Nur wenige Stunden Fahrtzeit von Passau entfernt erreichen wir Slowenien – ein kleines Land, das auf engstem Raum eine beeindruckende Vielfalt bietet: majestätische Gebirge, eine malerische Küste, ausgedehnte Wälder und traditionsreiche Weinanbaugebiete.
Viele Touristen durchqueren das winzige Land auf dem Weg zur kroatischen Adriaküste, ohne seine besonderen Schätze wahrzunehmen. 2017 entschied ein internationales Schiedsgericht einen langjährigen Grenzstreit zugunsten Sloweniens. Seitdem verfügt das Land offiziell über eine 46 Kilometer lange Küstenlinie. Doch unser Bus musste gar nicht bis ans Mittelmeer fahren, um Bademöglichkeiten zu finden: Unsere Reisegruppe wurde herzlich in einem der zahlreichen Thermenhotels des Landes empfangen. Dort gab es alles, was das Wellness-Herz begehrt: heilendes Thermalwasser, Massagen und entspannende Saunalandschaften.
Der kulturelle Kern des Landes ist jedoch Ljubljana (deutsch: Laibach), eine der grünsten Hauptstädte Europas. Die charmante, autofreie Altstadt, geprägt vom Fluss Ljubljanica und der historischen Burganlage, beeindruckt mit ihrer urbanen Eleganz und ihrem reichen historischen Erbe. Die berühmten „Drei Brücken“, die Markthalle und viele weitere architektonische Besonderheiten verdankt die Stadt dem bedeutenden Architekten Jože Plecnik, der die Stadtgestaltung ab den 1920er-Jahren entscheidend prägte.
Reiseleiterin Nina bereicherte unseren dreitägigen Aufenthalt mit spannenden Informationen über Land, Geschichte und Menschen. Das kleine Volk – Slowenien zählt nur etwas mehr als zwei Millionen Einwohner – ist stolz auf seine Sprache und seine Unabhängigkeit. Das Land war einst Teil Jugoslawiens, das in den 1990er-Jahren zerfiel. Einige unserer Reisegäste erinnerten sich noch reisen von diese Zeit. Heute präsentiert sich Slowenien als modernes, gepflegtes und hervorragend organisiertes Land. Die beeindruckende Natur Sloweniens konnten wir in den verschiedenen Blumenparks erleben. Zur schönsten Rosenblütezeit besuchten wir den botanischen Park Arboretum Volcji Potok und den botanischen Garten Pivola. Unsere Gruppe genoss die Ruhe, die Farbenpracht und die harmonische Ästhetik dieser weitläufigen Anlagen. In Maribor bestaunten wir die 450 Jahre „Alte Rebe“, sie gilt als der älteste noch fruchttragende Weinstock der Welt.
Slowenien hat uns gezeigt: Wahre Größe misst sich nicht an der Fläche eines Landes, sondern an der Vielfalt seiner Landschaften, seiner Kultur und seiner Menschen.



