Bistum

„Mitanand & füranand“

Redaktion am 22.09.2025

Die Landjugendgruppen aus dem ganzen Bistum beim Auszug aus dem Dom. Info Icon Foto: Helmuth Rücker
Ein feierliches Jubiläum: Die Landjugendgruppen aus dem ganzen Bistum beim Auszug aus dem Dom. Sie hatten beim Gottesdienst im Altarraum ein Halbrund gebildet.

Mit einem Festgottesdienst im Dom St. Stephan und anschließend einer Party auf einem Donauschiff hat die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) in der Diözese Passau ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert.

Bei der Jubi­lä­ums­fei­er wur­de deut­lich: Die Gemein­schaft macht es. Die jun­gen Leu­te auf dem Land fin­den in der Land­ju­gend-Grup­pe eine Hei­mat. Die KLJB ist für sie ein Ort, an dem man wach­sen darf, träu­men darf, schei­tern darf und wie­der auf­ste­hen kann. 

Ich sehe Gesich­ter, Freund­schaf­ten, lachen­de und manch­mal auch wei­nen­de Men­schen. Ich sehe gemein­sa­mes Arbei­ten, Beten, Dis­ku­tie­ren, Fei­ern, Anpa­cken“, sag­te Rapha­el Brand­stet­ter vom Diö­ze­san­vor­stand beim Got­tes­dienst im Dom St. Ste­phan. Ich sehe jun­ge Men­schen, die Ver­ant­wor­tung über­neh­men – für ihren Glau­ben, für ihre Gemein­schaft, für unse­re Welt.“ Nicht weni­ge fin­den in der Katho­li­schen Land­ju­gend­be­we­gung Freun­de fürs Leben, man­che sogar noch ein biss­chen mehr“. Nicht nur die Paa­re unter den Got­tes­dienst­be­su­chern lach­ten hörbar.

Die Landjugendgruppen aus dem ganzen Bistum beim Auszug aus dem Dom. Info Icon Foto: Helmuth Rücker
Die Landjugendgruppen aus dem ganzen Bistum beim Auszug aus dem Dom.

Die Lei­tung des 3300 Mit­glie­der star­ken Ver­ban­des in der Diö­ze­se Pas­sau hat­te viel Zeit und Herz­blut in das Pro­gramm gesteckt. Der Chor Mit­anand (Lei­tung Manue­la Lako­ta) mit Ver­stär­kung aus Jäger­wirth brach­te mit sei­nen rhyth­mi­schen Lie­dern Schwung in den Dom. Ich dan­ke dir, dass du mich kennst und trotz­dem liebst“, hieß es in einem Lied. Hin­zu kamen Blas­mu­sik vom sie­ben­köp­fi­gen KLJB-Ensem­ble und Orgel­klän­ge (Max Jäger).

Wäh­rend Isa­bel­la Jauf­mann (geist­li­che Ver­bands­lei­tung) erläu­ter­te, dass die KLJB Mau­ern („egal, wel­che“) nicht hin­neh­me, son­dern Brü­cken baue und Ver­ant­wor­tung über­neh­me, mach­te Dom­vi­kar Huber­tus Ker­scher in sei­ner Pre­digt deut­lich, dass Gott enorm in jeden inves­tiert“. Er zitier­te Bischof Kamph­aus: Der Mensch hat nicht Wert, son­dern Wür­de.“ Die KLJB müs­se das wider­spie­geln, müs­se geprägt sein vom Blick auf den Men­schen. So gestal­te man Hei­mat. Man set­ze sich ein für den Schutz des Sonn­tags, für Umwelt­schutz und Gleich­be­rech­ti­gung auf dem Land, Pro­jek­te für die Drit­te Welt“ und zuletzt gegen Rechts­extre­mis­mus. Da wun­de­re es nicht, dass KLJB-Mit­glie­der poli­ti­sche und sozia­le Kar­rie­ren gemacht hät­ten. Sei­ne Sicht: Man baue am Reich Got­tes mit. Schaut, dass jede und jeder Ein­zel­ne in eurem Ver­band und dar­über hin­aus das merkt.“

Mot­to des Jubi­lä­ums ist Mit­anand & für­anand“. Jun­ge Men­schen hät­ten sich auf den Weg gemacht, im Glau­ben, in Ver­ant­wor­tung für die Schöp­fung und im Ein­satz für die Gerech­tig­keit und das Leben auf dem Land, fass­te Isa­bel­la Jauf­mann am Schluss zusam­men. Man sei offen, kri­tisch, soli­da­risch und mit Gott ver­wur­zelt. Man wol­le wei­ter­hin Kir­che gestal­ten: gemein­sam, glaub­wür­dig und mit Herz. Auf jeden kom­me es an – gemein­sam bewe­gen wir das Land“. Rapha­el Brand­stet­ter ergänz­te: Unse­re Auf­ga­be bleibt: Träu­men­de, Spin­ner, Visio­nä­re, Bot­schaf­ter zu sein. Mit Herz, mit Ver­stand, mit Mut.“ Nach dem Got­tes­dienst zogen rund 470 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer durch die Alt­stadt zur Donaulände.

Am Ende des Gottesdienstes weihte Domdekan Dr. Hans Bauernfeind die KLJB-Fahne zum Jubiläum. Info Icon Foto: Helmuth Rücker
75 Jahre KLJB Passau: Am Ende des Gottesdienstes weihte Domdekan Dr. Hans Bauernfeind die KLJB-Fahne zum Jubiläum.

Ange­führt von der Blas­ka­pel­le Mal­gers­dorf, prä­sen­tier­ten zahl­rei­che Orts­grup­pen und Krei­se ihre Fah­nen. Hin­ter dem Diö­ze­san­vor­stand mit der neu geweih­ten Fah­ne reih­ten sich die Ehren­gäs­te und ehe­ma­li­gen Diö­ze­san­vor­sit­zen­den ein. Die Vor­freu­de auf die Par­ty auf dem Schiff war allen anzu­se­hen. Nach einem sehr anspre­chen­den baye­ri­schen Buf­fet ging die Post ab, als DJ Light Signal auf­leg­te und Stim­mung auf die Tanz­flä­che brach­te. Ein echt schö­ner Tag“, waren sich die KLJ­B­ler einig.

Text: Hel­muth Rück­er / red

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