Bistum

Auf der Seite von Maria Magdalena

Redaktion am 03.08.2026

Info Icon Foto: Claudia Wildfeuer
Frauenbundvorsitzende Isolde Schmid (l.) bedankt sich bei Gottesdienstleiterin Maria Öllinger mit Blumen für den schönen Gottesdienst, umrahmt von den Ministrantinnen Laura Schreib (r.) und Lina Öllinger (l.).

Wortgottesdienst des KDFB Oberkreuzberg am Festtag der Apostelin in der Kirche St. Maria Magdalena in Oberkreuzberg

Was für ein schö­ner Got­tes­dienst! Der hat mir wirk­lich etwas gege­ben!“ In ihrem Fazit waren sich die 120 Besu­cher und Besu­che­rin­nen einig, als sie den Wort­got­tes­dienst zu Ehren Maria Mag­da­le­nas ver­lie­ßen und beim Steh­emp­fang drau­ßen noch lan­ge bei­sam­men­stan­den. Der Frau­en­bund Ober­kreuz­berg hat­te ein­ge­la­den, Maria Mag­da­le­nas Fest gebüh­rend zu fei­ern. Und das bereits zum zwei­ten Mal in der Kir­che St. Maria Mag­da­le­na in Oberkreuzberg.

Isol­de Schmid, die Vor­sit­zen­de des Frau­en­bun­des, freu­te sich rie­sig, wie­der so vie­le Frau­en und eini­ge Män­ner begrü­ßen zu dür­fen, dar­un­ter die Regio­nal­be­auf­trag­ten Wal­traud Mader und Manue­la Eider und sehr vie­le Frau­en­bün­de aus Nah und Fern und Diplom-Theo­lo­gin Maria Öllin­ger. Die­se hat­te den Got­tes­dienst vor­be­rei­tet und mit den Lek­to­rin­nen Eli Burg­hardt und Rena­te Friedl, die Kyrie, Lesung und Für­bit­ten vor­tru­gen, durch­ge­führt. Der Kir­chen­chor Ober­kreuz­berg unter der Lei­tung von Karin Aigner umrahm­te die Fei­er mit wun­der­schö­nen Lie­dern, dar­un­ter eini­ge medi­ta­ti­ve Gesän­ge aus Tai­zé, und trug damit sehr zum Gelin­gen des Got­tes­diens­tes bei.

Aus der Lesung aus dem Evan­ge­li­um nach Maria Mag­da­le­na, einer apo­kry­phen (ver­bor­ge­nen) Schrift, die in der frü­hen Kir­che weit ver­brei­tet war, aber nicht ins Neue Tes­ta­ment auf­ge­nom­men wur­de, war ersicht­lich, welch gro­ße Auto­ri­tät Maria Mag­da­le­na in der Urkir­che war und welch gro­ßes Anse­hen sie genoss. Petrus hat­te Pro­ble­me damit, weil Jesus Maria Mag­da­le­na bevor­zug­te und mit ihr über Geheim­nis­se rede­te, über die er mit den männ­li­chen Jün­gern nicht sprach. So heißt es wört­lich: Ist es mög­lich, dass der Erlö­ser so mit einer Frau gere­det hat über Geheim­nis­se, die wir nicht kennen?“

In der Pre­digt infor­mier­te Öllin­ger dar­über, dass Kar­di­nal Marx in Mün­chen das Frau­en­re­fe­rat des Erz­bi­schöf­li­chen Ordi­na­ri­ats beauf­tragt habe, eine Kam­pa­gne zu erstel­len, um Maria Mag­da­le­nas Reha­bi­li­ta­ti­on vor­an­zu­trei­ben. Denn es sei noch immer nicht allen Men­schen bewusst, dass man an Maria Mag­da­le­na Ruf­mord began­gen hat­te, als man sie zur Sün­de­rin und Hure mach­te. Sie sei von Anfang an Apos­te­lin und nicht sal­ben­de Sün­de­rin oder Pro­sti­tu­ier­te gewe­sen. Die Bibel­wis­sen­schaft habe das ein­deu­tig her­aus­ge­fun­den. Sie ist die ers­te Zeu­gin der Auf­er­ste­hung und Jesus hat ihr den ers­ten Ver­kün­di­gungs­auf­trag gege­ben. Sie wird sogar Apos­to­la Apos­to­lorum“ genannt. Papst Fran­zis­kus hat ihr 2016 nur ihren Titel Apos­te­lin, den sie von Anbe­ginn hat­te, zurück­ge­ge­ben, als er ihr Fest am 22. Juli zu einem Apos­tel­fest mit eige­ner Prä­fa­ti­on erho­ben hat.

Öllin­ger for­der­te die Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer auf, dies wei­ter­zu­sa­gen, damit Maria Mag­da­le­na nur noch als die gese­hen wird, die sie wirk­lich ist: die hei­li­ge Apos­te­lin Maria Magdalena.

Text: red

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