Bistum

Ein Netz, das trägt

Redaktion am 14.10.2025

Gruppenfoto mit Flyern. Info Icon Foto: Hubert Mauch
Birgit Seidler (Leere Wiege, v.l.), Dr. István Bruncsák (Trauerpastoral), Monika Winter (Telefonseelsorge), Birgit Czippek (KDFB), Tanja Kemper (KDFB), Juscha Stuber-Kranixfeld (Hospizverein) und Pfarrer Stephan Schmoll (Evang. Bildung in Ostbayern) präsentieren den neuen Flyer „Lichtblicke“ des Kooperationsnetzwerks Trauer.

Voneinander lernen und miteinander mehr bewirken: Kooperationspartner stellen neue Angebote für Trauernde vor.

Eines Tages ist jeder Mensch mit einer Ver­lust­er­fah­rung kon­fron­tiert. Trau­er ist somit ein The­ma, das alle betrifft. Den­noch füh­len sich vie­le Trau­ern­de in ihrer dun­kels­ten Zeit allein. Wenn Initia­ti­ven ihre Kräf­te bün­deln, ent­steht trag­fä­hi­ge Unter­stüt­zung, um Betrof­fe­ne bes­ser auf­zu­fan­gen – so der Grün­dungs­ge­dan­ke des Koope­ra­ti­ons­netz­werks Trau­er in Pas­sau. Sicht­ba­res Ergeb­nis der Zusam­men­ar­beit ist ein Fly­er, in dem all­jähr­lich die gemein­sa­men Ange­bo­te prä­sen­tiert werden.

Bei der Vor­stel­lung der neu­en Ver­an­stal­tun­gen beton­ten die Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Koope­ra­ti­ons­part­ner, wie wert­voll es ist, Syn­er­gien zu nut­zen. Unter­schied­li­che Initia­ti­ven brin­gen ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven in die Trau­er­be­glei­tung ein. In unse­rem Koope­ra­ti­ons­netz ler­nen wir mit- und von­ein­an­der, um gemein­sam mehr für trau­ern­de Men­schen zu bewir­ken“, sag­te Juscha Stu­ber-Kra­nix­feld vom Pas­sau­er Hos­piz­ver­ein. Neben kon­kre­ter Unter­stüt­zung für Trau­ern­de ist dem Netz­werk die Ent­ta­bui­sie­rung der The­men Tod und Trau­er wich­tig. Eini­ge Ange­bo­te rich­ten sich des­halb gezielt an die brei­te Öffent­lich­keit, um eine höhe­re Sicht­bar­keit zu errei­chen. Zu die­sen Ange­bo­ten zählt unse­re ers­te Ver­an­stal­tung der neu­en Rei­he. Anläss­lich des 30-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums der Trau­er­be­glei­tung im Katho­li­schen Deut­schen Frau­en­bund in der Diö­ze­se Pas­sau laden wir zu einer Lesung ein“, berich­te­te KDFB-Bil­dungs­re­fe­ren­tin Tan­ja Kem­per. Am Frei­tag, 24. Okto­ber 2025, stellt die Theo­lo­gin, Trau­er­be­glei­te­rin und Autorin Anke Keil im Evan­ge­li­schen Zen­trum St. Mat­thä­us in Pas­sau ihr Buch Als Frau Trau­er bei uns ein­zog“ vor. Die Lesung eröff­net den Raum, über Lebens- und Trau­er­we­ge ins Gespräch zu kom­men. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Fort­ge­setzt wird das Pro­gramm am 18. Novem­ber 2025 um 18 Uhr in der Unter­kir­che St. Peter in Pas­sau unter der Über­schrift Trau­er und Musik“. Die Idee: Beglei­tet von Musik und ein­fühl­sa­men Tex­ten dür­fen sich die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer die Zeit neh­men, um einen Ver­lust oder eine schwie­ri­ge Situa­ti­on in ihrem Leben ein­mal aktiv zu betrau­ern. Im Janu­ar beschäf­tigt sich das Trau­er­netz mit Digi­ta­li­sie­rung im Trau­er­kon­text. Am 15. Janu­ar 2026 wird der Film Eter­nal You – Vom Ende der End­lich­keit“ gezeigt. Die Doku­men­ta­ti­on beschäf­tigt sich damit, wie Künst­li­che Intel­li­genz ein Wei­ter­le­ben“ durch digi­ta­le Klo­ne ermög­licht. Der Film stellt auch einen guten Ein­stieg für den Vor­trag Das zwei­te Leben auf dem Bild­schirm. Digi­ta­li­sie­rung als Metho­de zur Über­win­dung der Trau­er?“ am 27. Janu­ar 2026 dar. Dr. Thors­ten Ben­kel, Sozio­lo­ge an der Uni­ver­si­tät Pas­sau, berich­tet von neu­en digi­ta­len Ange­bo­ten, die eine fun­da­men­ta­le Ver­än­de­rung im gesell­schaft­li­chen Umgang mit Ster­ben, Tod und vor allem Trau­er in Aus­sicht stellen.

