen Kreuz ver­bun­den, sag­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler bei der kur­zen Sta­tio vor der Gna­den­ka­pel­le. Aber die Grö­ße der Sor­gen und Anlie­gen näh­men immer mehr ab, je näher man dem Pil­ger­ziel kom­me. Und letzt­end­lich sei man mit einer Wall­fahrt offen für Neu­es“, offen für einen Über­gang“, wie uns das dies­jäh­ri­ge Wall­fahrts­mot­to Tran­si­tus“ erin­ne­re. Die Nacht­wall­fahrt der Mammin­ger aus der Pfar­rei St. Mar­ga­re­tha orga­ni­siert und lei­te­te Josef Sedl­mei­er, die Pil­ger­mes­se in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che fei­er­te Pfarr­vi­kar Bin­u­mon John. Es waren heu­er 37 Fuß- und 38 Bus­pil­ger unter­wegs; auch Land­rat Wer­ner Bume­der für den Land­kreis Din­gol­fing-Land­au, ein gebür­ti­ger Mammin­ger, war mit dabei. Die­ser hat­te eine Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting ver­spro­chen, wenn er im März die­ses Jah­res wie­der­ge­wählt werde.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Rosen für die Muttergottes

Es hat mitt­ler­wei­le schö­ne Tra­di­ti­on, dass die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der aus Nab­burg mit Pfar­rer Han­nes Lorenz eine Dank­wall­fahrt nach Alt­öt­ting machen. Und wäh­rend es am 19. April, dem Tag der fei­er­li­chen Erst­kom­mu­ni­on in der Ober­pfalz reg­ne­te, strahl­te am Fest­tag des hei­li­gen Bru­ders Kon­rad in Alt­öt­ting die Son­ne vom Him­mel, als Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Öhler die 46 in Weiß geklei­de­ten Mäd­chen und Buben, die Eltern der Kin­der sowie Gemein­de­re­fe­rent Tho­mas Kern zur Gna­den­ka­pel­le ein­be­glei­te­te. So vie­le Men­schen kom­men hier­her zur Mut­ter­got­tes und bit­ten um Hil­fe, wir kom­men zu Maria um zu dan­ken für unse­ren Erst­kom­mu­ni­on­tag, da wir Jesus ganz nah sein dür­fen, dem unser Leben gehört. Wir haben Rosen mit­ge­bracht, die wir der Got­tes­mut­ter zum Dan­ke sagen in zwei Vasen an den Gna­den­al­tar stel­len“, beton­te Pfar­rer Lorenz beim Got­tes­dienst in der Gna­den­ka­pel­le. Und dass die Mut­ter­got­tes stets ein offe­nes Ohr und Herz für die Anlie­gen der Men­schen hat und die­se Nöte und Sor­gen an Jesus, ihren gött­li­chen Sohn, wei­ter­reicht, das erzäh­le auch das Evan­ge­li­um von der Hoch­zeit zu Kana.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Jesus als Wegbegleiter

Seit 1890 gibt es einen ers­ten kirch­li­chen Ein­trag in der Pfar­rei Ober­gang­kofen über die Exis­tenz einer Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting. Die­ser Tra­di­ti­on ist man treu geblie­ben. Am 25. April gegen 13.30 Uhr erreich­te die Pil­ger­grup­pe aus dem Pfarr­ver­band Ach­dorf-Kum­hau­sen mit Ober­gang­kofen das Herz Bay­erns“, ein­be­glei­tet zur Gna­den­ka­pel­le von Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger. Den Blick stets nach vorn gerich­tet, zum Pil­ger­kreuz, mit Jesus als ver­läss­li­chen Beglei­ter unter­wegs – da kann im Leben nichts schief gehen“, sag­te Bru­der Mari­nus und ver­wies auf den Ordens­va­ter Fran­zis­kus und den hei­li­gen Bru­der Kon­rad als Glaubens-Vorbilder.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Dort wo unsere Mutter ist …

