Bistum

Erfolgreiche Sanierung

Redaktion am 21.09.2026

Info Icon Foto: Georg Hahn
Ein besonderer Moment: Pater Josef segnet die frisch renovierte Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Atzberg bei Mitterskirchen.

Mit einem Festgottesdienst und der Segnung der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Atzberg fand die aufwändige Sanierung der Kirche nun einen würdigen Abschluss.

Nur strah­len­de Gesich­ter gab es an die­sem Fest­tag in der Kir­che und auf dem gesam­ten Gelän­de rund um das Got­tes­haus, denn das Got­tes­haus erstrahlt nun wie­der in neu­em, wun­der­ba­rem Glanz. Die Sanie­rung wur­de in meh­re­ren Abschnit­ten vom April 2025 bis zum Jah­res­en­de über die Büh­ne gebracht. Nach dem Pfarr­heim, dem Pfarr­hof und den bei­den Fried­hö­fen ist nun auch die Wall­fahrts­kir­che in Atz­berg ein wah­res Schmuck­stück geworden.

Mit einem Kos­ten­auf­wand von 300.000 Euro sind die viel­fäl­ti­gen Reno­vie­run­gen nun end­gül­tig abge­schlos­sen. Erfreu­li­cher­wei­se wur­de durch Hand- und Spann­diens­te ein­schließ­lich Bau­lei­tung und einer Rei­he von Eigen­leis­tun­gen mit über 600 Stun­den die ver­an­schlag­te Sum­me nicht über­schrit­ten, berich­te­te Kir­chen­pfle­ger Josef Kell­hu­ber bei sei­ner Bilanz im Rah­men des klei­nen Fest­ak­tes. Von der Diö­ze­se nann­te er einen Zuschuss in der Höhe von 150.000 Euro. Wei­te­re Zuschüs­se kamen von der Gemein­de (20.000 Euro), Spen­den­ak­ti­on (34.200 Euro) sowie vom Bezirk Nie­der­bay­ern (10.000 Euro). Der ver­blei­ben­de Rest von 68.300 Euro konn­te aus den Rück­la­gen der Pfarr­kir­chen­stif­tung ent­nom­men wer­den, ohne dass die Pfar­rei Schul­den auf­wei­se. Fast alles am Gebäu­de wur­de ​„umge­dreht“ bei der Sanie­rung, wie aus der aus­führ­li­chen Bilanz her­vor­ging. Sehr auf­wän­dig war natür­lich die neue Dach­lat­tung mit Ein­de­ckung der Biber­schwän­ze. Vor­aus­ge­gan­gen waren auf­wän­di­ge Mau­rer­ar­bei­ten am Gesims, damit künf­tig Luft­ein­tritt am Dach­stuhl mög­lich ist, sowie die Ent­fer­nung des Schutts mit einem Saug­bag­ger. Auch bei der Sakris­tei wur­de der Dach­stuhl kom­plett erneu­ert. Sehr hoch hin­aus ging es beim Turm bei der Sta­bi­li­sie­rung der Außen­mau­ern, da beim gleich­zei­ti­gen Läu­ten der zwei Glo­cken sehr hef­ti­ge Schwin­gun­gen ent­stan­den. Her­aus­for­dernd war die Abnah­me des Kreu­zes und der Kugel mit der Ver­gol­dung. ​„Bauch­schmer­zen“ mach­ten bei der Sanie­rung zudem die erheb­li­chen Schä­den beim Fun­da­ment und dem Außen­putz sowie Mau­er­ris­se. Am gesam­ten Gebäu­de wur­den die Dach­rin­nen, sons­ti­ge Kup­fer­ble­che und die Blitz­schutz­an­la­ge erneuert.

