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In den pastoralen Räumen Freyung, Grafenau und Waldkirchen nahm das Team Schulpastoral seine Arbeit auf. Es soll bei der Schulentwicklung mitwirken.
Das Team Schulpastoral steht unter der Leitung von Gemeindereferentin Stefanie Weingärtner und Dekan Magnus König und besteht zur Zeit aus neun Mitgliedern mit unterschiedlicher Berufsausbildung. Es hat sich im Einzelnen folgende Ziele gesetzt:
- Die Schulen bei Projekten und Unternehmungen im Bereich Schulpastoral und weit darüber hinaus in jeder gewünschten Art und Weise unterstützen – bis hin zur aktiven Mitarbeit;
- Für Schulleiter und Lehrkräfte Fortbildungen und Materialien etc. entwickeln, die praxisbezogen bei Projekten helfen;
- Religionslehrkräften helfen, die im Bereich Schulpastoral tätig sind oder tätig werden wollen;
- Die Aktivitäten aller an der Schulpastoral Beteiligten koordinieren.
Nach zwei internen Sitzungen veranstaltete das Team Schulpastoral eine erste Fortbildung für seine Zielgruppe in Hohenau. (Religions-)Lehrkräfte und Schulleitungen aus Grundschule, Mittelschule, Förderschule, Berufsschule, Gymnasium und Fachakademie nahmen zahlreich daran teil.
Das Team versteht Schule nicht nur als Lernort, sondern als Lebensraum und versucht einen Beitrag zu einer humanen Gestaltung von Schule zu leisten. Angebote im Sinne der Schulpastoral betreffen alle Menschen im Lern- und Lebensraum Schule: Schüler, Lehrer, Schulleitungen, Eltern. Deshalb stellt sie den Menschen in den Mittelpunkt. Sie stärkt die Gemeinschaft an einer Schule und fördert das soziale Lernen. Dafür bietet sie Unterstützung in Krisensituationen, Begleitung bei der Auseinandersetzung mit Lebens- und Sinnfragen und spirituelle Erlebnis- und Erfahrungsräume an. Motivation für das Engagement aller an Schulpastoral Beteiligter ist letztlich der christliche Glaube.
„Wir bieten für den Lebensraum Schule Ideen, Materialien und Kompetenzen an“, so Jugendseelsorger Johannes Geier. „Wir unterstützen z. B. bei liturgischen Feiern, bei der Förderung von sozialen Kompetenzen und bei der Bearbeitung von aktuellen Themen wie Toleranz, Demokratie, Wertevermittlung, Mobbing, Krieg und Frieden“, ergänzte Seminarrektorin Sabine Resch. „Auch für kreative Angebote, Musicals, Projekte zur Bibel und Solidaritätsaktionen kann man das Team anfragen“, schloss Stefanie Weingärtner.
Die Teilnehmenden stellten anschließend Aktivitäten aus dem Bereich Schulpastoral kurz vor, die ihnen gelungen waren: Unter anderem wurden das Schülerbibel-Projekt, die Frühschicht, ein Religions- oder Meditationsraum, die stille Pause, ein Gesprächsangebot für Schüler und der Wertereisekoffer angeführt.
Schließlich kamen Aktionen zur Sprache, die man gerne durchführen würde, bei denen man aber noch Unterstützung benötige: Das sind u.a. Solidaritätsaktionen für die ganze Schule, thematische Einheiten bei Abschlussfahrten, Hilfe bei Schulgottesdiensten, eine Fortbildung zur Projektarbeit und schulübergreifende Taizé-Fahrten; außerdem wünschten sich Teilnehmende ganz allgemein Hilfen bei der Suche nach Materialien zur Schulpastoral.
Beim ersten Treffen nach dieser Fortbildung machte sich das Team Schulpastoral darüber Gedanken, in welcher Form die Ideen der Teilnehmenden realisiert werden könnten.
Zunächst einmal wurde eine organisatorische Maßnahme geplant. Sowohl alle Teilnehmenden der Fortbildung in Hohenau als auch alle Schulen in den pastoralen Räumen Freyung, Grafenau und Waldkirchen werden eine Liste mit den Namen der Mitglieder des Teams Schulpastoral und deren Kontaktdaten erhalten. Darüber hinaus sollen Schulen mit schulpastoralen Angeboten miteinander vernetzt werden.
Ganz konkret will das Team eine Fortbildung mit dem Titel „Hilfe – ich muss einen Schulgottesdienst leiten“ anbieten. Sie findet am Dienstag, 14. Oktober, von 14.30 bis 17 Uhr im Pfarrsaal und in der Pfarrkirche in Freyung statt und wird für Lehrer aller Schularten angeboten. Interessierte können sich über FIBS anmelden.
Als dauernde Unterstützung schwebt dem Team vor, im Internet Schulgottesdienste und andere spirituelle Inhalte zu präsentieren.
Außerdem war sich das Team einig, dass die Grundlage für alle weiteren Aktivitäten eine einführende Fortbildung bilden sollte, was Schulpastoral ist und welche Handlungsfelder sie umfasst. Das Ganze soll in Workshops stattfinden und Best-Praxis-Beispiele vorstellen. Genaueres steht aber noch nicht fest.
Das Team machte sich schließlich darüber Gedanken, wie weitere Angebote für die Planung und Durchführung von Solidaritätsaktionen für die ganze Schule und thematische Angebote bei Schulfahrten aussehen könnten. Auch hier gibt es aber noch keine endgültigen Pläne.
Text: Marcus Güll-Uhrmann



