Bistum

„Mit dem Beistand Mariens …“

Redaktion am 06.12.2025

Bischof Stefan Oster SDB und Neu-Diakon Mathias Eder. Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Bischof Stefan Oster SDB und Neu-Diakon Mathias Eder.

Bischof Stefan Oster SDB hat am 6. Dezember in der Altöttinger Stiftspfarrkirche Mathias Eder zum Diakon geweiht. Für den jungen Priesteramtskandidaten hat der Ort der Weihe eine besondere Bedeutung.

Denn Mathi­as Eder ist ein gro­ßer Mari­en­ver­eh­rer. Die Mut­ter­got­tes gilt ihm schon lan­ge Zeit als treue Für­spre­che­rin, ohne die ich nie­mals so weit gekom­men wäre und dank der ich jetzt hier ste­hen darf, wo ich bin“, wie er in einem Video für die Web­site des Bis­tums Pas­sau ver­ra­ten hat, das vor der Wei­he auf­ge­nom­men wur­de. Jetzt den Dienst des Tauf­spen­ders zu tun und der Ver­kün­di­gung in der Pre­digt vor­zu­ste­hen, ist für mich zwar eine immense Auf­ga­be, vor der ich natür­lich Respekt habe. Aber mit dem Bei­stand Unse­rer Lie­ben Frau von Alt­öt­ting wird mir das schon gelin­gen“, zeig­te sich der jun­ge Mann aus der Pfar­rei St. Franz-Xaver in Thyr­n­au (Pfarr­ver­band Straß­kir­chen) sehr zuversichtlich.

Auch das Leit­wort des Neu-Dia­kons geht auf die Got­tes­mut­ter zurück: Mir gesche­he nach dei­nem Wort“ (Lk 1,38) lau­tet die Zusa­ge Mari­ens bei der Ankün­di­gung der Geburt Jesu durch den Engel Gabri­el, die Mathi­as Eder auf dem lan­gen Weg, der vor ihm liegt, Ori­en­tie­rung geben soll. Das Leit­wort ver­deut­licht sein gro­ßes Ver­trau­en in den gött­li­chen Heils­plan, ist laut Bischof Oster jedoch auch sehr anspruchs­voll“: Denn das Wort Got­tes sei nichts, was man mal so neben­bei den Leu­ten als Info mit­ge­ben kön­ne, erklär­te der Pas­sau­er Bischof in sei­ner Pre­digt. Wer ein wah­rer Zeu­ge der christ­li­chen Bot­schaft sein möch­te, müs­se das Wort“ wirk­lich ver­in­ner­licht“ haben und mit Begeis­te­rung“ verkünden.

Neu-Diakon Mathias Eder im Kurzportrait

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Wie schwie­rig es sein kann, sich von Gott und sei­nem Wort berüh­ren und ver­wan­deln“ zu las­sen, ver­deut­lich­te Bischof Oster in sei­ner Pre­digt mit Blick auf die Tages­le­sung aus dem Buch Jesa­ja (Jes 6,18): Völ­lig ver­lo­ren“ vor Gott habe sich der Pro­phet dem­nach bei sei­ner Beru­fung gefühlt; und viel­leicht habe sich auch Mathi­as Eder auf sei­nem Rei­fungs­weg“ im Pries­ter­se­mi­nar manch­mal an die Meta­pher von den glü­hen­den Koh­len“ erin­nert – sowohl das Stu­di­um als auch das regel­mä­ßi­ge Gebet und nicht zuletzt das Leben in einer Gemein­schaft könn­ten sehr her­aus­for­dernd sein.

Außer­dem wür­den auch die Zei­ten für die Ver­kün­di­gung der Froh­bot­schaft und die Umstän­de, unter denen Mathi­as Eder sei­nen Dienst aus­üben wird, immer her­aus­for­dern­der, auch dar­auf wies Bischof Oster in sei­ner Pre­digt hin. Die Ern­te ist groß, aber es gibt nur wenig Arbei­ter“, zitier­te er das Tages­evan­ge­li­um (Lk 10,19) und stell­te fest, dass sich immer weni­ger jun­ge Män­ner zu Pries­tern wei­hen lie­ßen – auch Mathi­as Eder habe erlebt, dass sich der ein oder ande­re Kan­di­dat aus dem Pries­ter­se­mi­nar wie­der ver­ab­schie­det hat. Aus­drück­lich bat Bischof Oster die Got­tes­dienst­be­su­cher zum Gebet für Berufungen.

