Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 28.05.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Zu Pfingsten treibt der Heilige Geist Tausende Pilger nach Altötting. Neben den beiden großen Gruppen aus Regensburg und München/Freising kamen noch rund 30 weitere angemeldete Wallfahrten – hier einige Eindrücke.

Dem Ehrenamt verpflichtet

Die Tra­di­ti­ons­wall­fahrt aus Pal­ling-Tyrl­brunn war auch heu­er Vor­hut“ der zahl­rei­chen Pfingst­wall­fahr­ten und traf am Mon­tag­nach­mit­tag, 18. Mai, in Ein­be­glei­tung von Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg am Kapell­platz ein. Auf­grund eines Gelüb­des aus der Pest­zeit (1650) wird die­se Fuß­wall­fahrt all­jähr­lich durch­ge­führt. Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­der Hans May­er bedank­te sich bei den Teil­neh­mern fürs gemein­sa­me Gebet und freu­te sich zugleich über die Bereit­schaft von Josef Jah­ner, das Vor­trags-Kreuz künf­tig den Fuß­pil­gern vor­an­zu­tra­gen. Jah­ner ist May­ers Nef­fe und der Schwie­ger­sohn von Kir­chen­pfle­ger Hans Gastin­ger; er kom­men­tier­te schmun­zelnd sein neu­es Ehren­amt: Wenn schon die Ver­wandt­schaft so eif­rig kirch­lich in der Pfar­rei Pal­ling enga­giert ist, dann bleibt mir ja fast nichts ande­res übrig, als das auch zu machen.“ Fran­zis­ka­ner­pa­ter Ivo Ziv­ko­vic, der sich den Pal­lin­gern fuß­pil­gernd ange­schlos­sen hat­te, war auch Zele­brant bei der Pil­ger­mes­se in der Bruder-Konrad-Kirche.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Fröhliche Pilger

Mit Sor­gen und Nöten sind wir auf­ge­bro­chen, um bei Maria Hoff­nung, Kraft und Mut fürs Leben zu erbit­ten“, stell­te Josef Win­nerl, Pil­ger­lei­ter der Fuß­wall­fahrt Eichen­dorf-Wal­ler­fing, fest und bedank­te sich bei Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk für die Ein­be­glei­tung am frü­hen Pfingst­sams­tag­mor­gen, 23. Mai, zur Gna­den­ka­pel­le. Es ist alle Jah­re ein unbe­schreib­li­ches Gefühl der Freu­de und Erleich­te­rung bei der Gna­den­mut­ter anzu­kom­men. Das gemein­sa­me Beten und Sin­gen unter­wegs stärkt die Glau­bens­ge­mein­schaft“, erzähl­te er. Bei dem son­ni­gen Pil­ger­wet­ter gebe es ver­ständ­li­cher­wei­se nur strah­len­de Gesich­ter. So auch bei Vor­trags­kreuz-Trä­ge­rin Bri­git­te Grup­per und Stan­dar­ten­trä­ger Hans Schott. P. David erklär­te: Fröh­li­che Pil­ger sind ech­te Pil­ger und Glau­bens­zeu­gen.“ Dann ent­ließ er die Eichen­dor­fer mit P. Jos­hy Kan­ji­ratham­kun­nel zum Pil­ger­got­tes­dienst in den Kongregationssaal.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Spende für Stiftspfarrkirche

