Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 14.07.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Diözesanwallfahrt des Passauer Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB).

Der Juli ist der Monat der landsmannschaftlichen Wallfahrten. Aber auch viele andere Pilger (-gruppen) kommen in dem heißen Sommermonat nach Altötting, u.a. auch der KDFB im Bistum Passau – eine kleine Auswahl:

„Unglaubliches erleben“

Unglaub­li­ches erle­ben“ war The­ma der Diö­ze­san­wall­fahrt des Pas­sau­er Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bun­des (KDFB) am Fest­tag Mariä Heim­su­chung am 2. Juli. Ange­lehnt war das Mot­to an das Evan­ge­li­um von der Begeg­nung zwi­schen Maria und Eli­sa­bet“ (Lk 1,3956), an den Bericht von zwei ver­wand­ten Frau­en, die auf unge­wöhn­li­che Art schwan­ger wur­den: Eli­sa­bet im hohen Alter, die jung­fräu­li­che Maria durch die Weis­sa­gung des Engels Gabri­el. Für Gott ist nichts unmög­lich“, erklär­ten Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Clau­dia Sei­bold und das KDFB-Vor­stand­schafts­team die Wahl des Leitwortes.

Um sich bes­ser in die Situa­ti­on der bei­den Frau­en hin­ein­zu­ver­set­zen emp­fahl Dekan Heri­bert Schau­er in sei­ner Pre­digt, sich in die Inter­net-Platt­form The Cho­sen“ ein­zu­log­gen. Hier wer­de der Dia­log zwi­schen Maria und Eli­sa­bet, deren schwie­ri­ge Lebens­si­tua­ti­on, von Frau zu Frau, sehr lebens­nah und anschau­lich dar­ge­stellt. Für den Dekan und Stadt­pfar­rer aus Neuöt­ting, der den KDFB-Got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka zele­brier­te, ist die­se Film-Sze­ne ein guter Rat­ge­ber, wie man unge­wöhn­li­che Lebens­si­tua­tio­nen best­mög­lich meis­tern kann. Er wür­dig­te außer­dem das soli­da­ri­sche Han­deln des KDFB, dar­un­ter die Spen­den­or­ga­ni­sa­ti­on für Frau­en in Not“.

Alle zwei Jah­re fin­det die KDFB-Wall­fahrt der Diö­ze­se Pas­sau nach Alt­öt­ting statt. Dass nicht nur Ver­tre­te­rin­nen des Frau­en­bun­des der Ein­la­dung folg­ten, wie etwa aus der Pfar­rei St. Phil­ip­pus und Jako­bus mit Vor­sit­zen­der Ursu­la Gott­schalk, son­dern dass auch aus den nahen und wei­ter ent­le­ge­nen Land­krei­sen und selbst aus dem tiefs­ten Baye­ri­schen Wald Fah­nen­ab­ord­nun­gen dabei waren, zeugt von Freu­de an einer leben­di­gen Glau­bens­ge­mein­schaft. Der Alt­öt­tin­ger Frau­en­bund-Chor unter Lei­tung von Saki Tsu­ji und Anselm Ebner an der Orgel gestal­te­ten den Got­tes­dienst in der voll besetz­ten Basi­li­ka musi­ka­lisch. Aus­drucks­stark waren die Für­bit­ten, zu denen u.a. eine Son­nen­blu­me, ein Frau­en­bund-Schal oder eine Abbil­dung zwei­er sich berüh­ren­der Hän­den als Zei­chen für eine blü­hen­de, gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­de Glau­bens­ge­mein­schaft mit­ge­bracht wur­den. Im Anschluss an die Mes­se fand eine Lich­ter­pro­zes­si­on zur Gna­den­ka­pel­le statt, nach der Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel den Schluss­se­gen spendete.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Zum 30. Mal

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Am 4. Juli beglei­te­te Pau­li­ner­pa­ter Micha­el Luko­szek die Rad- und Fuß-Wall­fah­rer aus Titt­mo­ning unter der geist­li­chen Lei­tung von Stifts­de­kan Ger­hard Gum­ping­er über den Kapell­platz zum Kon­gre­ga­ti­ons­saal. Zum 30. Mal mit dabei war Ros­ma­rie Sag­meis­ter, die es der Für­bit­te der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting bei ihrem gött­li­chen Sohn zuschreibt, dass sie nach einer Krebs­er­kran­kung und OP vor 30 Jah­ren immer noch lebt“. Des­halb trägt sie stets ein Kreuz mit flam­men­dem Her­zen um ihren Hals, wie sie berich­te­te. P. Micha­el wünsch­te allen Titt­mo­nin­ger Wall­fahrts­teil­neh­mern, dass sie hier bei der Gna­den­mut­ter neue Hoff­nung und inne­re Stär­ke finden“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Gotteserfahrung

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Unter Lei­tung von Pfarr­ge­mein­de­rats-Mit­glied Karl-Heinz Göttl, qua­si im gött­li­chen Auf­trag“ hat­ten sich am Sams­tag, 4. Juli um 2 Uhr früh­mor­gens 16 Teil­neh­mer aus Kirch­dorf am Inn zur Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting auf­ge­macht und dabei 30 Kilo­me­ter zurück­ge­legt. Etwas spä­ter gab’s Pil­ger-Ver­stär­kung: gegen 5.45 Uhr folg­ten 14 Rad­pil­ger. Ein­be­glei­tet nach Ankunft am Gna­den­ort der Got­tes­mut­ter hat die Kirch­dor­fer der stv. Wall­fahrts­rek­tor Bru­der Mari­nus Par­zin­ger, der in einer Wall­fahrt eine inten­si­ve Got­tes­er­fah­rung sieht. Die­se wur­de dann sicher­lich beson­ders spür­bar beim Pil­ger­got­tes­dienst in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che mit Pfar­rer Janos Kovacs.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner 

Werkzeuge des Friedens

Die Frie­dens-Stern­wall­fahrt nach Alt­öt­ting war ein beein­dru­cken­der Appell für Ein­heit und Ver­söh­nung in der Welt – im Ver­trau­en auf Got­tes Barmherzigkeit.

