Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 13.05.2024

2024 05 12 pb alb wallfahrtsmosaike oberlandler5 Foto: Roswitha Dorfner
Wallfahrtseinzug der Oberlandler aus Rosenheim und Umgebung.

Der Marienmonat Mai ist beliebt bei Wallfahrern. Zwar waren auch schon vor dem offiziellen Wallfahrtsauftakt zum Hochfest Patrona Bavariae am 1. Mai viele Pilgergruppen im "Herzen Bayerns" – doch im Mai kommen die meisten Gruppen. Im Folgenden eine weitere kleine Auswahl:

Lebensschiff

Wegen des dau­er­haf­ten Nie­sel­re­gens am 8. Mai ent­schlos­sen sich die Ver­ant­wort­li­chen der mitt­ler­wei­le zur schö­nen Tra­di­ti­on gewor­de­nen Schü­le­rin­nen­wall­fahrt des Ursu­li­nen-Gym­na­si­ums Strau­bing mit Schul­lei­ter Tho­mas Sal­ler und Reli­gi­ons­leh­re­rin Julia­ne Albrecht (seit 2006 Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­to­rin) nur einen kur­zen Ein­zug mit den 150 Schü­le­rin­nen, mit Fah­ne und Holz­kreu­zen zur Bru­der-Kon­rad-Kir­che zu machen. War­um sich zwölf Ster­ne auf der blau­en Euro­pa-Fah­ne befin­den, das erklär­te P. Phil­ipp Schmid­bau­er OPraem, der dem Wort­got­tes­dienst vor­stand. Inter­es­sant war die­se Fra­ge u.a. des­halb, weil bei der im Juni anste­hen­den Euro­pa­wahl Jugend­li­che ab 16 mit­ent­schei­den dür­fen. Die­ses Motiv hät­ten wir dem Holo­caust-Über­le­ben­den Paul Levi zu ver­dan­ken, sag­te der Pre­di­ger. Die zwölf Ster­ne auf blau­em Grund sind ein Sym­bol für Maria.“ Die Zahl 12, so P. Phil­ipp, sei eine hei­li­ge Zahl und ste­he für die zwölf Apos­tel, die zwölf Stäm­me Isra­els oder wie hier in der Alt­öt­tin­ger Bru­der-Kon­rad-Kir­che in der Hoch­al­tar-Dar­stel­lung für die die zwölf Tore Jeru­sa­lems. Wir brau­chen einen siche­ren Stern, wohin uns unser Lebens­schiff führt, Ori­en­tie­rung gibt, damit wir nicht auf Grund lau­fen oder mit ande­ren Men­schen kol­li­die­ren“, beton­te P. Phil­ipp. Maria ist unse­re Weg­be­rei­te­rin zu Jesus, durch sie sind wir gehal­ten und getra­gen, sie gibt Ori­en­tie­rung und Licht auf dem Lebens­weg.“ Die Für­bit­ten wur­den in einem Augen­blick der Stil­le gehal­ten und jede Schü­le­rin durf­te ein Körn­chen Weih­rauch auf die Scha­le mit bren­nen­der Koh­le vor dem Volks­al­tar legen. Musik­leh­rer Jochen Ben­kert am Key­board und ein Schü­le­rin­nen­chor sorg­ten für eine leben­di­ge musi­ka­li­sche Wort­got­tes­dienst-Gestal­tung. Schul­lei­ter Tho­mas Sal­ler ist übri­gens regel­mä­ßi­ger Pil­ger: 25 Mal war er Teil­neh­mer bei der Deg­gen­dor­fer Fuß­wall­fahrt an Pfings­ten nach Alt­öt­ting, wie er erzählte.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Hier geht die Sonne auf