Der lang­jäh­ri­ge Rie­den­bur­ger Pil­ger­lei­ter Jakob Schmailzl weiß wie wich­tig die Stür­me­rin und wei­te­re Glo­cken der Stift­s­pfarr­kir­che sind, die Wall­fah­rer mit ihrem Geläut begrü­ßen. Bei der Ein­be­glei­tung der exakt 416 Teil­neh­mer an der Fuß­wall­fahrt aus Rie­den­burg am 23. Mai war das Glo­cken­läu­ten kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, denn die ein­ge­rüs­te­ten Stift­s­pfarr­kir­chen-Tür­me wei­sen auf eine drin­gend gewor­de­ne Reno­vie­rung hin. Im Namen der Rie­den­bur­ger Fuß­wall­fah­rer über­ga­ben des­halb Pil­ger­lei­ter Schmailzl und Zwei­te Vor­sit­zen­de Alex Wag­ner vor der Gna­den­ka­pel­le an Kapu­zi­ner­pa­ter Mari­nus Par­zin­ger einen Scheck über 500 Euro zur Glo­cken­stuhl-Reno­vie­rung“. In der St. Anna-Basi­li­ka fei­er­ten die Pil­ger mit Pfar­rer Wer­ner Sul­zer und Pfar­rer Ste­fan Lan­ger Got­tes­dienst; zuvor wur­de ein selbst­ver­fass­tes Lau­da­to si“ ange­stimmt. In der Basi­li­ka fand auch die Jubi­lar­seh­rung statt und zugleich die Ver­ab­schie­dung von der lang­jäh­ri­gen Admi­nis­tra­ti­ons­se­kre­tä­rin Gud­run Schmid, die heu­er im März in den wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand ging.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Liebe und Gotteserfahrung

Die Lie­be zur Schöp­fung und Got­tes­er­fah­rung des hei­li­gen Fran­zis­kus wir­ke bis in die heu­ti­ge Zeit, beton­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel mit Ver­weis auf das 800-jäh­ri­ge Fran­zis­kus-Jubi­lä­um zu des­sen Tran­si­tus (Hin­über­gang). 84 Erdin­ger Fuß­wall­fah­rer unter Lei­tung von Elfrie­de Bau­er und Anton Huber hat­ten sich am 23. Mai um 1 Uhr ab Wal­perts­kir­chen auf den Weg gemacht, mit dem Bus wur­de ein Teil­stück des Pil­ger­wegs abge­kürzt. Pfar­rer Mar­tin Gar­mai­er zele­brier­te die Pil­ger­mes­se in der Bruder-Konrad-Kirche.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Nachts unterwegs

Bis Hörl­k­ofen waren die die Fuß- und Bahn­pil­ger aus Frei­sing (Pfar­rei St. Lan­t­pert) sowie aus Neu­fahrn bei Frei­sing am 23. Mai in der Nacht mar­schiert, ehe sie dann gemein­sam mit dem Zug die rest­li­che Stre­cke in den Wall­fahrts­ort fuh­ren, wo sie Prä­lat Klaus Metzl begrüß­te. Der Alt­öt­tin­ger Wall­fahrts­rek­tor zele­brier­te auch den Got­tes­dienst in der Stift­s­pfarr­kir­che. Spät­nach­mit­tags fei­er­ten bei­de Grup­pen jeweils eine Andacht in St. Kon­rad. Abends nah­men bei­de Grup­pen an der Lich­ter­pro­zes­si­on teil. Am Pfingst­sonn­tag in der Früh fei­er­ten sie eine Pil­ger­mes­se in St. Kon­rad, ehe sie Bru­der Mari­nus Par­zin­ger wie­der nach Hau­se verabschiedete.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Zum 80. Mal

Zum 80. Mal kamen heu­er am 23. Mai die Fuß­wall­fah­rer aus Win­zer nach Alt­öt­ting – und dies fro­hen Mutes“ auch ange­sichts des schö­nen Wet­ters und des gut orga­ni­sier­ten Ablaufs, wie Pfar­rer Richard Simon fest­stell­te. Einen knapp 90 Kilo­me­ter lan­gen Fuß­marsch in zwei Tagen hat­ten die Pil­ger unter Lei­tung von Josef Amme­rer gemeis­tert. Pfar­rer Simon ver­sprach eine kur­ze Pre­digt nach der anstren­gen­den Wall­fahrt: Ich bin müde. Ihr seids müde. Amen.“ Den Got­tes­dienst in der Bru­der Kon­rad­kir­che – musi­ka­lisch gestal­tet von den Schmied-Deandln“ (Drei­ge­sang) – zele­brier­te er gemein­sam mit Kaplan Anto Lee­gin Rex Pan­ki­ras und mit einem pro­mi­nen­ten Gast: Pater Jose Deva­sa­gay Msfs, Pro­vin­zi­al der Mis­sio­na­re des hl. Franz von Sales in Rio de Janei­ro (Bra­si­li­en) war zu Besuch und kam ger­ne mit nach Alt­öt­ting. Eben­so wie der frisch gewähl­te Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Baum­gärt­ler. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler begrüß­te die Jubi­lä­ums-Pil­ger bei der Ankunft.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

