Kirche vor Ort

„Unausweichliche Baumaßnahmen“

Redaktion am 29.07.2024

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Wolfgang Wenger (v.l.), Stefanie Stühler, Albert Pollety jun. und Prälat Klaus Metzl im Garten des Administrationsgebäudes; im Hintergrund links der Neubau der Neuen Schatzkammer.

Das „Haus Papst Benedikt XVI. – Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum“ bekommt innen ein neues Gesicht. Am 26. Juli wurde der Bauantrag eingereicht für eine Renovierung, die heuer im Oktober beginnen und bis April 2025 abgeschlossen sein soll.

Wall­fahrts­rek­tor und Stadt­pfar­rer Prä­lat Klaus Metzl spricht von unaus­weich­li­chen Bau­maß­nah­men“ – zum einen, da tech­ni­sche Anpas­sun­gen not­wen­dig sind, vor allem aber weil zum Teil Nut­zungs­än­de­run­gen geplant sind: Wir restau­rie­ren, sodass wir neue Ein­nah­men gene­rie­ren kön­nen“, erklärt Metzl. Die­se sol­len durch die Ver­mie­tung neu ent­ste­hen­der Büro­räu­me sowie der frü­he­ren Woh­nung des Kapel­lad­mi­nis­tra­tors erzielt wer­den. Die Schatz­kam­mer soll um rund 30 Pro­zent der aktu­ell bestehen­den Flä­che zurück­ge­baut werden. 

Die geplan­ten Maß­nah­men am Gebäu­de haben Wall­fahrts­rek­tor Metzl, die Ver­wal­tungs­lei­te­rin der Bischöf­li­chen Admi­nis­tra­ti­on, Ste­fa­nie Stüh­ler, der zustän­di­ge Archi­tekt und Bau­lei­ter, Wolf­gang Wen­ger, und Albert Pol­le­ty jun., Mit­glied im Stif­tungs­rat der Kapell­stif­tung, am 25. Juli in einer Pres­se­kon­fe­renz mitgeteilt.

Kon­kret geht es um zwei Bau­ab­schnit­te, die nun zusam­men­ge­führt wer­den sollen.

Zum einen han­delt es sich um den Rück­bau des Museums/​Neue Schatz­kam­mer, das dem Bischöf­li­chen Stuhl gehört und das in dem im Jahr 2009 ent­stan­de­nen Neu­bau sowie im Erd­ge­schoss und im ers­ten Stock im Mit­tel­teil des Admi­nis­tra­ti­ons­ge­bäu­des unter­ge­bracht ist. Die Schatz­kam­mer, die seit Advent 2023 geschlos­sen ist, soll in Zukunft nur noch im Neu­bau sowie zum Teil im Erd­ge­schoss des Alt­baus Unter­kunft fin­den. Die Flä­che für die aktu­ell sehr groß­zü­gig aus­ge­stell­ten Muse­ums­stü­cke wird sich dabei um rund 30 Pro­zent ver­rin­gern. Auf der frei wer­den­den Flä­che wie­der­um sol­len Büro­räu­me zur Ver­mie­tung ent­ste­hen. Für das Muse­um hat eine Fach­kom­mis­si­on im Bis­tum Pas­sau unter Lei­tung von Dr. Win­fried Helm, der u.a. auch maß­geb­lich an der Gestal­tung des Papst­ge­burts­hau­ses in Marktl betei­ligt war, ein neu­es Muse­ums-Kon­zept erar­bei­tet. Wir füh­len uns der Geschich­te und den Kunst­wer­ken ver­pflich­tet und wol­len die Kunst­wer­ke wie­der gut prä­sen­tie­ren“, sagt dazu Prä­lat Metzl.

Zum ande­ren geht es bei den geplan­ten Maß­nah­men um die ehe­ma­li­ge Woh­nung im West­teil des Admi­nis­tra­ti­ons­ge­bäu­des, in der bis zum Tod der eme­ri­tier­te Bischof von Pas­sau, Wil­helm Schraml, gelebt hat. Die­se soll nun wie­der rück­ge­baut wer­den: Zum einen zu einer Woh­nung wie sie auch zuvor bestan­den hat und in der frü­her der Kapel­lad­mi­nis­tra­tor gelebt hat; die­se soll dann in Zukunft pri­vat ver­mie­tet wer­den. Zum ande­ren sol­len in der frü­he­ren Woh­nung des Til­ly Bene­fi­zia­ten Büro­räu­me ent­ste­hen, die dann die Redak­ti­on Alt­öt­ting des Pas­sau­er Bis­tums­blatts ver­eint mit dem Alt­öt­tin­ger Lieb­frau­en­bo­ten“ nut­zen wird.

Die Kos­ten für bei­de Bau­ab­schnit­te belau­fen sich auf knapp eine Mil­li­on Euro. Hier­bei fal­len nicht nur die Umbau­maß­nah­men ins Gewicht, son­dern auch etli­che drin­gend not­wen­di­ge tech­ni­sche Maß­nah­men wie etwa eine laut Brand­schutz ver­ord­ne­te neue Brand­mel­de-Anla­ge, EDV-Anschlüs­se für die gewerb­li­che Nut­zung und eine neue Hei­zung sowie ein neu­es Heiz-Steuersystem.

Wenn alles klappt wie geplant, dann wird das Haus Papst Bene­dikt XVI. – Neue Schatz­kam­mer und Wall­fahrts­mu­se­um“ im April 2025 wie­der sei­ne Tore öff­nen kön­nen – pünkt­lich zum Geburts­tag des ehe­ma­li­gen Paps­tes und Ehren­bür­gers der Stadt Alt­öt­ting, Joseph Ratzinger/​Papst Bene­dikt XVI. († 31. Dezem­ber 2022) am 16. April.

Michael
Glaß

Redakteur

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