Bei Nebel sind sie auf­ge­bro­chen, bei Son­nen­schein kamen sie an: die Pil­ger­ge­mein­schaft aus dem Pfarr­ver­band Rei­schach mit Arbing/​Erlbach und Per­ach war am Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, 9. Mai, unter der geist­li­chen Beglei­tung von Pfarr­vi­kar Kumar Yanga­la­da­su nach Alt­öt­ting gegan­gen. Das Kreuz hat wie es zu ihrer lang­jäh­ri­gen Tra­di­ti­on gehört, Kon­rad Dienst­hu­ber vor­an­ge­tra­gen. Früh­mor­gens begrüß­te sie Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl und beglei­te­te sie zur St. Anna-Basi­li­ka. In Alt­öt­ting geht die Son­ne auf“, stell­te er fest, und die Mut­ter­got­tes freut sich über Euer Kom­men und hält ihren Schutz­man­tel über Euch“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Fußspuren Jesu

Eine Zeit der see­li­schen Ein­stim­mung“ nann­te Pas­to­ral­re­fe­rent Tho­mas Kern aus Wei­ßen­stadt sei­ne Teil­nah­me an der Bus­wall­fahrt aus Nabburg/​Opf. am Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, bevor er in der dar­auf­fol­gen­den Woche mit der Regens­bur­ger Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting gehen wird – eben­falls unter der geist­li­chen Betreu­ung vom Nab­bur­ger Pil­ger­pfar­rer“ Han­nes Lorenz. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel begrüß­te die Pil­ger, denen sich beim Ein­zug über den Kapell­platz zur Gna­den­ka­pel­le eine Grup­pe aus dem Ober­pfäl­zi­schen Pfreimd ange­schlos­sen hat­te. Wenn Chris­ten sich pil­gernd auf den Weg machen dann ist das ein Zei­chen für leben­di­ge Kir­che“, sag­te er. Pfar­rer Han­nes Lorenz nahm beim Pil­ger­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka Bezug auf das Mar­kus-Evan­ge­li­um vom Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag: Der Ver­kün­di­gungs­auf­trag Jesu an die Apos­tel sei zugleich Auf­trag an uns, dass wir uns nicht durch tod­brin­gen­de Schlan­gen und Gift, in Form von übler Nach­re­de oder Ver­leum­dung sel­ber scha­den, son­dern auf die Men­schen zuge­hen, sich und die Mit­men­schen mit der Welt ver­söh­nen, indem wir die Fuß­spu­ren Jesu sehen und gehen“. Am Nach­mit­tag fand ein tra­di­tio­nel­les Kreuz­tra­gen um die Gna­den­ka­pel­le“ statt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Heil angekommen

