Bistum

Ökumene ist Verpflichtung

Redaktion am 21.07.2025

Gruppenfoto mit unter anderen Gerhard Auer und Bischof Stefan Oster. Info Icon Foto: Hubert Mauch
Ökumenebeauftragter des Bistums Gerhard Auer (v.l.), Dekan Jochen Wilde, Bischof Stefan Oster, Ökumenebeauftragter des Kirchenkreises Norbert Stapfer und Volker Napiletzki vom Referat Ökumene im Landeskirchenamt freuen sich über einen gelungenen Gesprächsaustausch bei der Konferenz der Ökumenebeauftragten.

Passau war für drei Tage Zentrum der bayerischen Ökumene: Die diesjährige Tagung der Ökumenebeauftragten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern fand unter dem Motto „Christusbekenntnis heute – 1700 Jahre nach Nicäa“ im Haus Spectrum Kirche statt.

Die 39 Öku­me­n­ebe­auf­trag­ten hat­ten in den drei Tagen vom 8. bis 11. Juli im Tagungs­haus Spec­trum Kir­che ein stram­mes, aber abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm zu bewäl­ti­gen. Es bestand aus einer Mischung aus Refe­ra­ten, per­sön­li­cher Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der Fra­ge nach den eige­nen Chris­tus­bil­dern und Gesprä­chen mit Gäs­ten aus der Ökumene.

Der ers­te Kon­fe­renz­tag stand ganz im Zei­chen des Jubi­lä­ums ​„1700 Jah­re Kon­zil von Nicäa“. Heu­te ist Nicäa ein Pro­vinz­nest mit gro­ßer Ver­gan­gen­heit süd­lich von Istan­bul und heißt Iznik. Es wur­de durch die dort abge­hal­te­nen öku­me­ni­schen Kon­zi­le der alten Kir­che der Spät­an­ti­ke bedeu­tend. Im Jahr 325 n. Chr. wur­de dort die Fra­ge nach der Gött­lich­keit Jesu und sei­ner Stel­lung zu Gott dem Vater und dem Hei­li­gen Geist, der Tri­ni­tät, geklärt.

Das Jubi­lä­um habe ​„gematcht“, sag­te Vol­ker Napi­letz­ki, der die Kon­fe­renz zusam­men mit einem Team vor­be­rei­tet hat­te. Es tref­fe ein Bedürf­nis und die Her­aus­for­de­rung, ​„wie heu­te Chris­ten anschluss­fä­hig von Chris­tus reden, und wie die Fro­he Bot­schaft die Men­schen auch erreicht“. Unter­su­chun­gen zeig­ten, dass Jesus als Mensch hoch­ge­schätzt werde.

Am zwei­ten Kon­fe­renz­tag stand nach der eher his­to­ri­schen The­ma­tik des ers­ten Tages die Anschluss­fä­hig­keit im Mit­tel­punkt von Gesprä­chen und Gruppenarbeiten.

In sei­nem Gruß­wort beton­te Bischof Oster die gute öku­me­ni­sche Zusam­men­ar­beit, bei­spiels­wei­se im öku­me­ni­schen Zen­trum Emma­us in Bad Gries­bach, in der Bene­dik­ti­ner­ab­tei Nie­der­al­taich, der evan­ge­li­schen Enkla­ve Orten­burg, den Stu­die­ren­den­ge­mein­den und auf vie­len Ebe­nen der Stadt­ge­mein­schaft. Ihn beschäf­ti­ge die Fra­ge: ​„Wie kann Kir­che wach­sen, auch gemeinsam?“.

Als per­sön­lich wich­tig bezeich­ne­te Dekan Jochen Wil­de die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Deka­nats­syn­ode und Diö­ze­san­rat in Form von gemein­sa­men Tagun­gen und Aktio­nen wie dem öku­me­ni­schen Zwi­schen­ruf vor den Wah­len. ​„Wir müs­sen in Zei­ten der Ver­än­de­run­gen auf vie­len Ebe­nen öku­me­ni­scher wer­den.“ Er plä­dier­te für weni­ger Selbst­be­schäf­ti­gung und mehr öku­me­ni­sches Agie­ren und In-Erscheinung-Treten.

„Öku­me­ne ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit“, ließ Archi­man­drit Geor­gi­os Sio­mos durch sein vor­ge­le­se­nes Gruß­wort ver­kün­den. Dia­log sei kei­ne Opti­on, son­dern eine Ver­pflich­tung und begin­ne mit einem freund­li­chen Blick oder einer freund­li­chen Geste.

Am letz­ten Tag der Kon­fe­renz ging es um die künf­ti­ge Rol­le und Aus­ge­stal­tung der Arbeit der Öku­me­n­ebe­auf­trag­ten. Gesprächs­part­ner war Ober­kir­chen­rat Ste­fan Blum­tritt. Die Kon­fe­renz ende­te mit einem Reisesegen.

Text und Foto: Hubert Mauch

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