Rad­pil­ger aus Laaber bei Frau­en­berg saßen am Frei­tag, 10. Juli, gegen 18 Uhr zur Rast auf den Stu­fen am Haupt­ein­gang der Basi­li­ka St. Anna und war­te­ten auf den Beginn des Pon­ti­fi­kal­am­tes mit dem Augs­bur­ger Weih­bi­schof Flo­ri­an Wör­ner. Sie hat­ten eine Weg­stre­cke von etwa 160 Kilo­me­ter in zwei Tagen zurück­ge­legt, um an der Auf­takt­ver­an­stal­tung zur zwei­tä­gi­gen Frie­dens-Stern­wall­fahrt der Gebets­in­itia­ti­ve Deutsch­land betet Rosen­kranz“ teil­zu­neh­men, wie sie erzählten.

Der Initia­tor der Ver­an­stal­tung, Man­fred Ben­kert aus Alt­öt­ting for­mu­lier­te das Ziel der Stern­wall­fahrt: Lasst uns mit unse­rem Gebet zu Bau­meis­tern und Werk­zeu­gen des Frie­dens wer­den, als Hoff­nungs­zei­chen für die Welt!“ Ben­kert wie auch Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger zeig­ten sich bei der Begrü­ßung der Gäs­te, der vie­len Rosen­kranz-Beter in der St. Anna-Basi­li­ka und aller, die sich per Radio oder You­tube-Über­tra­gung ange­schlos­sen hat­ten, hoff­nungs­froh: Möge die­se Wall­fahrt ein berüh­ren­des und kraft­vol­les Ereig­nis wer­den!“ Und das wur­de sie. Trotz ein­mal mehr hoch­som­mer­li­cher Tem­pe­ra­tu­ren nah­men stets zahl­rei­che Besu­cher an den ver­schie­de­nen wei­te­ren Pro­gramm­punk­ten teil: dem Barm­her­zig­keits­abend mit Sr. Maria Dul­cis­si­ma von der maria­ni­schen Gemein­schaft Oase des Frie­dens“, dem Fest­got­tes­dienst mit Pfar­rer Dr. Richard Kocher, dem Rosen­kranz mit Betrach­tun­gen und eucha­ris­ti­scher Anbe­tung, dem Vor­trag von Pater Dr. Karl Wall­ner OCist sowie der abschlie­ßen­den Ves­per am Sams­tag, 11. Juli um 16 Uhr mit anschlie­ßen­der Rosenkranzprozession.

Die Refe­ren­ten bzw. Pre­di­ger zeig­ten den Weg auf, wie Ver­söh­nung mit sich sel­ber, den Mit­men­schen und Gott zu einem Weg des Frie­dens und der Ein­heit füh­ren kön­ne. Die Musik­grup­pe Jugend 2000“ aus Mün­chen, die Alt­öt­tin­ger Stifts­or­ga­nis­tin Johan­na Stitz sowie eine Scho­la unter Lei­tung von Anselm Ebner gestal­te­ten die bei­den Gebets­ta­ge mit ein­fühl­sa­mer Musik.

Als per­fek­te Ergän­zung zur Rosen­kranz-Wall­fahrt erwies sich die zeit­gleich am Wochen­en­de im Kreuz­gang der Stift­s­pfarr­kir­che zu besich­ti­gen­de Son­der­aus­stel­lung Hun­dert beson­de­re Rosen­krän­ze“, zu Gast aus dem Bis­tum Mainz.

Text: Ros­wi­tha Dorf­ner und Wolf­gang Ter­hörst / Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Verbindungsfreunde pilgern

Drei jun­ge Män­ner der katho­li­schen Stu­den­ten­ver­bin­dung Oeno Danu­bia aus Pas­sau haben am 11. Juli eine zwei­tä­gi­ge Fuß­wall­fahrt ab Pocking nach Alt­öt­ting gemacht, um den Segen für ein gutes Gelin­gen im Stu­di­um zu erbit­ten. Nach Ankunft am Pil­ger­ziel nahm sie ihr Ver­bin­dungs­freund und Neu­pries­ter Mathi­as Eder freu­dig in Emp­fang und fei­er­te mit den drei Stu­den­ten einen Got­tes­dienst in der Ster­be­zel­le des hei­li­gen Bru­der Kon­rad. In der Ver­bin­dung Oeno Danu­bia gilt übri­gens ein Lebens­bund, pro­mi­nen­te Mit­glie­der waren die bei­den Pas­sau­er Alt­bi­schö­fe Anto­ni­us Hof­mann und Wil­helm Schraml.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Zwergeseln auf Pilgergang