Die Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken kamen am 9. Mai, kurz nach dem 12-Uhr-Läu­ten gleich noch ein­mal zum Ein­satz: Sie kün­de­ten die Ankunft der 36 Ober­lind­har­ter Fuß­wall­fah­rer an, die von der Mühl­dor­fer Stra­ße zum Kapell­platz zogen und die Gna­den­ka­pel­le umrun­de­ten. Zwei Tage Fuß­wall­fahrt lagen hin­ter ihnen und ein strah­len­der Pil­ger­lei­ter Hubert Bau­er zeig­te sich über­glück­lich: Alles war gut gegan­gen. Am ers­ten Pil­ger­tag hat­ten sie Nie­sel­re­gen, dafür wur­de der zwei­te Pil­ger­tag mit Bil­der­buch-Wet­ter belohnt. Beson­ders freu­te er sich über drei Neu­zu­gän­ge. Sein Vor­gän­ger in der Pil­ger­lei­tung, Johann Glöbl, war auch wie­der dabei und plant, so Gott will“, noch vier Jah­re anzu­hän­gen, denn, so Glöbl lächelnd, dann könn­te er sei­ne 60. Fuß­wall­fahrt fei­ern. Zurück zu den Neu­zu­gän­gen: Lara und Lea haben die­ses Jahr qua­si als Vater­tags­ge­schenk“ teil­ge­nom­men, wie sie lachend erzähl­ten, denn der Papa ist immer dabei“. Sicher“ abge­holt wur­den sie von Opa Wolf­gang Ness, einem lang­jäh­ri­gen Bus­fah­rer, und der wuss­te eine lus­ti­ge Geschich­te aus den Anfän­gen sei­ner beruf­li­chen Lauf­bahn zu berich­ten, einer Zeit, in der es noch kei­ne tech­ni­schen Hilfs­mit­tel wie Navi und der­glei­chen gab: Da muss­te er eine Pil­ger­grup­pe nach Alt­öt­ting chauf­fie­ren, gelei­tet von einem lang­jäh­ri­gen Pil­ger­lei­ter namens Wil­li Meindl. In Gang­kofen wuss­te er als Bus­fah­rer-Neu­ling nicht, wie die Weg­stre­cke nach Alt­öt­ting wei­ter­ver­lief und wand­te sich zuver­sicht­lich an den lang­jäh­ri­gen Pil­ger­lei­ter und des­sen ver­meint­li­che Weg­kennt­nis­se; doch die­ser hat­te eben­so kei­ne Ahnung und bete­te dafür inbrüns­tig: Hei­li­ge Mut­ter­got­tes, hilf dem Bus­fah­rer, dass wir heil nach Alt­öt­ting kom­men!“ Sie sind damals gut ans Pil­ger­ziel gekom­men, wie Ness schmun­zelnd erzähl­te, schließ­lich gibt es ja auch Orts­schil­der und Hin­weis­schil­der auf die fol­gen­den Orte – Alt­öt­ting inbe­grif­fen. Noch eine erfreu­li­che Mel­dung bei der Fuß­wall­fahrt aus Ober­lind­hart, das übri­gens als Orts­teil zu Mal­lers­dorf-Pfaf­fen­berg gehört: Über ihre 30. Fuß­wall­fahrt freu­te sich nicht nur Sabi­ne Dietl­mei­er, son­dern auch ihre bei­den Abho­le­rin­nen, Toch­ter Marie und Hün­din Finni.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Vom Kapellberg zum Kapellplatz

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Wir kom­men eigent­lich jedes Jahr nach Alt­öt­ting, nur ist ein­mal die Grup­pe grö­ßer oder klei­ner“, beton­ten die vier Pil­ge­rin­nen, die am Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, 9. Mai, vor der Gna­den­ka­pel­le anka­men. Ziel erreicht: Um 5 Uhr früh­mor­gens am Kapell­berg in Vils­bi­burg gestar­tet, nach 43 Kilo­me­tern Weg­stre­cke in 10½ Stun­den Geh­zeit glück­lich ihr Ziel erreicht am Kapell­platz von Alt­öt­ting – kein Wun­der, bei dem präch­ti­gen Wetter.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Zurück in Altötting

Das Ein­be­glei­ten von Wall­fah­rern ist für ihn nichts Neu­es: vie­le Jah­re war er als Dia­kon im Pfarr­ver­band Alt­öt­ting im Ein­satz und dabei auch in der Wall­fahrts­be­treu­ung. Nun kam Dia­kon Tho­mas Zau­ner, mitt­ler­wei­le im Pas­to­ral­team im nahen Pfarr­ver­band Burgkirchen/​Alz tätig, zurück an sei­ne alte Wir­kungs­stät­te. Logisch, dass er sei­ne“ Wall­fah­rer am 11. Mai ger­ne über den Kapell­platz zum Kon­gre­ga­ti­ons­saal beglei­te­te, wo sie mit ihrem Pfar­rer, Pater Witold Kuman, Got­tes­dienst fei­er­ten. Mit dabei war auch Pfarr­vi­kar Aji­ro­se Than­kay­yan. Die Wall­fah­rer kamen übri­gens nicht alle zu Fuß; etli­che waren mit dem Rad gefahren.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Wie Konrad

Den hei­li­gen Bru­der Kon­rad als Pil­ger stell­te der stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor, Kapu­zi­ner­pa­ter Br. Mari­nus Par­zin­ger am 11. Mai beim Got­tes­dienst in der Bru­der Kon­rad­kir­che den Wall­fah­rern aus Schnait­see vor. Wie Kon­rad waren auch sie unter­wegs – die Stre­cke aus der Gemein­de Schno­at­see“ im Land­kreis Traun­stein bis nach Alt­öt­ting hat­ten sie teils zu Fuß und teils mit dem Rad zurückgelegt.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Zum 310. Mal

