Bistum

Ein unvergesslicher Tag

Redaktion am 06.07.2026

Info Icon Foto: Franz Stangl
Großer Andrang um den Altar: Über 20 Geistliche waren beim Primizgottesdienst mit Mathias Eder in Thyrnau dabei und stärkten Mathias Eder den Rücken.

Mathias Eder aus Donauwetzdorf feierte nach seiner Priesterweihe Heimatprimiz in Thyrnau und Donauwetzdorf.

Das war mit Sicher­heit der größ­te Tag im bis­he­ri­gen Leben von Mathi­as Eder, es war aber auch ein sehr gro­ßer Tag für sei­ne Hei­mat­pfar­rei Thyr­n­au und für sei­nen Hei­mat­ort Doana­u­wetz­dorf. Zum ers­ten Mal in der lan­gen Geschich­te die­ses Ortes war ein jun­ger Mann zum Pries­ter geweiht worden.

Fast der gesam­te Ort war des­halb auch als Zeu­ge vor Ort, als Mathi­as Eder im Hohen Dom sein Adsum“ –„Ich bin bereit“ ver­sprach und er damit zum Pries­ter geweiht wur­de. Noch am sel­ben Abend berei­te­ten die Donau­wetz­dor­fer dem Neu­pries­ter einen über­aus herz­li­chen Emp­fang. Im Schmuck­stück des Ortes, der dem hl. Bru­der Kon­rad geweih­ten Dorf­ka­pel­le, seg­ne­te er bei einer anschlie­ßen­den Ves­per sein neu­es Pri­miz­ge­wand, das ihm die Pfar­rei Thyr­n­au gespen­det hat­te, sowie eine gro­ße Primizkerze.

Tags dar­auf waren alle auf den Bei­nen, um in der Thyr­nau­er Pfarr­kir­che St. Franz Xaver mit Neu­pries­ter Mathi­as Eder die Hei­mat­pri­miz zu fei­ern. Musi­ka­lisch ange­führt vom Kell­ber­ger Bleh Haf­fa“ unter der Lei­tung von Leo Schau­er waren zuvor alle teil­neh­men­den Ver­ei­ne mit über 20 Geist­li­chen an der Spit­ze vom Klos­ter aus durch die Thyr­nau­er Hof­mark zur Pfarr­kir­che gezo­gen. 
Ein ers­ter Höhe­punkt in die­sem fei­er­li­chen Got­tes­dienst war dann die Primizpredigt.

Pri­miz­pre­di­ger Kaplan Tobi­as Asbeck aus der Pfar­rei Gra­fen­au wähl­te als roten Faden eine beson­de­re Lei­den­schaft von Mathi­as Eder, näm­lich das Rad­fah­ren. Eder war nach erfolg­rei­chem Stu­di­en­ab­schluss sogar 250 Kilo­me­ter zum berühm­ten Mari­en­hei­lig­tum in Maria­zell geradelt.

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Eucharistiefeier beim Primizgottesdienst mit Mathias Eder in Thyrnau.

Der Glau­be ist wie das Rad­fah­ren, das ver­lernt man nicht“, stell­te Tobi­as Asbeck ein­lei­tend in sei­ner Pre­digt fest, denn wenn man ein­mal wirk­lich gemerkt hat, dass der Glau­be einen so wie das Rad­fah­ren vor­an­bringt, dann ver­lernt man ihn auch nicht mehr.“ Frei­lich gehö­re den­noch Mut dazu, in die­ser Zeit Pries­ter zu wer­den, Pries­ter zu sein und vor allem auch, Pries­ter zu blei­ben, gestand Asbeck. Der Pri­miz­spruch von Mathi­as Eder aus dem Römer­brí­ef gebe dar­auf eine wun­der­ba­re Ant­wort: Seid fröh­lich in der Hoff­nung, gedul­dig in der Bedräng­nis, beharr­lich im Gebet.“