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Seit zehn Jah­ren ist Bet­ti­na Ebneth aus Kall­münz in der Ober­pfalz treue Teil­neh­me­rin der Regens­bur­ger Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting. Vom 3. bis 12. Juli setz­te sie nun ihren Traum um, eine Fuß­wall­fahrt mit ihren bei­den Zwer­ge­seln Hen­ry“ und Hugo“ zu machen. 160 Kilo­me­ter soll­ten es wer­den – doch am Ende schwä­chel­te Hugo ein wenig. Hen­ry kam als Lei­te­sel, Hugo als Last­esel zum Ein­satz, mit Regens­bur­ger Pil­ger­tü­chern und Son­nen­schutz-Kap­pen aus­ge­stat­tet, wie es sich für Fuß­pil­ger‘ eben gehört“, merk­te Bet­ti­na schmun­zelnd an. Beglei­tet wur­den Ebneth und das tie­ri­sche Gespann auf ihrer beson­de­ren Wall­fahrt aus der Ober­pfalz ins Herz Bay­erns von Bet­ti­nas Freun­din­nen Susan­ne und Bri­git­te, eben­falls treue Regens­bur­ger Fuß­wall­fah­re­rin­nen, sowie Misch­lings­hün­din Zora. Alles hat­te gut geklappt, 145 Kilo­me­ter waren pro­blem­los zurück­ge­legt – bis es Hugo“ anschei­nend fünf Kilo­me­ter vor dem Pil­ger­ziel müde war, als Last­esel“ den wei­ten Weg auch noch das Rei­se­ge­päck zu schlep­pen. Jeden­falls fing er an zu schwä­cheln, qua­si ein Mus­kel­ka­ter wegen Über­las­tung, ver­mu­te­te Ebneth. So muss­te ihr Schwie­ger­sohn etwas frü­her mit dem Hän­ger anrei­sen, die Esel wur­den ver­la­den und die letz­te Weg­stre­cke auf beque­me­re Wei­se nach Alt­öt­ting zurück­ge­legt. Einen Pil­ger- bzw. Segen für die Esel gab’s von Prä­lat Gün­ther Man­dl – und schließ­lich ging es ohne Esel-PS“ wie­der heim – die Pil­ge­rin­nen im Auto, Hen­ry und Hugo im Hänger.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Mitgefühl und Zusammenhalt

Die Donau­schwa­ben haben das Ver­spre­chen von Pater Wen­de­lin Gru­ber im Ver­nich­tungs­la­ger Gako­wa am Vor­abend des Fes­tes Mariä Ver­kün­di­gung im Jahr 1946 nie ver­ges­sen: Wenn wir am Leben blei­ben wol­len wir jähr­lich aus Dank­bar­keit wallfahren!“

Die 65. Gelöb­nis­wall­fahrt der Donau­schwa­ben zur Mut­ter­got­tes am 11 und 12. Juli nach Alt­öt­ting stand unter dem Mot­to Eine Frau, auf ihrem Haupt einen Kranz von 12 Ster­nen“. Feder­füh­rend waren Josef Lutz aus Nürn­berg und Jür­gen Harich aus Tutt­lin­gen sowie das St. Ger­hards-Werk Stutt­gart und das Ger­hards­fo­rum Banataer Schwa­ben München.

Mit ihrem Pil­ger­weg nach Alt­öt­ting wol­len die Donau­schwa­ben aus dem ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wi­en, aus Ungarn und Rumä­ni­en, die nach Flucht und Ver­trei­bung in Zei­ten des unsäg­li­chen Zwei­ten Welt­kriegs in Bay­ern, ganz Deutsch­land und Öster­reich eine neue Hei­mat gefun­den haben, ein Zei­chen ihres uner­schüt­ter­li­chen Glau­bens set­zen, beton­te Josef Lutz in sei­nen Begrü­ßungs­wor­ten. Man wol­le sich ein­set­zen für Ver­söh­nung und Frie­den, als Brü­cken­bau­er zwi­schen alter und neu­er Hei­mat sowie moti­vie­ren zum Erhalt der eige­nen Kul­tur für nach­fol­gen­de Generationen.

Bereits am Sams­tag wur­de die Gelöb­nis­wall­fahrt mit einem Got­tes­dienst in der Stift­s­pfarr­kir­che Alt­öt­ting eröff­net, musi­ka­lisch gestal­tet vom Chor der Wei­den­tha­ler Mädels“. Der Vor­abend­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka mit anschlie­ßen­der fei­er­li­cher Lich­ter­pro­zes­si­on stimm­te dann ein auf den eigent­li­chen Haupt­tag“. Fei­er­lich gestal­te­te sich der Ein­zug der Fah­nen­ab­ord­nun­gen und Trach­ten­grup­pen mit der Blas­ka­pel­le HOG Sankt­an­na am Sonn­tag über den Kapell­platz zur Sankt-Anna-Basi­li­ka zum fei­er­li­chen Got­tes­dienst mit Diö­ze­san­bi­schof Lasz­lo
Böcs­kei aus Großwardein/​Ordea, Vor­sit­zen­der der Katho­li­schen Bischofs­kon­fe­renz in Rumä­ni­en, mit donau­schwä­bi­schen Pries­tern als Kon­ze­le­bran­ten – musi­ka­lisch bereich­tert durch die donau­schwä­bi­sche Sing­grup­pe aus Landshut.

