Jugend

Gemeinsam stärker

Redaktion am 29.08.2025

Info Icon Foto: Matthias Geyer
In drei Tagen war ein lebendiges Beziehungsnetz entstanden. Das wurde beim Abschlussgottesdienst deutlich.

Von Rätseln, Artefakten und Gemeinschaft: Vom 4. bis 8. August erlebten 60 Kinder und Jugendliche des Pfarrverbands Hacklberg in der Messerschmidmühle eine abenteuerliche Woche unter dem Motto „Jagd nach dem verlorenen Schatz“.

In einem süd­ame­ri­ka­ni­schen Set­ting bega­ben sich die sie­ben For­scher­grup­pen, beglei­tet von 19 enga­gier­ten Grup­pen­lei­tun­gen, auf eine span­nen­de Expe­di­ti­on, um wert­vol­le Inka-Arte­fak­te zu fin­den. Unter­stützt wur­den sie von wei­te­ren ehren­amt­lich Täti­gen – dar­un­ter die Lager­lei­tung mit Mat­thi­as Gey­er, Tami Wenz­ke und Flo­ri­an Irou­schek, sechs Per­so­nen in der Küche sowie zwei im Organisationsteam.

Bereits am Sonn­tag waren das gro­ße Essens­zelt und das Zir­kus­zelt vom Lei­tungs­team auf­ge­baut wor­den. Am Mon­tag war alles vor­be­rei­tet, die Kin­der und Jugend­li­chen konn­ten kom­men. Auf­ge­teilt in Grup­pen, began­nen sie mit der Gestal­tung der Grup­pen­fah­nen. In einer fei­er­li­chen Eröff­nungs­sze­ne über­gab ein Muse­ums­mit­ar­bei­ter“ den Auf­trag, das ver­lo­re­ne Arte­fakt zu ber­gen – der Start­schuss für eine Woche vol­ler Rät­sel, Spie­le und Gemeinschaft.

Am nächs­ten Tag star­te­te ein stra­te­gi­sches Aben­teu­er: Auf einem leben­di­gen Han­dels­platz wusel­ten die Grup­pen zwi­schen Markt­stän­den“ umher, feilsch­ten um Holz, Stei­ne und Erz und plan­ten den Bau ihrer Pro­jek­te. Team­geist, Tak­tik und ein wenig Ver­hand­lungs­ge­schick waren gefragt, bis am Ende ers­te Bau­plä­ne erfolg­reich umge­setzt waren.

Die Fähig­kei­ten als For­scher muss­ten jedoch noch in einem Trai­nings­par­cours erwor­ben wer­den. An acht Sta­tio­nen – vom Balan­cie­ren auf der Slack­li­ne über das Spu­ren­le­sen bis hin zum Ent­schlüs­seln gehei­mer Bot­schaf­ten – konn­ten die Teil­neh­men­den ihre Fähig­kei­ten unter Beweis stel­len. Ein beson­de­res High­light war der Besuch der Hei­mat-Feu­er­weh­ren: Mit Ein­satz­fahr­zeu­gen, Aus­rüs­tung zum Anfas­sen und einem kräf­ti­gen Was­ser­strahl aus den Schläu­chen sorg­ten sie für stau­nen­de Gesich­ter und will­kom­me­ne Abküh­lung. Hier waren auch die Nach­wuchs­feu­er­wehr­ler unter den Grup­pen­lei­tern gefragt, die zeig­ten, was die Jung­feu­er­wehr schon alles an Kön­nen erwor­ben hat.

Am Mitt­woch­vor­mit­tag führ­te eine Schnit­zel­jagd durch das Umland. Spä­ter am Abend sorg­te das Nacht­spiel für Ner­ven­kit­zel: In der Dun­kel­heit sam­mel­ten die Grup­pen Mur­meln, wäh­rend Mumi­en“ und Licht­wäch­ter“ den Weg erschwer­ten oder halfen.

Info Icon Foto: Matthias Geyer
Auf der Wolfsteiner Ohe konnten sich alle Nachwuchskanuten erproben, einen Kanadier zu steuern und heil über die „Stromschnellen“ zu kommen.

Der Fol­ge­tag gehör­te den Work­shops. Mit Pin­sel, Ton und Geschick ent­stan­den bemal­te Jute­beu­tel, kunst­vol­le Salz­tei­g­amu­let­te, jun­ge Kunst. Auf der Wolf­stei­ner Ohe konn­ten sich alle Nach­wuchs­ka­nu­ten erpro­ben, einen Kana­di­er zu steu­ern und heil über die Strom­schnel­len“ zu kom­men. Mit Pro­fi­bö­gen wur­den die Ziel­schei­be anvi­siert und Pfei­le abge­schos­sen. Der letz­te Abend war, wie auch die letz­ten Jah­re, der Höhe­punkt der Woche. Selbst ent­wor­fe­ne Sket­che, Spie­le und eine Foto­show der ver­gan­ge­nen Tage brach­ten zum Lachen und Stau­nen und hat­ten bereits eine klei­ne Weh­mut in sich, weil mor­gen das Zelt­la­ger schon endet.

Zum Abschluss am Frei­tag fei­er­ten alle gemein­sam im Schat­ten der Bäu­me einen stim­mungs­vol­len Got­tes­dienst mit Pater Edri­ance, in dem Rück­blick, Dank und der Lager­song ver­eint wur­den. Als der Muse­ums­mit­ar­bei­ter“ schließ­lich das letz­te Arte­fakt ent­ge­gen­nahm, war klar: Der wah­re Schatz lag nicht im Inka­gold“, son­dern vor allem in der Gemein­schaft, den Erleb­nis­sen und Erin­ne­run­gen, die in der Mes­ser­schmid­müh­le geschaf­fen wur­den. Für die Lei­ter war wich­tig, dass die Kin­der des Pfarr­ver­ban­des viel­fäl­ti­ge Kon­tak­te knüp­fen konn­ten und damit ein leben­di­ges Bezie­hungs­netz ent­stan­den ist.

In einem Jahr ist das Zelt­la­ger im Jugend­haus in Münch­ham vom 2. bis 6. August. Seit 2002 fin­det das Lager des Pfarr­ver­ban­des jähr­lich statt. Es ist nicht mehr aus dem Pfarr­le­ben weg­zu­den­ken und wirkt auch auf der Bezie­hungs­ebe­ne das gan­ze Jahr.

Text: red

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