Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 11.12.2023

2023 12 11 pb alb wallfahrtsmosaike freiburg2 Foto: Roswitha Dorfner
Ankunft in Altötting: Pilger aus Freiburg mit Erzbischof Stephan Burger.

In den Adventstagen ist der Altöttinger Christkindlmarkt Anziehungspunkt für viele Besucher aus Nah und Fern. Auch Pilgergruppen kommen jedes Jahr im Dezember nach Altötting. Heuer sorgte auch die weiße Schneepracht für ein weihnachtliches Ambiente.

In der Gnade bleiben

Sie bla­sen den Marsch zum Auf­bruch“, stell­te Erz­bi­schof Ste­phan Bur­ger schmun­zelnd fest, als die Alt­öt­tin­ger Hof­mu­sik unter Lei­tung von Karl­mann Kanz­ler die über 100 Frei­bur­ger Wall­fah­rer, dar­un­ter auch Bru­der Micha­el vom Klos­ter Beu­ron sowie Fah­nen­trä­ger Alex­an­der Mey­er, am 8. Dezem­ber vor der Gna­den­ka­pel­le ver­ab­schie­de­te. Dass selbst die Orga­nis­tin Johan­na Stitz Pre­mie­re-Ein­satz im Trom­pe­te-Spie­len zeig­te, deu­te­te Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl als sehr posi­ti­ves Zei­chen, dass eben für die Frei­bur­ger Pil­ger alles auf­ge­bo­ten“ wür­de. Kein Wun­der: Hat­te sich doch die­ses Jahr unter die Pil­ger­grup­pe Erz­bi­schof Ste­phan Bur­ger ein­ge­reiht, um eine Woche Advent in Alt­öt­ting“ zu erle­ben. Auch für die Ein­be­glei­tung am Mon­tag, gegen 18 Uhr, war die Hof­mu­sik bestellt und spiel­te advent­li­che Wei­sen zum Will­kom­mens­gruß. Alt­öt­tings Wall­fahrts­rek­tor Metzl eil­te den Frei­bur­ger Pil­gern ent­ge­gen, um sie zur St. Mag­da­lena­kir­che ein­zu­be­glei­ten. Wir sind alle von Gott Erwähl­te, wie Maria“, stell­te er fest, und wir haben alle einen Auf­trag und eine Sen­dung. Selbst wenn wir nicht immer auf der Son­nen­sei­te des Lebens ste­hen, ist uns Maria Vor­bild, wie das Leben gelin­gen kann, sodass auch wir in der Gna­de Got­tes blei­ben“. Dem Enga­ge­ment von Chris­ta Löff­ler, die zusam­men mit Toch­ter Danie­la schon vie­le Jah­re die Wall­fahrts-Orga­ni­sa­ti­on über­nimmt, ist es zu ver­dan­ken, dass die Frei­bur­ger Pil­ger­tra­di­ti­on zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting wei­ter­lebt. Sehr beein­druckt zeig­te sich auch Erz­bi­schof Ste­phan Bur­ger. Dass er bei den Pau­li­ner­pa­tres im St. Mag­da­lenaklos­ter über­nach­te­te, hat­te sei­nen Grund: deren P. David hat­te zwölf Jah­re in der Diö­ze­se Frei­burg in Todt­moos gewirkt. So freu­te man sich auf ein Wie­der­se­hen. Und beim fei­er­li­chen Rora­te-Got­tes­dienst am Frei­tag, dem Fest Mariae Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis, war Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler als ein gebür­ti­ger Schwarz­wäl­der Kon­ze­le­brant von Bischof Ste­phan Burger.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Festmesse mit Weihbischof Graf