Zum 310. Mal fand heu­er die Wall­fahrt aus Cham/​Opf. (Pfar­rei­en St. Jakob und St. Josef) statt, die auf ein Gelüb­de aus der Pest­zeit zurück­geht. Mit dabei waren u.a. auch Schü­le­rin­nen und Schü­ler der dor­ti­gen Mari­en­re­al­schu­le. So trug der zwölf­jäh­ri­ge Kor­bi­ni­an das Vor­trags­kreuz, die fast drei­zehn­jäh­ri­ge Lui­sa die Stan­dar­te. Gut habe es ihnen gefal­len, wie sie auf Nach­fra­ge sag­ten. Vor­be­te­rin Resi Liegl freu­te sich vor allem über die gro­ße Reso­nanz auf den Anlie­gen­ruck­sack, den sie heu­er zum ers­ten Mal dabei hat­ten – die­sen leg­ten sie in Alt­öt­ting bei der Mut­ter­got­tes ab. Pil­ger­lei­ter Chris­ti­an Lom­mer sprach von einem guten Ver­lauf und idea­lem Wet­ter. Die Pil­ger aus Cham waren seit dem Chris­ti Him­mel­fahrts­tag ins­ge­samt drei Tage auf der rund 130 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke unter­wegs gewe­sen, wobei sich unter­wegs wei­te­re Wall­fah­rer anschlos­sen. Am 11. Mai in Alt­öt­ting begrüß­te sie Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel. Er sei erst letz­tes Jahr in der schö­nen Ober­pfalz mit dem Rad unter­wegs gewe­sen, wie er erzähl­te, bevor er mit den Chamern Gebe­te sprach und den Segen erteil­te. Mit Kazi­mierz Pajor, Pfar­rer in Cham/​St. Josef, fei­er­ten sie im Anschluss eine hl. Mes­se in der Basilika.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Gemeinsam

Am Anfang waren sie ein wenig zu schnell unter­wegs gewe­sen, dann ging ihnen am Ende ein wenig die Kraft aus, wes­halb die Fuß­wall­fah­rer aus der Pfar­rei­en­gemein­schaft Fal­ken­berg-Tauf­kir­chen am 11. Mai rund eine hal­be Stun­de Ver­spä­tung hat­ten. Kann pas­sie­ren. Pau­li­ner­pa­ter Atti­la Hesz war­te­te gedul­dig und beglei­te­te sie zur Gna­den­ka­pel­le, wo er sie herz­lich begrüß­te und mit ihnen ein Gebet sprach. Seit drei Jah­ren orga­ni­siert ein Arbeits­kreis die gemein­sa­me Wall­fahrt der bei­den tra­di­ti­ons­rei­chen Wall­fahr­ten aus Fal­ken­berg und aus Tauf­kir­chen – und das funk­tio­nie­re sehr gut, wie auf Nach­fra­ge bestä­tigt wur­de. Ers­te­re waren seit 3 Uhr mor­gens unter­wegs gewe­sen, letz­te­re schlos­sen sich um 4 Uhr an; rund 30 Kilo­me­ter hat­ten sie zu bewältigen.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Zu Fuß hin und zurück