300. Jubiläum

Die Grup­pe des Pil­ger­ver­eins Otzing-Micha­els­buch mit Pil­ger­lei­te­rin Elfrie­de Zell­ner hat­ten anläss­lich ihrer 300. Jubi­lä­ums-Fuß­wall­fahrt ein beson­de­res Geschenk an die Mut­ter­got­tes dabei: eine über einen Meter hohe, meh­re­re Kilo schwe­re Votiv­ker­ze wur­de beim Ein­zug am 23. Mai über den Kapell­platz zum Kon­gre­ga­ti­ons­saal mit­ge­tra­gen. Es war eine wun­der­ba­re Wall­fahrt mit Jubi­lä­ums­wet­ter‘ – und die Jugend hat super mit­ge­macht“, strahl­te die Pil­ger­lei­te­rin trotz halb­stün­di­ger Ver­spä­tung und erin­ner­te sich dabei an die letzt­jäh­ri­ge Fuß­wall­fahrt: Da ist den Pil­gern ab Simbach/​Inn bei hef­ti­gen Regen­fäl­len das Was­ser buch­stäb­lich aus den Schu­hen gelau­fen.“ Kapu­zi­ner­pa­ter Mari­nus Par­zin­ger, der die Ein­be­glei­tung über­nahm, ver­ab­schie­de­te sich nach kur­zen Begrü­ßungs­wor­ten, denn es galt, die Regens­bur­ger Fuß­pil­ger ein­zu­be­glei­ten. Aber das war für die Fuß­pil­ger aus Otzing-Micha­els­buch kein Pro­blem: Geteil­te Freu­de ist dop­pel­te Freu­de: Gleich zwei Pries­ter zele­brier­ten den Jubi­lä­ums­got­tes­dienst: P. Gre­gor Schul­ler OSB war Haupt­ze­le­brant, Pfar­rer Gün­ther Mül­ler aus Pfef­fen­hau­sen, in Otzing behei­ma­tet, über­nahm die Pre­digt. Eine Blä­ser­grup­pe der Fami­lie Schmu­de­rer gestal­te­te die Mes­se musikalisch.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Kreuz und Fahne

Mit Kreuz und Fah­ne zog auch heu­er am 23. Mai die Tra­di­ti­ons­wall­fahrt aus Hall­berg­moos-Gold­ach über den Kapell­platz. Zum 127. Mal fand sie statt. Unter Lei­tung von Rudi Zeil­ho­fer hat­ten sich die Wall­fah­rer um 1 Uhr früh auf den Weg nach Hörl­k­ofen gemacht, fuh­ren von dort mit dem Bus nach Hei­li­gen­statt und mar­schier­ten wei­ter den Kreuz­weg nach Alt­öt­ting. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel beglei­te­te die Pil­ger ein. Am Gna­den­ort fei­er­ten sie eine Mes­se und nah­men abends an der Lich­ter­pro­zes­si­on teil.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Treue Pilger

Treue Pil­ger nach Alt­öt­ting sind auch die Fuß­wall­fah­rer aus Isma­ning (St. Johann Bap­tist) mit ihrem Lei­ter Bern­hard Land­mann. Zum 191. Mal fand heu­er die Tra­di­ti­ons­wall­fahrt statt. Pau­li­ner­pa­ter Dr. Atti­la Hesz begrüß­te am 23. Mai die Pil­ger am Gna­den­ort. Sie fei­er­ten eine selbst­ge­stal­te­te Andacht in der Insti­tuts­kir­che der Con­gre­ga­tio Jesu (St. Josef), nah­men abends an der Lich­ter­pro­zes­si­on teil und fei­er­ten eine Mes­se mit Pfar­rer Mar­kus Brun­ner am Pfingstsonntag.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Gebet zur Muttergottes

