Wallfahrt

Freude am Herrn

Redaktion am 03.07.2023

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Familie Benkert (hinten im Bild), die die Sternwallfahrt maßgeblich organisierte, daneben Weihbischof Dominikus Schwaderlapp.

Mit einer Marienweihe ist am 2. Juli eine Sternwallfahrt der Initiative „Deutschland betet Rosenkranz“ zu Ende gegangen. Höhepunkt war eine Festmesse mit dem Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp.

Die Initia­ti­ve Deutsch­land betet Rosen­kranz“ hat nicht weni­ger als eine Ver­wand­lung im Sinn: eine jedes ein­zel­nen Beters sowie eine Ver­wand­lung der Gesell­schaft, die nicht erst seit der Coro­na-Pan­de­mie zuneh­mend von Span­nun­gen und Ver­wer­fun­gen geprägt ist. Mit der Kraft des Gebets“ möch­te die Initia­ti­ve für eine Ent­span­nung sor­gen, sodass Men­schen sich wie­der auf das Wesent­li­che besin­nen (kön­nen): Las­sen wir die Freu­de des Herrn unse­re Stär­ke sein“, appel­lier­te Weih­bi­schof Schwa­der­lapp in sei­ner Pre­digt in der Basilika.

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Sternwallfahrt der Initiative „Deutschland betet Rosenkranz“: Prozession von der Basilika zur Gnadenkapelle.

Die Kir­che war gut gefüllt – der Guar­di­an des St. Kon­rad­klos­ters und stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor, Kapu­zi­ner­bru­der Mari­nus Par­zin­ger, begrüß­te meh­re­re Hun­dert Teil­neh­mer der Wall­fahrt. Die­se nah­men nicht nur vor­mit­tags an der Mes­se – musi­ka­lisch gestal­tet von Kapell­chor und ‑orches­ter mit Franz Schu­berts Mes­se in G‑Dur – teil, son­dern nach­mit­tags auch an einem Rosen­kranz­ge­bet mit Betrach­tun­gen von Br. Mari­nus, außer­dem an einem Vor­trag von Pater Dr. Anton Läs­ser CP, Geist­li­cher Assis­tent bei Kir­che in Not“ Inter­na­tio­nal. Spät­nach­mit­tags fand eine Ves­per in der Basi­li­ka statt, in des­sen Anschluss die Teil­neh­mer in einer Pro­zes­si­on zur Gna­den­ka­pel­le zogen, wo die Mari­en­wei­he stattfand.

Die Got­tes­mut­ter stand an die­sem Tag mehr­mals im Zen­trum – ers­tens natür­lich auf­grund des Ziels der Wall­fahrt zur Schwar­zen Madon­na; außer­dem auch in Form einer Fati­ma-Madon­na, die extra zur Wall­fahrt mit­ge­bracht wur­de; schließ­lich ange­sichts des Fest­tags Mariä Heim­su­chung, u.a. The­ma der Pre­digt des Weihbischofs.

Mei­ne See­le preist die Grö­ße des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, mei­nen Ret­ter“, zitier­te der Weih­bi­schof das Magni­fi­cat“ im Tages­evan­ge­li­um (vgl. Lk 1,3956) und füg­te hin­zu: Wir sind Kin­der Got­tes – wir kön­nen in das Lob­lied Mari­as mit einstimmen.“

Drei Weg­mar­ken“ der Begeg­nung zwi­schen Maria und Eli­sa­bet mach­te er aus: Bewe­gung– Begeg­nung – Begeis­te­rung“. Bewe­gung, bzw. Ver­än­de­rung sei­en immer auch Erneue­rung“, und ech­te Erneue­rung gelin­ge nur in der Kraft des Hei­li­gen Geis­tes, der zu Jesus Chris­tus führt, beton­te Schwa­der­lapp zum ers­ten Punkt. Zum zwei­ten Punkt sag­te er: eine wirk­li­che Begeg­nung kön­ne nur gesche­hen, wenn wir unse­re Her­zen öff­nen“. Dies gel­te für Begeg­nun­gen unter­ein­an­der eben­so für sol­che mit Gott. Ange­sichts der immer wie­der fest­ge­stell­ten gro­ßen Dis­kre­panz zwi­schen der Lebens­wirk­lich­keit der Men­schen und der Bot­schaft der Kir­che, beton­te der Weih­bi­schof: Nicht die Kir­che müs­se wie­der anschluss­fä­hig“ wer­den an die Lebens­wirk­lich­keit, son­dern umge­kehrt: der Kir­che müs­se es dar­um gehen, die Men­schen wie­der anschluss­fä­hig zu machen an die Bot­schaft Got­tes“. Zum drit­ten Punkt erklär­te der Pre­di­ger: Es gibt Dun­kel­heit und Ver­sa­gen in- und außer­halb der Kir­che – und doch: Gott ist grö­ßer als unser Hass“. Die Freu­de an Gott soll­ten sich Gläu­bi­ge nicht neh­men lassen.

Sternwallfahrt der Initiative „Deutschland betet Rosenkranz“ – Impressionen

Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Die­sen Stand­punkt ver­trat auch Pater Läs­ser in sei­nem Vor­trag: Die Freu­de am Herrn ist unse­re Stär­ke“, beton­te er mehr­mals. Gera­de in die­ser Zeit sei es wich­tig, das Gute zu sehen und sich am Guten zu erfreu­en: wir haben ein neu­es Leben in Chris­tus – bis in alle Ewig­keit“. Sich nicht all­zu viel mit Miss­stän­den zu beschäf­ti­gen, riet er sei­nen Zuhö­rern, und: Beschäf­tigt euch bes­ser mit den Schät­zen der Kir­che“. Zu die­sen Schät­zen zähl­te er u.a. das, was die Got­tes­mut­ter in Fati­ma den Seh­erkin­dern anver­traut hat“, wor­auf er aus­führ­li­cher ein­ging. Außer­dem berich­te­te er dar­über, was die Wei­he an das Unbe­fleck­te Her­zen Mari­ens schon alles bewirkt hat“.

P. Läs­ser war es auch, der einen gro­ßen Dank an Man­fred Ben­kert aus­sprach, der u.a. die­se Wall­fahrt orga­ni­siert hat­te und in Alt­öt­ting etwa auch die Ewi­ge Anbe­tung und das regel­mä­ßi­ge Rosen­kranz-Gebet orga­ni­siert. An die Zuhö­rer gewandt beton­te P. Läs­ser: Dan­ke euch allen, dass ihr Beter seid, dass ihr das Ent­schei­den­de tut!“

Michael
Glaß

Redakteur

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