Im tra­di­tio­nel­len Wort des Lai­en“, sprach Dr. Kathi Gaj­dos-Frank über Mit­ge­fühl und Zusam­men­halt – Euro­pa unter dem Schutz Mari­ens“. Es war ein sehr per­sön­li­cher Bericht über ihre gelieb­te Oma aus Schor­ok­schar in Ungarn (heu­te ein Stadt­teil Buda­pests) über die schwe­ren Jah­re nach dem Krieg, Flucht und Ver­trei­bung, die sie nur mit ihrem uner­schüt­ter­li­chen Glau­ben über­ste­hen konn­ten. Maria trägt den Kranz von zwölf Ster­nen. Ster­ne schen­ken Ori­en­tie­rung. Auch unse­re Groß­el­tern brauch­ten Ori­en­tie­rung, nicht nur auf den Stra­ßen wäh­rend der Ver­trei­bung, son­dern in ihrem Her­zen!“, bekräf­tig­te Gajdos-Frank.

Bischof Lasz­lo warn­te vor einer Ent­chris­tia­ni­sie­rung“ Euro­pas und der gan­zen Welt durch wie­der auf­flam­men­de Krie­ge, wenn die Men­schen­wür­de mit Füßen getre­ten wer­de und emp­fahl den Blick auf das Kreuz, auf Jesus zu rich­ten, der uns Kraft gebe in allen Prü­fun­gen des Lebens. Maria sei uns dabei eine gute Lehrmeisterin.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Zeit für Abschied

Lan­ge Jah­re hat Kon­rad Kai­ser die Köfe­rin­ger Rad­wall­fahrt nach Alt­öt­ting beglei­tet, und als Apo­the­ker war er qua­si die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung unter­wegs“. Umso berüh­ren­der war am 11. Juli sein unge­wohn­ter Auf­tritt als Kla­ri­net­tist, als er nach dem Pil­ger­got­tes­dienst im Kon­gre­ga­ti­ons­saal mit Ver­ab­schie­dung und Ehrung des Orga­ni­sa­ti­ons­teams, allen vor­an Rein­hard Kau­tetz­ky, das Lied Time to say good­bye“ spiel­te. Da blieb kaum ein Auge der 190 Rad­pil­ger bei der 35. Köfe­rin­ger Rad­wall­fahrt tro­cken. Wie wir in der Aus­ga­be Nr. 27 berich­te­ten, möch­te das Orga­ni­sa­to­ren-Team kür­zer tre­ten. So war die dies­jäh­ri­ge Rad­wall­fahrt zugleich die letz­te in die­ser Form. Was für Pfar­rer BGR P. Joseph Put­huss­ery, der heu­er auch mit­ge­ra­delt ist, bedeu­tet: All unse­re Bit­ten und unse­ren Dank haben wir im Gebet zu Maria getra­gen – wir sind gemein­sam unter­wegs im Glau­ben, in der Gemein­schaft und im Ver­trau­en dar­auf, dass Gott uns beglei­tet.“ Das neue Team Rad­wall­fahrt 35 plus“ habe sich gefun­den und wird die Köfe­rin­ger Rad­wall­fahrt in klei­ne­rer Beset­zung künf­tig wei­ter­füh­ren, berich­tet Rein­hard Kau­tetz­ky dankbar.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ein Kreuz aus Sturzhelmen

Am 16. Juli fand eine Alt­öt­ting-Wall­fahrt beson­de­rer Art statt: 78 Teil­neh­mer zähl­te die Sol­da­ten-Motor­rad-Wall­fahrt aus der Ober­pfalz und Nie­der­bay­ern, die von der Kapu­zi­ner­stra­ße kom­mend nach und nach auf den Basi­li­ka-Vor­platz ein­fuh­ren. Aus­ge­tra­gen wur­de die­se Pil­ger-Fahrt von der katho­li­schen Militärseelsorge.

Um 8 Uhr mor­gens war in der Kaser­ne Cham Treff­punkt und Abfahrt, mit Pau­se in Feld­kir­chen. Gegen 11.45 Uhr erreich­ten die Bike­rin­nen und Biker, teils in Sol­da­ten-Uni­form, ihr Pil­ger­ziel. Es ist eine schö­ne Tra­di­ti­on, dass sich Sol­da­ten auf ihren Motor­rä­dern jedes Jahr einen Wall­fahrts­ort zum Ziel set­zen – Alt­öt­ting war bereits 2018 Treff­punkt“, wie sich Mili­tär­po­li­zist René Dirschl und Mili­tär­seel­sorgs­as­sis­tent Mat­thi­as Wes­ter erinnerten.

Beim Ein­marsch in die Bru­der-Kon­rad-Kir­che leg­ten die Teil­neh­mer ihre Sturz­hel­me in Kreuz­form vor dem Volks­al­tar ab. Mili­tär­pfar­rer Wolf­gang Rei­schl begrüß­te zur Andacht die Sol­da­ten im Her­zen Bay­erns und am Grab des hei­li­gen Bru­ders Kon­rad. Das Wall­fahrts­mot­to Auf­bre­chen“ pas­se auch für den hei­li­gen Klos­ter­pfört­ner, der sein gan­zes Leben als Auf­bruch“ sah in der Kreu­zes­nach­fol­ge Chris­ti – das sei auch ein Bild für unser eige­nes Leben. Wir bre­chen immer wie­der auf, um uns neu­en Auf­ga­ben zu stel­len, egal ob grö­ße­ren oder klei­ne­ren – es ist ein stän­di­ges Kraft­ho­len, damit wir Sinn und Ziel erken­nen.“ Dabei sei auch der hei­li­ge Chris­to­pho­rus Vor­bild, einer, der etwas Sinn­vol­les im Leben machen woll­te und als Chris­tus­trä­ger“ bekannt ist.