Ins­ge­samt 86 Teil­neh­mer, etwa 60 Kilo­me­ter Pil­ger­weg ab Was­ser­burg, Auf­bruch um Mit­ter­nacht, wei­te­re Pil­ger schlie­ßen such in Hei­li­gen­statt an, so der Kurz­be­richt über den Ablauf der Fuß­wall­fahrt aus Edling unter Lei­tung von Hei­di Her­ker. Nach der Ein­be­glei­tung am frü­hen Nach­mit­tag des 25. April zur Gna­den­ka­pel­le begrüß­te Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk die Ankom­men­den. Er sag­te: Dort wo unse­re Mut­ter ist, fin­den wir Erhö­rung“. Dann stimm­te Pater David zur Ehre Mari­ens das Lied Gegrü­ßet seist du Köni­gin“ an. Weil ja so sein herr­li­ches Pil­ger­wet­ter sei, wür­den ver­mut­lich eini­ge wie­der den Rück­weg zu Fuß antre­ten, ver­mu­te­te P. David augen­zwin­kernd – doch ange­sichts der lachend pro­tes­tie­ren­den und erschöpf­ten Edlin­ger Fuß­pil­ger fie­len die herz­li­che Begrü­ßung und die Andacht in der Gna­den­ka­pel­le dann doch sehr kurz aus, damit noch Zeit blieb Erho­lung am Ziel der Wallfahrt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Pfarrer landet „auf der Höll“

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Eigent­lich ist eine Fuß­wall­fahrt ab Vils­bi­burg kräf­te­zeh­rend genug, wie Pfar­rer Peter König nach Ankunft am Pil­ger­ziel mit sei­nen sechs Mit­strei­tern am 25. April und nach der Fei­er des Pil­ger­got­tes­diens­tes berich­te­te. Aber dass er als Pfar­rer auf dem Weg nach Alt­öt­ting höl­li­sche Bekannt­schaft“ mach­te, das war selbst für ihn ein beein­dru­cken­des Erleb­nis, erstaun­li­cher­wei­se im posi­ti­ven Sinn, wie er erzähl­te. Denn in Pleis­kir­chen kehr­ten die erschöpf­ten Fuß­wall­fah­rer im Wirts­haus und Bier­gar­ten Auf der Höll“ ein, und wie Pfar­rer König schmun­zelnd berich­te­te, sei­en die Vils­bi­bur­ger Fuß­pil­ger hier sehr gut auf­ge­nom­men und bewir­tet wor­den. So pass­te auch beim Got­tes­dienst in Alt­öt­ting ein Pre­digt-Aus­zug aus dem Mar­kus-Evan­ge­li­um, dass im Leben nicht gro­ße Wor­te zäh­len, son­dern christ­li­che Nächs­ten­lie­be, um für sei­ne Mit­men­schen da zu sein – dazu gehört eben auch gute Pil­ger-Ver­pfle­gung, egal wie irre­füh­rend ein Wirts­haus-Name auch erschei­nen mag.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Maria hat geholfen

Ankom­men, abla­den und wie­der neue Kraft und Schwung holen für den All­tag – bei der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting als mäch­ti­ge Für­spre­che­rin bei Gott, fin­de man stets Erhö­rung in allen Anlie­gen und Nöten, ver­si­cher­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Öhler, der am 25. April die 45 Fuß­pil­ger aus Prut­ting-Vog­tareuth mit Pil­ger­lei­ter Mar­tin Vog­genau­er vor der Kapel­le in Emp­fang nahm. Ab Obing hat­ten die­se sich auf den Weg gemacht, und mit Pfar­rer Gui­do Sei­den­ber­ger fei­er­ten sie Got­tes­dienst im Kon­gre­ga­ti­ons­saal. Mit dabei war auch Hans Hell, der einen guten Grund hat­te, sich bei der Gna­den­mut­ter zu bedan­ken: Beim Abla­den von rund 700 – 800 Kilo­gramm schwe­ren Heu-Rund­bal­len mit Hil­fe eines Kip­pers geriet Enkel Sepp unter eine Heu-Ladung, nur der Haar­schopf war sicht­bar“, wie Opa Hell vom Unglück im Herbst letz­ten Jah­res erzähl­te. Sofort befrei­ten er und sein Sohn den Buben mit geein­ten Kräf­ten, und wie durch ein Wun­der hat­te der Ver­un­glück­te nur einen Schie­nen- und Waden­bein­bruch erlitten.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Heimkommen

