Bistum

„Jeder Mensch soll in der Liebe weiterwachsen“

Redaktion am 17.08.2026

Info Icon Foto: Stolpe
Grund zur Freude hatten am Festwochenende auch Schlossherr Philipp von Ow und dessen Ehefrau Michaela. Beide feierten Geburtstag und ihren 20. Hochzeitstag. Dekan Heribert Schauer segnete das Paar.

300 Jahre Schloss Piesing: Dekan feiert Dankgottesdienst am Festwochenende

Anläss­lich des 300-jäh­ri­gen Bestehens von Schloss Pie­sing und eini­ger wei­te­rer Jubi­lä­en fei­er­te die Fami­lie von Ow mit Freun­den ein bun­tes Fest­wo­chen­en­de, zu des­sen Beginn ein Got­tes­dienst vor dem Schloss im Frei­en stattfand.

Vor die­ser präch­ti­gen Kulis­se einen Got­tes­dienst fei­ern zu kön­nen, beweg­te nicht nur die Besu­cher, son­dern auch Dekan Heri­bert Schau­er, der vor dem baro­cken Schloss an Fürst­bi­schof Kar­di­nal Fir­mi­an von Pas­sau erin­ner­te. Die­ser hat­te, obwohl noch ganz baro­cker Kir­chen­fürst, einen Füh­rungs­stil nach dem Mot­to ​„Non vi, sed amo­re“, was so viel heißt wie ​„Nicht mit Zwang, son­dern aus Lie­be sollst du füh­ren“. Damit war Fir­mi­an sei­ner Zeit vor­aus und hat damit auch einen ​„Seel­sor­ge­stil“ für das Bis­tum Pas­sau grundgelegt.

Ein spä­te­rer Nach­fol­ger auf dem Pas­sau­er Bischofs­stuhl war Bischof Sigis­mund Felix von Ow, der zum Schloss in Pie­sing und zur dor­ti­gen Fami­lie von Ow gehör­te. Von 1906 bis 1936 war er Ober­hir­te in Pas­sau. Er begrün­de­te den Diö­ze­sanCa­ri­tas­ver­band, der bis heu­te segens­reich wirkt. Er refor­mier­te die Seel­sor­ge im gesam­ten Bis­tum und ord­ne­te das Schul­we­sen neu, das 1919 von kirch­li­cher Auf­sicht auf den Staat über­ging. Dank­bar – so der Dekan – dürf­ten heu­te auch Schloss­herr Phil­ipp von Ow und des­sen Ehe­frau Michae­la sein, bei­de fei­er­ten Geburts­tag und vor allem ihren 20. Hoch­zeits­tag. Im Leben und erst recht in der Ehe sowie in der Fami­lie soll doch nicht Zwang, son­dern die Lie­be bestim­mend sein. Der Dekan gra­tu­lier­te dem Paar und über­reich­te die Jubi­lä­ums­aus­ga­be des Bis­tums­blat­tes, des­sen Mit­be­grün­der Sigis­mund Felix von Ow war, und Son­nen­blu­men­sa­men, denn ​„jeder Mensch sol­le in der Lie­be weiterwachsen“.

Vero­ni­ka Pitt­ner unter­mal­te den Got­tes­dienst mit Gesang und Kla­vier und so ent­stand vor der Kulis­se des alten Schlos­ses bei strah­len­dem Son­nen­schein und som­mer­lich deko­rier­tem Schloss­gar­ten eine ganz wun­der­ba­re Stim­mung. Heri­bert Schau­er ermu­tig­te den jüngs­ten Sohn der Fami­lie, Nico­laus von Ow, in 50 Jah­ren die­ses Fest in einer wei­te­ren Ansamm­lung von Jubi­lä­en zu wiederholen.

Text: red

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