Wir küm­mern uns um uns sel­ber“, erklär­te Alo­is Hobels­ber­ger kurz und bün­dig, aber schmun­zelnd über den Wall­fahrts­ab­lauf der 27 Teil­neh­mer an der Tra­di­ti­ons­fuß­wall­fahrt aus Aicha vorm Wald, die ohne geist­li­che Beglei­tung statt­fin­det. Er ist für die Gebe­te, Tex­te und Lie­der wäh­rend der Fuß­wall­fahrt ver­ant­wort­lich, ins­ge­samt 140 Kilo­me­ter nach Alt­öt­ting. Für die Orga­ni­sa­ti­on ist Rudi Bür­ger­meis­ter ver­ant­wort­lich, doch lei­der konn­te er wegen einer Erkran­kung nicht mit­mar­schie­ren. Am 10. Mai am frü­hen Nach­mit­tag waren sie in Alt­öt­ting ange­kom­men, am 11. Mai wur­den sie kurz vor 7 Uhr mor­gens von Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl mit dem Pil­ger­se­gen vor der Gna­den­ka­pel­le ver­ab­schie­det – mit reich­lich Weih­was­ser; dazu sag­te Metzl: Lie­ber Weih­was­ser als Regen!“ Dann ging’s zu Fuß die 140 Kilo­me­ter zurück. Seit 1680 ist die Fuß­wall­fahrt aus Aicha vorm Wald aus alten Auf­zeich­nun­gen doku­men­tiert, aus­ge­setzt wur­de sie nur im Ers­ten Welt­krieg. Im Zwei­ten Welt­krieg wur­de die Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting trotz Ver­bot heim­lich durch­ge­führt und die Coro­na-Pan­de­mie wur­de eben­so über­brückt im erlaub­ten Maß.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Zeugen des Glaubens

Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler begrüß­te am 11. Mai die Fuß­pil­ger aus Nie­der­strau­bing und Umge­bung und beglei­te­te sie zur Gna­den­ka­pel­le. Schön, dass ihr gut ange­kom­men seid, so wol­len wir mit dem Lied Gegrü­ßet seist du Köni­gin‘ die Alt­öt­tin­ger Gna­den­mut­ter als Schutz­pa­tro­nin unse­res Lan­des ehren“, mun­ter­te Bru­der Bert­hold die Fuß­wall­fah­rer zum Mit­sin­gen auf. Als Pil­ger­ge­mein­schaft auf dem Weg sei­en sie Zeu­gen des Glau­bens. Pil­ger­lei­ter ist Die­ter Neu­mai­er, der Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Kirch­berg. Des­sen Toch­ter Nina trug das Vor­trags­kreuz. Ers­ter Vor­be­ter war Mar­tin Bach­mai­er. Um 4 Uhr früh­mor­gens war Abmarsch von Nie­der­strau­bing nach Dor­fen, dann wur­de mit dem Bus bis Heil­gen­statt gefah­ren und von dort aus den Kreuz­weg betend bis Alt­öt­ting zu Fuß marschiert.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

An alter Wirkungsstätte

Mit Prä­lat Lud­wig Lim­brun­ner, Pfar­rer i.R. aus Regen, ehe­ma­li­ger Pfar­rer in Die­ters­burg und ehe­ma­li­ger Kapel­lad­mi­nis­tra­tor in Alt­öt­ting, hat die Fuß­pil­ger­grup­pe aus Die­ters­burg nach ihrer Ankunft am Pil­ger­ziel abschlie­ßend Got­tes­dienst gefei­ert. Ab Heberts­fel­den gin­gen die Wall­fah­rer zu Fuß nach Alt­öt­ting; Rudi Pöl­ler­spöck leg­te den kom­plet­ten Weg von Die­ters­burg aus zurück und war bereits um 2.30 Uhr auf­ge­bro­chen, wie er berichtete.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

