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Abteilungs- und Stabsstellenleitungen des Diözesanverbands arbeiten an Pastoralkonzept.
Ist die Caritas nun Teil der Kirche oder sogar ein Stück starke Kirche, wie manche meinen? Ganz einfach: Die Caritas IST Kirche. Weil diese mit den Mitarbeiter:innen im ländlichen Raum präsent bleibt. Weil, um es mit den Worten Papst Leos zu sagen, das Herz der Kirche ihrem Wesen gemäß solidarisch ist „mit denen, die arm, ausgegrenzt und an den Rand gedrängt sind, mit denen, die als „Abfall“ der Gesellschaft betrachtet werden. Die Armen gehören also zur Mitte der Kirche und damit wohl auch jener katholische Wohlfahrtsverband, der sich um Menschen in Not besonders kümmert.
Um diese Frage nach dem Verhältnis von Kirche und Caritas ging es bei der Klausur der Abteilungs- und Stabsstellenleitungen mit den Vorständen Andrea Anderlik und Stefan Seiderer. Sie stellten Weichen in der pastoralen Ausrichtung der Caritas. Der Leiter des Studienganges Caritaswissenschaft und wertorientiertes Management sowie des Institutes für angewandte Ethik WAW., Prof. Dr. Bernhard Bleyer, unterstrich, dass die Caritas als Kirche ein starker Partner der Kirche sei; gerade in Zeiten, da die Kirche in der Öffentlichkeit an Bedeutung verliere. Die Caritas dagegen genieße ein hohes Maß an gesellschaftlicher Reputation. Gerade vor Ort gewinne sie jetzt an Bedeutung. Während die Pastoral in der Fläche ausdünne, sei die Caritas mir ihren Kitas, Beratungsstellen oder Heimen und Werkstätten präsent. Als Kirche. Dessen sollte sich der Verband selbst durchaus bewusst sein.
So will die Caritas im Bistum Passau in den kommenden Jahren überprüfen, wie sie aus ihrem christlichen Selbstverständnis heraus ihren Beitrag zur gesellschaftlichen Orientierung und Stabilisierung leisten kann. Die Caritas jedenfalls sei bereit für den gesellschaftlichen und kirchlichen Strukturwandel.
Was den Menschen innerlich trage – also auch Glaube und Spiritualität – sei im Caritasverband „kein Rand-
thema“, wie es in dem Konzept-Papier heißt. Fragen rund um so ein Pastorales Konzept gehörten „als identitätsstiftendes Merkmal wie auch als Grundhaltung eines „Mental Health“ in die obersten Gremien eines Verbandes“. Ziel ist in dem katholischen Sozialverband mit über 160 Einrichtungen und fast 4500 Mitarbeiter:innen ein „neues und ein gemeinsames Caritas-Bewusstsein, indem wir die Gabe Gottes, die in jedem von uns steckt, neu entfachen“.
Text: can