Diakonenweihe 2025 in Altötting – Impressionen

Der Pre­di­ger zitier­te noch ein wei­te­res Wort aus dem Evan­ge­li­um: Sie­he, ich sen­de euch wie Scha­fe mit­ten unter die Wöl­fe.“ Sozio­lo­gen und Geschichts­for­scher sprä­chen bereits von einem post­christ­li­chen“, also einem nach­christ­li­chen Zeit­al­ter. Und auch wenn es in Deutsch­land im Gegen­satz zu vie­len ande­ren Län­dern kei­ne gewalt­sa­me Chris­ten­ver­fol­gung gebe, so wer­de es auch hier­zu­lan­de immer schwe­rer, Ver­ständ­nis oder gar Begeis­te­rung für die christ­li­che Bot­schaft zu wecken. Unse­re Ant­wort“ auf die­se Ent­wick­lun­gen sei nicht die Gewalt, son­dern der Dienst, die Lie­be, das Gebet, die Treue zu den Men­schen und die Treue zu Gott“, beton­te der Bischof. Dies gel­te auch mit Blick auf die dem­nächst erschei­nen­de Auf­ar­bei­tungs­stu­die zu Miss­brauch und sexu­el­ler Gewalt im Bis­tum Pas­sau (von 1945 – 2022), die not­wen­dig sei, um der Wahr­heit ins Auge zu sehen“, außer­dem, um die Maß­nah­men zur Vor­beu­gung sol­cher Taten zu ver­bes­sern und der Kir­che ein schö­ne­res Gesicht zu geben“.

Die Predigt zum Nachhören

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Bischof Oster beton­te auch, wie erfül­lend es sein kann, von Chris­tus berührt zu sein“, zu ahnen, dass es nichts Grö­ße­res und Sinn­vol­le­res“ geben kön­ne als Gott, und dass es ein schö­ner Dienst sein kann, Ihm zu fol­gen“. Nicht nur ein Dia­kon, son­dern jeder Christ, sei dazu auf­ge­ru­fen als Zeu­ge die heil­sa­me Gegen­wart Got­tes in die Welt hin­ein­zu­tra­gen“. Ein Christ sei zwar kein bes­se­rer Mensch als ande­re“, aber er lebt von der Erfah­rung, dass der Herr immer wie­der neu ver­gibt und Frie­den schenkt“. Aus­drück­lich dank­te Bischof Oster dem Neu-Dia­kon Mathi­as Eder für sei­ne Treue und für sei­nen zukünf­ti­gen Dienst, außer­dem des­sen Weg­ge­fähr­ten und allen, die mit­ge­hol­fen haben, dass er jetzt sagen kann: Mir gesche­he nach dei­nem Wort‘“.

Im Anschluss an die Pre­digt nahm Bischof Oster den fei­er­li­chen Wei­he-Ritus vor. Mathi­as Eder erklär­te sich bereit, das Amt des Dia­kons zu über­neh­men und sprach sein Ja“ zum zöli­ba­t­ä­ren Leben. Bischof Ste­fan Oster leg­te ihm die Hän­de auf und sprach das Wei­he­ge­bet. Als Zei­chen sei­nes Diens­tes wur­de Mathi­as Eder Sto­la und Dal­ma­ti­ka ange­legt, Bischof Oster über­reich­te ihm das Evan­ge­li­en­buch. Der Neu-Dia­kon darf nun in sei­nem Amt den Segen spen­den, Tau­fen und Trau­un­gen abhal­ten und das Wort Got­tes aus­le­gen. Im kom­men­den Jahr ist sei­ne Pries­ter­wei­he in Pas­sau geplant.

Neu-Diakon Mathias Eder (v.) und Bischof Stefan Oster verteilen Hostien. Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Die Gläubigen empfangen aus den Händen von Bischof Stefan Oster und Neu-Diakon Mathias Eder die heilige Kommunion.

Am Altar stan­den neben Haupt­ze­le­brant Bischof Ste­fan Oster und Neu-Dia­kon Mathi­as Eder auch Regens Chris­toph Leucht­ner, Gene­ral­vi­kar Josef Ede­rer, Alt­öt­tings Wall­fahrts­rek­tor und Stadt­pfar­rer Prä­lat Klaus Metzl, Pro­de­kan (Hau­zen­berg) Andre­as Erndl und der Alt­öt­tin­ger Dia­kon Gerold Hoch­dor­fer. Im Altar­raum waren u.a. Dom­de­kan Hans Bau­ern­feind, Alt­öt­tings ehe­ma­li­ger Wall­fahrts­rek­tor und Stadt­pfar­rer Prä­lat Gün­ther Man­dl und Alt­öt­tings Dekan Heri­bert Schauer.

Am Nach­mit­tag fand in der Stift­s­pfarr­kir­che eine Dank­an­dacht des neu­en Dia­kons Mathi­as Eder statt, im Anschluss eine Pro­zes­si­on zur Gnadenkapelle.

Michael
Glaß

Redakteur

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