So emp­fahl Pfar­rer Rei­schl gera­de an die­sem Wall­fahrts­ort der Mut­ter­got­tes bei inner­li­cher Besin­nung, zur Ruhe zu kom­men, um Ord­nung in das eige­ne Leben zu brin­gen und zu fin­den“. Die Urlaubs­zeit sol­le eine Zeit der Ent­schleu­ni­gung und Erho­lung sein, auch ein Sich-Zeit-Neh­men für Gott.

Alle Teil­neh­mer beka­men nach dem Schluss­se­gen einen Chris­to­pho­rus-Anhän­ger als Glau­bens­zei­chen und sym­bo­li­schen Beglei­ter für die Stra­ßen des Lebens.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Dankwallfahrt

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Micha­el Neu­mai­er (6.v.l.) hat­te einen beson­de­ren Grund, am 18. Juli an der Rad­wall­fahrt aus dem Pfarr­ver­band Obe­res Achen­tal teil­zu­neh­men: Es war für ihn eine Dank­wall­fahrt zur Gna­den­mut­ter für die glück­li­che Geburt sei­nes Enkels Tobi­as, mitt­ler­wei­le ein­ein­halb Jah­re alt. Ger­ne reih­te er sich ein in die 10. Jubi­lä­ums-Rad­wall­fahrt nach Alt­öt­ting. 28 Teil­neh­mer zähl­te sie, dar­un­ter Pfar­rer Mar­tin Stra­ßer und Mari­an­ne Schmuck (80) als ältes­te Teil­neh­me­rin. Das Jubi­lä­um sporn­te offen­bar alle so an, dass sie die 94 Kilo­me­ter nach Abfahrt um 6.30 Uhr in Reit im Winkl und mit Got­tes­dienst in Unter­wös­sen so flott zurück­leg­ten, dass sie ein­ein­halb Stun­den frü­her als geplant den Kapell­platz erreich­ten und um ca. 16.30 Uhr unter Glo­cken­ge­läut die Gna­den­ka­pel­le umrun­de­ten. Beson­de­rer Dank sei den Orga­ni­sa­to­ren Chris­ti­ne und Wolf­gang Neu­mai­er gesagt, die seit zehn Jah­ren Sor­ge tra­gen für einen rei­bungs­lo­sen Ablauf die­ser Rad­wall­fahrt, außer­dem dem gesam­ten Hel­fer­team und natür­lich Pfar­rer Mar­tin Stra­ßer, der mit den Rad­pil­gern am 19. Juli in der Gna­den­ka­pel­le einen Pil­ger­got­tes­dienst feierte.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

„Christusträger“

Es ist eine schö­ne Tra­di­ti­on dass Neu­pries­ter der Diö­ze­se Pas­sau mit einer Wall­fahrt nach Alt­öt­ting ihren per­sön­li­chen Dank zu Maria brin­gen. Bei der Abend­mes­se in der Stift­s­pfarr­kir­che am 24. Juli, dem Fest­tag des hei­li­gen Chris­to­pho­rus, war Neu­pries­ter Mathi­as Eder der Haupt­ze­le­brant. Am Ende des Got­tes­diens­tes spen­de­te er den all­ge­mei­nen Pri­miz­se­gen und nach Wunsch auch den Ein­zel­pri­miz­se­gen. Am Altar stan­den neben dem Neu­pries­ter die Alt­öt­tin­ger Kon­ze­le­bran­ten Stadt­pfar­rer Prä­lat Klaus Metzl, Prä­lat Gün­ther Man­dl, Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger, die Pau­li­ner­pa­tres P. Paul Bin­kow­ski, P. Bern­hard Pal­ka und P. Micha­el Luko­szek; es assis­tier­te Dia­kon Gerold Hoch­dor­fer. Der Regens für die Diö­ze­se Pas­sau, Pfar­rer Chris­toph Leucht­ner, war als Fest­pre­di­ger gekom­men. Für ihn ist die Stift­s­pfarr­kir­che kein unbe­kann­ter Ort, ist er doch den Alt­öt­tin­gern als ehe­ma­li­ger Kaplan in guter Erin­ne­rung. Regens Leucht­ner beton­te: Im Dienst des Herrn zu ste­hen und Jesus Chris­tus zu den Men­schen zu brin­gen, sei Auf­trag der Pries­ter; auch der hei­li­ge Chris­to­pho­rus habe dies so gese­hen. Allen anwe­sen­den Gläu­bi­gen emp­fahl er, dass wir zu Chris­tus-Trä­gern‘ als Glau­bens­zeu­gen für die Welt wer­den, um sicher ans Ziel unse­res Lebens zu gelangen“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Blick nach vorne

