Kirche vor Ort

„Gute Beziehungen tragen“

Redaktion am 19.01.2026

Bischof Stefan Oster SDB stößt mit Gästen beim Stehempfang an. Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Zu Besuch. Visitation im Pfarrverband Altötting vom 16. bis 18. Januar 2026: Nach dem Abschluss-Dank-Gottesdienst in der Kirche St. Josef in Altötting Süd mit Bischof Stefan Oster SDB fand ein Stehempfang im Pfarrheim statt.

Drei Tage hat Bischof Stefan Oster SDB den Pfarrverband Altötting besucht und sich intensiv mit den Haupt- und Ehrenamtlichen der drei Pfarreien ausgetauscht. Zum Abschluss der Visitation fand ein Dank-Gottesdienst in der Kirche St. Josef in Altötting Süd statt.

Das Wort Visi­ta­ti­on“ klingt ja recht sper­rig und ziem­lich ernst. Über­setzt heißt es aber ein­fach nur Besuch“, wie Bischof Oster beim Jugend­got­tes­dienst am 16. Janu­ar in der St. Mag­da­lena­kir­che erklär­te. Ent­schei­dend sei­en das Ken­nen­ler­nen, die Begeg­nung und die gegen­sei­ti­ge Ermu­ti­gung, führ­te er aus. Dafür war die Ver­an­stal­tung an die­sem spä­ten Frei­tag­abend – zu einer Zeit, in der Jugend­li­che ja sonst durch­aus etwas ande­res vor­ha­ben als in die Kir­che zu gehen“ – ein gutes Bei­spiel: Die Rei­hen der Kir­che waren gut gefüllt, die Gestal­tung, die erst­mals die Alt­öt­tin­ger Jugend­grup­pe Night­fi­re“ und die Stu­den­ten des aktu­el­len Rejoice“-Jahrgangs der Gemein­schaft Emma­nu­el gemein­sam über­nom­men hat­ten, sehr bewe­gend. Gute Bezie­hun­gen tra­gen“, beton­te Bischof Oster in sei­ner Pre­digt über das Evan­ge­li­um zur Hei­lung eines Gelähm­ten (Mk 2,1ff). Denn Jesus gehe es um das Herz, um das Ver­trau­en und um die Bezie­hung – das ist wich­ti­ger als alles ande­re“. Anschlie­ßend luden Hei­lig­kreuz-Schwes­ter Jana Stad­ler (als Gemein­de­re­fe­ren­tin zustän­dig für Firm­lin­ge) und Simon Ben­kert (Minis­trant, Night­fi­re) die Besu­cher ein zu einer Run­de Frag den Bischof“. Über eine Stun­de lang nahm sich Bischof Oster Zeit für Fra­gen wie u.a. eine rich­ti­ge Ehe füh­ren“, Räu­me für Sin­gles in der Kir­che“, Beru­fun­gen“ oder wie umge­hen mit Zwei­fel im Glauben“.

