Bistum

„Aufs Ganze gehen“

Redaktion am 09.02.2026

Info Icon Foto: Barbara Osdarty
Am „Tag des geweihten Lebens“ kamen auf Einladung von Ordensreferent Dr. Franz Haringer Ordensleute verschiedener Gemeinschaften in der Votivkirche in Passau zusammen, um gemeinsam zu singen, zu beten und danke zu sagen.

Sich ganz Gott anvertrauen – Frauen und Männer, die sich für ein geweihtes Leben entscheiden, sind genau dazu bereit. Und zwar nicht nur für sich, sondern stellvertretend für alle Menschen. Der „Tag des geweihten Lebens“ ist eine Gelegenheit, dafür zu danken.

2. Febru­ar – ein düs­te­rer Win­ter­tag kurz vor dem Abend: Der Innen­raum der Votiv­kir­che in Pas­sau ist dämm­rig, nicht ein­mal das vie­le Gold der Hei­li­gen­fi­gu­ren ver­mag den Ort zu erhel­len. Dann wer­den die Ker­zen ent­zün­det. Das Licht wan­dert von Hand zu Hand, und mit jeder neu auf­lo­dern­den Flam­me wächst das Strah­len, brei­tet sich woh­li­ge Wär­me aus.

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Am „Tag des geweihten Lebens“ kamen auf Einladung von Ordensreferent Dr. Franz Haringer Ordensleute verschiedener Gemeinschaften in der Votivkirche in Passau zusammen, um gemeinsam zu singen, zu beten und danke zu sagen.

Die Seg­nung der Ker­zen und die Wei­ter­ga­be des Lich­tes, womit die Fei­er zum Tag des geweih­ten Lebens“ tra­di­tio­nell beginnt, sind Momen­te voll tie­fer Sym­bo­lik: Chris­tus, das Licht, das kommt, um die Welt zu erleuch­ten, erstrahlt hell in den Hän­den gera­de jener Män­ner und Frau­en, die sich ent­schie­den haben, ihr Leben ganz in Got­tes Hand zu legen.

Es sind vor allem Ordens­leu­te, die der Ein­la­dung von Ordens­re­fe­rent Dr. Franz Harin­ger gefolgt sind, den Tag des geweih­ten Lebens“ gemein­sam in der Votiv­kir­che zu bege­hen, dane­ben aber bei­spiels­wei­se auch Ange­hö­ri­ge von Säku­lar­in­sti­tu­ten. Die Geweih­ten dank­ten Gott an dem Tag dafür, dass er sie zu dem von ihnen gewähl­ten Leben in Armut, Gehor­sam und Keusch­heit beru­fen hat, aber auch dafür, dass die­se Lebens­form sie über die Ordens­gren­zen hin­weg zu einer gro­ßen Gemein­schaft ver­bin­det. Die­se Gemein­schaft fei­er­ten sie im Anschluss an die Ves­per mit einem Bei­sam­men­sein in den Räum­lich­kei­ten der Pas­sau­er Maristen.

Und nicht nur die Ordens­leu­te sag­ten Dank: Die anwe­sen­den Gläu­bi­gen haben mit ihrem Mit­fei­ern bezeugt, wel­chen Wert das geweih­te Leben inner­halb der kirch­li­chen Gemein­schaft hat und dass auch sie Dank­bar­keit emp­fin­den dafür, dass Men­schen sich für die­sen Weg entscheiden.

Weil sich der Todes­tag Franz von Assis­is 2026 zum acht­hun­derts­ten Mal jährt, rück­te ihn Dr. Harin­ger im Rah­men der Ves­per in den Mit­tel­punkt: Er, der alter Chris­tus“, sei sei­nem Herrn ganz nahe gekom­men, ihm gleich gewor­den, weil er das Evan­ge­li­um in all sei­ner Radi­ka­li­tät ver­stand und leb­te. Ohne Ver­harm­lo­sun­gen, ohne Umdeu­tun­gen – kurz gesagt: ohne Weichzeichner.

So sei er Ansporn und Vor­bild für alle, nicht nur für die Geweih­ten, und las­se gleich­zei­tig gera­de dadurch, dass er aufs Gan­ze geht“, das Fro­he der christ­li­chen Bot­schaft aufscheinen. 

Barbara
Osdarty

Redakteurin

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