Am 25. Juli emp­fing Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger Teil­neh­me­rin­nen einer Rad­wall­fahrt der Katho­li­schen Frau­en­ge­mein­schaft Sche­yern – mit dabei war Abt Mar­kus Eller OSB vom dor­ti­gen Bene­dik­ti­ner-Klos­ter. Eigent­lich sei es ja nicht sehr höf­lich, wenn ein Kapu­zi­ner beim Emp­fang eines Bene­dik­ti­ners auf den hei­li­gen Fran­zis­kus ver­wei­se, merk­te Bru­der Mari­nus schmun­zelnd an. Aller­dings geden­ke Alt­öt­ting heu­er des 800-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums des Todes­ta­ges des Ordens­va­ters der Fran­zis­ka­ner und Kapu­zi­ner. Das hal­ten wir Bene­dik­ti­ner schon aus“, lau­te­te der lachen­de Kom­men­tar von Abt Mar­kus. Die 20 Rad­pil­ge­rin­nen wie­der­um hat­ten ganz ande­res aus­ge­hal­ten: 150 Kilo­me­ter hat­ten sie in zwei Tagen zurück­ge­legt, bevor sie zusam­men mit einer Bus­pil­ger-Ver­stär­kung aus Sche­yern zur Gna­den­ka­pel­le ein­be­glei­tet wur­den. Auf so einer lan­gen Stre­cke unter­wegs, da öff­net sich der Blick nach vor­ne für alles Gute“, sag­te Bru­der Mari­nus. Dies konn­te Mari­on Furch, seit 15 Jah­ren Mit­or­ga­ni­sa­to­rin und Gestal­te­rin des Pil­ger­heft­chens, nur bestä­ti­gen. Abt Mar­kus Eller, Haupt­ze­le­brant des Vor­abend­got­tes­diens­tes in der Basi­li­ka vor der Lich­ter­pro­zes­si­on, gab den Besu­chern mit auf den Weg: „… Wel­ches Leben hat uns Gott gege­ben, das zu spü­ren, ist ein hören­des Herz!“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gute Erlebnisse

Zwi­schen einem Kurs oder einen Pil­ger­weg konn­ten Jugend­li­che aus der Pfar­rei Ber­lin-Lich­ten­berg anläss­lich ihrer Firm-Vor­be­rei­tung wäh­len. 21 Firm­lin­ge ent­schie­den sich für eine Wall­fahrt, und unter Lei­tung von Pfar­rer Oli­ver Cor­ne­li­us fuh­ren sie mit der Bahn bis Mur­nau am Staf­fel­see und pil­ger­ten dann zu Fuß 200 Kilo­me­ter in zehn Tagen bis zum Gna­den­ort Alt­öt­ting. Es waren gute und gast­freund­li­che Erleb­nis­se, die sie auf ihrem Pil­ger­weg des Glau­bens mach­ten, wie Pfar­rer Cor­ne­li­us bei der hei­li­gen Mes­se am 24. Juli in der Gna­den­ka­pel­le berich­te­te. So durf­ten sie etwa auch in Pri­vat­häu­sern pro­blem­los ihre lee­ren Trink­fla­schen mit Was­ser auf­fül­len; dies erin­nert an das Evan­ge­li­um von der Hoch­zeit zu Kana, als Jesus Was­ser in Wein ver­wan­del­te, sag­te der Pfar­rer mit Ver­weis auf die Got­tes­mut­ter: Dabei habe Maria zu den Die­nern gesagt: Was Er euch sagt, das tut!“

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Wiedersehen

Für Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl war es eine Ehren­sa­che, die Rad‑, Fuß- und Buß­wall­fahrt aus Lands­hut, Pfar­rei St. Pius, unter der geist­li­chen Lei­tung von Pfar­rer Alfred Wölfl, am 25. Juli in die St. Kon­rad-Kir­che ein­zu­be­glei­ten. Die bei­den Pries­ter freu­ten sich über das Wie­der­se­hen; bei­de waren sie vor 40 Jah­ren Semi­na­ris­ten im Spät­be­ru­fe­nen­se­mi­nar Vog­gen­feld. Wölfl, Dekan in Lands­hut, hat­te sich mit sie­ben Rad­pil­gern auf den Weg gemacht. Zwei Fuß­pil­ger­grup­pen waren ab Eng­furt bei Win­hö­ring und ab Mühl­dorf nach Alt­öt­ting mar­schiert; wei­te­re Wall­fah­rer kamen mit dem Auto. Beim gemein­sa­men Ein­zug mit dabei war auch Dia­kon Johann Fal­ter­mei­er. Pil­gern bedeu­tet, uns auf die inner­li­che Ein­kehr und Begeg­nung mit Gott ein­zu­las­sen, denn am Gna­den­ort der Got­tes­mut­ter mit ihrem gött­li­chen Sohn fin­den wir stets ein Stück Hei­mat im Glau­ben“, so Dekan Wölfl beim gemein­sa­men Gottesdienst.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Heimat im Herzen

Am 26. Juli fand die 72. St. Anna-Wall­fahrt der Ober­schle­si­er statt. Den Fest­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka zele­brier­te Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl.