Vor Beginn der fei­er­li­chen Pon­ti­fi­kal­mes­se in der Alt­öt­tin­ger St. Anna-Basi­li­ka mit Weih­bi­schof Josef Graf, Regens­burg, anläss­lich des Hoch­fests Mariae Unbe­fleck­te Emp­fäng­nis am 8. Dezem­ber wur­de welt­weit um 12 Uhr mit­tags auf Emp­feh­lung von Papst Fran­zis­kus zur Welt­gna­den­stun­de gemein­sam der Ange­lus gebe­tet“. Das Fati­ma-Apos­to­lat des Bis­tums Pas­sau unter Lei­tung von Pfar­rer Jörg Flei­scher, Rott­hal­müns­ter, hat­te zur Fest­mes­se mit Mari­en­wei­he ein­ge­la­den. Der Got­tes­dienst wur­de von Radio Horeb über­tra­gen. Dazu wur­de eine Figur der Fati­ma-Madon­na beim fei­er­li­chen Ein­zug des lit­ur­gi­schen Diens­tes mit­ge­tra­gen und im Pres­by­te­ri­um auf­ge­stellt. Weih­bi­schof Graf grüß­te alle Mari­en­ver­eh­rer welt­weit aus dem Her­zen Bay­erns“ und bezeich­ne­te es als gro­ße Freu­de, am Fest­tag der Got­tes­mut­ter hier sein zu dür­fen, sich von Maria an der Hand neh­men und sich zu ihrem Sohn Jesus füh­ren zu las­sen. Für Weih­bi­schof Graf steht fest: Wir brau­chen ein Ide­al, um unser Leben aus­zu­rich­ten, damit es gelingt.“ Wir Chris­ten soll­ten unser Leben an Gott fest­ma­chen, als unser leuch­ten­der Leit­stern – alles ande­re sei­en Irr­lich­ter. Dazu emp­fahl er einen Blick auf Men­schen, die uns als Leit­bil­der vor­ma­chen, wie man ein Leben auf Gott hin aus­rich­ten kön­ne. Das heu­ti­ge Fest lade ein, auf Maria zu schau­en. Maria, ohne Erb­sün­de, unbe­rührt vom Bösen, die durch ihr Ja-Wort am Erlö­sungs­werk Got­tes mit­ge­wirkt habe, sei zum Urbild der Kir­che gewor­den. Die mit­täg­li­che Gna­den­stun­de mit Fest­mes­se fand fei­er­li­chen Abschluss mit dem Wei­he­ge­bet des hl. Lud­wig Gri­g­ni­on von Mont­fort. Die Asba­cher Män­ner­scho­la unter Lei­tung von Flo­ri­an Kölbl (an der gro­ßen Mari­en­or­gel) gestal­te­te die Mes­se musi­ka­lisch. Man­fred Ben­kert, der Lei­ter der Alt­öt­tin­ger Anbe­tungs­ka­pel­le und Initia­tor Deutsch­land betet Rosen­kranz“, über­reich­te Weih­bi­schof Graf eine Ker­ze, ver­bun­den mit der Bit­te um inten­si­ves Rosen­kranz­ge­bet, damit die Bot­schaft von Fati­ma Erhö­rung finde.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Fragen, hoffen, lieben

Von Frei­tag, 8. bis Sonn­tag, 10. Dezem­ber weil­te die Bus­pil­ger­grup­pe aus Rot­ten­burg-Stutt­gart unter der geist­li­chen Lei­tung von Gene­ral­vi­kar Prä­lat Cle­mens Strop­pel, Pfar­rer i.R. Msgr. Her­bert Schmu­cker und Dia­kon Die­ter Lang am Gna­den­ort. Neben fei­er­li­chen Got­tes­diens­ten in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che fand am Sams­tag eine Mari­en­an­dacht in der St. Mag­da­lena­kir­che statt. Pfar­rer Schmu­cker erin­ner­te an einen beson­de­ren Akzent ihrer Mari­en­ver­eh­rung: vor 80 Jah­ren, am 3. Okto­ber 1943 wur­de die Diö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart unter Initia­ti­ve vom dama­li­gen Bischof Johann Bap­tist Sproll in der unsäg­li­chen Zeit des Zwei­ten Welt­kriegs unter den Schutz der Got­tes­mut­ter Maria gestellt. Der Bischof befand sich im Exil, war er doch ein erklär­ter Geg­ner des natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Regimes. Pfr. Schmu­cker sag­te: Man dür­fe nie auf­hö­ren im Leben zu suchen, zu fra­gen, zu hof­fen und zu lie­ben und so sei es in Kri­sen­zei­ten umso wich­ti­ger, wie­der Kraft zu erhal­ten durch gute Men­schen und Weg­ge­fähr­ten, die uns erah­nen las­sen von der Güte und Men­schen­freund­lich­keit Got­tes. Nur in der Erlö­sung liegt die Lösung, damit uns am Ende unse­res Lebens nicht der Tod, son­dern das Leben erwar­tet“. So wur­de am Ende der Andacht von der Rot­ten­burg-Stutt­gar­ter Pil­ger­ge­mein­schaft die Treue zur Gna­den­mut­ter mit dem Weih­ge­bet an Maria“ bestärkt und mit dem eucha­ris­ti­schen Segen abgeschlossen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Weg des Vertrauens

