Zum Jubiläum des Papstbesuchs vor 20 Jahren ist die Ausstellung „Begegnungen mit dem Eucharistischen Herrn“ eröffnet worden.
24 Stunden, sieben Tage die Woche – die Anbetungskapelle in Altötting hält ihre Türen offen. Ähnlich wie die Gottesmutter Maria 24 Stunden, sieben Tage die Woche da ist als „ganz besondere Fürsprecherin bei ihrem Sohn“. Wer gerne in Gemeinschaft betet, an einem Wallfahrtsort mit langer Tradition und in unmittelbarer Nähe zur Gnadenkapelle, der findet in der Anbetungskapelle „ein allgemeines Angebot für alle“, wie es Dr. Hannelore Putz, am am 11. September betonte. Die Archivdirektorin im Bistum Passau hat die Ausstellung im Kreuzgang der Stiftspfarrkirche konzipiert und stellte sie am Freitagabend in einer Ansprache dem Publikum vor. Die 16 Schautafeln mit großen ansprechenden Bildern machen deutlich: Die Begegnung mit dem Herrn geschieht auf vielfältige Weise und das Beten bringt Menschen zusammen.
Eben jenes „gemeinschaftsstiftende Element der Ewigen Anbetung“ habe auch schon vor rund 130 Jahren der damalige Passauer Bischof Michael von Rampf betont, als er die Verehrung des „Allerheiligsten Altarsakraments über das ganze Jahr, Tag und Nacht, in stets wechselnden Kirchen und klösterlichen Gemeinschaften“ initiiert hatte. Am 1. Januar 1897 sei diese gestartet, wie Dr. Putz zurückblickte, mit „einer besonderen Aufgabe für Altötting“, wo die Anbetung immer am letzten Tag im Monat und damit häufiger als in anderen Pfarreien stattfinden sollte – diese offizielle Aufgabe gelte bis heute.
Impressionen von der Eröffnung der Ausstellung
Darüber hinaus hätten sich in Altötting weitere Traditionen der „Ewigen Anbetung“ etabliert wie etwa bei den Schwestern vom Heiligen Kreuz oder bei der Gemeinschaft Emmanuel, und auch diese stellt die Ausstellung vor. „Wie ein Kranz umgeben sie den Wallfahrtsbereich von Altötting“, erklärte Dr. Putz und betonte in Anlehnung an Papst Benedikt XVI.: „Maria und Jesus gehören zusammen.“
Nicht nur die Eucharistische Anbetung steht im Fokus der Ausstellung, sondern auch „das Leben der katholischen Christen im Zeichen der Präsenz des Herrn im eucharistischen Brot” – etwa die „Erstbegegnung des Kindes mit dem eucharistischen Herrn in der Erstkommunion“, oder „die Begegnung des kranken und schwachen Menschen mit dem Herrn in der Krankenkommunion“, und nicht zuletzt die Begegnung mit Gott bei jeder heiligen Messe. Schließlich lenkt die Ausstellung auch den Fokus auf große Feste wie etwa den jährlichen „Adoratio-Kongress“ oder die Jahrhunderte alte Tradition des Fronleichnamsfestes.
Altötting sei „schon immer ein besonderer Ort der Eucharistischen Verehrung gewesen – nicht in Konkurrenz zur Wallfahrt zur Gnadenmutter, sondern als konsequenter Ausrichtungspunkt jeder Wallfahrt“, fasste Dr. Putz zusammen.
Michael
Glaß
Redakteur