Für die in Bay­ern und ganz Deutsch­land leben­den Ober­schle­si­er ist die Alt­öt­tin­ger St. Anna-Basi­li­ka eine Ersatz­hei­mat“ für den Anna­berg in der alten pol­ni­schen Hei­mat. Unter dem Mot­to Hei­mat im Her­zen“ stand heu­er die 72. St. Anna-Wall­fahrt, orga­ni­siert von Nor­bert Grö­ner, dem stell­ver­tre­ten­den Lan­des­vor­sit­zen­den der Ober­schle­si­schen Lands­mann­schaft Bay­ern e.V., und unter tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung der Ehren­vor­sit­zen­den Ger­trud Mül­ler (Kreis­grup­pe Mün­chen).
Vie­le ober­schle­si­sche Lands­leu­te nah­men am Got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka teil; mit dabei waren auch die­ses Jahr zahl­rei­che Trach­ten­grup­pen aus der alten Hei­mat und Fah­nen­ab­ord­nun­gen. Musi­ka­lisch gestal­tet wur­de der Got­tes­dienst durch eine Böh­misch-Baye­ri­sche Blas­mu­sik und dem Hei­mat­chor Ostrop­pa aus dem pol­ni­schen Gleiwitz.

Dass Treue im Glau­ben, Brauch­tums­pfle­ge, Geschich­te und Kul­tur auch an künf­ti­ge Gene­ra­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben wird, das ist auch der Her­zens­wunsch von Ger­trud Mül­ler, die sich von ihren treu­en ober­schle­si­schen Lands­leu­ten, die zur Wall­fahrt all­jähr­lich bis aus Güters­loh ange­reist kom­men“ ver­ab­schie­de­te und ihr Amt der Wall­fahrts-Orga­ni­sa­ti­on in die zuver­läs­si­gen Hän­de von Nor­bert Grö­ner übergab.

Die Bedeu­tung, Hei­mat im Her­zen“ als eine Gene­ra­tio­nen-über­grei­fen­de Grund­vor­aus­set­zung für Frie­den in der Welt, beton­te der Haupt­ze­le­brant Prä­lat Metzl in sei­ner Pre­digt. So erin­ner­te er an das Patro­nats­fest der hei­li­gen Mut­ter Anna, der Mut­ter Mari­ens und der Groß­mutter Jesu, der hier in der gleich­na­mi­gen Basi­li­ka in Alt­öt­ting in beson­de­rer Wei­se gedacht wer­de. Papst Leo XIV. hat die­sen Tag zum Welt­tag der Groß­el­tern und Senio­ren bestimmt und unter das Wort des Pro­phe­ten Jesa­ja (Jes 49,815) gestellt“, stell­te er außer­dem fest und beton­te: Das schmerz­li­che Gefühl der Ver­las­sen­heit, wie es Jesa­ja aus­drück­te in dem Satz Der Herr hat mich ver­las­sen, Gott hat mich ver­ges­sen‘, wird durch Got­tes Ant­wort, durch sei­ne Lie­be zu uns Men­schen, mit Trost und Zuver­sicht erfüllt: Ich ver­ges­se dich nicht“. Zei­ten der Ein­sam­keit, der Ver­las­sen­heit ken­ne jeder, gera­de älte­re Men­schen, wie Metzl fest­stell­te, dar­um sei der Welt­tag der Groß­el­tern für Papst Leo XIV. eine gute Gele­gen­heit, neu zu ent­de­cken, dass die Kir­che dazu beru­fen sei, Mut­ter aller zu sein, und dass es in jedem Alter mög­lich sei, sich als Kind Got­tes zu erfah­ren. Das Leit­wort der dies­jäh­ri­gen St. Anna-Wall­fahrt erin­ne­re an den Besuch von Bene­dikt XVI. in Alt­öt­ting vor 20 Jah­ren, als der dama­li­ge Papst den berühm­ten Satz präg­te: Bei der Mut­ter sind wir daheim.“ Da aber unse­re wah­re Hei­mat der Him­mel ist“, hin­ter­frag­te Prä­lat Metzl als drit­ten Gedan­ken: Wie kann das gelin­gen?“ Die Ant­wort gebe das Mat­thä­us-Evan­ge­li­um (Mt 13.4446) mit dem Schatz im Acker und der wert­vol­len Per­le. Sein Fazit: Gott lässt sich suchen und fin­den, wie ein Schatz im Acker und eine wert­vol­le Per­le. Wer den Glau­bens­schatz in der Tie­fe sei­nes Her­zens sucht, der fin­det den Schatz und die Per­le des ewi­gen Lebens“, schloss der Wallfahrtsrektor.

Fei­er­lich war am Nach­mit­tag die abschlie­ßen­de St. Anna-Andacht in der Stift­s­pfarr­kir­che mit Pfar­rer i.R. Joseph Scholz aus Mün­chen sowie die Sta­tio vor der Gna­den­ka­pel­le mit Rei­se­se­gen. Pfar­rer Scholz freu­te sich über einen gelun­ge­nen Wall­fahrts­tag: Dank an Gott, der uns ins Leben rief und immer wie­der Kraft schenkt für einen Neu­an­fang, Ver­söh­nung und Glau­bens­treue. Dank an Maria und Mut­ter Anna, die unse­re Für­bit­ten stets erhö­ren und an Jesus wei­ter­rei­chen und schließ­lich Dank an alle, die zum wun­der­ba­ren Gelin­gen der 72. St. Anna-Wall­fahrt bei­getra­gen haben.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Du sollst ein Segen sein