Viel Auf­wand erfor­der­te zudem im Innen­be­reich die Sanie­rung von schim­me­li­gen Berei­chen. Im Außen­be­reich wur­de das gesam­te Gebäu­de gestri­chen. Eine neue Info­ta­fel am Ein­gang, gespon­sert von Dr. Micha­el Zau­ner, zeigt die his­to­ri­schen Daten der Kir­che. Beson­ders bedank­te sich Josef Kell­hu­ber bei sei­nen zahl­rei­chen Hel­fern, wel­che die­se Maß­nah­me in hohem Umfang unter­stütz­ten. Maß­geb­lich zu die­ser Punkt­lan­dung bei­getra­gen habe auch Josef Peindl als Pla­ner, Bau­lei­ter und Pro­blem­lö­ser. Nach­dem wie­der alles an sei­nem Platz ste­he, so Kir­chen­pfle­ger Kell­hu­ber, sei der All­tag in der Kir­che wie­der ein­ge­kehrt – aber jetzt in einem ​„herr­li­chen beein­dru­cken­den Wohn­zim­mer Got­tes“. Der beson­de­re Dank bei der Abschluss­fei­er galt allen betei­lig­ten Fir­men und den zahl­rei­chen ehren­amt­li­chen Hel­fern, aber auch den vie­len Pfarr­an­ge­hö­ri­gen, Ver­ei­nen und der poli­ti­schen Gemein­de, die sich mit groß­her­zi­gen Spen­den enga­gier­ten. Als Ergeb­nis die­ser Gemein­schafts­leis­tung steht die Kir­che nun wie­der in einem sehr guten bau­li­chen Zustand unter der Obhut der Kir­chen­pa­tro­nin Maria, wel­che auch künf­tig ihre schüt­zen­de Hand über die­sen wun­der­ba­ren Ort hal­ten möge.

Im Namen der Gemein­de gra­tu­lier­te 2. Bür­ger­meis­ter Georg Hahn zu die­ser gelun­ge­nen Sanie­rung und bedank­te sich bei den uner­müd­li­chen Helfern.

Begon­nen hat­te der beson­de­re Fest­tag mit einem erhe­ben­den Got­tes­dienst durch Pater Josef und Dia­kon Alfred Dau­ben­merkl. Ein beson­de­res Schman­kerl bot dabei die musi­ka­li­sche Umrah­mung durch die Grup­pe ​„Bama aca­pel­la musi­ca“, wel­che die ​„Klei­ne Mes­se“ von Anet­te Tho­ma zur Auf­füh­rung brach­te. In Beglei­tung von Ange­li­ka Bau­mann am Hack­brett, The­re­sa Kap­seg­ger, Gei­ge, Ber­na­dette Hein­rich, Gitar­re, Lui­sa Hein­rich, Kon­tra­bass, und Sepp Hum­mel­sper­ger am Akkor­de­on erleb­ten alle Anwe­sen­den an die­sem Fest­tag einen wah­ren Hoch­ge­nuss. Pater Josef wür­dig­te vor allem die Leis­tung der Men­schen, die dazu bei­getra­gen haben, dass die­se Kir­che nun wie­der so schön dasteht. Er ermun­ter­te die Got­tes­dienst­be­su­cher, sich wie­der ein­mal bewusst Zeit zu neh­men für ein Gebet oder für die Mit­fei­er der hei­li­gen Mes­se: ​„Gott wie­der ein­mal bewusst für etwas dan­ken, das im All­tag selbst­ver­ständ­lich gewor­den ist. Denn unser Glau­be ist etwas Wert­vol­les, das gepflegt wer­den möch­te. Und dafür brau­chen wir auch unse­re Kir­chen.“ Der Mensch brau­che Orte, an denen er für einen Moment aus sei­nem All­tag her­aus­kom­men kön­ne. Gera­de die klei­nen Neben­kir­chen hät­ten dabei einen beson­de­ren Wert. ​„Sie gehö­ren zu unse­ren Dör­fern, zu unse­rer Hei­mat und zu unse­rer Geschich­te.“ Men­schen hät­ten hier seit Gene­ra­tio­nen Gott für glück­li­che Stun­den gedankt, in schwe­ren Zei­ten Trost gesucht und ihre Ver­stor­be­nen sei­nem Erbar­men anver­traut. ​„Nun hat unse­re Gene­ra­ti­on Ver­ant­wor­tung über­nom­men und dafür gesorgt, dass die­se Kir­che auch für die Men­schen nach uns erhal­ten bleibt. Dar­auf dür­fen wir stolz und dafür dür­fen wir dank­bar sein.“ Aber das schöns­te Dan­ke­schön für alle, die bei der Reno­vie­rung mit­ge­hol­fen haben, wäre, wenn die­se Kir­che auch wei­ter­hin mit Leben erfüllt bleibt, beton­te der Geist­li­che. ​„Wenn hier gebe­tet und gesun­gen wird, wenn hier Kin­der und Erwach­se­ne zusam­men­kom­men, wenn hier Men­schen ihren Glau­ben fei­ern und neue Kraft für ihren All­tag bekommen.“

Text und Foto: Georg Hahn

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