Foto: Stolpe
300 Jahre Schloss Piesing: Dekan feiert Dankgottesdienst am Festwochenende
Anlässlich des 300-jährigen Bestehens von Schloss Piesing und einiger weiterer Jubiläen feierte die Familie von Ow mit Freunden ein buntes Festwochenende, zu dessen Beginn ein Gottesdienst vor dem Schloss im Freien stattfand.
Vor dieser prächtigen Kulisse einen Gottesdienst feiern zu können, bewegte nicht nur die Besucher, sondern auch Dekan Heribert Schauer, der vor dem barocken Schloss an Fürstbischof Kardinal Firmian von Passau erinnerte. Dieser hatte, obwohl noch ganz barocker Kirchenfürst, einen Führungsstil nach dem Motto „Non vi, sed amore“, was so viel heißt wie „Nicht mit Zwang, sondern aus Liebe sollst du führen“. Damit war Firmian seiner Zeit voraus und hat damit auch einen „Seelsorgestil“ für das Bistum Passau grundgelegt.
Ein späterer Nachfolger auf dem Passauer Bischofsstuhl war Bischof Sigismund Felix von Ow, der zum Schloss in Piesing und zur dortigen Familie von Ow gehörte. Von 1906 bis 1936 war er Oberhirte in Passau. Er begründete den DiözesanCaritasverband, der bis heute segensreich wirkt. Er reformierte die Seelsorge im gesamten Bistum und ordnete das Schulwesen neu, das 1919 von kirchlicher Aufsicht auf den Staat überging. Dankbar – so der Dekan – dürften heute auch Schlossherr Philipp von Ow und dessen Ehefrau Michaela sein, beide feierten Geburtstag und vor allem ihren 20. Hochzeitstag. Im Leben und erst recht in der Ehe sowie in der Familie soll doch nicht Zwang, sondern die Liebe bestimmend sein. Der Dekan gratulierte dem Paar und überreichte die Jubiläumsausgabe des Bistumsblattes, dessen Mitbegründer Sigismund Felix von Ow war, und Sonnenblumensamen, denn „jeder Mensch solle in der Liebe weiterwachsen“.
Veronika Pittner untermalte den Gottesdienst mit Gesang und Klavier und so entstand vor der Kulisse des alten Schlosses bei strahlendem Sonnenschein und sommerlich dekoriertem Schlossgarten eine ganz wunderbare Stimmung. Heribert Schauer ermutigte den jüngsten Sohn der Familie, Nicolaus von Ow, in 50 Jahren dieses Fest in einer weiteren Ansammlung von Jubiläen zu wiederholen.
Text: red