Für Pfar­rer Micha­el Oster­hol­zer, der für sei­ne Pfar­rei­an­ge­hö­ri­gen aus Mit­ter­hau­sen – teils kamen sie als zu Fuß, teils fuh­ren sie mit dem Bus – in der Alt­öt­tin­ger Stift­s­pfarr­kir­che am 25. April den Pil­ger­got­tes­dienst zele­brier­te, sei es wie ein Heim­kom­men“, wie er freu­dig fest­stell­te. Micha­el Oster­hol­zer war drei Jah­re lang Kaplan am Gna­den­ort der Got­tes­mut­ter. Aber bei Maria sei man immer daheim, sie neh­me sich der Sor­gen und Anlie­gen aller Pil­ger an, stell­te er fest. Er begrüß­te auch die Grup­pe aus Estern­berg in Öster­reich, die sich dem Pil­ger­got­tes­dienst ange­schlos­sen hat­te, und ins­be­son­de­re sei­ne ehe­ma­li­gen Alt­öt­tin­ger Mess­die­ner Kon­rad und Johan­nes, die zur Freu­de von Pfar­rer Oster­hol­zer extra gekom­men waren, um beim Pil­ger­got­tes­dienst zu ministrieren.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

„Versüßte“ Dankwallfahrt

Am 25. April sind heu­er die Fuß­wall­fah­rer aus dem Pfarr­ver­band Mal­gers­dorf in Alt­öt­ting ange­kom­men. Zusam­men mit Erst­kom­mu­ni­on­kin­dern und deren Eltern, die sich unter­wegs ange­schlos­sen hat­ten, waren es am Ende rund 100 Teil­neh­mer. Sehr zufrie­den mit der Reso­nanz zeig­te sich Pil­ger­va­ter“ Xaver Gug­gen­ber­ger, der die­se Wall­fahrt auch die­ses Jahr wie­der orga­ni­siert hat­te – und der nach über­stan­de­ner schwe­rer OP einen ganz beson­de­ren Grund hat­te, zur Mut­ter­got­tes nach Alt­öt­ting zu gehen. Bei ihr bedank­ten sich auch Ehe­frau Git­ti, Sohn Ste­fan und die Enkel­kin­der Sebas­ti­an, Eli­as und Vin­zenz. Xaver Gug­gen­ber­ger erzähl­te, dass er schon mehr­mals in gesund­heit­lich gro­ßer Not auf die Hil­fe der Gna­den­mut­ter zäh­len konn­te. Nicht nur Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl freu­te sich über die Ankunft der Fuß­wall­fah­rer aus Mal­gers­dorf, die mit der Pil­ger­grup­pe aus Schön­au (Abmarsch um 3 Uhr) unter Lei­tung von Pfar­rer Rupert Wim­mer gemein­sam in Alt­öt­ting ein­zo­gen und in der St. Kon­rad­kir­che Got­tes­dienst fei­er­ten. Auch die Alt­öt­tin­ge­rin Ursu­la Gschwendt­ner ver­teil­te als Weg­zeh­rung“, ins­be­son­de­re an die jün­ge­ren Fuß­pil­ger, Scho­ko-Eier aus ihrem Süßwaren-Laden.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Im Zeichen der Kreuze