Kurz vor den Regens­bur­gern zogen die Fuß­pil­ger aus Met­ten und Umge­bung am Pfingst­sams­tag um 9 Uhr unter der Füh­rung von Pil­ger­lei­ter Sepp Eiden­schink, Stan­dar­ten­trä­ger Josef Heigl und Vor­trags­kreuz­trä­ger Sieg­fried Fellin­ger zur Gna­den­ka­pel­le für ein Gebet zur Muttergottes.

Text und Fotos: Wolf­gang Terhörst

Hinein ins Treiben

Mit­ten hin­ein in das Trei­ben am Kapell­platz zie­hen jedes Jahr am Pfingst­sams­tag die Wall­fah­rer aus Eichenried/​Moosinning/​Eicherloh: Am frü­hen Vor­mit­tag zie­hen meh­re­re Grup­pen, dar­un­ter auch die gro­ße Wall­fahrt aus Regens­burg, fast zeit­gleich ein – und etli­che Freun­de, Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge und Neu­gie­ri­ge war­ten. Am 23. Mai um drei Uhr früh war auch heu­er die Grup­pe um Pil­ger­lei­ter Dia­kon Die­ter Spöttl nach Alt­öt­ting auf­ge­bro­chen. Zu Fuß waren sie in der Nacht von Eichen­ried nach Hörl­k­ofen mar­schiert, mit dem Zug ging es nach Tüßling und dann wie­der zu Fuß bis ans Ziel. Nach­mit­tags fei­er­ten sie Got­tes­dienst in der Bru­der Kon­rad­kir­che, abends nah­men sie am Kreuz­tra­gen um die Gna­den­ka­pel­le teil, dann auch an der Vor­abend­mes­se in der Basi­li­ka und an der Lich­ter­pro­zes­si­on, Sonn­tag­mit­tag an einer Andacht in der Basilika.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Nach der Wallfahrt ist vor der Wallfahrt …

Nach der Wall­fahrt ist vor der Wall­fahrt“, stell­te Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl nach der Ein­be­glei­tung der Deg­gen­dor­fer Fuß­wall­fah­rer am 23. Mai in die Stift­s­pfarr­kir­che fest; im Blick hat­te er Pil­ger­lei­ter Flo­ri­an Stal­lin­ger. Wenn man das Pil­ger­ziel Alt­öt­ting erreicht hat, dann steht schon wie­der die Pla­nung fürs nächs­te Jahr an, und dafür braucht es gute Pil­ger­lei­ter wie den Flo­ri­an und ein tat­kräf­ti­ges Lei­tungs­team“, beton­te Metzl und bedank­te sich auch bei allen Teil­neh­mern für die lang­jäh­ri­ge Treue zur Mut­ter­got­tes. Nach der Jubi­lars-Ehrung rich­te­te Pfar­rer Franz Pfef­fer beim Pil­ger­got­tes­dienst das Wort an die Deg­gen­dor­fer Pil­ger­grup­pe: Ihr habt so viel geleis­tet, ihr dürft wäh­rend der Mes­se ein­fach sit­zen blei­ben.“ Er beton­te dank­bar: Wir haben es wie­der mal geschafft, man­che ganz gut, ande­re schwe­rer, aber wir sind ange­kom­men bei der Mut­ter­got­tes mit all unse­ren Anliegen.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Blaskapelle

Mit Kreuz, Fah­ne und Blas­ka­pel­le zogen am 23. Mai die Fuß­wall­fah­rer aus Kirch­berg im Wald über den Kapell­platz. Nach drei Tagen und rund 120 Kilo­me­ter Fuß­marsch erreich­ten sie ihr Pil­ger­ziel; Pil­ger­lei­te­rin war erneut Mela­nie Kauf­mann. Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk begrüß­te die Wall­fah­rer im Kon­gre­ga­ti­ons­saal und sprach mit ihnen ein Gebet. Mit Pfr. P. Paul Ost­row­ski fei­er­ten sie Gottesdienst.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Aus der Hallertau

