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Bistum

Dem Himmel so nah

Redaktion am 11.05.2021

Ad B 4 info-icon-20px Daniela Riel

Als Hoffnungsabende für die Gläubigen – gerade in Zeiten der Pandemie – haben sich die Abende der Barmherzigkeit in mehreren Pfarreien im Bistum entpuppt. Die Initiatoren hoffen nun auf weitere Anfragen aus den Pfarreien.

PAS­SAU. Ich habe mich gefragt, war­um wir das nicht schon viel frü­her gemacht haben“, wun­dert sich Pas­to­ral­re­fe­ren­tin Hei­di Klin­ger, nach­dem in der Stadt­pfarr­kir­che in Frey­ung ein soge­nann­ter Abend der Barm­her­zig­keit statt­ge­fun­den hat. Wie in Frey­ung wur­de auch in vie­len ande­ren Pfar­rei­en der Diö­ze­se Pas­sau wäh­rend der Fas­ten­zeit solch ein beson­de­res Abend­ge­bet gestal­tet. Dazu haben sich jeweils klei­ne Teams vor Ort gebil­det, die ent­we­der in Eigen­re­gie oder mit Unter­stüt­zung des Refe­rats für Neue­van­ge­li­sie­rung die Orga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung des Abends über­nom­men haben.
Ob in Pas­sau oder in Spie­gel­au, Oster­ho­fen oder Prey­ing, Titt­ling oder Asbach, Rott­hal­müns­ter oder Wald­kir­chen, Land­au an der Isar oder Lind­berg: Die Aben­de der Barm­her­zig­keit waren regel­rech­te Hoff­nungs­aben­de für die Gläu­bi­gen, gera­de in die­ser her­aus­for­dern­den Zeit der Corona-Pandemie.

Der Abend der Barm­her­zig­keit war ein recht wert­vol­ler und beein­dru­cken­der Abend, der nach­klingt“, ist sich Annet­te Ammerl sicher, die die­ses Ange­bot ehren­amt­lich in ihrer Pfar­rei Prey­ing mit­ge­tra­gen hat. Die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung, die ergrei­fen­de Musik, der Impuls über Got­tes Barm­her­zig­keit, die ver­trau­ens­vol­len Gebe­te und die Mög­lich­keit, ein­fach nur in Ruhe da sein zu dür­fen, erfül­len mit inne­rer Freu­de. Mich fas­zi­nier­te die wun­der­schö­ne Atmo­sphä­re des Gebe­tes in mei­ner Hei­mat­kir­che, in der man Jesu Nähe und zugleich die Ver­bun­den­heit und die Gemein­schaft mit den ande­ren Betern spü­ren durf­te“, so Annet­te Ammerl weiter. 

Die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung, die ergrei­fen­de Musik, der Impuls über Got­tes Barm­her­zig­keit, die ver­trau­ens­vol­len Gebe­te und die Mög­lich­keit, ein­fach nur in Ruhe da sein zu dür­fen, erfül­len mit inne­rer Freu­de. Mich fas­zi­nier­te die wun­der­schö­ne Atmo­sphä­re des Gebe­tes in mei­ner Hei­mat­kir­che, in der man Jesu Nähe und zugleich die Ver­bun­den­heit und die Gemein­schaft mit den ande­ren Betern spü­ren durfte.”

Annette Ammerl

Das stim­mungs­vol­le Ambi­en­te des Abends ist auch Dom­ka­pi­tu­lar Chris­ti­an Alt­mannsper­ger aus Oster­ho­fen in Erin­ne­rung geblie­ben: Mei­nes Erach­tens hat die beson­de­re Beleuch­tung der Kir­che und das Ker­zen­licht bei den Got­tes­dienst­be­su­chern und vor dem Altar und dem Aller­hei­ligs­ten zu einer beson­de­ren Stim­mung bei­getra­gen. Durch die Beleuch­tung der Mons­tranz und dem Herrn im Aller­hei­ligs­ten, wur­de der Fokus der Gläu­bi­gen ganz auf IHN gerich­tet. Dazu die wun­der­ba­re Musik und die Gebe­te und Tex­te, die vie­le Gläu­bi­ge berührt und zum Nach­den­ken über die Barm­her­zig­keit Got­tes gebracht haben. Der ers­te Abend der Barm­her­zig­keit in Oster­ho­fen war für alle Betei­lig­ten rund­um gelun­gen.“ Den Herrn in den Mit­tel­punkt stel­len, um ein­fach in der Gegen­wart Got­tes zu ver­wei­len, ist das zen­tra­le Anlie­gen der Aben­de der Barm­her­zig­keit. Beson­ders die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung sowie das Sakra­ment der Ver­söh­nung möch­ten den Raum der per­sön­li­chen Begeg­nung mit Gott eröff­nen. Durch das Ange­bot, per­sön­li­che Gebets­an­lie­gen auf­zu­schrei­ben, eine Ker­ze vor das Aller­hei­ligs­te zu brin­gen oder einen Bibel­vers als ermu­ti­gen­den Zuspruch Got­tes zu zie­hen, wird erfahr­bar, dass vor Gott alle Last abge­legt und neue Kraft für den All­tag geschöpft wer­den kann. Vie­le Men­schen sind dafür dank­bar. Sehr oft habe ich die Anfra­ge von Gläu­bi­gen aus dem Pfarr­ver­band erhal­ten“, erzählt Dom­ka­pi­tu­lar Alt­mannsper­ger, wann denn der nächs­te Abend der Barm­her­zig­keit statt­fin­de, denn dann wer­den sie noch wei­te­re Gläu­bi­ge dazu einladen.“ 

Und dabei braucht es eigent­lich gar nicht viel, um solch einen Abend der Barm­her­zig­keit auf die Bei­ne zu stel­len. Mit einem ein­la­dend deko­rier­ten Kir­chen­raum, medi­ta­ti­ver Musik und text­li­chen Bau­stei­nen zur Barm­her­zig­keit Got­tes ist der Boden für die Ver­an­stal­tung rela­tiv ein­fach berei­tet. Recht prak­tisch war, dass die Vor­be­rei­tung des Abends für die Pfar­rei mit wenig Auf­wand ver­bun­den ist und die­ser des­halb jeder­zeit leicht durch­ge­führt wer­den kann“, fasst Annet­te Ammerl zusam­men. Das Refe­rat für Neue­van­ge­li­sie­rung bie­tet ver­schie­de­nes Mate­ri­al und Unter­stüt­zung an, wenn Pfar­rei­en einen Abend der Barm­her­zig­keit durch­füh­ren möchten.

Wir freu­en uns jeder­zeit über Anfra­gen aus den Pfar­rei­en“, ermu­tigt Ingrid Wag­ner, Lei­te­rin des Refe­rats für Neue­van­ge­li­sie­rung. Sie ist über­zeugt, dass ein Abend der Barm­her­zig­keit auch außer­halb der Fas­ten­zeit geeig­net ist, um Men­schen eine bestär­ken­de Erfah­rung im Glau­ben zu ermöglichen.

Text. Danie­la Riel

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