Rund 1000 Teilnehmer zählte am 22. März die Bauernwallfahrt nach Altötting, die heuer in 18. Auflage stattfand. Nach einem Gottesdienst in der Basilika fand eine Tiersegnung auf dem Kapellplatz statt.
Mit einem „herzlichen Grüß Gott“ begrüßte Rita Huber in der Basilika die Gottesdienst-Besucher, die zuvor schon auf dem Kapellplatz von den Truchtlinger Alphornbläsern musikalisch empfangen worden waren. Die Vorsitzende der Regionalgruppe Chiemgau-Inn-Salzach der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. Bayern (AbL) erinnerte, dass die Teilnehmer dazu aufgerufen seien für Gesundheit in der Familie zu beten, darüber hinaus für die Gesundheit der Tiere und den Schutz vor der Blauzungenkrankheit, „die auch wieder sehr aktuell ist“. Ganz besonders aber gehe es dieses Jahr um das Gebet um den Frieden, stellte Rita Huber fest – um den eigenen Frieden, den in der Familie und vor allem um den Frieden in der Welt.
Das Thema griff auch Kaplan Michael Vogt (Pfarrverband Burghausen) in seiner Predigt auf. Der Seelsorger der Katholischen Landvolkbewegung Passau e.V. (KLB) empfahl ein „Gebet zum Wettersegen“, das auch die Gesundheit und den so wichtigen Frieden in den Fokus rücke. Mit Blick auf die Lesung über die „Vision von der Auferweckung Israels“ (Ez 37,12b-14) und auf das Evangelium über „Die Auferweckung des Lazarus“ (Joh 11,1−45) rief Kaplan Vogt dazu auf, dieser „verrückten Welt“ mit der „Verrücktheit des Glaubens und der Hoffnung“ entgegenzutreten. Auch wenn Gott „zu seiner Zeit wirkt“ und „auf seinen Wegen, die wir nicht immer verstehen“: Christen gehe es um die „Hoffnung wider alle Hoffnungslosigkeit“ – um eine Bereitschaft zum Gebet, zur Hoffnung und dazu, an einer besseren Welt mitzubauen.
18. Bauernwallfahrt nach Altötting – Impressionen
Die AbL hatte die Veranstaltung auch heuer wieder organisiert – mit Unterstützung der KLB Passau, des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter e.V., der Interessengemeinschaft für gesunde Tiere und Kath. Erwachsenenbildung Rottal-INN-Salzach e.V. Den Gottesdienst gestaltete der Singkreis Asten musikalisch. Während der Messe wurden Kräutertüten gesegnet. Danach spielte die Blasmusik der Bauernwallfahrt die Teilnehmer hinauf zum Platz vor der Gnadenkapelle, wo Kapuzinerbruder Marinus Parzinger und Kaplan Vogt Tiere und Teilnehmer segneten.
Auf dem Kapellplatz waren auch heuer wieder Brillenschafe von Wolfgang Landsberger; außerdem Kälber und Ochse Lazarus von Elke und Hubert Hochreiter vom Blümlhof in Burgkirchen. Während der Segnung spielten nicht nur die Alphornbläser und die Blasmusik, sondern es sang auch „Schorsch der Bauer“ ein Hirtenlied aus der französischsprachigen Schweiz. Mit Schorsch, dem Sänger und Landwirt, und seinem „MilliMusi-Projekt“ fand am Nachmittag ein „ökologisches Wallfahrtskonzert und eine Feldversuchshoagascht“ statt unter dem Motto „Heu und Hymnen – Vom Feld ins Hirn!“.

