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Bistum

Sonntagsspeisung soll Nahrung sein für Leib und Seele

Redaktion am 25.03.2021

Brian Thomas und sein Team von „HOME hilft“ OBDACHLOSE info-icon-20px Uschi Friedenberger
Viel mehr als eine warme Mahlzeit: Brian Thomas und sein Team von „HOME hilft“ sind sonntags in den Räumen der Studentengemeinde in St. Nikola für Obdachlose da.

Das HOME Passau will mit caritativen Projekten positiv in die Gesellschaft wirken – Gestartet wurde mit Essen für Bedürftige.

PAS­SAU. Sonn­tag­nach­mit­tag um 16 Uhr in den Räu­men der Stu­den­ten­ge­mein­de in Pas­sau-St. Niko­la: Die Gemü­se­sup­pe dampft. Es riecht nach war­mem Leber­kä­se. Chi­li con Car­ne, grie­chi­scher Salat und Muf­fins ste­hen ver­lo­ckend bereit. Auch heu­te wie­der haben etwa 20 obdach­lo­se und bedürf­ti­ge Män­ner und Frau­en den Weg hier­her gefun­den. Der Grund ist nicht nur die kos­ten­lo­se Mahl­zeit, son­dern auch die Gemein­schaft, die Men­schen am Rand der Gesell­schaft hier sonn­tags erleben.

Bis vor weni­gen Wochen noch haben eini­ge Stu­den­ten der Stu­den­ten­ge­mein­de die­se Sonn­tags­spei­sung orga­ni­siert. Mit Beginn der Semes­ter­fe­ri­en hat das HOME Pas­sau die­ses wich­ti­ge Pro­jekt über­nom­men und wird es auch über die kal­te Jah­res­zeit hin­aus fortführen. 

Doch wer ver­birgt sich dahin­ter? Das HOME Pas­sau, das gera­de am Dom­platz in der frü­he­ren Pindl-Schu­le ent­steht, soll eine Schu­le im Her­zen von Pas­sau für Glau­bens- und Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung wer­den. Das Herz­stück des Hau­ses bil­den bald die bis zu 25 jun­gen Erwach­se­nen, die dort neun Mona­te ver­brin­gen, um sich im Glau­ben zu ver­tie­fen und den Sinn des Lebens zu ent­de­cken. Im Okto­ber wer­den die ers­ten zwölf Jün­ger­schafts­stu­den­ten star­ten. Neben Gebet und Gemein­schaft wird unter dem Mot­to HOME hilft auch der Dienst am Nächs­ten groß geschrie­ben. Als ers­tes cari­ta­ti­ves Pro­jekt bie­tet das HOME Obdach­lo­sen sonn­tags eine Mahlzeit. 

Motor für die­se Akti­on ist Bri­an Tho­mas, der im HOME Pas­sau für die cari­ta­ti­ven Pro­jek­te zustän­dig ist. Im Gespräch mit dem Pas­sau­er Bis­tums­blatt wird deut­lich, wie er brennt für die­se Auf­ga­be und moti­viert ist bis in die Haar­spit­zen für den Dienst am Nächsten:

Eins der Kern­the­men vom HOME ist ja das Wort Jün­ger­schaft, also die Nach­fol­ge Jesu. Und ich bin der fes­ten Über­zeu­gung, egal wie fromm man ist, man kommt irgend­wann in sei­ner per­sön­li­chen Ent­wick­lung an die eige­ne Beton­de­cke, wenn man nicht anfängt zu dienen.”

Brian Thomas
Bischof Dr. Stefan Oster SDB S02 oster PB info-icon-20px Pressestelle Bistum Passau

Was mir wich­tig ist: Ich freue mich, dass HOME hilft die Sonn­tags­spei­sung für Bedürf­ti­ge über­nom­men hat. Damit macht das Team des zukünf­ti­gen HOME jetzt schon deut­lich, dass zum The­ma Jün­ger­schaft“, das ja das Haupt­the­ma im HOME sein wird, immer bei­des gehört: Fröm­mig­keit und Lie­bes­dienst, Gebet und Hin­ga­be, Hei­li­ges und Sozia­les, Got­tes­dienst und Men­schen­dienst. Allen, die sich jetzt schon dafür ein­set­zen, bin ich sehr dank­bar – und freue mich zu sehen, wie es sich wei­ter ent­wi­ckelt – wenn das HOME dann hof­fent­lich in die­sem Som­mer eröff­net wird.”
Bischof Ste­fan Oster

HOME info-icon-20px Uschi Friedenberger

Zum Hin­ter­grund der Sonn­tags­spei­sung erklärt er: Ande­re Ange­bo­te, sowohl das Kon­ra­dinum als auch die Bahn­hofs­mis­si­on der Cari­tas, sind am Sonn­tag geschlos­sen.“ Die­se Lücke für Bedürf­ti­ge wol­le man schlie­ßen. Die Gäs­te sind zwi­schen 15.30 und 17.30 Uhr in den Räu­men der Stu­den­ten­ge­mein­de beim Klos­ter St. Niko­la (Klei­ner Exer­zier­platz 15a) will­kom­men. Beim Essen wird durch aus­rei­chen­den Abstand natür­lich auf die Coro­na-Auf­la­gen geach­tet“, ver­si­chert Bri­an Tho­mas. Wer mag, kön­ne hin­ter­her noch den Stu­den­ten­got­tes­dienst in St. Niko­la um 18 Uhr besuchen.

Ums Essen allein gehe es bei der Sonn­tags­spei­sung nicht, betont Bri­an Tho­mas: Der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein!“ Man wol­le mit einem offe­nen Ohr, offe­nen Augen und offe­nem Her­zen“ auf die Men­schen in Not­la­gen zuge­hen und sie behan­deln, wie man auch Gäs­te zu Hau­se behandelt“.

Mit einem Leuch­ten in den Augen erzählt Bri­an Tho­mas von sei­ner Sehn­sucht: An den Sta­tio­nen, wo ich bis­her Erfah­run­gen sam­meln durf­te und wo wir auch Koope­ra­tio­nen anstre­ben – zum Bei­spiel Bahn­hofs­mis­si­on, Kli­ni­kum oder Alten­heim, hat­te ich immer die Sehn­sucht, mit einer gro­ßen bun­ten Trup­pe zurück­zu­kom­men, also mit Men­schen, die sich berüh­ren las­sen, die hel­fen wol­len und letz­lich die Atmo­sphä­re in der Stadt posi­tiv ver­än­dern. Genau das wol­len wir jetzt machen. Wenn das gelingt, das wür­de mich voll freuen!“

Friedenberger Uschi

Ursula Friedenberger

Redakteurin