Begleitet von versierten einheimischen Fremdenführern, wanderte man gleich zu Beginn von Cala Mesquida durch die Reserva Marina del Llevant de Mallorca. In dem von Bäumen und niedrigem Buschwerk geprägten Dünengebiet, das unter Naturschutz steht, lernte man die Aleppo-Kiefer, Steineichen sowie die Zwergpalme, (Chamaerops humilis), die einzige heimische Palmenart auf Mallorca, kennen. Weiße und rosa Zistrosen, Mastixsträucher, Myrten und Erdbeerbäume säumten den Weg, der auch zu mehreren malerischen Buchten führte.
Die Wanderer wunderten sich über die teils beachtlichen Berge von braunem, abgestorbenen Seegras. Der Reiseleiter erklärte, dass dies die Blätter einer einzigartigen Unterwasserpflanze, der Posidonia oceanica, sind. Sie ist dafür verantwortlich, dass das Wasser rund um die Küsten von Mallorca so außerordentlich sauber und kristallklar ist. Im Winter schützen die angespülten Pflanzenteile die Sandstrände, die ansonsten von den Stürmen mitgerissen würden. Ein ausgiebiges Picknick mit typisch mallorquinischen Spezialitäten und erlesenen Weinen belohnte die Gruppe am Strand Cala Agulla.
Der zweite Ausflug führte zu den Salinen „Salinas d’Es Trenc“ in den eher flachen Süden der Insel, nahe Campos. Seit Jahrhunderten wird hier auf traditionelle Weise Meersalz in mühevoller Handarbeit hergestellt.
Was wäre eine Reise nach Mallorca ohne einen Besuch in der Hauptstadt? Schwerpunkt war diesmal das im teils romanischen und teils im gotischen Stil erbaute Castell de Bellver. Es thront als ein kreisrunder Wehrbau nahe der Innenstadt von Palma über der Bucht und gilt als einmalig in Spanien und Europa. Immer wieder wurde die Burg im Laufe der Jahrhunderte auch als Gefängnis benutzt. Jetzt befindet sich im Erdgeschoss das Museum zur Stadtgeschichte von Palma. Ein kleiner Teil ist auch dem Leben der Ureinwohner gewidmet.
Ein Spaziergang durch die Altstadt über den Hauptplatz bis zur Markthalle in Palma ist ein absolutes Muss, ebenso wie der Besuch der gotischen Kathedrale, der optional angeboten wurde. Aber es blieb auch Zeit für Erholung am langen Strand von Playa de Mura oder Ausflüge nach Alcúdia und Artá. Ein besonderer Dank galt Brigitte Striedl. Spontan brachte sie interessierten Reiseteilnehmerinnen und ‑teilnehmern ihr Hobby, den Line Dance, nahe.
Was bleibt nach dieser Woche ist die Erinnerung an eine schöne, fröhliche Zeit und an die Begegnungen mit wunderbaren Menschen, die fast zu einer Familie geworden sind!
Text und Fotos: Susanne und Manfred Zauner
