Kirche vor Ort

Mit Maria in eine gute Zukunft

Redaktion am 03.05.2026

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Am Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai hat der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl gemeinsam mit Passaus Bischof Stefan Oster SDB die Altöttinger Wallfahrtssaison offiziell eröffnet. Im Bild: Prozession mit dem Gnadenbild, das Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl trägt.

Am Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai hat der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl gemeinsam mit Passaus Bischof Stefan Oster SDB die Altöttinger Wallfahrtssaison offiziell eröffnet. In seiner Predigt in der St. Anna-Basilika rief Erzbischof Gössl zu Hoffnung und Zuversicht auf.

Die Mut­ter­got­tes hat uns zusam­men­ge­führt – es ist ihr Fest­tag“, stell­te Erz­bi­schof Gössl in sei­ner Begrü­ßung fest. Ein sehr schö­ner noch dazu: Wie in den Jah­ren zuvor, lach­te auch heu­er die Son­ne vom Him­mel. Mit einem Augen­zwin­kern sag­te Gössl, dass es viel­leicht ein biss­chen gewagt“ sei, aus­ge­rech­net einen frän­ki­schen Bischof zu die­sem Fest­tag ins Herz Bay­erns“ ein­zu­la­den. Aber ich kom­me immer wie­der ger­ne hier­her“, erklär­te der Erz­bi­schof, der schon als Weih­bi­schof des­öf­te­ren die Bam­ber­ger Pil­ger­fahrt nach Alt­öt­ting beglei­tet hat­te; zuletzt war er als Erz­bi­schof im Sep­tem­ber vor zwei Jah­ren dabei – auch für heu­er im Sep­tem­ber kün­dig­te er sein Kom­men an. Gössl ver­wies auf das Gna­den­bild, das Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl gera­de in einer fei­er­li­chen Pro­zes­si­on in die Basi­li­ka getra­gen hat­te. Es strah­le eine inni­ge Ver­bin­dung von Him­mel und Erde, von Gott und Mensch“ aus. Wenn wir zu Maria kom­men, dann führt sie uns immer zu Jesus Chris­tus, sie führt uns zusam­men“, stell­te Gössl fest. Maria, Urbild der Kir­che“, hel­fe uns, bes­ser Kir­che zu sein.

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Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl bei seiner Predigt in der St. Anna-Basilika.

Am Ende sei­ner Pre­digt griff der Bam­ber­ger Erz­bi­schof die­sen Gedan­ken erneut auf: Mit Maria dür­fen wir ver­trau­ens­voll den Weg des Glau­bens beschrei­ten, erfüllt mit Hoff­nung und Zuver­sicht“, erklär­te er. Mag auch so man­che Par­ty auf die­ser Erde zu Ende gehen – das Fest des Him­mels ist unse­re Zukunft!“ Schon heu­te in die­ser Fei­er dürf­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher des Got­tes­diens­tes in der voll besetz­ten Basi­li­ka an die­sem Fest im Him­mel“ teilhaben.

Das Bild der zu Ende gehen­den Par­ty bezog Gössl auf das Evan­ge­li­um von der Hoch­zeit zu Kana“ (Joh 2, 1 – 11), bei der der Wein aus­ging; vor allem aber auf die Stim­mungs­la­ge in unse­rem Land“: Die fet­ten Jah­re sind vor­bei – die Par­ty ist zu Ende“, stell­te er ein­gangs sei­ner Pre­digt fest. Tat­säch­lich müss­ten sowohl die Gesell­schaft als auch die Kir­che von so viel Gewohn­tem und Gutem Abschied neh­men“. Mit Blick auf glo­ba­le Ver­schie­bun­gen, ange­sto­ßen von Krie­gen, Kli­ma­ver­än­de­run­gen, Flucht­be­we­gun­gen und tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen wie der Künst­li­chen Intel­li­genz“ stell­te der Pre­di­ger fest: Das Leben scheint här­ter zu wer­den und die Unge­rech­tig­kei­ten immer grö­ßer. Wenig rosi­ge Aus­sich­ten, wo man auch hinschaut.“

Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting – Impressionen

Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Prozession mit dem Gnadenbild.
Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Gottesdienstbesucher, darunter Pilgerbetreuer, in der Basilika.
Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Passaus Bischof Stefan Oster SDB (v.l.) mit dem Bamberger Erzbischof Herwig Gössl und Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl vor der Gnadenkapelle.
Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Erzbischof Gössl trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein; dahinter (v.l.) Bischof Oster, MdL Martin Huber, Bürgermeister Stephan Antwerpen und stellvertretender Landrat Konrad Heuwieser.
Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl (v.l.) mit dem Bamberger Erzbischof Herwig Gössl und Passaus Bischof Stefan Oster SDB in der Gnadenkapelle.
Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Lichterprozession nach einer ersten Maiandacht am Abend.
Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Lichterprozession nach einer ersten Maiandacht am Abend.
Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Lichterprozession nach einer ersten Maiandacht am Abend.

Und doch gibt es laut Erz­bi­schof Gössl gute Grün­de, zuver­sicht­lich zu blei­ben. Die katho­li­sche Sozi­al­leh­re gebe uns wert­vol­le Hin­wei­se“, wenn es dar­um geht, Poli­tik, Gesell­schaft und Kir­che ange­sichts der aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen zu ord­nen. Ent­schei­dend aber sei vor allem die Grund­la­ge, auf der die Sozi­al­leh­re fußt: der Glau­be an einen drei­ei­ni­gen Gott, der uns trotz aller Rück­schlä­ge und Ent­täu­schun­gen immer wie­der das Gute zutraut“ und uns die Gestal­tung der Welt anver­traut“. Maria habe sich ganz Gott anver­traut: Was er (Jesus) euch sagt, das tut!“, zitier­te Gössl die Wor­te der Got­tes­mut­ter aus dem Evan­ge­li­um. Die­se Grund­hal­tung, die­ser Glau­be kann zu einer uner­schöpf­li­chen Ener­gie­quel­le wer­den, wenn es dar­um geht, die Pro­ble­me die­ser Welt und unse­res Lebens anzu­ge­hen und zu lösen“, beton­te er. Maria leh­re uns den grö­ße­ren, den öster­li­chen Blick“ auf den wie­der­auf­er­stan­de­nen Chris­tus. Dar­um geht für uns die Welt nicht unter, auch wenn noch so vie­les bedroh­lich aus­sieht“, stell­te der Erz­bi­schof fest.

Solis­ten, Kapell­chor und Orches­ter unter Lei­tung von Stifts­ka­pell­meis­ter Ste­phan Thin­nes sorg­ten mit Joseph Haydns Nico­lai­mes­se“ für eine beein­dru­cken­de musi­ka­li­sche Gestal­tung des Got­tes­diens­tes. Ein­gangs begrüß­te Kapu­zi­ner­pa­ter Br. Mari­nus Par­zin­ger meh­re­re Pil­ger­grup­pen, Ver­ei­ne und Ver­bän­de mit ihren Fah­nen­ab­ord­nun­gen, Pil­ger­be­treue­rin­nen und Pil­ger­be­treu­er, Pfad­fin­der und Pfad­fin­de­rin­nen sowie zahl­rei­che Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er auf K‑TV; außer­dem als Ehren­gäs­te MdL und CSU-Gene­ral­se­kre­tär Mar­tin Huber, den stell­ver­tre­ten­den Land­rat Kon­rad Heu­wie­ser, Alt­öt­tings Bür­ger­meis­ter Ste­phan Ant­wer­pen und Stell­ver­tre­te­rin Chris­ti­ne Burg­hart, zahl­rei­che Stadt­rä­te, MC-Prä­fekt Ste­fan Burg­hart sowie Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de Lui­se Hell und wei­te­re Mit­glie­der kirch­li­cher Gremien.

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Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Bischof Stefan Oster SDB stellt den neuen stellvertretenden Wallfahrtsrektor, Paulinerpater Paul Binkowski, vor.
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Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Bischof Stefan Oster SDB sendet Bischof Oster die neuen Pilgerbetreuer aus.

