Kirche vor Ort

„Ein Angebot für alle“

Redaktion am 12.09.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Begegnungen bei der aktuellen Ausstellung im im Kreuzgang der Stiftspfarrkirche. Bild: Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl mit Archivdirektorin Dr. Hannelore Putz.

Zum Jubiläum des Papstbesuchs vor 20 Jahren ist die Ausstellung „Begegnungen mit dem Eucharistischen Herrn“ eröffnet worden.

24 Stun­den, sie­ben Tage die Woche – die Anbe­tungs­ka­pel­le in Alt­öt­ting hält ihre Türen offen. Ähn­lich wie die Got­tes­mut­ter Maria 24 Stun­den, sie­ben Tage die Woche da ist als ​„ganz beson­de­re Für­spre­che­rin bei ihrem Sohn“. Wer ger­ne in Gemein­schaft betet, an einem Wall­fahrts­ort mit lan­ger Tra­di­ti­on und in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Gna­den­ka­pel­le, der fin­det in der Anbe­tungs­ka­pel­le ​„ein all­ge­mei­nes Ange­bot für alle“, wie es Dr. Han­ne­lo­re Putz, am am 11. Sep­tem­ber beton­te. Die Archiv­di­rek­to­rin im Bis­tum Pas­sau hat die Aus­stel­lung im Kreuz­gang der Stift­s­pfarr­kir­che kon­zi­piert und stell­te sie am Frei­tag­abend in einer Anspra­che dem Publi­kum vor. Die 16 Schau­ta­feln mit gro­ßen anspre­chen­den Bil­dern machen deut­lich: Die Begeg­nung mit dem Herrn geschieht auf viel­fäl­ti­ge Wei­se und das Beten bringt Men­schen zusammen.

Eben jenes ​„gemein­schafts­stif­ten­de Ele­ment der Ewi­gen Anbe­tung“ habe auch schon vor rund 130 Jah­ren der dama­li­ge Pas­sau­er Bischof Micha­el von Rampf betont, als er die Ver­eh­rung des ​„Aller­hei­ligs­ten Altar­sa­kra­ments über das gan­ze Jahr, Tag und Nacht, in stets wech­seln­den Kir­chen und klös­ter­li­chen Gemein­schaf­ten“ initi­iert hat­te. Am 1. Janu­ar 1897 sei die­se gestar­tet, wie Dr. Putz zurück­blick­te, mit ​„einer beson­de­ren Auf­ga­be für Alt­öt­ting“, wo die Anbe­tung immer am letz­ten Tag im Monat und damit häu­fi­ger als in ande­ren Pfar­rei­en statt­fin­den soll­te – die­se offi­zi­el­le Auf­ga­be gel­te bis heute.

Impressionen von der Eröffnung der Ausstellung

Dar­über hin­aus hät­ten sich in Alt­öt­ting wei­te­re Tra­di­tio­nen der ​„Ewi­gen Anbe­tung“ eta­bliert wie etwa bei den Schwes­tern vom Hei­li­gen Kreuz oder bei der Gemein­schaft Emma­nu­el, und auch die­se stellt die Aus­stel­lung vor. ​„Wie ein Kranz umge­ben sie den Wall­fahrts­be­reich von Alt­öt­ting“, erklär­te Dr. Putz und beton­te in Anleh­nung an Papst Bene­dikt XVI.: ​„Maria und Jesus gehö­ren zusammen.“

Nicht nur die Eucha­ris­ti­sche Anbe­tung steht im Fokus der Aus­stel­lung, son­dern auch ​„das Leben der katho­li­schen Chris­ten im Zei­chen der Prä­senz des Herrn im eucha­ris­ti­schen Brot” – etwa die ​„Erst­be­geg­nung des Kin­des mit dem eucha­ris­ti­schen Herrn in der Erst­kom­mu­ni­on“, oder ​„die Begeg­nung des kran­ken und schwa­chen Men­schen mit dem Herrn in der Kran­ken­kom­mu­ni­on“, und nicht zuletzt die Begeg­nung mit Gott bei jeder hei­li­gen Mes­se. Schließ­lich lenkt die Aus­stel­lung auch den Fokus auf gro­ße Fes­te wie etwa den jähr­li­chen ​„Ado­ra­tio-Kon­gress“ oder die Jahr­hun­der­te alte Tra­di­ti­on des Fronleichnamsfestes.

Alt­öt­ting sei ​„schon immer ein beson­de­rer Ort der Eucha­ris­ti­schen Ver­eh­rung gewe­sen – nicht in Kon­kur­renz zur Wall­fahrt zur Gna­den­mut­ter, son­dern als kon­se­quen­ter Aus­rich­tungs­punkt jeder Wall­fahrt“, fass­te Dr. Putz zusammen.

Michael
Glaß

Redakteur

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