Eigent­lich kam tra­di­tio­nell min­des­tens zwei­mal im Jahr eine Bus­wall­fahrt aus Alzen­au-Hör­stein unter Lei­tung der Fami­lie Stol­zen­ber­ger zum Wall­fahrts­ort der Gna­den­mut­ter und des hl. Bru­ders Kon­rad. Die zwei Jah­re Coro­na-Aus­zeit“ haben aller­dings viel ver­än­dert, auch das Pil­ger­ge­sche­hen aus Alzen­au. Heu­er am 11./12. Dezem­ber orga­ni­sier­te Pfar­rer Frank Mathio­wetz für sei­ne Pfar­rei eine zwei­tä­gi­ge Alt­öt­ting-Wall­fahrt und führ­te somit als gro­ßer Mari­en­ver­eh­rer das Erbe der Fami­lie Stol­zen­ber­ger“ fort – drei Fami­li­en­mit­glie­der waren übri­gens extra mit dem Pri­vat-Pkw ange­reist, um an den Got­tes­diens­ten teil­zu­neh­men. In einer fei­er­li­chen Rora­te­mes­se in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che am Nach­mit­tag des 11. Dezem­ber erklär­te Pfar­rer Mathio­wetz im Ker­zen­schein der ent­zün­de­ten Tee­lich­ter, was es mit dem Advent auf sich habe: Wir erwar­ten die Ankunft des Herrn Jesus Chris­tus, die Mensch­wer­dung Got­tes in Jesus Chris­tus.“ Johan­nes der Täu­fer habe uns im Evan­ge­li­um des 2. Advents­sonn­tags dar­auf hin­ge­wie­sen, dem Herrn die Wege zu berei­ten. Dies sol­le ins­be­son­de­re in unse­ren Her­zen gesche­hen, damit Er in uns neu gebo­ren wer­den kann“. Die Got­tes­mut­ter Maria, die uns den Hei­land gebo­ren habe, ver­wei­se stets auf ihren Sohn, der uns immer wie­der auf­rich­te auf unse­rer irdi­schen Pil­ger­rei­se und gera­de hier in Alt­öt­ting kön­nen wir dem Herrn und Erlö­ser, wie auch Maria ganz nahe sein“. Bei der Pil­ger­mes­se in der Hei­li­gen Kapel­le am 12. Dezem­ber ver­wies Pfar­rer Mathio­wetz auf das uralte Pil­ger­ge­bet O Maria Hilf“, in dem sich unzäh­li­ge Wall­fah­rer ver­trau­ens­voll mit ihren Bit­ten an die Gna­den­mut­ter wen­den und dabei Hil­fe, Trost und Stär­kung erfah­ren. Vie­le Votiv­ta­feln im Umgang der Gna­den­ka­pel­le zeug­ten von wun­der­ba­rer Hil­fe. Im Fiat Mari­ens sieht Pfar­rer Mathio­wetz auch für uns ein Glau­bens­zeug­nis, in all unse­ren Bedräng­nis­sen des Lebens unser Ja zu spre­chen und auf Gott zu ver­trau­en. Gehen wir den Weg des Ver­trau­ens an der Hand Mari­ens“, riet er den Got­tes­dienst­be­su­chern. Die­sen Weg ist auch die hl. Anna Schäf­fer gegan­gen – so war Min­del­stet­ten ein wei­te­res Ziel der Pil­ger­grup­pe aus Alzenau.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Im missionarischen Einsatz – 12. Nikolauswallfahrt zum Altöttinger Christkindlmarkt-Abschluss

Um den Fest­tag des hei­li­gen Bischofs Niko­laus sind bekannt­lich des­sen irdi­sche Ver­tre­ter aktiv im Ein­satz: wenn sie Kin­der in den Fami­li­en oder in Kin­der­gär­ten besu­chen, außer­dem, wenn sie alten, kran­ken und ein­sa­men Men­schen eine klei­ne Freu­de berei­ten. Weil die­ses Enga­ge­ment den Niko­läu­sen auch selbst Freu­de macht, sind ins­ge­samt 44 von ihnen am 16. Dezem­ber nun schon zum zwölf­ten Mal nach Alt­öt­ting gepil­gert, um sich dort bei der Gna­den­mut­ter zu bedan­ken. Ein freu­di­ges Ereig­nis ist dies auch für die vie­len Christ­kindl­markt-Besu­cher, der an die­sem Wochen­en­de endete.

