Bistum

Kraftort und Ideenschmiede

Redaktion am 15.12.2025

Gruppenfoto der Mitarbeiter. Info Icon Foto: LVHS
Die gastfreundlichen Gesichter der Landvolkshochschule: Dieses Team aus verschiedenen Professionen wirkt in Niederalteich zusammen und gibt dem Haus seinen ganz eigenen Charakter.

Die Katholische Landvolkshochschule Niederalteich feiert 75. Geburtstag. Die LVHS ist in dieser Zeit zu einem besonderen Ort der Begegnung und Besinnung, der Persönlichkeitsbildung und Schöpfungsverantwortung gewachsen.

Als alles anfing, haben kur­ze und lan­ge Kur­se jun­ge Frau­en und Män­ner aus der Land­wirt­schaft inten­siv für ihr Enga­ge­ment in Kir­che, Poli­tik und Gesell­schaft aus­ge­bil­det. Seit den 80er Jah­ren wur­de das Pro­gramm Stück für Stück erwei­tert, sodass ein viel­fäl­ti­ges Ange­bot für die brei­te länd­li­che Bevöl­ke­rung ent­stan­den ist.

Auf Initia­ti­ve von Jugend­pfar­rer und Dom­de­kan Edu­ard Pletl wur­de 1950 auf der Eng­l­burg bei Titt­ling eine Gegen­be­we­gung der Kir­che gegen die Ideo­lo­gie des Drit­ten Rei­ches gegrün­det. Jun­ge Men­schen soll­ten Per­sön­lich­keits­bil­dung und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung auf Basis christ­li­cher Wer­te und christ­li­chen Glau­bens erfah­ren, damit die Pro­pa­gan­da des Natio­nal­so­zia­lis­mus nie wie­der so viel Zuspruch erhält. Weit­sich­ti­ge Kir­chen­män­ner und enga­gier­te Frau­en und Män­ner vom Land hat­ten dabei bewusst das Heim­volks­hoch­schul­kon­zept vom däni­schen Bischof, Phi­lo­so­phen und Päd­ago­gen Grundt­vig gewählt: geleb­te christ­li­che Wer­te, die oft­mals auch kir­chen­fer­ne Men­schen wie­der neu­gie­rig wer­den las­sen für wei­te­re kirch­li­che Ange­bo­te. 75 Jah­re spä­ter ist ein Rechts­ruck in der Gesell­schaft lei­der wie­der erschre­ckend aktu­ell – und die Ange­bo­te der LVHS umso wichtiger.

Blick auf das Gebäude der LVHS. Info Icon Foto: LVHS
Lernen und leben im Schatten der Basilika: Auch das macht die LVHS zu einem ganz besonderen Ort.

Ein kom­pe­ten­tes Team aus ver­schie­de­nen Pro­fes­sio­nen wirkt an der LVHS Nie­der­al­t­eich zusam­men. Es gibt Kir­che ein gast­freund­li­ches und leben­di­ges Gesicht. Die Mit­ar­bei­ten­den der Haus­wirt­schaft sor­gen für Ambi­en­te und leib­li­ches Wohl. Die Ver­wal­tung für kom­pe­ten­te Bele­gung, schlan­ke Büro­kra­tie und freund­li­chen Emp­fang. Das Bil­dungs­team für qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Kur­se und Semi­na­re sowie pas­to­ra­le Ange­bo­te, die lebens­nah sind und Kopf, Herz und Hand anspre­chen. Denn nur wer sich selbst kennt, kann auch in Zei­ten von künst­li­cher Intel­li­genz oder den sich ver­än­dern­den gesell­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen sei­nem Leben Rich­tung geben.

In Zei­ten kirch­li­cher Umbrü­che geben das Pro­gramm und der Ort der LVHS Nie­der­al­t­eich Halt und Hei­mat, Ori­en­tie­rung und Moti­va­ti­on, Kom­pe­tenz und Ver­bin­dung sowie die Mög­lich­keit zum Aus­tausch mit Gleich­ge­sinn­ten. Ehren­amt­li­che kön­nen hier Kraft tan­ken und an bezahl­ba­ren Kur­sen für ihr Enga­ge­ment im Ver­band und der Pfar­rei teil­neh­men. Sie fin­den Rat und Unter­stüt­zung von erfah­re­nen Refe­ren­ten, die wis­sen, was Ehren­amt­li­che und Men­schen auf dem Land brau­chen. In Zei­ten des Rechts­extre­mis­mus wird kla­re Kan­te gezeigt. Viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten sind vor­han­den, um sich mit den poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Umbrü­chen und Unsi­cher­hei­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen, um nicht nur zu jam­mern, son­dern um mitzugestalten.

Erfah­re­ne Mode­ra­to­ren bie­ten Impul­se und einen geschütz­ten Dia­log­ort für kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen wie zuletzt beim Fach­tag für Land­wirt­schaft Unter­wan­de­rung von rechts“.

Die Katho­li­sche Land­volks­hoch­schu­le ist ein Haus mit Cha­rak­ter, ein Haus mit Geist, ein Haus mit Aus­strah­lung in die gan­ze Regi­on – von der Ober­pfalz bis nach Ober­ös­ter­reich, von der böh­mi­schen Gren­ze bis ins Alpen­vor­land. Clau­dia Möni­us aus Wien brach­te den Cha­rak­ter des Hau­ses ein­mal schön zum Aus­druck. Sie lob­te die Viel­falt des Pro­gramms mit einem guten Mix aus Bewah­ren­dem und der Offen­heit für Neu­es, die Qua­li­tät der Küche, die Sau­ber­keit und – viel­leicht die größ­te Beson­der­heit – die Herz­lich­keit aller Beschäf­tig­ten. Egal, was man als Refe­ren­tin oder als Teil­neh­mer braucht, man hat nie das Gefühl, zur Last zu fal­len.“ Ihr Fazit: An euch kommt von der Qua­li­tät her nach mei­ner bis­he­ri­gen Erfah­rung kein ande­res Haus heran.“

Text: red

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