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„Das Meer ist Medizin für die Seele“ - Weltumsegler Björn Dunkerbeck

Redaktion am 18.11.2021

Rügen - Usedom - Stralsund Höllrigll
Rügen - Usedom - Stralsund

Bei der Anreise vom Süden in den Norden Deutschlands sahen wir, wie sich die Landschaft und die gesamte Vegetation von Bundesland zu Bundesland ändert: von Hügellandschaft zum Flachland, von Wald bis zu großen Weiden, von kargen Landschaften bis zu großen, saftigen Wiesen und Feldern.

Der nächs­te Mor­gen begann mit einer Füh­rung durch die Han­se­stadt Stral­sund: das wun­der­schön reno­vier­te Stadt­tor begeis­ter­te uns, wei­ter ging es zum Rat­haus am Alten Markt, die Niko­lai­kir­che mit dem beein­dru­cken­den Ein­gangs­por­tal, alles in nord­deut­scher Back­stein­go­tik. Wir wuss­ten gar nicht, wo wir als ers­ten hin­schau­en soll­ten. Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung wur­den 800 denk­mal­ge­schütz­te Häu­ser mit zum Teil gro­ßem Auf­wand ori­gi­nal­treu reno­viert. Es hat sich gelohnt, die Alt­stadt ist zu Recht Welt­kul­tur­er­be. Die­se unbe­schreib­li­che Schön­heit strahlt immer noch den Stolz der Han­se­stadt aus.

Bei einem kur­zen Besuch am Strand lag die Ost­see unter einer tie­fen Wol­ken­de­cke, durch die immer wie­der die Son­nen­strah­len her­vor­lug­ten. Und wir konn­ten eine Nach­bil­dung des gro­ßen Segel­schif­fes GORK FOCK bewundern. 

Der nächs­te Tag brach­te uns über die berühm­te Rügen­brü­cke auf die Insel Rügen, wie­der beglei­tet von unse­rem kun­di­gen Rei­se­füh­rer. Wir bestaun­ten die berühm­te Krei­de­küs­te, lie­ßen uns von den wei­ßen Fel­sen ver­zau­bern, die blau­tür­ki­se Ost­see, die Bäu­me, die schräg an den Fel­sen wur­zel­ten, den wei­ten Blick über die Ost­see in die Fer­ne. Ein unver­gess­li­ches Natur­er­leb­nis, das schon die Roman­ti­ker ver­zau­ber­te und in Gemäl­den und Gedich­ten fest­ge­hal­ten wurde.

Ostsee Strand Höllrigl

Beim Strand­be­such gin­gen wir über einen Steg zu einem Aus­sichts­punkt mit­samt schö­nem Kaf­fee. Fisch­rei­her saßen auf Pfäh­len im Was­ser und genos­sen unbe­weg­lich, bei­nah­me medi­ta­tiv, die wär­men­de Son­ne. Das sanf­te Rau­schen der Ost­see, das Krei­schen der Möwen, das Zün­geln der Wel­len am Ufer. Klei­ne Kin­der lie­fen nahe am Strand, war­te­ten auf die Wel­len und hüpf­ten fröh­lich quiet­schend zurück. Jun­ge Leu­te gin­gen bar­fuß durch den wei­chen Sand, ankom­men­de Wel­len ver­wisch­ten ihre Spuren.

Kap Arko­na, der zweit-nörd­lichs­te Punkt der Insel. Mit einem klei­nen Insel­zug fuh­ren wir auf den höchs­ten Punkt zu den Leucht­tür­men, spa­zier­ten auf der Steil­küs­te und genos­sen den ein­drucks­vol­len Blick in die Fer­ne, die raue schäu­men­de Ost­see, den star­ken Wind. Zurück über das Lan­des­in­ne­re der Insel erzähl­te unser Rei­se­be­glei­ter mit sei­ner sono­ren Stim­me die Geschich­te der Insel, die geo­lo­gi­sche Beschaf­fen­heit, die Umwäl­zun­gen nach der Ver­ei­ni­gung. Da er sel­ber in der DDR auf­wuchs, beka­men wir einen tie­fen Ein­blick in das Damals und Heute“.

Die alt-ehr­wür­di­ge Han­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock beein­druck­te uns durch alte Bau­ten aus der Zeit des Frei­han­dels, das Rat­haus am Neu­en Markt, die Mari­en­kir­che, der Krö­pe­liner Tor. Der Charme der Han­se­städ­te zeig­te sich auch hier in Back­stein­go­tik und vie­le Denk­mä­ler, fach­kun­dig erklärt durch eine sehr gute Füh­rung. Wei­ter ging es nach War­ne­mün­de. Bei herr­li­chem Son­nen­schein konn­ten wir am gro­ßen Sand­stand spa­zie­ren, die Stadt besich­ti­gen, Fisch­bröt­chen, Kaf­fee, Glüh­wein und lecke­ren Kuchen genie­ßen. Zum Abschluss orga­ni­sier­te unser rüh­ri­ger Fah­rer Herr Jung­wirth eine Hafen­rund­fahrt. Zwi­schen all den gro­ßen Schif­fen hin­durch kommt man sich schon sehr klein vor. Eini­ge aus der Grup­pe gin­gen trotz Nie­sel­re­gen und star­kem Wind aufs Ober­deck und genos­sen von dort den Aus­flug mit roten Wan­gen, kal­ten Hän­den und etwas durchgefroren.

Lei­der ver­ge­hen schö­ne Tage immer viel zu schnell. Durch eine traum­haf­te alte Baum­al­lee, die durch ganz Deutsch­land führt, herr­li­chen Wol­ken­for­ma­tio­nen, Licht und Schat­ten, Wei­den mit Scha­fen, alten ver­wun­schen aus­se­hen­den Bäu­men, fuh­ren wir in Rich­tung Heimat.

Wie­der durf­ten wir eine gut orga­ni­sier­te Rei­se genie­ßen, chauf­fiert von unse­rem bele­se­nen, humor­vol­len und ruhi­gen Fah­rer Franz Jung­wirth. Eine klei­ne Weh­mut stell­te sich ein, waren wir doch eine sehr har­mo­ni­sche Grup­pe mit unge­zwun­ge­ner Fröh­lich­keit, lie­bens­wür­di­gem Humor und stil­ler Hilfs­be­reit­schaft. In die­sem Sin­ne: Bis wir uns wie­der­se­hen, hal­te Gott uns in sei­ner schüt­zen­den Hand“.

Rei­se­be­glei­tung, Bericht und Fotos: Maria Höllrigl

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