Bistum

Caritas stellt sich ihrem Grundauftrag als Kirche

Redaktion am 08.05.2026

Info Icon Foto: can/wd
Wohin soll die pastorale Reise gehen? Vorstände, Experten und leitende Mitarbeiter:innen zeigen Wege auf (v.l.): Agnes Stefenelli, Andreas Kindermann, Andrea Anderlik, Prof. Dr. Bernhard Bleyer, Stefan Seiderer und Ingrid Aldozo.

Abteilungs- und Stabsstellenleitungen des Diözesanverbands arbeiten an Pastoralkonzept.

Ist die Cari­tas nun Teil der Kir­che oder sogar ein Stück star­ke Kir­che, wie man­che mei­nen? Ganz ein­fach: Die Cari­tas IST Kir­che. Weil die­se mit den Mitarbeiter:innen im länd­li­chen Raum prä­sent bleibt. Weil, um es mit den Wor­ten Papst Leos zu sagen, das Herz der Kir­che ihrem Wesen gemäß soli­da­risch ist ​„mit denen, die arm, aus­ge­grenzt und an den Rand gedrängt sind, mit denen, die als ​„Abfall“ der Gesell­schaft betrach­tet wer­den. Die Armen gehö­ren also zur Mit­te der Kir­che und damit wohl auch jener katho­li­sche Wohl­fahrts­ver­band, der sich um Men­schen in Not beson­ders kümmert.

Um die­se Fra­ge nach dem Ver­hält­nis von Kir­che und Cari­tas ging es bei der Klau­sur der Abtei­lungs- und Stabs­stel­len­lei­tun­gen mit den Vor­stän­den Andrea Ander­lik und Ste­fan Sei­de­rer. Sie stell­ten Wei­chen in der pas­to­ra­len Aus­rich­tung der Cari­tas. Der Lei­ter des Stu­di­en­gan­ges Cari­tas­wis­sen­schaft und wert­ori­en­tier­tes Manage­ment sowie des Insti­tu­tes für ange­wand­te Ethik WAW., Prof. Dr. Bern­hard Bley­er, unter­strich, dass die Cari­tas als Kir­che ein star­ker Part­ner der Kir­che sei; gera­de in Zei­ten, da die Kir­che in der Öffent­lich­keit an Bedeu­tung ver­lie­re. Die Cari­tas dage­gen genie­ße ein hohes Maß an gesell­schaft­li­cher Repu­ta­ti­on. Gera­de vor Ort gewin­ne sie jetzt an Bedeu­tung. Wäh­rend die Pas­to­ral in der Flä­che aus­dün­ne, sei die Cari­tas mir ihren Kitas, Bera­tungs­stel­len oder Hei­men und Werk­stät­ten prä­sent. Als Kir­che. Des­sen soll­te sich der Ver­band selbst durch­aus bewusst sein.

So will die Cari­tas im Bis­tum Pas­sau in den kom­men­den Jah­ren über­prü­fen, wie sie aus ihrem christ­li­chen Selbst­ver­ständ­nis her­aus ihren Bei­trag zur gesell­schaft­li­chen Ori­en­tie­rung und Sta­bi­li­sie­rung leis­ten kann. Die Cari­tas jeden­falls sei bereit für den gesell­schaft­li­chen und kirch­li­chen Strukturwandel.

Was den Men­schen inner­lich tra­ge – also auch Glau­be und Spi­ri­tua­li­tät – sei im Cari­tas­ver­band ​„kein Rand-
the­ma“, wie es in dem Kon­zept-Papier heißt. Fra­gen rund um so ein Pas­to­ra­les Kon­zept gehör­ten ​„als iden­ti­täts­stif­ten­des Merk­mal wie auch als Grund­hal­tung eines ​„Men­tal Health“ in die obers­ten Gre­mi­en eines Ver­ban­des“. Ziel ist in dem katho­li­schen Sozi­al­ver­band mit über 160 Ein­rich­tun­gen und fast 4500 Mitarbeiter:innen ein ​„neu­es und ein gemein­sa­mes Cari­tas-Bewusst­sein, indem wir die Gabe Got­tes, die in jedem von uns steckt, neu entfachen“.

Text: can

Weitere Nachrichten

Bistum
19.10.2026

Neue Wege gehen

Der Auftaktgottesdienst zum „Pastoralen Raum Osterhofen“ in der Pfarrkirche Kurzenisarhofen bot eine…

Nachricht
19.10.2026

Mit der Kraft der Sonne

Das Bistum Passau nimmt seine Schöpfungsverantwortung ernst:  Auf den Dächern rund um den Domplatz sind in…

Wallfahrt
19.10.2026

Gemeinsam durchs Wallfahrtsjahr

Der neue „Wallfahrtskalender Unserer Lieben Frau von Altötting“ ist ab sofort erhältlich

Wallfahrt
19.10.2026

Ein Tag „für die wichtigsten Mitarbeiter der Muttergottes“

Bei der Pilgerleitertagung am 17. Oktober stellte Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl das Motto für die…