Am 23. Mai in der Mit­tags­zeit beglei­te­te Wall­fahrts­rek­tor Klaus Metzl die Fuß­wall­fah­rer aus Euern­bach-Sche­yern nach gut 100 Kilo­me­tern die letz­ten Meter vom Kol­berg­park­platz hin­auf zur Gna­den­ka­pel­le. Dort begrüß­te er die Hal­ler­tau­er herz­lich zu einer Sta­tio mit einem kur­zen Impuls zum Alt­öt­tin­ger Wall­fahrts­mot­to Tran­si­tus“.

Text und Fotos: Wolf­gang Terhörst

Mit Gottes Geist bestärkt

Bei einer Wall­fahrt sei der Blick stets nach vorn zu rich­ten, beton­te Kapu­zi­ner­pa­ter Mari­nus Par­zin­ger nach der Ein­be­glei­tung der Lal­lin­ger Fuß­pil­ger in bewähr­ten Wein­mann-Hän­den“ am 23. Mai in den Kon­gre­ga­ti­ons­saal. Den Glau­bens­weg am Vor­bild der Got­tes­mut­ter Maria gehen, bestärkt durch den Hei­li­gen Geist – da kön­ne nichts schief gehen, emp­fahl Bru­der Mari­nus den Lal­lin­gern, deren Wall­fahrts­tra­di­ti­on auf 1833 zurück­reicht. Die Pil­ger­mes­se im Kon­gre­ga­ti­ons­saal mit Pfar­rer Phil­ipp Höpp­ler beglei­te­te musi­ka­lisch Ingrid Weißl mit der Ziach.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Maria gegrüßt

Vor der Gna­den­ka­pel­le begrüß­ten die Fuß­wall­fah­rer aus Bruck­berg die Got­tes­mut­ter Maria mit Gebet und Gesang. Zum 65. Mal sie heu­er nach Alt­öt­ting mar­schiert, unter bewähr­ter Lei­tung von Jakob Ober­mai­er. Nach­mit­tags nah­men die Pil­ger an einer hl. Mes­se in der Basi­li­ka teil.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Mit großem Anliegen

Die 25 Teil­neh­mer an der Fuß­wall­fahrt aus Furth bei Lands­hut, orga­ni­siert von Fami­lie Aschen­bren­ner, sind nach zwei­tä­gi­ger Fuß­wall­fahrt am frü­hen Nach­mit­tag des 23. Mai am Ziel ange­kom­men. Die jüngs­ten Teil­neh­mer tru­gen Mama oder Papa auf der Schul­ter um die Gna­den­ka­pel­le. Herz­lich begrüß­te Pau­li­ner­pa­ter Micha­el Luko­szek die jun­ge“ Pil­ger­grup­pe und wünsch­te eine gute und geseg­ne­te Zeit hier am Gna­den­ort der Got­tes­mut­ter, die Euch Frie­den und Hoff­nung schen­ken möge“. Beson­ders haben sie bei ihrer Wall­fahrt um Gesund­heit für Sophia und für die gan­ze Fami­lie gebe­tet, wie Bru­no Aschen­bren­ner erzähl­te. Die klei­ne Cla­ra (5) durf­te beim Pil­ger­got­tes­dienst mit ver­schie­de­nen Pil­ger­grup­pen am Nach­mit­tag in der St. Anna-Basi­li­ka zusam­men mit Mama Eli­sa­beth ministrieren.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gut behütet

Gut behü­tet“ waren nicht nur die Fuß­pil­ger aus Alt­dorf bei Lands­hut, son­dern auch Kapu­zi­ner­pa­ter Mari­nus Par­zin­ger bei der Ein­be­glei­tung zur Gna­den­ka­pel­le am 23. Mai in der Mit­tags­hit­ze des Pfingst­sams­tags. Mit dem Hei­li­gen Geist sei es wie mit dem Strom, so Br. Mari­nus augen­zwin­kernd bei der Sta­tio: Man sieht ihn nicht, aber man spürt ihn!“ Mit sei­ner Hil­fe soll­ten die Men­schen ange­sichts vie­ler Kri­sen zu ver­za­gen, son­dern den Blick stets auf das Hier und Jetzt richten.