Am Ende des Got­tes­diens­tes stell­te Bischof Ste­fan Oster den neu­en stell­ver­tre­ten­den Wall­fahrts­rek­tor und neu­en Pri­or im St. Mag­da­lenaklos­ter, Pau­li­ner­pa­ter Paul Bin­kow­ski, offi­zi­ell vor, und dank­te ihm von Her­zen“, dass er nach Alt­öt­ting kommt.

Eben­so dank­te Bischof Oster den Schwes­tern und Brü­dern in Blau“ für ihren kost­ba­ren Dienst“. Mit Bern­har­di­ne Jetzl­sper­ger sowie den erst kürz­lich getauf­ten Brü­dern Kris­ti­an und Ores­ti Qokaj sand­te er drei neue ehren­amt­li­che Pil­ger­be­treu­er aus, die am Kapell­platz in ihrem blau­en Out­fit gut zu erken­nen sind und Pil­gern mit Tipps, Rat und auch seel­sorg­li­chen Gesprä­chen zur Sei­te ste­hen. Fünf Pil­ger­be­treue­rin­nen und ‑betreu­ern über­reich­te Oster eine Urkun­de für ihren lang­jäh­ri­gen Dienst und sprach ein Segensgebet.

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Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai 2026 in Altötting: Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl mit dem Gnadenbild.

Nach dem Got­tes­dienst zog eine fei­er­li­che Pro­zes­si­on hin­auf zur Gna­den­ka­pel­le. Anschlie­ßend fand ein Emp­fang im Rat­haus statt, wo sich Erz­bi­schof Gössl in das Gol­de­ne Buch“ der Stadt ein­trug. Bür­ger­meis­ter Ste­phan Ant­wer­pen beton­te das gute Mit­ein­an­der von Stadt und Kir­che am Wall­fahrts­ort. Erz­bi­schof Gössl wie­der­um bestä­tig­te, dass sich die Bam­ber­ger Wall­fah­rer hier immer gut auf­ge­nom­men, wert­ge­schätzt und – auch seel­sorg­lich – beglei­tet“ gefühlt hät­ten. Da an die­sem 1. Mai auch die neue Wahl­pe­ri­ode begann, nutz­te der Bür­ger­meis­ter die Gele­gen­heit, den teils anwe­sen­den alten und neu­en Stadt­rä­ten die Hand aus­zu­stre­cken“, um in respekt­vol­ler und kon­struk­ti­ver Zusam­men­ar­beit die Stadt wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Erz­bi­schof Gössl griff die­se Ges­te auf und beton­te, dass auch die Kir­che nicht nur nach oben bli­cke, beton­te aber, dass gera­de die­ser Blick nach oben viel Kraft geben kön­ne, um wie­der neu anzu­pa­cken. Er wünsch­te den Ver­ant­wort­li­chen viel Kraft, Mut und Geduld im Mit­ein­an­der, damit Alt­öt­ting der wun­der­ba­re, lie­bens­wer­te und gast­freund­li­che Ort bleibt, wie wir ihn ken­nen“. Bür­ger­meis­ter Ant­wer­pen beton­te die Bedeu­tung des 1. Mai für den Wall­fahrts­ort und wies mit Bezug auf die Begrü­ßung des Erz­bi­schofs in der Basi­li­ka augen­zwin­kernd dar­auf hin, dass der Fest­tag Patro­na Bava­riae für ganz Bay­ern und damit auch für Fran­ken“ gel­te. Gössl erklär­te, dass gera­de die­se Viel­falt, die bay­ern-inter­nen Unter­schie­de und die Rei­bungs­wär­me eine ech­te Berei­che­rung seien.

Nach­mit­tags fand eine fest­li­che Ves­per in der Stift­s­pfarr­kir­che mit Bischof Oster statt, die von der Scho­la Autin­gen­sis musi­ka­lisch gestal­tet wur­de; abends eine ers­te Mai­an­dacht in der Stift­s­pfarr­kir­che mit Stadt­pfar­rer Prä­lat Klaus Metzl, musi­ka­lisch gestal­tet von der Alt­öt­tin­ger Hof­mu­sik. Nach der Mai­an­dacht zogen Pil­ger in einer fei­er­li­chen Lich­ter­pro­zes­si­on über den Kapellplatz.

Michael
Glaß

Redakteur

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