Abt­pri­mas em. Dr. Not­ker Wolf OSB von der Bene­dik­ti­ner-Erz­ab­tei St. Otti­li­en zele­brier­te heu­er die Dank­mes­se in der Bru­der-Kon­rad­kir­che, bevor die präch­tig geklei­de­ten Wall­fah­rer zur Gna­den­ka­pel­le zogen – sehn­süch­tig erwar­tet von den vie­len Kin­dern mit ihren Eltern und Großeltern.

Es sind natür­lich auch die schö­nen Erleb­nis­se, die das Niko­laus-Gehen aus­ma­chen“, sag­te einer der präch­tig gewan­de­ten Män­ner mit Rau­sche­bart aus Neu­kir­chen am Inn. Aus­ge­stat­tet mit den bischöf­li­chen Insi­gni­en im Form von Mitra und Stab nahm er die­ses Jahr zum zwei­ten Mal bei der Niko­laus­wall­fahrt teil. Sein edles, rot­far­be­nes Samt-Gewand sei in Nie­der­bay­ern gefer­tigt und kei­ne Bil­lig-Ramsch­wa­ren-Bestel­lung aus dem Inter­net, wie er tra­di­ti­ons­be­wusst erklär­te. Auf die Fra­ge, wor­an er sich ger­ne erin­ne­re, erzähl­te er von einem Pri­vat-Besuch bei einer Fami­lie mit drei Kin­dern, die einen Niko­laus mit zwei Kram­perl bestellt hat­ten. Wäh­rend die zwei Mäd­chen, die älte­ren Geschwis­ter, ängst­lich Abstand hiel­ten, sei der zwei­ein­halb­jäh­ri­ge Bub mutig zum Niko­laus getre­ten und habe wäh­rend des gesam­ten Besuchs den Bischofs­stab gehalten.

Ein Niko­laus vom Erh­ar­tin­ger Brauch­tums­ver­ein erzähl­te schmun­zelnd, dass beson­ders in die­sem Jahr, da die Stra­ßen durch den vie­len Schnee teils schwer pas­sier­bar waren und auch die Park­mög­lich­kei­ten vor den Häu­sern sich als schwie­rig erwie­sen, es trotz­dem für einen Niko­laus mit Berufs­er­fah­rung“ kein Pro­blem gebe: ein am Auto ange­brach­tes Schild Niko­laus im Ein­satz!“, sor­ge für Respekt und Vor­beu­gung eines Park-Knöll­chens“ wie er ver­schmitzt anmerkte.

Dass gleich 44 Niko­laus-Ver­tre­ter aus Ober- und Nie­der­bay­ern und selbst aus der Ober­pfalz die­ses Jahr zur Wall­fahrt gekom­men waren und durch ihr Enga­ge­ment mis­sio­na­ri­schen Ein­satz“ zeig­ten, freu­te nicht zuletzt auch den Orga­ni­sa­tor und Ver­tre­ter für den Wirt­schafts­ver­band, Chris­ti­an Wie­ser, sowie Bür­ger­meis­ter Ste­phan Ant­wer­pen und den stell­ver­tre­ten­den Wall­fahrts­rek­tor, Kapu­zi­ner­pa­ter Br. Mari­nus Par­zin­ger: Bei so viel Niko­laus-Pracht kann es schon pas­sie­ren, dass der Haupt­ze­le­brant Abt­pri­mas Not­ker Wolf trotz fest­li­chem Ornat sowie Mitra und Stab in deren Mit­te unter­ge­hen‘ kann“, stell­te er in sei­nen Begrü­ßungs­wor­ten schmun­zelnd fest.

