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Beeindruckende Leserreise in den Rheingau Burgen, Kirchen, Opernklänge

Anita Ganczer am 16.09.2019

Rhein-Mosel-Opernchoere info-icon-20px Pfarrer Hannes Rott
Bei einem attraktiven Ausflugsprogramm werden Sie das schöne Rheingau und die traumhafte Landschaft des UNESCO-Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal“ kennenlernen.

Markante Ziele standen auf dem Programm der Leserreise des Passauer Bistumsblattes mit dem Reisebüro Fürst in den Rheingau: Rüdesheim, Bernkastel Kues, Trier und das Kloster Eberbach. Der Rheingau ist nicht nur eine seit Karl dem Großen bekannte Weinbaugegend, er zeichnet sich auch durch eine Fülle von Sehenswürdigkeiten aus: Schmucke Dörfer, alte Kirchen und Kapellen, Burgen und Edelsitze.

Eine Schiffs­fäh­re brach­te die Bis­tums­blatt-Rei­se­grup­pe bei Rüdes­heim über den Rhein. Von den bewal­de­ten Höhen begrüß­te das sog. Nie­der­wald­denk­mal die Gäs­te. Im Park­ho­tel Ufer­pro­me­na­de war die Grup­pe gut unter­ge­bracht. Die klei­nen Gas­sen, die uri­gen Plät­ze, Wein­schen­ken und die welt­be­rühm­te Dros­sel­gas­se“ luden in Rüdes­heim zum Fla­nie­ren ein.

Der nächs­te Besich­ti­gungs­tag führ­te nach Trier. Eine klei­ne, besinn­li­che Mor­gen­ein­stim­mung im Bus mit Musik und Text soll­te hin­füh­ren zur Begeg­nung mit die­ser ältes­ten Stadt und Dom­kir­che Deutsch­lands. An der Por­ta Nigra Schwar­zes Tor“, 170 n.Chr. erbaut als nörd­li­cher Zugang zur Stadt, war­te­te ein Stadt­füh­rer. Das alte Tor, aus mäch­ti­gen, gesäg­ten Sand­stein­blö­cken gefügt, beher­berg­te im Wan­del der Geschich­te ein klei­nes Klos­ter für den Ein­sied­ler Sime­on, der sich hier ein­mau­ern ließ. Zu sei­nen Ehren wur­den in das Tor zwei über­ein­an­der­lie­gen­de Kir­chen eingebaut.

Schö­ne Bür­ger­häu­ser, his­to­ri­sche Gas­sen, z. B. die Juden­gas­se, die ins mit­tel­al­ter­li­che Juden­vier­tel führ­te, das Markt­kreuz, der Markt­brun­nen mit dem Hl. Petrus, dem Schutz­pa­tron des Domes und der Stadt, waren wei­te­re Höhe­punk­te der Stadt­be­sich­ti­gung. Mit einer His­to­rie von 1700 Jah­ren ist der Dom in Trier die ältes­te Bischofs­kir­che Deutsch­lands. In sei­nen Mau­ern kann man alte Pha­sen der Glaubens‑, Kunst- und Bau­ge­schich­te able­sen. Die kost­bars­te Reli­quie des Domes ist der hei­li­ge Rock Jesu, er ist das Ziel einer bedeu­ten­den Wall­fahrt. Gemein­sam besich­tig­te man auch die soge­nann­te Basi­li­ka, den Thron­saal des Kai­sers Kon­stan­tin. Nach der Mit­tags­pau­se“ stand noch eine Pan­ora­ma­fahrt mit dem Ziel Bern­kas­tel – Kues“ – ca. 50 km von Trier ent­fernt – auf dem Tages­pro­gramm. Ein schmu­ckes Städt­chen an der Mosel mit einem mit­tel­al­ter­li­chen Markt­platz und vie­len Gie­bel­fach­werk­häu­sern aus dem 17. Jahr­hun­dert. Sehens­wert auch das ein­zig ver­blie­be­ne Stadt­tor. Eine ent­span­nen­de Schiff­fahrt durch die herr­li­che Land­schaft des Mit­tel­rhein­tals, vor­bei am Lore­ley Fel­sen und vie­len Schlös­sern und Bur­gen war infor­ma­tiv und abwechs­lungs­reich.

Ein Höhe­punkt war das fest­li­che Abend­kon­zert in der Basi­li­ka des Klos­ters Eber­bach: Die Ope­ra Clas­si­ca Euro­pa prä­sen­tier­te die schöns­ten Opern­chö­re mit dem Vir­tuo­si Bru­nen­sis Orches­tra aus Brünn in Tsche­chi­en. Der Tri­umph­marsch aus Ver­dis Aida“, das Te Deum aus Puc­ci­nis Tos­ca“, der Gefan­ge­nen­chor aus Ver­dis Nabuc­co“ und wei­te­re Chor­stü­cke sowie Opern­ari­en und Duet­te wer­den allen Mit­rei­sen­den in leben­di­ger Erin­ne­rung blei­ben. Den Rück­rei­se­tag begann man im Bus mit Gebet, Musik und Gesang – und alle kamen wohl­be­hal­ten wie­der zuhau­se an.

Text und Fotos: Pfar­rer Han­nes Rott