Text und Fotos: Wolf­gang Terhörst

Aus Niederbayern

Aus Nie­der- nach Ober­bay­ern geht es jedes Jahr am Pfingst­sams­tag für die Pil­ger­ge­mein­schaft aus Essen­bach und Ahrain-Alt­heim im Land­kreis Lands­hut. Ab Neu­markt-St. Veit waren die Fuß­wall­fah­rer heu­er erneut nach Alt­öt­ting mar­schiert. Nach­mit­tags kamen sie an und nah­men sie an einer Pil­ger­mes­se in der Basi­li­ka teil. Pau­li­ner­pa­ter Micha­el Luko­szek begrüß­te die Grup­pe herzlich.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Im zweijährigen Turnus

Sepp Stark hat­te sich vor zwei Jah­ren von sei­nen Fuß­pil­gern aus Lan­gen­mo­sen als Pil­ger­lei­ter ver­ab­schie­det. Wich­tig war ihm, dass die­se Wall­fahrt wei­ter­geht. Am 23. Mai gegen 18.30 Uhr, beglei­te­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler die Fuß­wall­fah­rer zur Gna­den­ka­pel­le ein. An drei Tagen waren sie unter­wegs gewe­sen. Zur Freu­de von Sepp Stark, der zwar die­se Wall­fahrt wei­ter orga­ni­siert, aber sel­ber nicht mehr fuß­pil­gernd beglei­ten kann, waren es so vie­le Teil­neh­mer wie nie. Der Hei­li­ge Geist rüt­telt auf, gibt Kraft zum Wei­ter­ge­hen“, bestä­tig­te P. Bert­hold und stimm­te vor der Gna­den­ka­pel­le das Lied Seg­ne du Maria“ an.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Der Heilige Geist wirkt, wann er will

Mit 485 Teil­neh­mern zeig­te sich die Wall­fahrts­lei­tung mit Karin Probst, Erwin Heindl und Jür­gen Lei­min­ger bei der 144. Strau­bin­ger Fuß­wall­fahrt sehr zufrie­den – zum Fuß­pil­gern war es aller­dings viel zu heiß, lau­te­te der ein­stim­mi­ge Kom­men­tar. Bei der Ankunft am frü­hen Mor­gen des Pfingst­sonn­tags, 24. Mai, stan­den bereits Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl sowie Regens­burgs Pil­ger­pfar­rer Han­nes Lorenz Spa­lier und über­nah­men nach der herz­li­chen Begrü­ßung die Ein­be­glei­tung über den Kapell­platz zur St. Anna-Basi­li­ka. Zusam­men mit Strau­bings Dekan Johan­nes Plank und Prä­mons­tra­ten­ser­pa­ter Phil­ipp Schmid­bau­er wur­de Pil­ger­got­tes­dienst gefei­ert, musi­ka­lisch umrahmt von den Musik­freun­den Rain. Wall­fahrts­lei­ter Jür­gen Lei­min­ger ent­zün­de­te die mit­ge­brach­te Votiv­ker­ze am Volks­al­tar in der St. Anna-Basi­li­ka. Dekan Plank sag­te nach der Seg­nung. Dies sei ein Zei­chen, ver­gleich­bar, wie der Hei­li­ge Geist an Pfings­ten die Her­zen der Men­schen ent­flammt“. Für Hei­ter­keit im Got­tes­haus sorg­te die Tat­sa­che, dass die mit­ge­brach­te Votiv­ker­ze nach dem ers­ten Ent­zün­den erlosch und nach erneu­ten Ver­su­chen end­lich Feu­er fing“. Das Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes lässt sich nicht erzwingen …

