Der Festgottesdienst anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Gotthard-Vereins Reichersdorf-Schwanenkirchen e.V. war ein echtes Glaubensfest. Abt Dr. Marianus Biber brachte dazu aus dem Archiv des Niederalteicher Kloster s den Schuh und Abtstab des heiligen Gotthard mit.
Ein Gottesdienstbesucher beschreibt, was ihn berührt hat: „Ich bin froh, dass ich teilgenommen habe. In Gegenwart dieser zwei ehrwürdigen Reliquien einen so schönen Gottesdienst zu feiern, das hat schon was.“ In der Predigt ging es um den „Guten Hirten“ aus dem Johannesevangelium – ein zentrales Bild für uns Christen, um Orientierung und Entscheidungshilfen für unser Leben zu bekommen. Abt Marianus bezeichnete die Worte des Evangeliums als Wegweiser in unsere Zeit. Die musikalische Gestaltung des Gotthard-Chors brachte die Schönheit des Glaubens zum Ausdruck und die Herzen zum Schwingen.
Foto: Erika Kraus
Gemeinsam mit Pater Thomas ernannten die 1. und der 2. Vorsitzende des Gotthard-Vereins, Erika Kraus und Gerhard Pauli, die anwesenden Gründungsmitglieder zu Ehrenmitgliedern: Hedwig Baumann für den kürzlich verstorbenen Alois Baumann, Hans Hanakam, Ewald Schredinger, Anton Zacher, Georg Brocher und Josef Hartenberger. Das Gründungsmitglied Gotthard Käspeitzer war an diesem Tag verhindert. Erika Kraus führte aus, wie wichtig das „Ja“ der Gründungsmitglieder am 14. März 1976 war, damit die heutige Gotthard-Kapelle zur Pilgerstätte für Gläubige aus dem In- und Ausland werden konnte. In den Unterlagen ist nachzulesen, dass es 1976 Überlegungen gab, die Kapelle nicht zu sanieren, sondern lediglich einen „Platz“ zu erhalten und gegebenenfalls „eine Statue“ aufzusellen. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie nachhaltig das Wirken der Gründungsmitglieder um den damaligen Pfarrer Franz Kellermann noch heute ist.
Zum Dank zogen die Gottesdienstbesucher mit den Fahnenabordnungen der Vereine von Schwanenkirchen nach Reichersdorf zur Gotthard-Kapelle. Dort spendete Abt Marianus den Segen mit der Gotthard-Reliquie. Nach dem Gotthard-Lied zogen die Pilger zurück nach Schwanenkirchen. Gefeiert wurde das Jubiläum im Pfarrsaal.
Durch die wertvolle Arbeit der Mitglieder der Vorstandschaft und vieler Frauen und Männer aus Reichersdorf und Umgebung wurde dieser Tag zum Tag der Freude. Ewald Strasser überbrachte ermutigende Lobesworte des Marktes Hengersberg. Die Mütter Melanie Weiß und Christina Schiller mit ihren Töchtern Viviane und Leoni zeichneten wunderbare Bilder in die Kindergesichter. Einen wertvollen Schatz hat Anna von Kessel über den Verein und die Bedeutung des ersten Heiligen Altbayerns in dem Büchlein „Wo Wunder Wurzeln schlagen“ zusammengetragen. Das Büchlein ist eine wichtige Ausgabe für Vernetzung, Gemeinschaft und Unterstützung in vielen Belangen unseres Lebens und unserer Heimat.
Text und Fotos: Erika Kraus
