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Das Gebäude steht, das Dach ist drauf: Auf einer der größten Baustellen in der Stadt Passau konnte nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit ein kombiniertes Baustellen-Richtfest gefeiert werden. Der Neubau des Bauabschnitts 1 der Caritas-Förderzentren Don Bosco und St. Severin in Passau-Grubweg schreitet planmäßig voran.
Es ist eine Mega-Baustelle in Passau und das größte Projekt in der über hundertjährigen Geschichte der Caritas. Bis 2030 sollen die sonderpädagogischen Förderzentren Don Bosco und St. Severin für knapp 350 Schülerinnen und Schüler dann fertig sein. Es ging flott voran. Die Firmen und Partner haben sich den Winter über ins Zeug gelegt. Am Mittwoch, 29. April, fand das Richt- und Baustellenfest statt.
Wie der Baustellen-Koordinator Helmut Rammer vom Architekturbüro H2M erläutert, schreitet der Innenausbau im Bauabschnitt 1 bereits zügig voran. Die einzelnen Gewerke liegen voll im Zeitplan. Die Elektro – , Heizungs‑, Klima‑, Lüftungs- und Sanitär-Installationen und Deckenarbeiten in der Schwimmhalle sind fast erledigt. Die Turnhalle ist bis auf die Prallwände, Schwingboden und die Türen so weit fertig, und beim Verbindungsbau werden die Trockenbauwände geschlossen, sodass der Estrichleger die Arbeit aufnehmen kann.
Mit April 2027 ist der gesamte erste Bauabschnitt auch mit dem Pausenhof und dem Sportplatz fertig. Dann ziehen die ersten Schülerinnen und Schüler in das neue Gebäude des sonderpädagogischen Zentrums. Auch die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) und die Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) ziehen mit um. Dann sollen wiederum die Don-Bosco-Schülerinnen und Schüler in den frei werdenden Severin-Altbau übersiedeln – der Startschuss für Bauabschnitt 2, den Neubau des Förderzentrums Don Bosco für körperliche und motorische Entwicklung, ebenfalls mit SVE und HPT.
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Die Förderzentren mit jeweils integrierter heilpädagogischer Tagesstätte werden Lernhäuser der kurzen Wege sein. Turnhalle und Schwimmbad sind barrierefrei erreichbar. Das Rasenspielfeld befindet sich, als Terrasse am Hang angelegt, auf dem Dach der Turnhalle. Und alles geschieht bei laufendem Betrieb. So wurden allein 51.000 Kubikmeter Erdreich ausgehoben, etwa so viel wie 25 olympische Schwimmbäder. 780 Tonnen Stahl wurden bisher verbaut und etwa 8000 Kubikmeter Beton, vergleichbar mit dem Wasser in 3200 Standard-Swimmingpools.
Für die Caritas-Direktorin Andrea Anderlik ist das Großprojekt „ein Ort der Fürsorge, Geborgenheit und Begegnung. Wir übernehmen damit auch in Zukunft Verantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen.“ Und mit Blick auf den designierten Oberbürgermeister Andreas Rother: „Ein großer Dank gilt allen mitwirkenden Unternehmen und Unterstützern, hier natürlich besonders auch der Stadt Passau.“ Bereits 2011 fiel der Startschuss zu den ersten Planungen dieses Megaprojekts. Zunächst als Sanierung geplant, wurde daraus ein moderner Neubau.
Wenn alles weiter im Plan bleibt, kann der Termin zur Fertigstellung 2030 eingehalten werden. Ein deutliches Zeichen für junge Menschen mit unterschiedlichen Handicaps. 50 Jahre nach dem Bau der ersten Förderzentren in Passau-Grubweg waren Häuser und Ausstattung in die Jahre gekommen und mit neuen Vorschriften nicht weiter vereinbar. Es ist die größte Baumaßnahme in der gut hundertjährigen Geschichte des Caritas-Diözesanverbandes. Ein Millionenbau mit modernster Ausstattung für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf.
Text und Fotos: Wolfgang Duschl/Nadja Homm