„Okemma“

Es ist ein beson­de­res Okem­ma am Ort der Gna­de“, wie es Pil­ger­lei­ter Rupert Hil­le aus­drück­te und auch der Ein­zug zur Basi­li­ka der Ober­land­ler Fußwallfahrt/​Auer Bitt­gang aus Rosen­heim und Umge­bung am 11. Mai sorg­te erneut für ein beson­de­res Erschei­nungs­bild: streng getrennt in Zwei­er­rei­hen wur­de hin­ter dem Vor­trags­kreuz mar­schiert, erst die Män­ner, dann die Frau­en, in der Mit­te die Vor­be­ter. Ins­ge­samt nah­men 143 Wall­fah­rer am zwei­tä­gi­gen Pil­ger­gang teil. Pil­ger­lei­ter Rupert Hil­le dank­te fürs Mit­ge­hen und erklär­te nach Wor­ten von Papst Fran­zis­kus zwei Arten des mensch­li­chen Unter­wegs­seins im Leben: als Irren­de, für die der Weg das Ziel ist und als Pil­ger, die einen Gna­den­ort, wie den Ort der Lie­ben Frau von Alt­öt­ting, als Ziel anstre­ben. Vor Got­tes­dienst­be­ginn wur­de dann das Lied zur Schwar­zen Madon­na“ ange­stimmt. Wir sind auf Pil­ger­schaft in unse­rem Leben und rufen Jesus Chris­tus als unse­ren Pil­ger­lei­ter an“, so die Wor­te von Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl in sei­ner Pre­digt. Am Ende des Pil­ger­got­tes­diens­tes wur­den fünf Pil­ger­ju­bi­la­re mit Urkun­den geehrt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Glückliches Wiedersehen

Eine berüh­ren­de Sze­ne: Mama“, rief glück­lich ein klei­nes Mäd­chen und lief ihrer Mut­ter, Teil­neh­me­rin bei der 41. Bene­dikt­beu­rer Fuß­wall­fahrt, die am 11. Mai das Pil­ger­ziel erreich­te, mit aus­ge­brei­te­ten Armen ent­ge­gen. Über­glück­lich nahm die jun­ge Frau ihre Toch­ter in die Arme und trug sie die letz­ten Meter über den Kapell­platz zur Gna­den­ka­pel­le. Am Chris­ti-Him­mel­fahrts-Tag, 9. Mai hat­ten sich die 26 Fuß­wall­fah­rer unter Lei­tung von P. Rai­ner Reit­h­mai­er SDB in drei­tä­gi­gem Fuß­marsch zum Gna­den­ort Unse­rer Lie­ben Frau und des hl. Bru­ders Kon­rad auf­ge­macht. Nach dem Besuch der Gna­den­ka­pel­le fei­er­ten sie Got­tes­dienst in der Bruder-Konrad-Kirche.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Schlusslicht

Qua­si das Schluss­licht“ am Sams­tag, 11. Mai, bil­de­te die Män­ner-Fuß­wall­fahrt aus St. Wolf­gang in Regens­burg. Gegen 19 Uhr zogen sie den Schex­berg her­auf zur Gna­den­ka­pel­le. Mit dabei auch die­ses Jahr Pfar­rer Hel­mut Huber, der mit sei­ner Män­ner­trup­pe“ am Sonn­tag um 9 Uhr die Gna­den­ka­pel­le für ihren Pil­ger­got­tes­dienst reser­viert“ hat­te. Zum 58. Mal wur­de die Regens­bur­ger Wolf­gang­ler-Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting durch­ge­führt. Orga­ni­sa­tor Klaus Kün­lein freu­te sich über Neu­zu­gang Klaus Nuißl.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Rosen für Maria

Mit wei­ßen Rosen zu Ehren der Got­tes­mut­ter Maria sind am Mut­ter­tag, 12. Mai erneut die Fuß­wall­fah­rer aus Ingol­stadt-Zuche­ring an der Gna­den­ka­pel­le vor­bei in die Bru­der Kon­rad­kir­che ein­ge­zo­gen. Vier Tage lang waren sie ins­ge­samt rund 140 Kilo­me­ter unter­wegs gewe­sen. Die Orga­ni­sa­ti­on und Lei­tung hat­ten erneut Erna und Her­bert Kram­mer. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel emp­fing die Pil­ger. In sei­ner Begrü­ßung emp­fahl er ihnen, zum Glau­ben zu ste­hen, auch auf das Gute in der Kir­che zu ach­ten und die­ses auch zu prak­ti­zie­ren – wie eben zum Bei­spiel eine Wall­fahrt. Wir sind die leben­di­ge Kir­che“, beton­te er und das zei­ge sich vor allem auch im gemein­sa­men Gehen mit einem gemein­sa­men Ziel. Mit dem Eich­stät­ter Dom­propst em. Klaus Schimm­öl­ler fei­er­ten die Wall­fah­rer anschlie­ßend Gottesdienst.