Sebas­ti­an Schar­nagl aus der Diö­ze­se Eich­stätt ist ein treu­er Mari­en-Ver­eh­rer und Alt­öt­ting-Pil­ger. Am 25. April die­ses Jah­res wur­de er im Dom zu Eich­stätt zum Pries­ter geweiht. Am 26. Juli fei­er­te er als Haupt­ze­le­brant beim Abend­got­tes­dienst in der Stift­s­pfarr­kir­che sei­ne Nach­pri­miz und spen­de­te den Pri­miz­se­gen. Der Bibel­spruch auf dem Pri­miz­bild­chen von Sebas­ti­an Schar­nagl lau­tet: Ich will dich seg­nen, und du sollst ein Segen sein“ (Gen 12,2) und beinhal­tet, dass wir die Bot­schaft vom Reich Got­tes hin­aus­tra­gen in die Welt. Sebas­ti­an Schar­nagl war Teil­neh­mer bei der dies­jäh­ri­gen Ober­pfäl­zer Fuß­wall­fahrt kurz vor Pfings­ten und wird auch bei der ein­wö­chi­gen Kast­ler Fuß­wall­fahrt mit­pil­gern, die am 8. August in Alt­öt­ting ankommt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Fernseh-Aufzeichnung

Es gab für die Teil­neh­mer an der 17. Bull­dog-Old­ti­mer-Wall­fahrt aus Neun­burg v.W. in der Ober­pfalz am Pil­ger­ziel eine Über­ra­schung: Bei der Ein­fahrt auf den Kapell­platz mit ins­ge­samt 27 Bull­dogs am 31. Juli um 13.30 Uhr, also zwei Stun­den frü­her als geplant, wur­den sie nicht nur vom stell­ver­tre­ten­den Wall­fahrts­rek­tor Bru­der Mari­nus Par­zin­ger, son­dern auch von einem Kame­ra-Team des Baye­ri­schen Rund­funks emp­fan­gen. Ein­ge­weiht war nur Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­tor Hans Fischer. Für die Film­auf­nah­men muss­ten die Fah­rer nach der Bull­dog-Seg­nung noch ein paar Extra­run­den am Kapell­platz dre­hen, und das bei schweiß­trei­ben­den Tem­pe­ra­tu­ren. Das kos­tet“, mein­te süf­fi­sant Mit­or­ga­ni­sa­tor Rai­mund Ferstl. Die Rech­nung schickt ihr bit­te ins Stu­dio nach Frei­mann“, so die schmun­zeln­de Ant­wort des Münch­ner Kame­ra­teams mit Regis­seur Andi Unger, der ergänz­te: „… das mit der erhöh­ten Rech­nung passt, da uns wegen eures ver­früh­ten Ankom­mens die Gage hal­biert wird.“ Na wer’s glaubt! Wegen der Hit­ze nutz­te Bru­der Mari­nus für die kur­ze Begrü­ßungs­an­dacht die schat­ten­spen­den­den Bäu­me am Kapell­platz. Für die musi­ka­li­sche Gestal­tung sorg­te das Duo Eli­sa­beth und Her­bert. Bei der Fern­seh­auf­zeich­nung steht übri­gens nicht die Bull­dog-Wall­fahrt aus Neun­burg v.W., son­dern das 800-jäh­ri­ge Fran­zis­kus-Jubi­lä­um im Vor­der­grund; aus­ge­strahlt wird der BR-Klas­si­ker Sta­tio­nen“ zum The­ma Reli­gi­on & Ori­en­tie­rung“ am 23. Sep­tem­ber 2026.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Hilferuf in großer Not

Mitt­ler­wei­le hat es sich zu einem Trend“ in der Ober­pfalz ent­wi­ckelt, mit aus­ge­dien­ten, älte­ren Trak­to­ren nach Alt­öt­ting zu wall­fah­ren. Aus Schorn­dorf kamen sie heu­er am 1. August zum drit­ten Mal. Die Lei­tung hat­te Engel­bert Ober­mei­er; er war ein­mal Teil­neh­mer bei der Neun­bur­ger Bull­dog-Wall­fahrt, setz­te dann aber sei­ne eige­ne in die Tat um“: Zum einen woll­te er die 150 Kilo­me­ter-Fahrt unter­wegs mit mehr Pau­sen genie­ßen“, auch wenn man dann drei Tage für die Fahrt nach Alt­öt­ting benö­tig­te. Vor allem aber ist die­se Bull­dog-Wall­fahrt für ihn ein per­sön­li­cher Hil­fe­ruf in gro­ßer Not nach meh­re­ren Krebs-OPs. 17 aus­ge­dien­te land­wirt­schaft­li­che Nutz­fahr­zeu­ge, vor­wie­gend der Mar­ken Fendt, M.A.N. und Por­sche aus den Jah­ren 1956 bis 1970, fuh­ren auf den Kapell­platz zu einer kur­zen Sta­tio mit Gebet und der Per­so­nen- und Fahr­zeug-Seg­nung durch Pau­li­ner­pa­ter Paul Bin­kow­ski. Heim­wärts wur­de eine ande­re Weg­rou­te gewählt, wie Engel­bert Ober­mei­er erzähl­te. Man wol­le in der drei­tä­gi­gen Rück­fahrt auch das Bau­ern­mu­se­um in Mas­sing besich­ti­gen. Albert Sara­deth war Mit­or­ga­ni­sa­tor und der Aus­kund­schaf­ter“ der Weg­stre­cke nach Alt­öt­ting, was sich wegen Umlei­tun­gen durch Bau­ar­bei­ten als sehr sinn­voll erwei­sen sollte.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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