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Bistum

„Ich träume davon, dass Gott hier erfahrbar wird“

Redaktion am 27.05.2021

20210517 140921 Sebastian Raber info-icon-20px Foto: Uschi Friedenberger

Der 30-jährige Theologe wird im HOME Passau die Leitung der dortigen Schule für Glaubens- und Persönlichkeitsentwicklung übernehmen.

PAS­SAU. Heu­te kommt auf die­ser Sei­te ein Mensch zu Wort, der sich gera­de wie ein Schnee­kö­nig auf sei­ne neue Auf­ga­be freut: Sebas­ti­an Raber (30). Der gebür­ti­ge Saar­län­der ist in Kaufe­ring im Süden von Augs­burg auf­ge­wach­sen und wird in der Jün­ger­schafts­schu­le des HOME Pas­sau die Lei­tung über­neh­men. Die­se neue Glau­bens­schu­le im frü­he­ren Pindl-Gebäu­de star­tet im Okto­ber 2021 mit den ers­ten zwölf Jün­ger­schafts­stu­den­ten. Spä­ter wer­den dort bis zu 20 jun­ge Erwach­se­ne neun Mona­te ver­brin­gen, um sich im Glau­ben zu ver­tie­fen und die Per­sön­lich­keit weiterzuentwickeln. 

Sebas­ti­an Raber erklärt sei­ne Auf­ga­be als künf­ti­ger Lei­ter der Schu­le so: Neben ande­ren Ange­bo­ten des Hau­ses ohne Alters­be­gren­zung ist die Jün­ger­schafts­schu­le J9 ein neun­mo­na­ti­ges Pro­gramm für jun­ge Leu­te zwi­schen 18 und 30 Jah­ren, wel­ches wir hin­sicht­lich der Inhal­te und Struk­tu­ren in enger Zusam­men­ar­beit mit dem HOME Salz­burg auf die Gege­ben­hei­ten in Pas­sau anpas­sen. Ich bin zusam­men mit mei­nem Team ver­ant­wort­lich dafür, dass die zwölf Stu­den­ten, die ab Anfang Okto­ber bei uns woh­nen wer­den, ein wun­der­schö­nes und lebens­ver­än­dern­des Drei­vier­tel­jahr erle­ben.“ Dabei gel­te es, vie­le Auf­ga­ben und Ver­ant­wort­lich­kei­ten zu koor­di­nie­ren, zum Bei­spiel die Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zusam­men­ar­beit mit den ande­ren Schwer­punk­ten im Haus wie Restau­rant, HOME­hilft und Gebets­haus, die Wochen­plan-Orga­ni­sa­ti­on und ‑Durch­füh­rung, die theo­lo­gi­sche Aus­bil­dung der Stu­den­ten oder auch die J9-Teambildung.

Was Gott bestellt, bezahlt er auch.”

Sebastian Raber

Und wie soll das kon­kret aus­se­hen? Wich­tig ist mir, dass die Stu­den­ten in einer Ganz­heit­lich­keit in ihrer Bezie­hung zu Jesus und in ihrer Per­sön­lich­keit wach­sen kön­nen. Das bedeu­tet, dass neben der Ver­mitt­lung von Glau­bens­wis­sen zum Bei­spiel durch Vor­trä­ge vor allem auch die Glau­bens­er­fah­rung bei­spiels­wei­se in Gebets­zei­ten zen­tral ist“, betont Sebas­ti­an. Das inten­si­ve Gemein­schafts­le­ben schleift zudem den Cha­rak­ter. Auch die vie­len Work­shops hel­fen den Stu­den­ten zu rei­fen und in ihrer Per­sön­lich­keit gestärkt zu wer­den. Ich bin froh über die Unter­stüt­zung von mei­nen Kol­le­gen, denn allein könn­te ich so eine Schu­le nicht schmei­ßen“, schmun­zelt der jun­ge Mann.

20210517 142228 Sebastian Raber info-icon-20px Foto: Uschi Friedenberger

So bin ich:

Die­ser Satz geht mir nicht aus dem Kopf: Was Gott bestellt, bezahlt er auch“ – gibt mir Zuver­sicht, dass Gott mei­ne Stel­le über einen Part­ner­kreis finanziert.

Dafür setz’ ich mich ein: Ich will mit allen Mit­teln Räu­me schaf­fen, in denen Gott erfahr­bar wird – egal ob durch mei­ne Lei­tung, Refe­ren­ten­tä­tig­keit oder Gebetsleitung. 

Ich träu­me davon … dass das HOME ein pul­sie­ren­der Ort wird, an dem vie­le Men­schen ein Zuhau­se fin­den und Gemein­schaft mit Gott und unter­ein­an­der leben.

Bei so einer kom­ple­xen Auf­ga­ben­stel­lung stellt sich natür­lich die Fra­ge, wel­che Pfun­de man bei der Bewer­bung in den Ring wer­fen muss? Dazu meint Sebas­ti­an Raber: Lei­ter einer katho­li­schen Jün­ger­schafts­schu­le zu sein ist wirk­lich ein unge­wöhn­li­ches und kom­ple­xes Job­pro­fil, für das es bis­her so noch kei­nen linea­ren Aus­bil­dungs­weg gibt. Hilf­reich war sicher­lich, dass ich in den letz­ten acht Jah­ren selbst zwei Voll­zeit-Jün­ger­schafts­schu­len als Teil­neh­mer durch­lau­fen habe und auch regel­mä­ßig als Refe­rent in natio­na­len und inter­na­tio­na­len Jün­ger­schafts­pro­gram­men tätig gewe­sen bin.“ Zudem hat er in den letz­ten fünf Jah­ren an der Uni­ver­si­tät Augs­burg katho­li­sche Theo­lo­gie stu­diert und sei­ne Abschluss­ar­beit über die The­men Evan­ge­li­sie­rung, Neue­van­ge­li­sie­rung und Jün­ger­schaft geschrie­ben. Doch die wich­tigs­te Vor­aus­set­zung sei, zeug­nis­haft selbst täg­lich Jesus mit sei­nem gan­zen Leben aktiv nach­zu­fol­gen, ist der künf­ti­ge Lei­ter von HOME Pas­sau überzeugt.

Was ist sein größ­ter Wunsch, wenn er nun die­se neue Auf­ga­be anpackt? Da hat der jun­ge Mann eine kla­re Vor­stel­lung: Ich träu­me davon, dass Gott im HOME für vie­le jun­ge Men­schen erfahr­bar wird, dass sie die Glau­bens­schät­ze der katho­li­schen Kir­che neu ent­de­cken, dass sie ihre Bezie­hung zu Jesus ver­tie­fen – und die­sen Glau­ben auch zu den vie­len Ande­ren im Bis­tum Pas­sau tra­gen. Zudem ist das HOME für mich gera­de der opti­ma­le Ort, um selbst wei­ter dar­über nach­zu­den­ken, wie heu­te Kir­che gebaut und ganz im Sinn der Neue­van­ge­li­sie­rung erneu­ert wer­den kann. Des­halb wäre auch ein gro­ßer Wunsch mei­ner­seits, einen ste­ti­gen, sicher­lich berei­chern­den Aus­tausch mit den kirch­li­chen Haupt- und Ehren­amt­li­chen zu pfle­gen und über die Erkennt­nis­se und Erfah­run­gen zu spre­chen, die wir hier im HOME machen.“

Friedenberger Uschi

Ursula Friedenberger

Redakteurin