Kirche vor Ort

„Das Herz ist schwer“

Redaktion am 25.07.2023

2023 07 24 pb alb verabschiedung brueder samariter fluhm Foto: Roswitha Dorfner
Abschied und Dank. (Bild vorne v.l.) die Brüder Samariter Michael Gerhard Kassler, Gabriel Maria Hüger und Martin Thaller mit Altötting-Gemälden von Künstlerin Christa Wille als Abschiedsgeschenk; (Bild hinten v.l.) Gerhard Kassler, Stadtpfarrer Prälat Klaus Metzl, Br. Raimund Karner, die Ministranten Prosper und Nelson sowie Bruder Josef Bernhard Geiblinger.

Nach nicht ganz zwei Jahren in Altötting hat Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am Patroziniumstag der St. Magdalenakirche, 22. Juli, die Brüder Samariter FLUHM verabschiedet.

Das Herz ist schwer“, sag­te Prä­lat Metzl in sei­nen per­sön­li­chen Abschieds­wor­ten, wir wer­den euch ver­mis­sen“. Im Vor­der­grund aber ste­he der Dank für all das Gute, das ihr bewirkt habt“; für die vie­len Auf­brü­che“, für die die fünf Ordens­brü­der seit ihrem Ein­zug in das St. Mag­da­lenaklos­ter am 1. Sep­tem­ber 2021 gesorgt hät­ten. Auch die vie­len Freund­schaf­ten wür­den blei­ben, weil wir in Chris­tus blei­ben wer­den“, sag­te Prä­lat Metzl.

Br. Rai­mund Kar­ner dank­te der Wall­fahrts­rek­tor und Stadt­pfar­rer für des­sen fröh­li­che und lie­bens­wer­te Art, mit der du auf die Men­schen zuge­gan­gen bist“. Zu Br. Josef Bern­hard Geib­lin­ger sag­te er: Man hat gespürt, wie sehr du – in dich gekehrt – über den Kapell­platz gegan­gen und wie sehr du in Alt­öt­ting bei der Mut­ter­got­tes ver­an­kert bist.“ Bei­den über­reich­te er, eben­so wie dem Gärt­ner und dem Haus­meis­ter im Klos­ter, einen Geschenkkorb.

Den bei­den Kaplä­nen und dem Lei­ter des Kon­vents über­reich­te Prä­lat Metzl je ein Bild vom Alt­öt­tin­ger Kapell­platz und St. Mag­da­lenaklos­ter, das u.a. das Wir­ken der drei Brü­der her­vor­hebt. Kaplan Br. Micha­el Ger­hard Kass­ler dank­te er für des­sen spie­le­ri­sche Art“ jun­ge Men­schen für den Glau­ben zu begeis­tern, für die Erst­kom­mu­ni­on­vor­be­rei­tung und die Sor­ge um die Minis­tran­ten. Kaplan Br. Mar­tin Thal­ler dank­te Prä­lat Metzl für des­sen Kunst jun­ge Men­schen zu Gott zu füh­ren“, für die Firm­vor­be­rei­tung und sein Enga­ge­ment für Night­fi­re; außer­dem äußer­te er sei­nen Respekt, wie Br. Mar­tin mit einer schwe­ren Krank­heit umge­gan­gen ist und auch aus sei­nem Glau­ben her­aus über­stan­den hat. Schließ­lich wür­dig­te Prä­lat Metzl den stell­ver­tre­ten­den Wall­fahrts­rek­tor Br. Gabri­el Maria Hüger für sei­ne gast­freund­li­che Art und sei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz in der Wallfahrtsseelsorge.

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Die Brüder Samariter FLUHM im Garten des St. Magdaleanklosters (v.l.): Br. Martin Thaller, Bruder Josef Bernhard Geiblinger, Br. Gabriel Maria Hüger, Br. Michael Gerhard Kassler, Br. Raimund Karner.

Im Namen der Stadt Alt­öt­ting dank­te Drit­ter Bür­ger­meis­ter Hubert Roth­may­er (SPD) den Brü­dern Sama­ri­tern für ihr gesell­schaft­li­ches Wir­ken und ihre Prä­senz“ am Wall­fahrts­ort. U.a. nahm auch Stadt­rä­tin und Pfarr­ge­mein­de­rats­vor­sit­zen­de Lui­se Hell am Got­tes­dienst teil.

In sei­ner Pre­digt zum Gedenk­tag der hl. Maria Mag­da­le­na sprach Prä­lat Metzl über die Span­nung zwi­schen Blei­ben und Gesandt-Sein“. In Anleh­nung an das Tages­evan­ge­li­um zur Erschei­nung Jesu vor Maria von Mag­da­la“ (vgl. Joh 20,12.1118), aber auch und gera­de in die­ser Stun­de des Abschied-Neh­mens“, stell­te er fest wie wich­tig die Bewe­gung ist: der Herr sel­ber ist ganz und gar in Bewe­gung – ihn drängt es heim zum Vater“, sag­te er und füg­te hin­zu: Und das sagt uns: Nicht indem wir den Herrn bei uns fest­zu­hal­ten ver­su­chen fin­den wir ihn, son­dern indem wir uns mit ihm in Bewe­gung zum Vater set­zen.“ Wer sich auf die Suche mache, wer lie­be, der wer­de Chris­tus auch fin­den und kön­ne ihn glaub­haft ver­kün­den, erklär­te der Wall­fahrts­rek­tor. Wich­tig sei, mit der Gemein­schaft der Kir­che auf dem Weg zu Gott zu bleiben.

Nach dem Got­tes­dienst fand eine Abschieds­fei­er mit gesel­li­gem Bei­sam­men­sein im Klos­ter­gar­ten statt.

Ab Sep­tem­ber wird der Pau­li­ner­or­den in das St. Mag­da­lenaklos­ter ein­zie­hen und die viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben in der Alt­öt­tin­ger Pfar­rei- und Wall­fahrts­seel­sor­ge übernehmen.

Michael Glass

Michael Glaß

Redakteur

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