Abt­pri­mas Not­ker Wolf hat­te dafür durch­aus Ver­ständ­nis, vor allem mit Blick auf die Kin­der, die’s heu­te hier­her­zieht, um die vie­len Niko­laus-Ver­tre­ter zu sehen.“ Durch deren Aus­sendung wer­de die Bot­schaft Jesu von der Barm­her­zig­keit, die der hei­li­ge Bischof Niko­laus hier auf Erden vor­ge­lebt habe, über­zeu­gend dar­ge­stellt. Beson­ders wich­tig war es dem Pre­di­ger, dass man den Bischof Niko­laus vom Coca-Cola-wer­ben­den Weih­nachts­mann unter­schei­de und so erzähl­te er die bekann­tes­ten Niko­laus-Legen­den wie etwa von den drei gol­de­nen Klum­pen“, die drei jun­ge Frau­en vor der Pro­sti­tu­ti­on ret­te­ten, oder vom Korn­wun­der“, das die Bischofs­stadt Myra vor einer Hun­gers­not bewahr­te. Die­se Erzäh­lun­gen kor­re­lier­ten laut Not­ker Wolf sehr gut mit der Aus­sa­ge Jesu aus dem Lukas-Evan­ge­li­um (Lk 6,38): Gebt, dann wird auch euch gege­ben wer­den.“ Der Abt­pri­mas beton­te: Je mehr man gebe, umso mehr bekom­me man zurück. Wenn wir ande­ren unser Herz und unse­re Zeit schen­ken als Zei­chen der Barm­her­zig­keit, kehrt dies als über­gro­ße Freu­de in unse­re Her­zen ein“, sag­te er.

Nur müh­sam konn­ten sich dann abschlie­ßend die Niko­laus-Pil­ger“ in einer Pro­zes­si­on ab der Bru­der-Kon­rad-Kir­che den Kapu­zi­ner­berg hin­auf zur Gna­den­ka­pel­le for­mie­ren, denn die dich­te Men­schen­men­ge erschwer­te ein Durch­kom­men. Und es waren nicht nur die süßen Gaben in Form von Scho­ko­ni­ko­läu­sen, die den Kin­dern von den bischöf­li­chen“ Niko­laus-Ver­tre­tern über­reicht wur­den: sehr gefragt und erwünscht war auch der per­sön­li­che Segen von Abt­pri­mas em. Not­ker – was auch ihm sicht­lich Freu­de bereitete …

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

25. Winterwallfahrt der Wolfgangpilger

2024 01 15 pb alb wolfgangpilger

Die Wall­fahrts­kir­che in Heil­gen­statt konn­te im Jahr 2023 auf ihr 650. Wei­he­ju­bi­lä­um zurück­bli­cken und wur­de dem­entspre­chend mit ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen gebüh­rend gefei­ert. Mit einem klei­nen Jubi­lä­um bei­steu­ern“ und somit das Jubi­lä­ums­jahr gebüh­rend abschlie­ßen konn­ten die Wolf­gang-Pil­ger“ aus Alt­öt­ting und Kastl, die zum 25. Mal in einer Win­ter-/La­ter­nen-Wall­fahrt“ am 28. Dezem­ber nach Hei­li­gen­statt mar­schier­ten, aus gutem Brauch und Tra­di­ti­ons­be­wusst­sein: denn die Hei­li­gen­stät­ter Kir­che hat das Patro­zi­ni­um der Unschul­di­gen Kin­der und des hl. Wolfgang. 

Treff­punkt für die Wall­fahrts­teil­neh­mer unter Lei­tung von Pil­ger­lei­ter Ste­fan Jetz war um 17 Uhr die Alt­öt­tin­ger Gna­den­ka­pel­le, die Kast­ler Grup­pe mach­te sich bereits um 16 Uhr auf den Weg. Um 18.30 Uhr fei­er­ten sie dann abschlie­ßend mit ins­ge­samt etwa 100 Pil­gern – eini­ge waren auch mit dem Auto nach Hei­li­gen­statt gefah­ren – einen Pil­ger­got­tes­dienst mit Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel. Die­ser ging in sei­ner Pre­digt auf die Geschich­te des Kin­der­mor­des zu Beth­le­hem ein und stell­te fest: Das Bekennt­nis zu Jesus Chris­tus, der mensch­ge­wor­de­nen Lie­be Got­tes, ist nicht ohne Gefahr. Leben zu ach­ten und Men­schen zu respek­tie­ren und für sie ein­zu­tre­ten gibt uns Jesus jeden Tag mit auf unse­ren Weg.“

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

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