Was machen Abschie­de und Ver­än­de­run­gen mit uns? Wo spü­ren wir Res­sour­cen in uns, damit umzu­ge­hen? Die­se Fra­gen ste­hen am 21. März 2026 bei der Ver­an­stal­tung Lebens­we­ge – Abschied und Auf­bruch“ im Fokus. Hier sind Teil­neh­men­de ein­ge­la­den, sich einen Vor­mit­tag lang bewusst damit zu beschäf­ti­gen, wie Ver­än­de­run­gen und ein Neu­an­fang aus­se­hen kön­nen“, kün­digt der evan­ge­li­sche Pfar­rer Ste­phan Schmoll an. Zum Pro­gramm zäh­len dar­über hin­aus der Letz­te-Hil­fe-Kurs – am Ende wis­sen, wie es geht“ am 13. Febru­ar, ein musi­ka­li­sches Abend­lob mit Tex­ten zu Trau­er und Hoff­nung am 17. Mai sowie eine Fahrt zum Wie­ner Zen­tral­fried­hof im Juni 2026.

Der neue Fly­er des Koope­ra­ti­ons­netz­werks Trau­er wird in den kom­men­den Wochen groß­flä­chig im Raum Pas­sau und dar­über hin­aus ver­teilt. Die Koope­ra­ti­ons­part­ner ver­ste­hen ihn aller­dings nicht nur als Prä­sen­ta­ti­ons­platt­form für die aktu­el­len Ange­bo­te. Er soll auch ein Tür­öff­ner“ sein. Alle Akteu­re bie­ten neben den gemein­sa­men Ver­an­stal­tun­gen auch eige­ne Ange­bo­te an, um Trau­ern­de durch schwie­ri­ge Zei­ten zu beglei­ten. Damit Betrof­fe­ne wis­sen, wo es Hil­fe gibt, sind die Kon­takt­da­ten der Netz­werk­part­ner auf der Rück­sei­te des Fly­ers vermerkt.

Zum Koope­ra­ti­ons­netz­werk gehö­ren das Refe­rat Hos­piz- und Trau­er­pas­to­ral des Bischöf­li­chen Seel­sor­ge­amts, die Evan­ge­li­sche Bil­dung in Ost­bay­ern, der Hos­piz­ver­ein Pas­sau e. V., der KDFB, die Kri­sen­seel­sor­ge im Schul­be­reich (KiS), die Tele­fon­seel­sor­ge Pas­sau, die Selbst­hil­fe­grup­pe Ver­wit­wet mit Kind“, die offe­ne Grup­pe für Ver­wais­te Eltern sowie die Selbst­hil­fe­grup­pe Lee­re Wiege“.

Text: Mareen Maier

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