Lie­ber Mathi­as, als Pries­ter bist du für die Men­schen qua­si der Fahr­leh­rer im Glau­ben“, so wand­te er sich an den Neu­pries­ter, du willst die Men­schen aus­rüs­ten mit Pro­vi­ant, mit der Hoff­nungs­re­ser­ve, die sie brau­chen. Du hilfst ihnen, die Stoß­dämp­fer des Glau­bens rich­tig ein­zu­stel­len, und die Geduld zu haben, um gut über stei­ni­ge Wege zu kom­men. Und du zeigst ihnen auch noch, wie sie rich­tig in die Peda­le tre­ten und wie sie durch das Gebet wirk­lich im Glau­ben vor­an­kom­men können.“

Fami­lie, Dorf­ge­mein­schaft und Pfarr­ge­mein­schaft hät­ten das Umfeld geprägt, wo Mathi­as das Rad­fah­ren im Glau­ben gelernt hat, wo er sei­ne ers­ten Fahr­ver­su­che im Glau­ben gemacht hat und wo er dann sat­tel­fest gewor­den ist im Glau­ben. Abschlie­ßend hat­te Tobi­as Asbeck auch noch einen ganz per­sön­li­chen Wunsch an den Neu­pries­ter: Lie­ber Mathi­as, ich wün­sche dir von Her­zen, dass du ganz vie­le Men­schen triffst, die dich bei den vie­len Anläs­sen dei­nes Pries­ter­tums in ihr Leben mit hin­ein­neh­men, die dich als Pries­ter wert­schät­zen und die dir dann ihre Freund­schaft anbie­ten. So wer­den dich die Men­schen auch wahr­neh­men, weil du nicht dich in den Mit­tel­punkt stellst, son­dern Jesus Chris­tus, den ein­zi­gen und wah­ren Weg im Glauben.“

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Mathias Eder (Bildmitte) mit Schwester Helena (v.r.), Mama Bärbel, Papa Erich und Schwester Maria.

Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Got­tes­dienst vom Thyr­nau­er Kir­chen­chor unter der Lei­tung von Maxi­mi­li­an Jäger und vom Kell­ber­ger Bleh Haf­fa“. Zum Schluss seg­ne­te Mathi­as Eder noch die Fah­nen­bän­der zur Erin­ne­rung an die­se Pri­miz“ und er hef­te­te sie dann per­sön­lich an die anwe­sen­den 13 Ver­eins­fah­nen. Ein Höhe­punkt war schließ­lich noch der fei­er­li­che Pri­miz­se­gen durch den Primizianten.

Eder dank­te schließ­lich allen, die zum Gelin­gen die­ser kirch­li­chen Fei­er und des anschlie­ßen­den welt­li­chen Fes­tes in Donau­wetz­dorf bei­getra­gen hat­ten. Sei­nen aller­größ­ten Dank aber rich­te­te er an sei­ne Fami­lie mit Mama Bär­bel, Papa Erich, den bei­den Schwes­tern Maria und Hele­na und die bei­den Omas für die all­zeit beglei­ten­de und hilf­rei­che Unter­stüt­zung hin auf die­sen gro­ßen Tag.

Nach der Pri­miz­fei­er mach­te sich ein gro­ßer Teil der Got­tes­dienst­be­su­cher mit den Autos auf den Weg zum Fest­zelt in Donauwetzdorf.

In einer deut­lich zu spü­ren­den Wel­le von Herz­lich­keit, bei der auch der Stolz der Donau­wetz­dor­fer dar­über zum Aus­druck kam, dass aus der Mit­te ihrer Dorf­ge­mein­schaft ein Neu­pries­ter her­vor­ge­gan­gen ist, wur­de Mathi­as Eder ein herz­haf­ter Nach­mit­tag bereitet.

Zum Aus­klang eines ein Leben lang unver­gess­li­chen Tages fei­er­te Mathi­as
Eder vor allem mit der Dorf­ge­mein­schaft an der Dorf­ka­pel­le noch eine Andacht.

Text und Fotos: Franz Stangl

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