Text und Fotos: Micha­el Glaß

Zum 70. auf Wallfahrt

Für Hans Wol­fel­sper­ger (Bild links, r.), den Pil­ger­lei­ter und Orga­ni­sa­tor der Wall­fah­rer aus Berg im Gau, gab es kein schö­ne­res Geschenk zu sei­nem 70. Geburts­tag am Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, 9. Mai, als wie­der nach Alt­öt­ting zu pil­gern. An die­sem Tag mach­te sich die Grup­pe näm­lich auf zur vier­tä­gi­gen und rund 150 Kilo­me­ter lan­gen Wall­fahrt – heu­er bei bes­tem Wet­ter. Über­wäl­tigt“ war Wol­fel­sper­ger dann doch nach der ers­ten Wege­tap­pe, als er mit einem musi­ka­li­schen Geburts­tags-Ständ­chen emp­fan­gen wur­de. Auch die Alt­öt­tin­ger Dele­ga­ti­on mit Dia­kon Gerold Hoch­dor­fer hat­te vom Geburts­tags­kind“ erfah­ren und ließ den Pil­ger­lei­ter nach der Ankunft am 12. Mai gemein­sam mit allen Teil­neh­mern hoch leben“ mit dem Lied Viel Glück und viel Segen“. Auf dem Weg zur Gna­den­ka­pel­le war dann auch für die teil­neh­men­den Mamas ein Glücks­mo­ment: die war­ten­den Kin­der lie­fen ihnen ent­ge­gen und über­reich­ten ihre Mut­ter­tags-Blu­men­sträuß­chen. Drei Gene­ra­tio­nen neh­men all­jähr­lich an die­ser Fuß­wall­fahrt aus Berg im Gau teil. Dafür bedank­te sich Dia­kon Hoch­dor­fer herz­lich: Ihr habt unter­wegs nicht nur mit dem Mund und Her­zen, son­dern auch mit den Füßen gebe­tet.“ Aus­drück­lich dank­te er dem Pil­ger­lei­ter, der bereits 28 Jah­re lang mit Herz­blut die­se schö­ne Wall­fahrts­tra­di­ti­on auf­recht erhält. Pau­li­ner­pa­ter Ben­ja­min Bakow­ski fei­er­te abschlie­ßend mit der Grup­pe Berg im Gau Got­tes­dienst in der St. Josefs­kir­che der Con­gre­ga­tio Jesu-Schwestern.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gelübde eingelöst

Als ältes­ter Teil­neh­mer war Lud­wig Huber (86) wie­der mit dabei und als jüngs­te Mit­pil­ge­rin hat­te sich Julia (29) – an ihrem Hoch­zeits­tag – auf den Weg gemacht mit der Tra­di­ti­ons­wall­fahrt aus Pal­ling-Tyrl­brunn. Unter der bewähr­ten Orga­ni­sa­ti­on und Lei­tung von Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­dem Hans May­er kamen sie am 13. Mai in Alt­öt­ting an, umrun­de­ten die Gna­den­ka­pel­le und ver­sam­mel­ten sich zu einer kur­zen Sta­tio im Kon­gre­ga­ti­ons­saal. Kapu­zi­ner­pa­ter Alex­an­der Madat­hil dank­te den Pil­gern für ihr Zeug­nis. Den Got­tes­dienst fei­er­ten die Wall­fah­rer mit den Fran­zis­ka­ner­pa­tres Pfarr­vi­kar P. Ivo Ziv­ko­vic und Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor P. Mato Orso­lic in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che. Mit der Fuß­wall­fahrt wird all­jähr­lich ein Gelüb­de aus der Pest­zeit (1650) eingelöst.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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