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Blumenkranz und Votivkerze

Die Lands­hu­ter Fuß­wall­fahrt zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting zählt zu einer der ältes­ten und längs­ten über­lie­fer­ten Ein-Tages-Mär­schen. Eine Votiv­ta­fel in der Gna­den­ka­pel­le ver­weist auf das Jahr 1493 – es war die Zeit des Beginns und des Auf­blü­hens der Wall­fahrt nach Alt­öt­ting. Lan­ge Zeit war die­se uralte Lands­hu­ter Pil­ger­tra­di­ti­on in Ver­ges­sen­heit gera­ten, bis sie Gün­ther Fries ab 1989 wie­der ins Leben“ rief und die Wall­fahrts­lei­tung über­nahm. Als Fries nach 30-jäh­ri­ger Füh­rung und Orga­ni­sa­ti­on kei­nen Nach­fol­ger fand, wur­de die­se Tra­di­ti­ons­wall­fahrt wie­der­um für eini­ge Jah­re auf Eis gelegt“. Seit letz­tem Jahr haben sich mit Wolf­gang Heigl und Chris­toph Glas zwei enga­gier­te Män­ner gefun­den, die mit Unter­stüt­zung vie­ler frei­wil­li­ger Hel­fer, dar­un­ter der Mal­te­ser Hilfs­dienst, das Rote Kreuz und von der alten Pil­ger­eli­te Robert Fischer mit Begleit­fahr­zeug, den Pil­ger­gang der Lands­hu­ter, 65 Kilo­me­ter die Nacht hin­durch, über­nah­men. Am 23. Mai war um 15 Uhr die Aus­sendung in der Nie­der­baye­ri­schen Lan­des­haupt­stadt bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren um die 30 Grad, wie Fischer anmerk­te. So war es nicht ver­wun­der­lich, dass ab die­sem Zeit­punkt für die 80 Teil­neh­mer neben dem Fuß­pil­gern“, dem gemein­sa­men Beten und Sin­gen, auch das Trin­ken ein Muss“ war. Von 378 Halb-Liter-Was­ser­fla­schen waren bei der Ankunft in Alt­öt­ting mal drei Fla­schen übrig­ge­blie­ben, resü­mier­te Fischer. Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl, der die Lands­hu­ter am 24. Mai zum Kon­gre­ga­ti­ons­saal ein­be­glei­te­te, um im Anschluss Pil­ger­got­tes­dienst zu fei­ern, zoll­te sei­nen höchs­ten Respekt. Auf Wall­fahrt unter­wegs zu sein bedeu­te, ein Ziel vor Augen haben, dabei aber die Ori­en­tie­rung nicht zu ver­lie­ren, stell­te er fest. Der Geist des Herrn mache leben­dig, ent­zün­de die Her­zen der Men­schen. Stell­ver­tre­tend für die Teil­neh­mer ent­zün­de­te Pil­ger­lei­ter Wolf­gang Heigl die gro­ße mit­ge­brach­te Votiv­ker­ze. Am Ende des Got­tes­diens­tes wur­de tra­di­ti­ons­ge­mäß in der Gna­den­ka­pel­le das alte Lands­hu­ter Votiv­bild mit einem Blu­men­kranz geschmückt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Seit 2 Uhr früh unterwegs

Über ange­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren bei der Wall­fahrt in der Nacht freu­ten sich heu­er am 25. Mai die Fuß­wall­fah­rer aus Neu­markt St. Veit. Um 2 Uhr früh waren sie auf­ge­bro­chen und rund sechs Stun­den mar­schiert. Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl und sein Stell­ver­tre­ter Kapu­zi­ner­bru­der Mari­nus Par­zin­ger begrüß­ten die rund 300 Teil­neh­mer am frü­hen Vor­mit­tag in Alt­öt­ting und beglei­te­ten sie über den Kapell­platz zur Basi­li­ka, wo sie mit Pfar­rer Franz Eisen­mann und Pfarr­vi­kar Marek Kalin­ka Got­tes­dienst feierten.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

