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Bistum

Endlich wieder pilgern dürfen

Redaktion am 11.02.2021

Diözesanpilgerleiterin Irene Huber info-icon-20px Uschi Friedenberger
Den Rucksack packen und sich wieder auf den Weg machen: Darauf freut sich im Bistum Passau nicht nur Diözesanpilgerleiterin Irene Huber, im Bild oben 2018 auf einer Pilgerstrecke im französischen Burgund.

Die Sehnsucht nach Pilgerreisen erfüllt die Menschen zunehmend: Auch wenn es Corona-bedingt gerade nicht so aussieht – in der Diözesanpilgerstelle laufen die Planungen schon auf Hochtouren.

Das unru­hi­ge Herz ist die Wur­zel der Pil­ger­schaft. Im Men­schen lebt eine Sehn­sucht.“ Die­se Äuße­rung wird dem Kir­chen­leh­rer Augus­ti­nus zuge­schrie­ben. Die­se Sehn­sucht kennt jeder, der auf den Geschmack des Pil­gerns gekom­men ist. Und die­se Sehn­sucht brennt immer mehr, je län­ger sol­che beson­de­ren spi­ri­tu­el­len Erleb­nis­se Coro­na-bedingt in uner­reich­ba­rer Fer­ne sind.

Wenn jemand die­se Sehn­sucht ver­steht, dann ist das Diö­ze­san­pil­ger­lei­te­rin Ire­ne Huber. Auch wenn momen­tan auf­grund feh­len­der Rei­se­mög­lich­kei­ten der Ein­druck ent­ste­hen könn­te – aber sie ist auch im Lock­down alles ande­re als untä­tig. Ire­ne Huber zählt auf: Jetzt geht es zum Bei­spiel dar­um, Rei­se-Rou­ten aus­zu­ar­bei­ten, die Impul­se für unter­wegs vor­zu­be­rei­ten für die Pil­ger­wan­de­run­gen, die die­ses Jahr anste­hen, wo wir natür­lich hof­fen, dass wir die durch­füh­ren kön­nen.“ Bei den Impul­sen las­se sie sich zum Bei­spiel oft von einem Bibel­wort inspi­rie­ren, oder von einem Gedan­ken oder Gedicht, das sie gern wei­ter­ge­ben möch­te. Und natür­lich ste­he man als Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung, so Ire­ne Huber: Wir haben schon lau­fend Anmel­dun­gen. Die Hoff­nung stirbt zuletzt. Jeder wünscht es sich und es ist ja auch gut, wenn man sich nicht nur ver­kriecht in die­ser Zeit, son­dern nach vor­ne denkt und wie­der Zie­le anvi­siert.“ Erreich­bar ist die Pil­ger­stel­le des Bis­tums Pas­sau unter Tel. 0851÷3931432 oder pilgerbuero@​bistum-​passau.​de

Zudem sei es auch schon an der Zeit, die Pil­ger­rei­sen für 2022 aus­zu­ar­bei­ten und Unter­künf­te zu buchen. Ein Bei­spiel dafür ist laut Ire­ne Huber die Pil­ger­fahrt mit Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB mit drei Bus­sen nach Turin vom 1. bis 6. August 2022

Treibt sie dabei auch selbst die Sehn­sucht um? Ja, auf alle Fäl­le. Es ist ja kaum zum Aus­hal­ten. Ich gehe jetzt viel allein spa­zie­ren, aber man merkt bei Wan­de­run­gen in der Grup­pe dage­gen, wie einen das trägt. Es ist ganz etwas ande­res, wenn man im Glau­ben gemein­sam unter­wegs ist und sich aus­tau­schen kann.”

Irene Huber, Diözesanpilgerleiterin
stilisierte Jakobsmuschel 20180907 085453 info-icon-20px Uschi Friedenberger
Eine stilisierte Jakobsmuschel als Wegweiser am Jakobsweg, der heuer im Juli auf dem Programm steht.

Eins der für 2021 ange­peil­ten Zie­le ist die Pil­ger­wan­de­rung auf dem Jakobs­weg in Spa­ni­en unter dem Mot­to Auf der Spur der Sehn­sucht“. Die Tour ent­lang des Atlan­tiks zwi­schen Bil­bao und Riba­deo ist für die Zeit vom 18. bis 27. Juli die­ses Jah­res geplant. Ire­ne Huber: In vie­len Gesprä­chen habe ich gemerkt, dass den Men­schen, wenn sie das Stich­wort Pil­gern hören, gleich Sant­ia­go ein­fällt – und meis­tens mit einem so sehn­suchts­vol­len Blick und einem beson­de­ren Klang in der Stim­me. Da merkt man eben, dies ist der Sehn­suchts-Pil­ger­weg schlecht­hin und das schon seit dem Mittelalter.Was das genau aus­macht, weiß ich auch nicht, aber dem möch­ten wir unter­wegs auf die Spur kom­men. Es geht dar­um, was sich inner­lich bei einem bewegt beim Pil­gern.“ Und so gebe es neben täg­li­chen Impul­sen auch das bewuss­te In die Stil­le gehen“ und Zeit zum Aus­tau­schen, was jeder auf sei­nem Lebens- und Glau­bens­weg schon an Erfah­run­gen gemacht hat. Im Jahr 2022 wird man die letz­te Etap­pe des Jakobs­we­ges ange­hen und in Sant­ia­go de Com­pos­te­la beim Grab des Apos­tels Jako­bus ankom­men. Pil­ger kön­nen dann auch die Hei­li­ge Pfor­te der Kathe­dra­le durch­schrei­ten. Denn das dies­jäh­ri­ge Hei­li­ge Com­pos­te­la­ni­sche Jahr hat Papst Fran­zis­kus Pan­de­mie-bedingt bis 2022 verlängert. 

Das pil­gern­de Volk Got­tes wird sich auch im Bis­tum Pas­sau nach die­ser Coro­na-Durst­stre­cke wie­der auf den Weg machen. Es kommt der Tag, an dem man Ruck­sack und Kof­fer packt und am Ziel ohne Min­dest­ab­stand gemein­sam singt und sich in den Armen liegt. Dann trifft man sich wie­der auf den Pil­ger­stre­cken und an den Pil­ger­stät­ten der Welt. Bis es soweit ist, sind Vor­freu­de ange­sagt – und Sehnsucht.

Friedenberger Uschi

Ursula Friedenberger

Redakteurin

Hier können Sie sich über die Pilgerreisen und Pilgerwanderungen 2021 informieren

Diözesanpilgerstelle Passau

Jedes Jahr bietet die Diözesanpilgerstelle zusammen mit dem renommierten Reiseanbieter, dem Bayerischen Pilgerbüro, ein vielfältiges Angebot an Pilgerreisen und Pilgerwanderungen.

Irene Huber

Irene Huber

Diözesanpilgerleiterin