Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 30.03.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Eine Teilnehmerin der Wallfahrt des Bayerischen Pilgerbüros München mit einem österlichen "O Maria hilf"-Gebet.

Ostern steht vor der Tür. Eine Zeit, die die meisten am liebsten zuhause und in der heimatlichen Pfarrei verbringen. Doch schon zuvor kamen etliche Wallfahrer ins "Herz Bayerns". Los ging es im März bereits mit der Schausteller- und der Bauernwallfahrt. Hier noch Kurzberichte zu weiteren Gruppen, die nach Altötting pilgerten:

Dank „fürs Mitgehen“

Eine der ers­ten ange­mel­de­ten Fuß­wall­fahr­ten im Jahr 2026 ist die aus dem nie­der­baye­ri­schen Haa­der. Am Pas­si­ons­sonn­tag, 22. März, zogen die Wall­fah­rer über den Kapell­platz zur Gna­den­ka­pel­le. 90 Kilo­me­ter hat­ten sie in zwei Tagen zurück­ge­legt. Pil­ger­lei­ter Franz Dis­sen und Mit­or­ga­ni­sa­tor Franz Buch­ner, der das Begleit­fahr­zeug steu­er­te, bedank­ten sich nach einer kur­zen Sta­tio bei der Pil­ger­grup­pe fürs Mit­ge­hen“. Im Gebets­kreis vor der Gna­den­ka­pel­le wur­den alle Anlie­gen der Got­tes­mut­ter anemp­foh­len – sicher­lich auch vom treu­en Alt­öt­ting-Pil­ger Hans Ried um Wie­der­ge­ne­sung sowie dem Mar­tins­bu­cher Pil­ger­füh­rer Micha­el Auer um einen guten Wall­fahrts­ver­lauf. Bei­de hat­ten sich der Haa­de­rer Pil­ger­ge­mein­schaft ange­schlos­sen. Nach einer Andacht am Nach­mit­tag in der Gna­den­ka­pel­le hieß es für die Fuß­pil­ger aus Haa­der – die seit 1983 der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting die Treue hal­ten – wie­der Abschied nehmen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Dem Kreuz gefolgt

Die Fuß­pil­ger aus Schon­stett unter Lei­tung von Albert Fort­ner und mit Timo Wink­ler im Begleit­fahr­zeug, waren geschafft, als sie am 28. März ihr Ziel Alt­öt­ting erreich­ten – nach 54 Kilo­me­tern Weg­stre­cke. Start war für die Nacht­wall­fahrt“ um 0.30 Uhr bei win­ter­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren. Aber ihr habt die Son­ne mit­ge­bracht, Wär­me im Her­zen und Glau­bens­freu­de“, stell­te Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk fest, der die Pil­ger das letz­te Weg­stück zur Gna­den­ka­pel­le ein­be­glei­tet hat­te. Ihr seid dem Kreuz gefolgt, pas­send zur Kar­wo­che, die mit dem Palm­sonn­tag beginnt“, beton­te P. David, und jeder wür­de sein per­sön­li­ches Kreuz zur Gna­den­mut­ter tra­gen, in der Hoff­nung um Für­spra­che bei Jesus. Seit 1958 besteht die Schon­stet­ter Fuß­wall­fahrt; sie geht zurück auf ein Gelüb­de des Bau­ern-Ehe­paars Zun­ham­mer aus Fri­ber­ting, die bei der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting Für­bit­te ein­leg­ten, um Gene­sung ihres klein­wüch­si­gen Buben.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Begegnung verändert

Herz­lich begrüß­te am 28. März Alt­öt­tings Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl die Wall­fah­rer des Baye­ri­schen Pil­ger­bü­ros Mün­chen unter Lei­tung von Geschäfts­füh­re­rin Dr. Irm­gard Jeh­le und dem geist­li­chen Beglei­ter Pfar­rer Mar­kus Brun­ner vor der Gna­den­ka­pel­le. Gemein­sam bete­ten sie den Engel des Herrn. Die­ses Jahr muss­ten die Pil­ger wegen teil­wei­ser Bahn­stre­cken-Sper­rung auf Bus­se aus­wei­chen. Der Haupt­teil der Pil­ger­grup­pe ging den Kreuz­weg ab Hei­li­gen­statt zu Fuß nach Alt­öt­ting. Mit Ver­weis auf das dies­jäh­ri­ge Wall­fahrts­mot­to Tran­si­tus“ im Jubi­lä­ums­jahr des hei­li­gen Fran­zis­kus, der sei­nen Tod nicht als Ster­ben son­dern als ein Hin­über­ge­hen in die Ewig­keit sah, ent­ließ Wall­fahrts­rek­tor Metzl die Münch­ner Pil­ger­grup­pe in die Bru­der-Kon­rad-Kir­che. Mit Pfar­rer Mar­kus Brun­ner fei­er­ten sie Got­tes­dienst. Mit dem Ankom­men als Pil­ger am Gna­den­ort Alt­öt­ting spü­re man Got­tes Nähe in beson­de­rer Wei­se, stell­te Pfar­rer Bru­ner fest, aber auch die mit­mensch­li­che Begeg­nung in einer Glau­bens­ge­mein­schaft. Er emp­fahl: Wir soll­ten offen sein an die­ser hei­li­gen Stät­te für eine Begeg­nung mit Gott, auch auf die Gefahr hin“, dass sie uns verändert.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ziel nicht verfehlt

Schee war’s, wenn a koid“, so das Resü­mee von Pil­ger­lei­ter Sepp Rohr­mei­er und Mit­or­ga­ni­sa­tor Hans Hal­ler bei der Ankunft der Fuß­pil­ger aus Hofkirchen/​Laberweinting am Palm­sonn­tag, 29. März, am Gna­den­ort in Alt­öt­ting. Zum 79. Mal hat­ten sie sich auf den Weg gemacht. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler war Ein­be­glei­ter der Pil­ger­grup­pe über den Kapell­platz zur Gna­den­ka­pel­le. Ihr habt Euer Ziel nicht ver­fehlt“, stell­te er fest, dank­te für das Glau­bens­zeug­nis von 80 Kilo­me­ter Fuß­wall­fahrt in zwei Tagen und stimm­te zur Ehre der Gna­den­mut­ter ein Mari­en­lied an. Es ist Jesus, Mari­as gött­li­cher Sohn, der uns durch die Zeit führt und so kön­nen wir vol­ler Zuver­sicht unse­ren Pil­ger­weg des Glau­bens wei­ter­ge­hen“, ver­si­cher­te P. Bert­hold. Die­ser irdi­sche Pil­ger­weg ist nur Durch­gang, unser Ster­ben ein Über­gang in die himm­li­sche Herr­lich­keit, so hat es uns der hei­li­ge Fran­zis­kus vor 800 Jah­ren über­lie­fert“, erklär­te er. Die Pil­ger bete­ten in den drin­gen­den Anlie­gen unse­rer Zeit, ins­be­son­de­re um Wege des Frie­dens mit­ein­an­der und für­ein­an­der, um Frie­den in den Fami­li­en sowie in Kir­che und Welt, und stimm­ten gemein­sam die Lie­der Schwar­ze Madon­na“ und Seg­ne du Maria“ an.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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