Die Terminator“-Filme mit „Arnie“ Schwarzenegger sind ja wirklich gutes Kino, aber ich wage an dieser Stelle mal folgende Prognose: Künstliche Intelligenz (KI) wird eher nicht die Herrschaft an sich reißen, sollte sie je ein eigenes Bewusstsein entwickeln. Nicht in diesem neuen Jahr und auch nicht in den vielen neuen Jahren, die da noch kommen mögen. Die KI hat nämlich zwei Möglichkeiten: Sie kann sich aufmachen und in das weite All mit Abermilliarden Galaxien und noch viel mehr Sternen ausbreiten. In eine unendlich weite Welt voller Wunder. Oder sie kann auf diesem kleinen Planeten an einem Seitenarm der Milchstraße bleiben.
Hier bei uns Miesepetern, die so gerne den Weltuntergang herbeifantasieren? Womöglich reicht der KI schon ein kurzer Blick in die Welt der sogenannten sozialen Medien, um schnellstmöglich Reißaus zu nehmen: Besserwisser schimpfen, Romantiker schwärmen von der vermeintlich guten alten Zeit, Sofahelden reden den Niedergang herbei, … Als naiv gilt, wer optimistisch ist. Und als realistisch der Pessimist. Aber ist die Realität vielleicht in Wirklichkeit ganz anders? Könnte es auch sein, dass die Wirklichkeit sehr vielfältig ist und die Zukunft offen?
„Machen Sie sich da keine Sorgen. Gott ist mehr als allwissend, er ist Beziehung, liebender Vater, für ihn ist die Künstliche Intelligenz keine Konkurrenz.”
An dieser Stelle mal eine gute Nachricht: Wie die KNA berichtet, vollzieht sich der Umstieg auf erneuerbare Energien wie Wind- und Solarkraft schneller als erwartet. Demnach wird Strom inzwischen zu 41 Prozent aus nicht-fossilen Quellen erzeugt – doppelt so viel wie das britische Mineralölunternehmen BP für das Jahr 2035 vorhergesagt habe. Es geht voran. Und das trotz all der Leugner des menschengemachten Klimawandels. Im Zweifel scheinen sich Fakten durchzusetzen und nicht Ideologie. Vielleicht, weil die Wirtschaft verstanden hat, dass sich auch mit Klimaschutz Geld verdienen lässt. Arnie, den Kinohelden und Umweltschützer, wird es freuen. Und auch unseren neuen Papst Leo XIV., der sich nicht nur für den Umweltschutz, sondern vor allem auch für den – so dringend nötigen – Frieden einsetzt. Auch das ist eine gute Nachricht.
Womöglich ist es aber gar nicht mal so schlimm, wenn die Stimmung derzeit so düster ist. Weil auch Gefühle einen Zweck erfüllen. Auch die schlechten. Angst lässt uns vorsichtiger und aufmerksamer werden; Wut spornt uns an, Hindernisse beiseite zu räumen. Hilft uns das im neuen Jahr?
Vielleicht sollten wir gerade dann, wenn uns vieles düster erscheint, die guten Gefühle umso bewusster wahrnehmen. Das Staunen zum Beispiel. Die Ausgabe der „Zeit“ vom 17. Dezember hat dieser „geheimen Superkraft“ des Menschen einen extra langen Beitrag gewidmet: Demnach senkt Staunen den Blutdruck, macht uns entspannter, lindert Schmerzen; Staunen macht uns großzügiger und hilfsbereiter; und ganz wichtig: Staunen hilft uns, das Leben spielerisch zu betrachten und zu meistern. Zwar verlieren wir diese Fähigkeit in zunehmendem Alter, doch das Staunen lässt sich trainieren. Hilfsmittel sind die Musik und die Kunst, die uns immer wieder aufs Neue aufzeigen, wie gut es tun kann, wenn wir achtsamer durchs Leben gehen und genau hinschauen.
Vielleicht lohnt sich auch ein Blick auf das Tagesevangelium zum Zweiten Sonntag nach Weihnachten. „Am Anfang war das Wort (…) Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ Als Antwort auf „das Wort“ und das folgende Wunder fällt uns bestimmt etwas Besseres ein als das berühmte „Hasta la vista (Auf Wiedersehen) …“ aus dem Kino.