Impressionen vom Jugendgottesdienst und der Fragerunde

Vie­le wei­te­re Stun­den inten­si­ver Gesprä­che folg­ten für Bischof Ste­fan Oster am Fol­ge­tag. Beim Dank-Got­tes­dienst zum Abschluss sei­nes Besuchs am Sonn­tag­vor­mit­tag, 18. Janu­ar äußer­te er sich über­aus dank­bar über die vie­len Men­schen, die ich getrof­fen habe“ und sprach von so viel Herz­blut“, das er habe erle­ben dür­fen. Er beton­te außer­dem die beson­de­re Her­aus­for­de­rung für die drei Pfar­rei­en St. Phil­ip­pus & Jako­bus, St. Josef und Unter­holz­hau­sen an einem Wall­fahrts­ort, die das all­täg­li­che Pfarr­le­ben mit den vie­len Pil­gern und Besu­chern von außer­halb in Ein­klang brin­gen. Am Ende sei­ner Pre­digt dank­te Bischof Oster ein wei­te­res Mal den haupt- und ehren­amt­li­chen Hel­fern dafür, dass ihr in der Kir­che seid, für eure Glau­bens­ge­mein­schaft und dass ihr in den zwei Tagen auch mich gestärkt habt“. Ins­ge­samt zähl­te der Bischof zwölf Gesprächs­run­den auf: mit den Sekre­tä­rin­nen am Info­point am Kapell­platz 4, mit den Ver­tre­tern der Ordens­ge­mein­schaf­ten der Con­gre­ga­tio Jesu, der Schwes­tern vom Hei­li­gen Kreuz, der Pau­li­ner und der Kapu­zi­ner, mit den Wall­fahrts-Ver­ant­wort­li­chen, mit der Gemein­schaft Emma­nu­el, mit den Kir­chen­mu­si­kern, denen er aus­drück­lich für die her­vor­ra­gen­de Qua­li­tät der Kir­chen­mu­sik am Wall­fahrts­ort dank­te, mit Ver­tre­tern der Jugend­grup­pen, mit der Maria­ni­schen Män­ner­kon­gre­ga­ti­on, mit Ehren­amt­li­chen der kirch­li­chen Ver­ei­ne (Kol­ping, KAB, Cari­tas, Frau­en­bund KDFB, Legio Mariä), mit dem Seel­sor­ge­team, mit den so wich­ti­gen“ Mes­nern in den Kir­chen am Kapell­platz, mit den Minis­tran­ten, von denen Ehren­amt­li­che mit so viel Stolz berich­tet haben“, und mit der Kir­chen­ver­wal­tung und dem Pfarr­ge­mein­de­rat, mit denen er sich in der klei­nen und so über­aus akti­ven Pfar­rei Unter­holz­hau­sen“ getrof­fen hatte.

Impressionen von Abschluss-Dank-Gottesdienst und Stehempfang

In einem kur­zen Gruß­wort ein­gangs des Abschluss­got­tes­diens­tes, der durch das Gesangs­en­sem­ble St. Josef mit Joseph Rhein­ber­gers Mis­sa in G“ ein­drucks­voll musi­ka­lisch gestal­tet wur­de, gab Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Klaus Metzl den Dank an den Bischof für die eben­so inten­si­ven wie gewinn­brin­gen­den Gesprä­che zurück und erin­ner­te: Wir sind alle Minis­tran­ten des Herrn. Wir sind mit­ein­an­der Kir­che im Bis­tum Pas­sau und gehö­ren zu der gro­ßen Kir­che der Welt, die weiß, dass es ein himm­li­sches Reich gibt.“

Die Predigten von Bischof Stefan Oster SDB zum Nachhören

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In sei­ner Pre­digt in der Kir­che St. Josef ging Bischof Oster noch ein­mal näher auf die Situa­ti­on der Alt­öt­tin­ger Pfar­rei­en am Wall­fahrts­ort ein. Die­se sei her­aus­for­dernd, aber eben auch ein Pri­vi­leg“. Das Gro­ße und Schö­ne“ mag gewöhn­lich erschei­nen für jene, für die es dau­ernd da“ ist, doch soll­ten sich gera­de auch die Chris­ten, die am Wall­fahrts­ort leben und für die Kir­che tätig sind, immer wie­der bewusst machen: Men­schen von über­all­her pil­ger­ten nach Alt­öt­ting, lie­ßen sich trös­ten von der Atmo­sphä­re und gin­gen inner­lich berührt“ wie­der heim. Ins­be­son­de­re mahn­te Bischof Oster, bei all den not­wen­di­gen und oft dring­lich“ erschei­nen­den Auf­ga­ben nicht das Wesent­li­che aus dem Blick zu ver­lie­ren: die Freu­de dar­über, dass Gott da ist; dass es die Auf­ga­be aller Chris­ten sei, in ihrem Leben eine Ant­wort auf das Ja Got­tes zu uns Men­schen zu geben; eben jene ech­te Bezie­hung zu Gott und zu den Mit­men­schen zu pfle­gen, von der Bischof Oster auch schon beim Jugend­got­tes­dienst gespro­chen hatte.

Michael
Glaß

Redakteur

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