In St. Josef

St. Josef im Alt­öt­tin­ger Süden ist den Fuß­wall­fah­rern aus Pför­ring im Land­kreis Eich­stätt zur Hei­mat gewor­den. Dort fei­er­ten sie nach 130 Kilo­me­tern Weg­stre­cke am Pfingst­mon­tag um 9 Uhr wie­der ihren Pil­ger­got­tes­dienst, wie immer beglei­tet von der eige­nen Band. Das musi­ka­li­sche Feld hat dabei der ehe­ma­li­ge Papst­pi­lot“ Mar­tin Ott inzwi­schen sei­nen Kin­dern über­las­sen – gleich­wohl ist der Mit­be­grün­der der Pfingst­wall­fahrt Pför­ring die Stre­cke mit­ge­gan­gen: Jeden Kilo­me­ter!“ Groß war die Wie­der­se­hens­freu­de mit Pfar­rei-Urge­stein Josef Wag­ner, der die Hal­ler­tau­er seit vie­len Jah­ren betreut – in der Kir­che und anschlie­ßend beim gesel­li­gen Bei­sam­men­sein mit Speis und Trank im Innen­hof der Kir­che. Pil­ger­pfar­rer Tho­mas Vogel leg­te den Wall­fah­rern in sei­ner gewohnt bild­rei­chen wie schwung­vol­len Pre­digt ans Herz, mit der Kraft des Hei­li­gen Geis­tes immer wie­der zu Ermu­ti­gern zu wer­den – Ver­hin­de­rer und Schwarz­ma­ler gebe es schließ­lich schon mehr als genug.

Text und Fotos: Wolf­gang Terhörst

Mit Mama auf Pilgergang

Den Abschluss der pfingst­li­chen Fuß­wall­fahr­ten mach­ten auch die­ses Jahr mit ihrer Ankunft am Gna­den­ort die Fuß­wall­fah­rer aus Ober­hau­sen am Pfingst­mon­tag, 25. Mai, gegen 13 Uhr. Die­se Wall­fahrt geht auf ein Gelüb­de in der Pest­zeit bis ins Jahr 1713 zurück. Beim Brun­nen nahe Gast­hof Schex, ein ange­neh­mer schat­ti­ger Platz, war­te­ten Johan­na und Mag­da­le­na mit ihrem Papa auf die Mama und den sie­ben­jäh­ri­gen Bru­der Moritz. Der gro­ße Bru­der mar­schier­te ab Burg bei Win­hö­ring mit. Respekt! Bei die­sen hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren war es gewiss kein ver­gnüg­li­cher Spa­zier­gang. Ins­ge­samt erreich­ten 140 Teil­neh­mer ihr Pil­ger­ziel. Vor­an mar­schier­te Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­tor Ste­phan Wirth­mül­ler mit dem Pil­ger­kreuz. Unter Glo­cken­ge­läut zogen die Pil­ger über den Kapell­platz und dann in die Stift­s­pfarr­kir­che ein. Wie Pil­ger­lei­ter Anton Schacht­ner und sei­ne Toch­ter Eli­sa­beth berich­te­ten, war mit 22 Pil­gern Abmarsch in Ober­hau­sen, die 60 Kilo­me­ter Weg­stre­cke wur­de vor­wie­gend in einer Nacht­wall­fahrt zurück­ge­legt und unter­wegs kamen immer wie­der Teil­neh­mer dazu. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger emp­fahl bei der Pil­ger­be­grü­ßung ein zur Ruhe kom­men und inspi­riert durch die Wall­fahrt den Atem Got­tes durch den pfingst­li­chen Hei­li­gen Geist wir­ken zu las­sen – damit wir im Leben auch künf­tig nicht atem­los durchs Leben het­zen“. Den abschlie­ßen­den Pil­ger­got­tes­dienst zele­brier­ten Pfar­rer Mari­us Fran­tes­cu aus Ober­hau­sen und Pfar­rer Rein­hold Aigner aus Haberskirchen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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