Es war ein berüh­ren­der Anblick, als sich am 26. April bei der 150. Jubi­lä­ums-Fuß­wall­fahrt aus Sün­ching zum Ein­zug und Umrun­den der Gna­den­ka­pel­le neben dem aktu­el­len Pil­ger­kreuz auch vie­le Teil­neh­mer mit Pil­ger­kreu­zen aus den Vor­jah­ren ein­ge­reiht hat­ten. Auch der ehe­ma­li­ge Pil­ger­lei­ter Hel­mut Krot­ten­tha­ler (50mal mit­ge­gan­gen, 40 Jah­re Pil­ger­lei­ter), der, wie vie­le ande­re Teil­neh­mer, aus Alter­grün­den nicht mehr zu Fuß mit­mar­schie­ren kann und des­halb mit dem Bus nach Alt­öt­ting kam, hat­te sich mit sei­nem Pil­ger­kreuz ange­schlos­sen. Es ist bei der Sün­chin­ger Fuß­wall­fahrt Brauch, dass das aktu­el­le Pil­ger­kreuz ein Jahr in Alt­öt­ting bleibt und dann bei der nächst­jäh­ri­gen Wall­fahrt an einen ver­dien­ten Teil­neh­mer über­ge­ben wird. Herz­lich begrüß­te Alt­öt­tings Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl die Pil­ger­grup­pe vor der Gna­den­ka­pel­le, dank­te für das lang­jäh­ri­ge Glau­bens­zeug­nis und die Treue zur Gna­den­mut­ter, und vor allem auch der Pil­ger­mut­ter“ und ‑lei­te­rin Bri­git­te Mil­de (Nich­te von Hel­mut Krot­ten­tha­ler). Dabei seg­ne­te Metzl nicht nur alle Pil­ger mit den mit­ge­brach­ten Kreu­zen, son­dern auch die gro­ße Jubi­lä­ums­ker­ze. Im Kon­gre­ga­ti­ons­saal fei­er­ten die Wall­fah­rer mit Pfar­rer Erwin Gietl einen Dank­got­tes­dienst. 90 Kilo­me­ter Fuß­weg in zwei Tagen leg­ten die Sün­chin­ger Fuß­wall­fah­rer jedes Jahr zurück.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit den Füßen beten

Am 26. April zogen die Wall­fah­rer der Pfar­rei­en­gemein­schaft Pil­s­ting unter der geist­li­chen Lei­tung von Dekan Jür­gen Eckl, ein­be­glei­tet von Alt­öt­tings Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl unter Glo­cken­ge­läut über den Kapell­platz in die St. Anna-Basi­li­ka ein. Bereits am Schex­berg stan­den die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der, Firm­lin­ge und die vie­len Minis­tran­ten sowie auch eini­ge Bus- und Auto­pil­ger Spa­lier, um den Fuß­pil­gern unter Lei­tung von Albert und Andrea Pöschl einen fest­li­chen Emp­fang zu berei­ten. Tra­di­tio­nell erst nach dem Kreuz­kuss, wenn das Alt­öt­tin­ger Vor­trags­kreuz das Pil­s­tin­ger Pil­ger­kreuz zum Will­kom­mens­gruß drei­mal berührt hat, setzt sich die Pro­zes­si­on der Pil­ger­ge­mein­schaft in Bewe­gung. Der zehn­jäh­ri­ge Zacha­ri­as war mit sei­nem Opa zum ers­ten Mal ab Gerats­kir­chen zu Fuß dabei, wie er stolz berich­te­te, und nicht nur er freu­te sich, dass es kei­ne Pre­digt gebe, wie Dekan Eckl zu Beginn des Got­tes­diens­tes schmun­zelnd ver­kün­de­te – denn schließ­lich wird bei den Fuß­wall­fah­rern auf ihrem for­dern­den Fuß­marsch bereits unter­wegs inten­siv mit den Füßen gebetet“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Maria zum Tisch des Herr

Am 27. April sind 28 Erst­kom­mu­ni­on­kin­der14 Buben und 14 Mäd­chen – aus Bruck/​Opf. mit Pfar­rer Andre­as Weiß im Rah­men einer Dank­wall­fahrt nach Alt­öt­ting gekom­men. Zusam­men mit Alt­öt­tings Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler zogen sie den Kapu­zi­ner­berg hin­auf, um vor der Gna­den­ka­pel­le kurz Sta­tio zu hal­ten. Ihr wur­det erst­mals zur Tisch­ge­mein­schaft des Herrn gela­den“, freu­te sich P. Bert­hold, und Maria als unse­re Für­spre­che­rin ver­weist auf ihren Sohn.“ Da in der Gna­den­ka­pel­le noch Got­tes­dienst gefei­ert wur­de, emp­fahl Pfar­rer Weiß den Erst­kom­mu­ni­on­kin­dern sei­ner Pfar­rei zwi­schen­zeit­lich, die vie­len Votiv­ta­feln im Kapel­len-Umgang zu betrachten.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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